Donnerstag, 13. Dezember 2018

Der 13. Tag im Advent: Vom Sitzen und liegen


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!


Der 13. Tag im Advent: Vom Sitzen und liegen

Und wieder sitzt du spät am Abend auf der Bettkante. Heute schaust du auf deine Füße. Sie haben dich den ganzen Tag getragen und tagsüber sind die Fußsohlen mit der Erde verbunden. Fußsohlen und Fußboden. Wenn du stehst siehst du ein wenig aus wie eine aufrechte Säule. Deine Füße tragen das ganze Gewicht. Jetzt sitzt du auf der Bettkante und deine Füße können dir den Tag erzählen im Wechsel von laufen, stehen und sitzen. Immer verbunden mit der Erde. Gleich wirst du dich hinlegen und du wirst spüren, wie deine Füße entlastet werden. Ist dir der Moment vertraut, wo ein wohliger Schauer durch den Körper rieselt wenn du so gerade eben liegst? Ein Seufzen geht durch dich hindurch. Endlich! Darum lege deine Hand auf dein Herz und verbinde dich mit deinen Füßen am anderen Ende deines Körpers. Gleich wirst du liegen!
Hat schon mal jemand untersucht, was im Körper insgesamt passiert, wenn er liegt? Verändert sich der Hormonfluss? Hilft das „Nichtstehen“ beim Einschlafen? Du musst auf jeden Fall nicht mehr auf die Balance achten. Dein Verstand kontrolliert die Gedanken und deine Füße den Kontakt zur Erde und zum Leben.
Am Morgen wirst du die liegende Position verlassen. Wenn du jetzt sitzt und mit den Fußsohlen die Erde berührst – wie fühlt sich das an? „Endlich wieder Kontakt!“ Oder: „Ich bin noch gar nicht so weit. Es gibt noch einen Rest von Erschöpfung.“ Gleich wirst du stehen und feststellen, dass dein Körper sich schnell daran erinnert, wie Gleichgewicht geht. Von den Füßen aus wird dein System mit Energie versorgt werden. Liegend hast du die ersten zwei Jahre verbracht und liegend wirst du vermutlich sterben. Stehen und sitzen ist nur ein intensives Zwischenstadium. 
www.matthias-koenning.de 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Der 12. Tag im Advent: Bewusst und unbewusst


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

 
Der 12. Tag im Advent: Bewusst und unbewusst
Bevor du dich hinlegst wirst du wieder für einen kurzen Moment auf der Bettkante sitzen. Was hast du an diesem Tag erlebt? Was hast du gearbeitet und mit wem hast du gesprochen. Was waren deine wichtigsten Gedanken und Impulse. Welche Entscheidungen hast du heute getroffen? Du sitzt auf der Bettkante und dir wird bewusst, dass du ein denkendes Wesen bist. Du hast vieles heute bedacht und durchdacht. Vielleicht hast du heute ein sehr bewusstes Leben geführt. Du musstest abwägen zwischen verschiedenen Möglichkeiten und hast dich für eine davon entschieden. Du hast solche Sätze gesagt wie: „Mir ist gerade bewusst geworden, dass...“ „Mir ist bewusst, dass ich dir heute etwas zumute.“
Im Licht des Tages kannst du sehen und das Tagesbewusstsein suggeriert dir, dass du ein total bewusstes Wesen bist. Du hast dich auch entschieden, genau jetzt ins Bett zu gehen und dir wird bewusst, dass du gleich in den Schlaf gleiten wirst. Du verlässt die bewusste Welt, in der du deinen Verstand gebrauchst. Du gleitest ab ins Unterbewusstsein. Du wirst gleich vieles sehen, erleben und wahrnehmen. Und nur wenig davon wirst du morgen erinnern. Die Welt in der Nacht bleibt umhüllt von der Dunkelheit und gibt ihr Wissen deinem wachen Tagesbewusstsein nicht preis. Möglicherweise bist du ein Engel der Nacht und am Tag ist dir diese Rolle völlig unbekannt! Leg deine Hand auf dein Herz und werde dir bewusst, dass du das jetzt steuern kannst. Wo genau legst du die Hand hin. Du kannst die Position verändern. Du kannst es für ein paar Sekunden machen oder auch für eine Minute oder mehr.
Gleich lässt du los und dein Körper wird sich auch im Schlaf bewegen. Deine Hände werden autonom etwas machen. Deine Augen werden hin und herwandern und du wirst nicht völlig unbeweglich bleiben. Und morgen, wenn du aufwachst wirst du Zeit brauchen, wieder ins Wachbewusstsein zurückzukehren. Am Morgen wanderst du manchmal zwischen den Welten hin und her. Du erinnerst dich für einen Moment deines Traumes um ihn beim Aufrichten sofort wieder zu vergessen. So zu vergessen, dass nur die Erinnerung bleibt, dass du geträumt hast – ohne das Was! Jeden Tag bewegst du dich zwischen zwei Welten. Die eine gehört eher dem Bewusstsein und die andere dem Unbewussten. Und beide Welten lachen über dich, ständig wirken sie ineinander und durchdringen sich. Sie lassen dich glauben, dass am Tag das Bewusstsein herrscht und in der Nacht das Unbewusste. Du würdest sonst verrückt werden. Auf der Bettkante kannst du dir beider Welten gewahr werden und ihre jeweilige Bedeutung würdigen. Was vermutest du – wo liegt deine Heimat?
www.matthias-koenning.de 

Dienstag, 11. Dezember 2018

Der 11. Tag im Advent: Von laut und leise


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

Der 11. Tag im Advent: Von laut und leise

Du sitzt auf der Bettkante. Was hast du vorher gemacht? Hast du Fernsehen geschaut? Mit jemandem gesprochen? Wie war die Geräuschkulisse, in der du dich aufgehalten hast. Jetzt auf der Bettkante wird es still und zugleich fühlt es sich vielleicht innerlich laut an. So, als ob die Geräusche noch innerlich nachklingen. Dein Körper vibriert noch. Dein System merkt noch die Anspannung. Lässt du noch das Radio laufen, weil dir die Stille unheimlich ist?
Im Laufe des Tages sammelt sich in uns Lärm an. Du bist so da dran gewöhnt, dass es dir nicht auffällt. Die Geräusche der Straße, Martinshorn, vorbeifahrende Züge. Gesprächsfetzen. In dir klingt es noch nach, so, als ob du eine Klangschale anstößt. Sie schwingt noch lange nach, bevor sie wieder schweigt. Unser Körper ist wie eine Klangschale, die nie zur Ruhe kommt. Ständig gefordert. Das Ohr bekommt keine Pause. Die Augen kannst du verschließen. Die Ohren nicht. Sie sind immer auf Empfang.
Jetzt sitzt du auf der Bettkante und lauschst in die Stille hinein. Es wird leise um dich herum und leiser auch in dir. Du „hörst“ deinen Herzschlag im Duett mit dem Wecker, wenn du noch einen tickenden besitzt. Wie fühlt sich die Stille an? Kannst du dich beruhigen? Schließe die Augen und halte die Hand auf dein Herz. Jetzt darf dein System zur Ruhe kommen und du lässt alle Geräusche außen vor. Gleich legst du dich hin und tauchst ein in die unendliche Stille. In den Klang des Universums. In die Planetentöne. Dort hörst du mit dem inneren Ohre die Planetentöne, die dich nicht stressen, sondern entspannen und mit auf die Reise nehmen.
Am Morgen wachst du auf aus dem Reich der Stille und setzt die wieder auf die Bettkante. Du kannst diese Stille mitnehmen in den Tag und den Lärm noch ein wenig auf Abstand halten. Den Augenblick dehnen, wo es um dich herum leise ist. Nicht laut auftreten und mit dem Geschirr klappern nur damit jeder weiß, dass du jetzt aufgestanden bist. Bewege dich leise im Zimmer und leise in der Wohnung. Höre kein Radio und lass dich nicht ablenken von den erwachenden Geräuschen, die von draußen an dein Ohr dringen. Sei leise und in der inneren Stille mit dir. Du beginnst damit auf der Bettkante am Morgen. Dort wird dir die Polarität bewusst, mit der du jeden Tag lebst. Leben musst. Dein Leben zwischen laut und leise. 
www.matthias-koenning.de 

Montag, 10. Dezember 2018

Der 10. Tag im Advent: Vom Häutig sein


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

Der 10. Tag im Advent: Vom Häutig sein

Du sitzt auf der Bettkante und spürst deine Haut. Diese Haut hält deinen Körper zusammen. Ohne würdest du dahinfließen. Geh mit deiner Aufmerksamkeit auf deine Haut. Da gibt es diese Außengrenze, die das Innen vom Außen trennt. Es gibt etwas in dir und etwas um dich herum. Das Innere gehört zu dir und das um dich herum nicht so wie das Innere. Das um dich herum steht auch anderen zur Verfügung. Das in dir gehört dir allein und niemandem sonst. Die Haut beschützt diesen Teil. Jetzt auf der Bettkante spürst du diese schützende Grenze. Lege die Hand auf dein Herz und spüre, wie Haut an Haut liegt. Die Haut ist nicht nur Grenze, sondern auch Kontaktorgan. Die Haut grenzt nicht nur ab, sie verbindet auch. Sie hat Kontaktpunkte von Kopf bis Fuß. Vielleicht spürst du aber auch die Anspannung des Tages auf deiner Haut. Vor allem im Gesicht. Im Schlafen darf sich deine Haut entspannen.
Gleich, wenn du dich hinlegst und dich in den Schlaf abgibst, wirst du immer weniger deine Haut spüren. Sie wird sich quasi auflösen. Du verschmilzt mit deiner Decke. Deine Decke wird zur zweiten Haut und lässt dich damit hautlos werden. Deine Kontakte in der Nacht werden von anderer Art sein.
Am Morgen wirst du wieder auf der Bettkante sitzen. Du bist entspannt und auch deine Haut. Sie konnte in der Nacht regenerieren. Sie musste dich nicht zusammenhalten, weil du ja auf Nachtreise warst. Im Universum oder wo auch immer. Deine Haut hat in der Nacht auch alles zusammengehalten, aber ohne Anstrengung. Ohne Arbeit. So entspannt wie jetzt wirst du erst in 24 Stunden wieder aussehen!
www.matthias-koenning.de 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Der 9. Tag im Advent: Tag und Nacht


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!


Der 9. Tag im Advent: Tag und Nacht

Du sitzt auf der Bettkante und schaust mit deinem inneren Auge auf eine etwas größere Dimension. Da gibt es den „Gott“ des Tages. Er hat dir eine Zeitspanne zur Verfügung gestellt. Er hat das Licht angeknipst und du konntest dich orientieren und dem Tag eine Gestalt geben von Arbeit, Freizeit, Essen und Ausruhen. Dieser „Gott“ des Tages gibt jetzt seine Macht ab weil er das Licht nicht mehr halten kann und weil seine Möglichkeiten sich für diesen Tag einfach erschöpfen. Der Tag ist leer geworden. Du sitzt auf der Bettkante und lässt wie in einem Film die Ereignisse passieren. Nicht langsam, sondern ganz schnell.
Die „Göttin“ der Nacht wartet schon auf dich und möchte dich in Empfang nehmen. Gleich wirst du in ihre Welt eintauchen. Sie arbeitet nicht mit dem Licht und der Möglichkeit, dass du die Kontrolle behältst. Ihr Reich funktioniert nach anderen Gesetzen. Sie sind dir über viele Jahre vertraut, aber im „Tagesbewusstsein“ nicht bewusst. Du kannst jetzt auf der Bettkante nicht viel davon erzählen. Wie es sich nachts im Körper anfühlt. Wohin dein Bewusstsein geht und was es so macht in der Nacht. Du verlässt gleich das eine Reich und betrittst das andere. Du auf der Bettkante bist die Grenze. Wenn du sitzen bleibst wird die Nacht ohne dich stattfinden. Leg deine Hand auf dein Herz und verneige dich vor dem Tag. Danke damit für deine Geschenke und gib der Nacht die Ehre, dass du bereit bist.
Am Morgen wachst du auf und setzt dich wieder auf die Bettkante. Jetzt kommst du aus dem Reich der Nacht. Du hattest nichts kontrolliert. Vielleicht bist du zwischendurch aufgewacht und der „Tag“ hatte dich für ein paar Momente wieder. Du warst Zeuge vom Kampf der beiden Reiche miteinander. Aber jetzt sitzt du auf der Bettkante und wie hast du die Zeit empfunden? War es lang oder kurz oder kannst du gar nichts dazu sagen. Im Reich der Nacht existiert die Zeit nicht. Du warst dort zeitlos. Die Zeit gehört dem Tag. Aber wie fühlt sich dieser Zustand an? Was nimmst du daraus mit in das Tagesbewusstsein? Du sitzt auf der Bettkante und dir wird bewusst, dass es den Augenblick geben wird, wo du nicht zur Bettkante zurückkehrst. Wo du im Reich der Nacht bleiben wirst um von dort aus weiterzuwandern. Aber jetzt bist du zurückgekehrt. Die Nacht hat dich freigegeben und der Tag heißt dich willkommen.
www.matthias-koenning.de 

Samstag, 8. Dezember 2018

Der 8. Tag im Advent: Wachend und schlafend


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

Der 8. Tag im Advent: Wachend und schlafend

Und wieder sitzt du auf der Bettkante und dir wird klar, dass du jetzt noch wach bist. Dein Verstand funktioniert noch gut und zugleich werden die Gehirnwellen langsamer. Wie fühlt sich wach sein eigentlich an? Der Atem geht zügig. Du spürst deinen Herzschlag? Gleich kommt der Atem ein wenig verzögert. Vor dem nächsten Atemzug machst du eine kleine Pause. Da geschieht nichts. Noch bist du mit dem Einatmen wach. In der Wachheit gibt dein Verstand noch mal alles. „Habe ich an alles gedacht?“ „Bin ich für morgen vorbereitet?“ Kann ich es mir erlauben, jetzt loszulassen?“ Dein Verstand möchte jeden Augenblick ausnutzen. Jeden Moment, indem die Augen noch geöffnet sind und Impulse in dir hereinlassen können. Du sitzt auf deiner Bettkante und schließt jetzt die Augen im Sitzen. Und schon bist du nicht mehr ganz so wach. Von Sekunde zu Sekunde wirst du schlafender. Im nächsten Augenblick, wenn du liegst, wird der Zustand kippen. Immer weniger wachend und immer mehr schlafend.
Wie erlebst du diesen Wechsel? Sehnst du dem Schlaf entgegen und nimmst ihn freudig an? Oder wehrst du dich? Du bleibst lieber wach und behältst die Kontrolle! Lege deine Hand auf dein Herz und spüre, wie wachsam es ist. Es wird über dich wachen, auch wenn du schläfst.
Und am Morgen, wenn du aufwachst, bleib noch für einen kleinen Moment liegen und nimm den Bewusstseinszustand der letzten Atemzüge des Schlafes mit. Die Traumfetzen oder was immer es ist. Bewahre dir den „Rest“ des Schlafes und setze dich auf die Bettkante. Du bist nicht mehr schlafend und auch noch nicht ganz wach. Wo zieht es dich jetzt hin? Zurück zum Schlaf oder hin zu mehr Wach sein. Was ist unterschiedlich am Übergang vom Wachsein zum Schlaf und vom Schlaf zum Wachsein? Und wie verbindet sich das wieder miteinander. Du sitzt also am Morgen auf der Bettkante und wirst dir bewusst, dass du zu mindestens zwei Welten gehörst. Der wachen und der schlafenden!
www.matthias-koenning.de 

Freitag, 7. Dezember 2018

Der 7. Tag im Advent: Angezogen und nackt


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

Der 7. Tag im Advent: Angezogen und nackt

Du sitzt auf der Bettkarte und warst eben noch angezogen. Im Winter bestimmt angezogener als im Sommer. Wenn du dich ausgezogen hast könntest du dich für einen Moment nackt auf die Bettkante setzen und diese Nacktheit spüren. Das bist du ohne Kleidung. So fühlt es sich an! Werde dir des Unterschiedes bewusst. Angezogen und jetzt nackt. Ist es unangenehm oder befreiend. Wie schnell taucht der Wunsch auf, etwas anzuziehen und unter die Decke zu kriechen. Wer könnte dich jetzt nackt sehen und dich betrachten und welche Gedanken würden dann bei dir auftauchen.
Wenn du angezogen bist, dann kannst du Stellen deines Körpers verbergen, die du nicht so magst. Du kannst dich „schöner“ machen. Der Blick deiner Mitmenschen richtet sich auf deine schöne Kleidung. So fühlst du dich sicherer. Du bist also ganz „schön“ angezogen und sicher und jetzt bist du nackt. Du hast jetzt die Möglichkeit deine nackte Hand auf deine nackte Brust zu halten und in den direkten Körperkontakt zu gehen mit dir. Kein Stück Stoff, der dich hindert, „schön“ mit dir zu sein.
Du sitzt auf der Bettkante und sitzt dort nackt oder wirst gleich deine Nachtwäsche ablegen. Nackt warst du im Bauch deiner Mutter. Nackt bist du auf die Welt gekommen. Angezogen verbringst du die meiste Zeit deines Lebens. Nackt bist du ursprünglich. Mit dem Ursprung verbunden. Du könntest den Tag nackt beginnen. Nur für diesen Moment bewusst auf der Bettkante. Du kehrst am Anfang des Tages zu deinem Ursprung zurück.
www.matthias-koenning.de 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Der 6. Tag im Advent: Sich geborgen fühlen und einsam sein


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!

Der 6. Tag im Advent: Sich geborgen fühlen und einsam sein

Du sitzt auf deiner Bettkante in deinem Nachtoutfit und spürst ein wenig Kälte in dir und um dich herum. Jetzt einen wärmenden Körper an deiner Seite! Einen Menschen, an dem du dich anschmiegen kannst. Gibt es da ein Bedürfnis? Eines, das tagsüber gar nicht so auftaucht, weil du gut beschäftigt bist. Vielleicht bist du ja auch satt an Geborgenheit, weil es genug Nähe gab. Vielleicht bist du aber auch gar nicht so bedürftig und sitzt auf deiner Bettkante in einer Art von Neutralität. Du sitzt auf deiner Bettkante und spürst dem einfach mal nach. Dein Körper könnte sich erinnern an die Zeiten, wo du ein Baby warst. Deine Mutter hat dich zur Nacht weggelegt. Die Wärme ihres Körpers eingetauscht gegen die hoffentlich warme Decke der Nacht. Fühlst du dich geborgen oder eher unbehaust? Wenn du dich hinlegst wirst du möglicherweise in ein Alleinsein mit dir abtauchen. Wird es dir das Einschlafen erschweren? Oder kannst du dir vorstellen, dass das Alleinsein ein „mit allem Einssein“ werden kann!  Wenn du die Hand auf dein Herz legst erschaffst du dir einen Moment der Geborgenheit. Deine Hand mit deinem Herzen.
Und am Morgen wirst du wieder auf der Bettkante sitzen. Die Wärme deiner Decke spürst du noch auf deiner Haut. Dann nimmt diese Wärme ab und der kalte Raum umgibt dich. Wie fühlt es sich jetzt in dir an? Geborgen oder doch eher einsam? Was sagt der Verstand und was dein Körper? Gibt es eine Ambivalenz? Ein sowohl als auch? Gibt es einen Unterschied zum Abend davor, als du das letzte mal auf der Bettkante saßest. Wie satt bist du jetzt oder wie bedürftig? Verbinde dich mit dir und halte deine Hand auf dein Herz. 
www.matthias-koenning.de 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Der 5. Tag im Advent: Von Dunkel und Licht


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. Die Idee!


Der 5. Tag im Advent: Von Dunkel und Licht

Du sitzt auf deiner Bettkante und nimmst die letzten Strahlen des elektrischen Lichtes wahr. Gleich, wenn du liegst, wirst du das Licht löschen und die Augen schließen. Die Welt um dich herum wird dunkel und du verstärkst das Gefühl durch das Schließen deiner Augen. Aber jetzt sitzt du da und siehst. Schau dich für einen Moment um. Aber nicht zu lange. Sonst wirst du dir zu viele Gedanken machen. Das Auge sieht etwas. Der Verstand sucht etwas und fängt gleich an zu arbeiten. Der Verstand braucht am Abend eine reizarme Umgebung. Sonst kann er nicht abschalten. Die Dunkelheit gibt dem Verstand die Erlaubnis, ruhiger zu werden.
Du sitzt auf der Bettkannte und nimmst Licht und Dunkel war. Auch das elektrische Licht kann nicht verhindern, dass es dunkle Bereiche im Schlafzimmer gibt. Wie lichtempfindlich bist du? Welche Gefühle tauchen auf, wenn du ins Dunkel abtauchst? Denke nicht darüber nach sondern lass die beiden Erfahrungen für einen Moment auf dich einwirken. Du wirst dich gleich hinlegen und ins Dunkel abtauchen. Und morgen früh machst du die umgekehrte Erfahrung. Du tauchst aus dem Dunkel auf und hinein in das Licht. Nimm wahr, ob deine Augen den Wechsel mögen. Endlich Tag? Oder schade vorbei mit der Nacht? 
www.matthias-koenning.de 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Der 4. Tag im Advent: Von Wärme und Kälte


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. (Die Idee!)

Der 4. Tag im Advent: Von Wärme und Kälte

Bevor du dich auf deine Bettkante setzt ziehst du dich um. Du ziehst deine Alltagskleidung aus und hast für einen Moment weniger an. Vielleicht bist du auch nackt für eine Zeit. Und je nach Jahreszeit spürst du den Wechsel von Wärme und Kälte. Die Kleidung des Tages hat dich gewärmt und nun spürst du vielleicht die Kälte auf deiner Haut. Dir fröstelt womöglich. Gleich wirst du dich hinlegen und mit deinem Körper dein Bett wärmen und auf Temperatur bringen. Für ein paar Minuten gibt es einen Unterschied. Du erlebst im schnellen Wechsel Wärme und Kälte. Was findest du angenehmer? Wenn du auf deiner Bettkante sitzt dann spüre mal deinen Körper in diese Richtung ab. Wo ist es warm und wo ist es kalt? Ist es angenehm für dich oder eher unangenehm?
Du kannst dich verbinden mit allem, was dich wärmt und was dir erfrischende Kühle gibt. Du kannst dich verbinden damit, dass du ein abhängiges Wesen bist. Du brauchst Kleidung und körperliche Nähe. Und wenn du am Morgen aufwachst erlebst du wieder diesen Temperaturunterschied. Setz dich am Morgen auf die Bettkante und spüre nach, wie du bettwarm die Kühle des Schlafzimmers spürst. Gleich ziehst du dich wieder aus und bist nackt und dann ziehst du dich wieder an. Lege die Hand auf dein Herz und spüre die Wärme deiner Hand auf der Haut. Du kannst dich selber wärmen und für dich sorgen. 
www.matthias-koenning.de 
f deiner Haut. Dir fröstelt womgstelt womg hat dich gewärmt und nun spürst du vielleich tdi el von Wärme und Kälte. Die warme Kl

Montag, 3. Dezember 2018

Der 3. Tag im Advent: Mein Lieblingsmensch


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. (Die Idee!)

Der 3. Tag im Advent: Mein Lieblingsmensch

Wenn ich dich nach deinem Lieblingsmenschen frage wirst du schnell auf deine Lebenspartnerin oder deinen Partner kommen oder auf deine Kinder oder deine Eltern oder einen Freund. Heute möchte ich dich einladen, dass du dir vorstellst, dass du dein Lieblingsmensch bist. Lege einen Handspiegel auf dein Nachttischschränkchen und wenn du auf der Bettkante sitzt schau in den Spiegel. Dort siehst du deinen Lieblingsmenschen. Schau ihn voller Zärtlichkeit an und sei gut mit ihm. Sag ihm einfach nur: „Du bist mein Lieblingsmensch.“ Spüre in dich hinein, was dann in dir geschieht. Fühlst du dich wohl dabei? Ist das ungewohnt? Wirst du dich vielleicht scheuen, das wirklich zu machen? Vor allem, wenn du dein Zimmer mit einem anderen Menschen teilst? Noch liest du ja diesen Text und du sitzt nicht auf der Bettkante. Du bereitest dich auf diesen Moment jetzt gedanklich vor. Heute Abend wirst du dort sitzen und dich selber treffen.
Und am nächsten Morgen schaust du wieder in deinen Handspiegel. Vielleicht siehst du dich sonst im Bad an und magst dich nicht leiden, weil du so verknautscht und zerzaust aussiehst. Morgen aber wirst du in den Spiegel schauen und triffst wieder deinen Lieblingsmenschen. Werde dir bewusst, dass dieser Mensch dich den nächsten Tag begleiten wird. Lächle ihm freundlich zu: „Hey, du bist mein Lieblingsmensch!“ Dann legst du die Hand aufs Herz und nickst dir freundlich zu. 
www.matthias-koenning.de 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Der 2. Tag im Advent: Das spüre ich jetzt


Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. (Die Idee!)

Der 2. Tag im Advent: Das spüre ich jetzt

Heute möchte ich dich einladen, dass du dich vor dem Einschlafen auf die Bettkante setzt und in deinen Körper hineinspürst. Fühlst du Leichte oder Schwere? Erschöpfung oder Vitalität? Signalisiert dein Körper irgendwo Unbehagen, Druck oder gar Schmerz? Sei mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei deinem Körper und gib ihm deine liebevolle Aufmerksamkeit. Leg deine Hand an die Stellen, wo dein Körper eine Berührung mag. Sei nur dabei und überlass dich deinem Körper.
Am Morgen setzt du dich wieder auf die Bettkante und spürst in deinen Körper hinein. Fühlt es sich ausgeruht an? Sind alle Körperteile entspannt? Was sagen deine inneren Organe? Fühl dich einfach hinein. Schenke dir einen Moment des Daseins mit deinem erwachenden Körper. Stehst du sonst vielleicht zu plötzlich und schnell auf und dein Körper signalisiert Protest? Fühlt sich dein Körper am Morgen mit dir wohl? Auf der Bettkante wirst du schnell herausbekommen. Lege deine Hand auf dein Herz und bedanke dich.
www.matthias-koenning.de 

Samstag, 1. Dezember 2018

Der 1. Tag im Advent: Meine Übergänge

Du kannst direkt jetzt diesen Impuls lesen. Zusätzlich findest du hinter folgendem Link die dazugehörigen Vorüberlegungen und meine Grundidee. (Die Idee!)
 
Der 1. Tag im Advent: Meine Übergänge

Wenn du auf der Bettkante sitzt wird dir vielleicht bewusst, dass es ein Übergang ist. Du sitzt dort nicht stundenlang herum. Du wirst aufstehen oder dich hinlegen. Du sitzt jetzt nicht wie auf einem Stuhl um in dieser Haltung etwas zu erledigen. Du verabschiedest dich vom Tag und begibst dich in die Vorbereitung für die Nacht. Du wechselst den Modus. Dein Betriebssystem. Du gibst deinem ganzen Körper das Signal, dass es gleich so weit ist. Normalerweise denkst du gar nicht darüber nach. Du machst es einfach.
Heute wirst du auf der Bettkante sitzen und bewusst den Tag hinter dir lassen und dich auf die Nacht einstimmen. Du dankst deinen Körperzellen und deinen Kreislaufsystemen für den Dienst, den sie dir erwiesen haben und verabschiedest dich. Du bittest deinen Körper, jetzt wirklich loszulassen, damit dein Körper die Ruhe genießen kann. Auch dein Geist darf sich ausruhen. Der tut sich manchmal schwer damit. Er will unbedingt noch ein Problem bedenken und wehrt sich gerne gegen den Schlaf und die Gedankenstille. Bitte ihn freundlich um deine Unterstützung. Sage ihm, dass du ihm morgen gerne wieder zuhören wirst.
Am Morgen wenn du aufwachst machst du den Prozess wieder. Nur dieses mal umgekehrt. Du dankst für die Ruhe der Nacht. Für die Unterstützung deines Verstandes und bittest den Körper um Unterstützung für den Tag. Du könntest für diese beiden „Bettkantensitzungen“ ein Ritual verwenden indem du eine Hand auf dein Herz legst und dich leicht verneigst. Danke! 
www.matthias-koenning.de 

Freitag, 30. November 2018

Advent auf der Bettkante


Jeden Abend, bevor ich ins Bett gehe, sitze ich für einen Moment auf der Bettkante. Ich halte nur für einen Moment inne. Ich wechsle gleich den Modus. Von aktiv auf passiv. Gleich überlasse ich meinen Körper und meinen Geist dem Nichtstun und der Dunkelheit.
Und jeden Morgen, bevor ich aufstehe, sitze ich wieder für einen Moment auf der Bettkante. Wieder halte ich nur für einen Moment inne. Ich schalte von passiv auf aktiv und gehe bewusst und geplant in den Tag.
Ich möchte dich einladen, in den Tagen des Adventes auf der Bettkante zu verweilen. Nur für ein paar wenige Atemzüge. Du schließt die Augen. Atmest ein und aus und nimmst dabei einen Impuls in dich auf. Werde dir dieses kostbaren Momentes bewusst. Genieße dieses außergewöhnliche Geschenk. Dein Leben im Übergang. Die Weichenstellungen und Wechselphasen. Wir Menschen mögen nicht so gerne die Veränderungen. Wir lieben die Sicherheit und die gleichen Abläufe. Auf der Bettkante kann dir deutlich werden, dass du dich permanent veränderst. Regelmäßiger Wandel am Morgen und am Abend.
Schon, wenn du auf der Bettkante sitzt, je nach Bettenmodell, spürst du die Unterschiede. Die weiche Matratze, die harte Holzkante und der freie Raum, in dem du deine Füße abgestellt hast. Drei verschiedene Zonen, zwischen denen du dich bewegst. Und immer nur für einen winzigen Augenblick. Im Hauch des Vergänglichen. Auf diesen Bereich möchte ich deine Aufmerksamkeit lenken.
Du liest diesen Impuls jetzt und nimmst ihn gedanklich mit zur Bettkante. Du sitzt und lässt das jetzt Gelesene wieder in dir wach werden. Nach der Nachtruhe wachst du auf und nimmst auf der Bettkante wahr, was in der Nacht geschehen ist. Du wirst Unterschiede wahrnehmen am Morgen und am Abend.
Ich werde dir 24 kleine Gedankenimpulse mit auf den Weg geben für deinen ganz persönlichen Advent. Du liest meinen Gedanken jetzt und überlässt dich dann deinem Unterbewusstsein und bittest es, dass es in der Nacht für dich wirkt. Wie ein Medikament. Du musst nur sehr wenig machen. Diesen kleinen Impuls lesen und dich auf der Bettkante daran erinnern und hineinspüren in deinen Körper.
www.matthias-koenning.de

Donnerstag, 29. November 2018

Meine Entscheidungen und meine Fehler! Nicht deine!

Auf meiner Spruchkarte heute lese ich: "Mein Leben, meine Entscheidungen, meine Fehler - nicht deine Sache"
Manchmal bekommst du ja einen gut gemeinten Rat. "Hast du dir das auch genau überlegt? Ich finde das ein wenig gewagt, was du da vorhast. Denke doch lieber noch mal drüber nach. Nachher tut es dir Leid und sagst mir: 'Warum hast du mich nicht gewarnt!' Das tue ich jetzt. Ich meine, du kannst ja tun und machen was du willst. Du bist ja schließlich erwachsen. Und ich will auf keinen Fall hineinreden. Du hast dir das ja auch bestimmt gut überlegt. So kenne ich dich auch. Aber dieses mal spüre ich in mir so eine kleine Unruhe. Heute sollte ich wirklich mal was sagen. Und das tue ich jetzt. Und danach halte ich auch schon wieder den Mund. Ich will dich ja nicht beunruhigen und dir alles madig machen. Aber jetzt ist es raus und ich kann mich wieder davon verabschieden."
Und? Wie geht es dir jetzt? Ich lese meine eigenen Zeilen und bekomme Ärger. Der steigt mir bis zum Hals. "Dieser blöde Sack! Kann der nicht seinen Mund halten? Dieses Gesülze!"
Manchmal hörst du solche Stimmen im außen und manchmal ertönt diese Stimme als die Deinige im Hintergrund. Da hilft wirklich ein solcher Satz wie auf der Karte: "Das ist mein Leben und ich treffe hier die Entscheidungen. Auch wenn ich einen Fehler dabei mache. Das ist mir egal! Ich habe ein Recht auf meine Erfolge und auf meine Fehler!"
Also! Geh in die Selbstermächtigung. Es ist dein Leben! Deine Entscheidungen! Und von mir aus auch deine Fehler! Wenn du Fehler allerdings vermeiden möchtest, wirst du anfällig sein für die Stimmen, die da säuseln: "Ich habe dich gewarnt..."
"Danke für deine Warnung und jetzt kümmere dich um deine eigenen Dinge. Und ich übernehme die Verantwortung für mich."
www.matthias-koenning.de

Mittwoch, 28. November 2018

Nahrung für die Seele!




In einem Bericht über technische Veränderungen am Arbeitsplatz lese ich einen interessanten Gedanken. Arbeitsabläufe, die früher mit Händen und Muskelkraft mühsam bewältigt wurden, werden heute von Maschinen erledigt. Für eine solche Arbeit braucht es dann eher Köpfchen als Händchen. Im Laufe der Jahre entstanden in klugen Köpfen Maschinen in klein und groß bis überwältigend für alle erdenklichen Arbeitsabläufe. Dabei werden die Techniken immer detaillierter und ausgereifter. Viele empfinden es als eine große Erleichterung, weniger körperlich belastet zu sein. Allerdings steigt damit auch die Erwartung an den Kopf. Technik will bedient werden. Wenn ich entscheiden müsste eine Kiste von A nach B zu tragen, würde ich mich auch für den Gabelstapler entscheiden.
Im Baumarkt stehe ich staunend vor all den vielen Geräten und Werkzeugen. Für jede erdenkliche Arbeit existiert ein spezielles Werkzeugteil. Dahinter steckt letztlich ein unglaublicher Erfindergeist und Präzisionsarbeit über viele Jahrzehnte bis zu Jahrhunderten.
Jetzt mache ich einfach einen Sprung und betrachte ich meine Seele. Wurde für die Seele inzwischen auch ein Gabelstapler erfunden, der das Leben erleichtert? Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir unsere Seele immer noch mit den Steinzeitwerkzeugen bearbeiten. Meistens ignorieren wir sie. Wir hoffen, dass sie uns im Alltag nicht in die Quere kommt und die Stimmung vermasselt. Was stellen wir mit unserer Seele alles unbewusst und unbemerkt so an?
Wir spüren nicht, wenn wir zu stark belastet sind in unseren Beziehungen und unserer Arbeit und machen einfach weiter so.
Wir streifen unsere Bedürfnisse nach Geborgenheit und Streicheleinheiten ab wie eine nicht nötige Haut und denken, wir müssten den Alltag bewältigen.
Wir nehmen uns Zeit zum Putzen der Zähne und verschieben das Seelenpflegen auf die wenigen Urlaubstage im Jahr. Dabei verwechseln wir auch noch körperliches Ausruhen mit aktiver Seelenpflege.
Was braucht die Seele denn eigentlich zum Leben? Im übertragenen Sinn kann ich fragen: Wenn der Körper zur Entlastung einen Gabelstapler braucht, was braucht da die Seele?
Die erste Antwort, die mir dazu einfällt heißt: Nimm sie erst einmal wahr! Beachte sie! Schenke ihr deine Aufmerksamkeit! Befrage sie doch einmal: „Was brauchst du, dass es dir gut geht?“ Vielleicht wird deine Seele erst zaghaft und zögerlich hervorkommen und Schwierigkeiten haben, sich auszudrücken.  Sie braucht Zeit.  Sie ist unglaublich schnell und zugleich braucht sie Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich empfehle dir folgende Übung.
Du gehst zum Bäcker und schaust auf die Auslagen. Du schaust nicht mit den Gedanken im  Kopf: „Was fehlt in meinem Haushalt, was ist gesund? Wie teuer ist das?“ Du fragst stattdessen deine Seele: „Worauf hast du Lust! Was lacht dich an! Was erfreut dein Herz!“ Es kann sein, dass du am Ende ganz unvernünftig bist und irgendein Sahneteilchen kaufst. Dein Kopf wird Bedenken äußern, aber deine Seele frohlockt. Mir geht es bei diesem Beispiel nur das Einüben. Zugleich geht es darum, dass du den Unterschied spürst, ob du im Kopf bist oder mit der Seele arbeitest. Auf die Dauer sollten Kopf und Seele natürlich besser zusammenarbeiten.
Deine Seele benötigt eigentlich keinen Gabelstapler. Deine Seele ist schöpferisch und kann jeder Zeit etwas neu erfinden und hervorrufen. Sie erzählt Geschichten, schenkt dir Freude im Alltag, hüpft um dich herum wie ein kleines Kind, schenkt dir spontan tiefe Erkenntnis und Weisheit, ist unberechenbar und total zuverlässig an deiner Seite.
Zugleich ist sie flüchtig und versteckt sich, wenn du für sie nicht aufmerksam bist. Wie Was für Gewichte der Gabelstapler, ist die Achtsamkeit für die Seele. Wenn du weißt, dass deine Zähne tägliche Pflege brauchen um gesund zu bleiben, dann schenke deiner Seele ein Vielfaches denn mit ihr reist du in das neue Leben. 

Dienstag, 27. November 2018

Bist du depressiv oder umgeben von Menschen, die dir nicht gut tun?

Wenn du dir selbst Depressionen oder einen Minderwertigkeitskomplex diagnostizierst, stelle sicher, dass du nicht einfach nur von Arschlöchern umgeben bist.

Zu mir kam eine Frau mit der ärztlichen Diagnose einer Depression.
Sie war ratlos. Sie kam sich so ohnmächtig und hilflos vor.
Dann haben wir uns unterhalten über das Leben und die Arbeit und die Familie.
Sie erzählte von ihrem Mann.
Der war auch nicht zufrieden mit ihr. Sie würde nichts für sich tun. Sich nicht mehr schick machen. Die Figur vernachlässigen. So schlecht gelaunt sein.
Ihr Mann würde ständig Vorschläge machen und Veränderungen einfordern. Und es sei so schwer, ihn zufriedenzustellen.
Aber jetzt hatte sie ja eine Diagnose: Depression! Ich kam wirklich auf eine völlig andere Idee. Wenn ich einen Mann an meiner Seite hätte, der mich ständig kritisieren würde und das über Jahre. Wie würde es mir dann gehen?
Ich habe nicht gefragt, aber ich hätte fragen sollen: "Leben Sie mit einem Arschloch zusammen?" Gedacht hatte ich es.
Allein die Vorstellung, dass ich von lauter Arschlöchern umgeben bin befreit mich schlagartig von jeder Depression. Bei einer Depression bestrafe ich mich letztlich selbst und hocke da in meinem Abgrund. Wenn ich sauer bin auf die Welt um mich herum, dann komme ich in die Tat.
Wenn du also so einen Anflug von Depression hast, dann schau doch mal, ob da nicht gerade ein kleines Arschloch in der Nähe ist. ;-)
www.matthias-koenning.de

Montag, 26. November 2018

Über Männer und Frauen

Ich sitze im Kreis meiner Kolleginnen.
Als einziger Mann.
Dann fangen sie an und reden über ihre Männer.

Da gibt es ja die Männer, die nicht zuhören.
Die keine Zeit haben.
Die nicht über Gefühle reden.
Die nicht auf ihre Ehefrauen eingehen können.
Die so eigenbrötlerisch sind.
So eigensinnig.
So unbelehrbar und uneinsichtig.
Wo Hopfen und Malz verloren ist.

Ich sitze und höre zu.
Ich bin ein Mann.
Hoffentlich bin ich nicht so!
Hoffentlich spricht meine Frau mit ihren Freundinnen nicht so über mich.
Das wäre mir doch sehr unangenehm.

Ich sitze und höre zu.
Dann hört das Jammern auf und alle schauen sich an.
Es fällt das erlösende Wort: "Eigentlich lieben wir Männer."

Ich sitze im Kreis von Männern.
Wir reden über unseren Beruf.
Über tolle Computerprogramme.
Über schöne Urlaubsorte.
Über die amerikanische Politik und über Geld.
Wir reden über die Leistungsfähgkeit von Kaminen
und über die Kosten eines neuen Parkettbodens.

Wir reden aber nicht über die Frauen.
Wenn wir ausnahmsweise mal drüber reden...
... sind wir froh, dass sie da sind.
www.matthias-koenning.de

Samstag, 24. November 2018

Die Kunst, zufrieden mit der Unzufriedenheit zu sein


Wir haben unsere inneren Abläufe und Mechanismen, die oft schon automatisch funktionieren. Du wachst zum Beispiel morgens mit einem "Unzufriedenheitsgefühl" auf. Dieses Gefühl ist einfach da. Kann ja auch gar nicht anders sein, bei dem Wetter draußen! Oder: "So, wie mich die Kinder schon anschauen kann der Tag nur schrecklich werden!" Oder: "So, wie mir das Essen heute schmeckt! Wenn das nicht ein schlechtes Zeichen ist.!" Oder: "Was meine Waage schon wieder anzeigt! Heute gibt es einen erzwungenen Fastentag!"
Ich finde immer einen Grund, warum meine Unzufriedenheit berechtigt ist. So schaffe ich es mit Leichtigkeit, diesen Gefühlszustand den ganzen Tag durchzutragen und den Abend mit Unzufriedenheit zu erreichen! Vielleicht aber geht dir ein solches Leben irgendwann auf die Nerven. Deine Familie sieht in dir einen Dauernörgler! Du verbreitest ständig schlechte Laune! Du leidest auch noch selber darunter! Du kannst alles so lassen oder es auch ändern. Aber wie?

Jetzt kommt der "Trick" 
Wenn du dir morgens beim Aufwachen noch im Bett die folg1ende Frage stellst: "Wie werde ich es schaffen, dass ich  den heutigen Tag unzufrieden beende!" denkst du über deine typischen Unzufriedenheitsgründe nach. Sie werden dir bewusst und es wird nicht mehr so leicht sein, den Abend mit völliger Unzufriedenheit anzusteuern. Es könnte ja zur Abwechslung auch mal der Wunsch nach Zufriedenheit auftauchen, gleich zu Beginn des Tages! Du kommst zu der Erkenntnis: Du willst ein zufriedener Mensch sein und richtest deine Aufmerksamkeit auf alles, was schön ist und was dir gelingt. Dann hat dir die Unzufriedenheit geholfen, ein zufriedenerer Mensch zu werden.
In diesem Sinne! Ein waches Bewusstsein!

www.matthias-koenning.de

Freitag, 23. November 2018

Wir hinterlassen Spuren... aber nicht immer!


Manchmal verschwindet etwas spurlos. Socken verschwinden in der Waschmaschine und Pullover befinden sich plötzlich nicht mehr im Schrank. Du bist dir sicher, wo du deine Sachen abgelegt hast und auf einmal sind sie nicht mehr da. Spurlos verschwunden. Ich vermisse meinen Personalausweis. Er ist spurlos verschwunden. Ich habe alle Schubladen abgesucht und alle Jacken- und Hosentaschen gefilzt. Ich habe an jeden auch nur erdenklichen Ort nachgeschaut und jetzt blicke ich der Tatsache ins Auge. Mein Peronalausweis ist unauffindbar. Dabei steht doch darauf, wer ich bin. Mein Name, meine Anschrift, die Körperlänge und die Farbe meiner Augen. Merkwürdig, nicht wahr? Zur gleichen Zeit befinde ich mich in einer Identitätskrise. Vor zwei Jahren wusste ich noch, wer ich war. Das weiß ich im Moment nicht mehr. Ist es da nicht folgerichtig, dass sich der Personalausweis auch auflöst? Wie im Inneren so auch im Äußeren. Ich versuche, eine Weile ohne Identität auszukommen und probiere es auch mit meinem Ausweis. Wenn ich hoffentlich irgendeine Identität wiedergefunden habe wird sich auch der Ausweis einfinden.
Spurlos verschwinden Dinge und auch Menschen. Hast du schon erlebt, wie Menschen in deinem Leben spurlos verschwunden sind? Sie haben sich nicht verabschiedet und du hast auch nicht selbst Abschied genommen. Ihr habt euch nicht gestritten und nicht bewusst getrennt. Aber wenn du genau hinspürst, dann ist es doch stimmig. Es ist nicht grundlos, dass diese Menschen aus deinem Leben verschwunden sind.
In einer Achtsamkeitsübung habe ich gelesen, dass ich für eine Woche einen Raum in meiner Wohnung nur so benutze, dass nach der Aktion keine Spuren sichtbar sind. Ich räume also meine Küche so auf, dass ein Fremder denkt, die wird gar nicht benutzt. 
Manchmal ist es gut, wenn die Dinge oder Menschen verschwinden. Wir können eh nichts festhalten. Alles im Leben ist wie Sand und zerrinnt zwischen den Fingern. Wenn etwas spurlos verschwindet gibt dir das Leben die Möglichkeit, eine Lektion zu lernen. Lasse los!

www.matthias-koenning.de

Donnerstag, 22. November 2018

Die Kunst, den Atem zu überlisten


Im Rahmen meiner Klangtranceausbildung habe ich gelernt, das Didgeridoo zu spielen. Einen Ton zu erzeugen auf dem Instrument der australischen Ureinwohner ist nicht so schwer. Wenn es aber darum geht, einen Dauerton zu erzeugen, der quasi nie mehr aufhört, dann muss das Gehirn überlistet werden.
Dein Geist und dein Körper sagen dir: du kannst nur entweder einatmen oder ausatmen. Beides zusammen geht nicht! Du kannst nicht zugleich einatmen und ausatmen. Immer schön im Wechsel! Und du kannst nur so viel Luft ausatmen, wie du eingeatmet hast. Von der ersten Stunde deines Lebens an befolgst du diese Regel. Niemand hat dir dieses Gesetz beigebracht. Du bist auf die Welt gekommen und hast ein- und wieder ausgeatmet.
Wenn du dir jetzt wieder das Didgeridoo vorstellst. Du holst Atem und bläst in das Rohr hinein. Dann hast du ausgeatmet und atmest wieder ein. Während du einatmest muss dein Instrument ja logischerweise stoppen. Es braucht deinen Ausatem zum Ton erzeugen. Dein Gehirn weiß das ja von Geburt an. Dein ganzer Körper ist darauf eingerichtet. Und dennoch ist es möglich, einen Dauerton zu erzeugen, der nicht mehr aufhört. Du atmest ein und spielst in das Didgeridoo. Du behältst dir aber ein kleines Reservoir im Mund. Während du dieses Reservoir hinausbläst, eben nicht aus der Lunge, sondern aus der Reserve, kannst du einen tiefen Atemzug nehmen und die eingeatmete Luft dem Reservoir zufügen. Im Prinzip spielst du ständig auf Reserve. Immer auf kontinuierlichen Nachschub.
Wenn du dein System einmal überlistet hast, dann geht es wie von selbst. Aber der Weg dahin ist von besonderer Qualität. Es gibt Übungen dafür mit Strohalm und Luftballon, wie du deine Glaubenssätze überwinden kannst. Dein Gehirn muss es zulassen können und dein Atemsystem muss sich darauf einlassen. Die Trainingsmethoden haben mir persönlich leider wenig geholfen.
Ich habe mir vorgestellt, dass ich in der australischen Wüste im Kreis der Ureinwohner sitze und mit allen dort gemeinsam das Didgeridoo spiele. Irgendwann war ich ganz aus dem Kopf. Ich hörte auf zu denken und zu konstruieren. Ich wurde zum Didgeridoo und die Ureinwohner nahmen mich mit. Dieses Erlebnis war äußerst eindrucksvoll.
Zugleich ergibt sich für mich daraus eine Art Lebensweisheit. Im Leben folgen wir häufig den Gesetzen der Logik und der Erfahrung. Ein Apfel fällt immer vom Baum. Es folgt den Gesetzen der Schwerkraft. Wenn die Sonne scheint ist es hell und wenn sie verschwindet ist es dunkel. Eins und eins ist zwei. Jeder Mensch hat einen biologischen Vater und eine biologische Mutter.
Manche Vorstellungen und "Logiken" sind so in unsere Zellen eingebrannt, dass wir nichts anderes für vorstellbar halten. Schade! Mein Didge sagt mir: Du kannst im Geist nach Australien reisen und dort lernen, wie du mich spielen kannst. Mit meinem Bewusstsein kann ich dich jetzt in diesem Augenblick besuchen und dir Frieden für deine Seele wünschen. Wer die Kunst lernt, den Atem zu überlisten, erfährt einen "Aha"-Effekt. Das Leben ist überraschend! Es folgt allen Gesetzen und setzt sie zugleich außer Kraft.
www.matthias-koenning.de

Mittwoch, 21. November 2018

Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen. (Japan)



Wenn ich mich selber beobachte stelle ich fest, dass ich oft auf den Boden schaue, wenn ich traurig bin. Dann sehe ich nur die wenigen Quadratmeter um mich herum. So eng, wie es sich in meinem Herzen anfühlt, so eng sieht dann meine Umgebung aus.
Wenn ich mit der Trauer und Enge im Herzen mich aufrichte und mein Blickfeld ausweite geschieht fast sofort eine Verwandlung. Die Veränderung des „Augenblicks“ bewirkt eine Gefühlsveränderung. Wenn es im Außen weit wird, wird es auch im Innen weit.
Oft erleben wir unser Leben begrenzt. In der Trauer werden die Grenzen enger abgesteckt. Wir wollen für uns sein. Wir möchten uns schützen. Wir fühlen uns getrennt von den anderen Menschen und von der Welt.
Wenn wir uns jedoch freuen wird der Raum weiter, die engen Grenzen werden gesprengt. Du richtest dich so weit auf, dass du den Horizont siehst. Da kommt der Punkt, wo die Erde aufhört und der Himmel beginnt. Zunächst scheint da noch ein Unterschied zu bestehen. Hier die Erde, dann der Himmel. Wenn am Horizont der tiefen Freude jedoch Himmel und Erde ineinander übergehen, veränderst du noch einmal deinen Blick. Du fixierst nicht mehr den Übergang, sondern siehst das Ganze. Das Ganze zu sehen und wahrzunehmen macht dich zugleich innerlich Ganz, „Ganzheitlich“ und verbunden. Hebe also deinen Blick und die Grenzen verschwinden. 

Dienstag, 20. November 2018

Himmlische Schwestern

Eine "Schwester" sitzt entspannt auf ihrem Stuhl und schaut sich freundlich um. Eine andere andere "Schwester" zeigt in den Himmel nach dem Motto: "Von da komme ich her!" oder "Schau, da geht es hin!" oder "Schau mal da hoch!"
Ich schaue die "himmlischen Schwestern" an und ich freue mich. Herrlich! Wie sie so einfach nur da sind. Freu dich einfach! Die Flügel weisen darauf hin, dass da an der Tradition der Engel angeknüpft wird. Immerhin sind die Flügel aus Gold. Der Rest jedoch ist bunt und die Wangen leuchten rot.
Vielleicht sind diese Figuren die "himmlischen Schwestern" der Engel und der Menschen zugleich.
Ich wünsche dir eine "himmlische Schwester" an deiner Seite, die strahlt, die mit den Füßen wippt und die Leichtigkeit in dein Leben bringt. Eine himmlisch-irdische Schwester mit dem Herzen am richtigen Platz, mit hoher Sternenqualität im Sinne von Anbindung an die "obere Welt".
So eine Pippi Langstrumpf a la widde widde wit! Ein wenig Nonsens! Ein wenig Ausbrechen und Querdenken! Ein wenig so, dass nichts zusammenpasst, aber total stimmig ist. In dir selber steckt ein kleines Kind, ein Junge oder/und ein Mädchen, das diese Qualitäten besitzt.
Dieses Kind wurde dir im Laufe der Entwicklung zum Erwachsenen abtrainiert.  Oder springst du heute noch in Pfützen, isst Eis bis du Bauchweh bekommst. Grinst fremde Menschen auf der Straße an und bohrst in der Nase, wenn dir danach ist... Welche dieser Qualitäten schlummern noch in dir.
Ich stelle mich vor diesen "himmlischen Schwestern" hin und spüre den Schalk im Nacken. Diese Engel stehen in einer Buchhandlung und flüstern mir ins Ohr: "Nimm ein Buch aus dem Regal und mach einfach ein Eselsohr dran! Nimm ein Notitzblatt und schreibe darauf: Du bist ein Schatz. Dann legst du diesen Zettel in irgendein Buch und freust dich einen Ast ab, wenn er von einem Leser entdeckt wird." Diese himmlischen Schwestern! Wenn ich jetzt nicht gehe, dann mache ich das doch tatsächlich!
www.matthias-koenning.de