Samstag, 29. September 2018

Die Weisheit das Radfahrens


Das Leben ist wie Radfahren. Um in Balance zu bleiben musst du dich bewegen.

In uns Menschen gibt es zwei Prinzipien. Wir möchten gerne festhalten, was uns lieb und teuer ist. Wir fühlen uns wohl in unserer Familie und in unserem Haus. Wir pflegen immerwiederkehrende Rituale wie Weihnachten und die Kaffeestunde am Sonntag. Jedes Familienmitglied sitzt immer auf dem gleichen Platz am Küchentisch und die Brötchen kommen vom Lieblingsbäcker. Feste Gewohnheiten geben uns Halt und Sicherheit. Sie vermitteln das Gefühl von Zuverlässigkeit. Du hast einen festen Platz und du gehst nicht verloren. Die Gefahr besteht darin, im Laufe der Zeit zu erstarren.
Rituale stimmen irgendwann nicht mehr. Die Familie fällt irgendwann an Weihnachten auseinander. Die Kinder gründen eigene Familien, die ältere Generation stirbt. An Silvester sehen wir das Extrembeispiel im "dinner for one". Miss Sophie hält ihre Welt zusammen, indem sie mit ihren längst verstorbenen Freunden speist. Starre Systeme sind irgendwann tot.
Das zweite Prinzip besteht im Wandel. Alle Systeme verändern sich. Ständig. Alles ist in Bewegung. Darum gleicht unser Leben eher dem Radfahren. Das Rad selbst hat eine "starre" Struktur, aber es trägt die Bestimmung in sich, beweglich zu sein. Wir atmen ein und aus und fühlen und in dieser permanenten Bewegung lebendig.
In den asiatischen Kampfsportarten gibt es das Bild von der Kiefer im Unterschied zur Weide. Wenn du im Kampf starr wie eine Kiefer bist, wirst du im Sturm zerbrechen. Wenn du aber beweglich und biegsam bist wie ein Weide, wirst du den Angriffen ausweichen können. Du nimmst sogar die Energie des Angreifers auf und wandelst sie für dich um.
Es gibt also das Prinzip der Ruhe, Beständigkeit und Kontinuität auf der einen Seite und die Bewegung, den Wandel auf der anderen Seite. Weder das eine noch das andere Prinzip für sich allein ist erstrebenswert. Es geht um die Balance. Darum richte deine Aufmerksamkeit weder auf starre Rituale noch auf ständige Veränderungen sondern auf die Balance. Wenn du diese Balance verloren hast, dann gibt es dir gerade einen Hinweis auf eine Einseitigkeit in deinem Leben. Und du kannst korrigieren - oder vom Rad fallen ?!
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Freitag, 28. September 2018

Schätze deines Herzens!

Im Spielwarengeschäft fand ich diese schöne Kulturtasche. So heißt sie glaube ich. Die muss für Mädchen gemacht worden sein. Ein Pferdekopf und eine Karotte. Und vor allem Taschen, in die man etwas hineinstecken kann. Ordnung schaffen im kindlichen Beautycase. Für alles gibt es einen Platz und alles lässt sich gut wiederfinden. Ordnung in einem schönen Täschchen.
Mein erster Impuls war ja: Wenn ich ein Mädchen wäre in einem bestimmten Alter, dann hätte ich mich für diese Tasche entschieden. Warum? Mein Herz und meine Seele haben gedacht: Wie schön!
Mein zweiter Impuls dann war: Kann man auch in seiner Seele Ordnung schaffen? Kann man, dachte ich. Manchmal ist da alles so durcheinander. Dieses Gefühlschaos, das da mitunter herrscht. Kaum hast du das eine Erlebnis so ungefähr verarbeitet, musst du dich schon wieder mit dem nächsten beschäftigen. Da rumoren dann in den Gedanken gleichzeitig viele Ereignisse. Das ist nicht gut für die Seele, weil sie dann ganz durcheinander kommt.
Wie könnte ein Ordnungssystem für die Seele aussehen? Ausatmen und loslassen. Mit jedem Atemzug etwas. Loslassen, was die Seele nicht länger haben möchte und ein virtuelles Fach im Herzen schaffen für das, wovon die Seele leben kann. Im Eintamen aufnehmen und im Ausatmen abgeben.
Hast du einmal in deinen Herzenskammern der Seele nachgeschaut, was sich da alles so befindet? Welche Dinge aus Kindertagen spuken da wohl so herum und bereiten dir bis heute Kummer? Aufräumen ist nicht leicht, weil die Dinge tief vergraben sind in fast unsichtbaren Taschen. Sie machen sich aber manchmal bemerkbar. Als latente Unzufriedenheit. Als Unglückspotential. Als Spass- und Lebensbremse.
Daneben gibt es die kostbaren Kleinodien. In so einer "Mädchentasche" gibt es die ja auch. Die kleinen Schätze, die das Herz erfreuen. Gibt es solche Dinge auch in deinem Herzen. Entdecke sie doch mal wieder neu für dich! :-)
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Donnerstag, 27. September 2018

Lautes oder leises Wasser?

Vor einiger Zeit war in ich in Hamburg zu einem Seminar. Dort gab es lautes und leises Wasser. Ein interessanter Werbegag.
So kann ich fragen: "Möchtest du ein leises oder ein lautes Wasser," statt: "Möchtest du ein stilles oder eines mit Kohlensäure." Ich habe dennoch kurz gestockt und mich gefragt, ob Wasser leise sein kann. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, ob Wasser still sein kann. In anderen Ländern heißt dieses Wasser "naturel". Das kommt der Art des Wassers für mich deutlich näher. Wasser in seinem natürlichen Zustand.
Die beiden Wassersorten weisen aber auf etwas wichtiges hin. Sie leben von der Polarität. Leises Wasser kann nicht ohne lautes Wasser und umgekehrt auch nicht. Ich sage in einer Gesprächsrunde ja auch: "Seid einmal leise!" oder "Seid bitte still!" Auch da gibt es einen Unterschied. "Leise" liegt auf einer Skala zwischen "still" und "laut". Wohl eher Richtung "leise".
Für mich ist Wasser weder laut noch still oder leise. Ich mag es in seiner natürlichen Form. Aus der Quelle, aus dem Brunnen, aus dem Bach. Ohne Schnickschnack. Dabei "tönt" das Wasser schon - immer, wenn es sich bewegt. Es gluckert, es pocht, es plätschert, es rauscht, es strömt, es prasselt. Still ist es nur, wenn es ruht. Aber auch dann "spricht" es. Setz dich einmal für eine Zeit an einen Teich und hör dem Wasser zu. Weil du selber zu einem großen Teil aus Wasser bestehst, kannst du die "Wassersprache" verstehen.
Das Wasser erzählt dir, dass du selber "natürlich" bist. Du bist ein Geschöpf. Bist nackt auf diese Welt gekommen. Als Junge oder Mädchen. Nichts musste daran verändert werden. Bis heute muss nichts an dir verändert werden. In deinem Zustand bist du goldrichtig!
Die Industriegesellschaft lebt davon dir einzureden, dass du an dir etwas verändern musst. Es ist noch nicht richtig. Da fehlt etwas. Die Kleidung, Schmuck, Kosmetik. Viele Dinge, die den natürlichen Zustand "verbessern". So wie die Kohlensäure im Wasser. Ich genieße auch den Wohlstand und freue mich über Kleidung, die wärmt und über Menschen, die sich hübsch machen. Manchmal jedoch setzte ich mich ans Wasser und kehre in mich ein. Wenn ich das mache, dann braucht es nichts weiter. So, wie ich bin, war ich immer schon richtig und werde es immer sein!
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Mittwoch, 26. September 2018

Wer teilt mit mir?

Als Kind musste ich teilen. Teilen war negativ besetzt. Ich wollte mehr, durfte aber nicht. Bei anderen Kindern blutete das Herz. Sagte meine Mutter: "Du machst bei Stefan das Herz an'bluten." Ich konnte mir das an'bluten nicht vorstellen. Mir wurde es rot vor Augen. Ich bekam einen Schwächeanfall und - ich teilte. Lieber teilen als durch Missfallen bestraft werden. "Wenn du nicht teilst, bekommst du nie wieder etwas." "Außerdem beleidigst du Gott!" Ich wollte Gott nicht beleidigen und auch weiterhin etwas bekommen. Also teilte ich - widerwillig! Beim Teilen bleibt ja nur ein Teil übrig.
Ich durfte nicht etwas abgeben! Nein, teilen hieß 'gerecht teilen'. Für jeden die Hälfte. Noch besser war es, wenn die Hälfte des anderen Kindes größer war. Dann hat mich meine Mutter geliebt! Erst dann. Alles vorher war selbstverständlich.
Nicht teilen - geht gar nicht! Entzug von Liebe und materiellen Zuwendung
Etwas teilen - noch schlimmer! Das zeigt, wie geizig ich bin. Folge: Auch Mutter geizt - als Strafe.
Gerecht teilen - immerhin! Die Welt bleibt so gerade in Ordnung. Folgen: Waffenstillstand
Wenig für mich - das ist der eigentliche Maßstab! Folge: Frieden in der Familie verbunden mit ein wenig Stolz.

Und heute? Wie schön, wenn ich teilen darf. Teilen verbindet! Es gibt eine andere Art des Teilen, die nichts mit Zwang zu tun hat. Teilst du mit mir eine Pizza? Für mich allein ist sie zu groß! Teilst du mit mir meine Freude? Ich habe eine Gehaltserhöhung bekommen! Teilst du mit mir die Zeit? Ich habe gerade so viel davon und bin gerne mit dir zusammen. Teilen ohne Hintergedanken. Teilen ohne Wertung. Teilen ohne Folgegeschäfte. Teilen, weil es verbindet und Freude macht.

Manchmal kommt mir der Weg meiner menschlichen Entwicklung steinig vor. Wie eine lebenslange Selbsttherapie mit freundlicher Außenunterstützung! Wege aus traumatischen Erlebnissen teilen zu dürfen ist übrigens auch ein Geschenk. Verbindet und heilt!
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Dienstag, 25. September 2018

Du kannst dich glücklich schätzen!

Du kannst dich schätzen.
Einschätzen, wie viel du wert bist.
In Geldwährung oder Herzenseinheiten.

Du kannst dich wertschätzen.
Was kommt dabei heraus?
Unendlich!
Unvergleichlich!
Unbezahlbar!
Du kannst dich schätzen und sagen:
Ich bin unverkäuflich!
Und nebenbei auch nicht käuflich.

Du darfst dich wertschätzen.
Weil du bist!
Weil du bist noch bevor du etwas machst.
Du musst dich sogar wertschätzen
damit du dich nicht unter Wert verkaufst.
Mach es nicht unter unendlich!

Vor allem kannst du dich glücklich schätzen.
Du gehörst zum Pool der Menschheit dazu.
An deine Existenz kommt niemand vorbei.
Du hast ein Recht auf deinen Anteil an Wasser und Nahrung.
Das erst einmal vorab!

Und du kannst dich glücklich schätzen, dass du lieben kannst.
Diese Fähigkeit hast du einfach so mit auf dem Weg bekommen.
Das zeichnet dich aus!
Du kannst dich auch glücklich schätzen, dass du geliebt wurdest!
Nicht genug? Einverstanden!
Aber immerhin so viel, dass du nicht gestorben bist.

Du kannst dich glücklich schätzen, wegen der Liebe!
Diese Liebe war und ist dein Glück!
Und wenn du dich wertschätzen magst und kannst
wirst du dir deines Glückes bewusst.

Wer immer du auch bist und dies liest:
Du kannst dich glücklich schätzen!
Auch wenn du nicht genug zum Leben hast.
Wenn es dir mangelt!
Wenn du mit einem Teil unglücklich bist.
Oder dich sehr krank fühlst.
Dass du dich glücklich schätzen kannst liegt vor all dem.
Jenseits von Glück und Unglück.
Von Krankheit und Gesundheit.

Es reicht aus, dass du existierst!
Du kannst dich glücklich schätzen!

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Montag, 24. September 2018

Dein Leben als Balanceakt!

Im Museum der Kunsthalle Emden sah ich die Plastik von Stephan Balkenhol mit der Überschrift: "Balanceakt". Tag für Tag und Nacht für Nacht steht er da auf einem Bein und hält die Balance. Kein Kunststück, oder? Die Figur ist ja nicht lebendig, auch wenn sie so wirkt.
Wir sprechen heute so oft davon, wie wichtig es ist, ein Leben in Balance zu führen. Der gute Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit, aktiv sein und ruhen, ausgewogen sich ernähren...
Wenn ich auf einem Bein stehe und versuche, die Balance zu halten, kann ich das für ein paar Momente bis hin zu ein paar Minuten. Dann verlassen mich die Kräfte. Eine Balance auf zwei Beinen geht viel leichter. Ich stehe und mein Körper findet ohne Anstrengung für viele Stunden die Balance. Ich falle nicht!
Wenn ich Rad fahre finde ich auch ganz schnell meine Balance. Ich denke gar nicht darüber nach. Ich radle und der Balanceakt macht sogar Spaß. Ich fühle mich wie im flow. Ich gleite auf meinem Rad dahin. Es kostet mich keine Anstrengung. Nebenbei kann ich noch schauen und sprechen.
Manche Menschen leben wie auf einem Bein und der Balanceakt gestaltet sich anstrengend und herausfordernd. Manche machen das mit der Balance wie nebenbei. Die Balance stellt sich einfach ein ohne Anstrengung.
Wenn ich mich im Spiel des Lebens befinde ist Balance keine Anstrengung. Balance ereignet sich einfach so als Geschenk. Und wo balancierst du, ohne dass du dir dessen bewusst bist? Du bekommst es einfach hin! Vielleicht kannst du gut lieben und dich lieben lassen. Oder geben und nehmen. Oder zuhören und sprechen. Freu dich über diese deine Fähigkeiten!
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Samstag, 22. September 2018

Wie schön, dass du da bist!

Oh, wie schön!
Ich war eingeladen zu einer Tagung. Auf einem Tisch gab es Saft, Wasser, Kaffee, Kuchen und diverse Kleinigkeiten. Und es lagen dort Servietten mit der Aufschrift: "Oh, wie schön, dass ihr alle hier seid!"
Die Servietten ohne alle die köstlichen Kleinigkeiten wäre nur ein Blatt Papier gewesen mit einer Aufschrift. Aber an den vielen köstlichen Kleinigkeiten konnte ich erkennen: Ich hatte einen Gastgeber mit Herz. Ich war willkommen und ich fühlte mich willkommen.
Auf dem Tisch gab es auch etwas für mich. Ich mochte das frische Obst und den kleingeschnittenen Kuchen. Halt so kleine Häppchen. Köstliche kleine Häppchen. Ich las den Spruch auf der Serviette und sah vor meinem geistigen Auge das Gesicht der Gastgeberin. Ich sah, wie sie in ihrer Küche alle diese Dinge zauberte und dabei an mich dachte. Das hat mir Freude bereitet. Es macht mir Freude wenn ich daran denke, wie andere mir Freude bereiten. Und es macht mir Freude, meine Gastgeber dabei zu beobachten, wie sie sich freuen, wenn sie mir Freude bereiten.
Wie ansteckend doch Freude ist. Da lass ich mich doch lieber anstecken von Einladungen zu köstlichen Kleinigkeiten als von Grippeviren. Oh, wie schön, wenn du meinen Blog liest! Oh, wie schön, dass ich meine Gedanken mit dir teilen darf. Oh, wie schön, dass du hier bist! Oh, wie schön!
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Freitag, 21. September 2018

„Wow!“ – Du darfst über dich staunen!


„Wow!“ – Du darfst über dich staunen!
Läuft deine Energiekurve auch nach einem verborgenen Programm ab? Gibst du vor dem Urlaub noch einmal Gas damit sich die Erholung lohnt? Und nach dem Urlaub stellst du dir einen vollen Tank vor in der Hoffnung, dass er bis Weihnachten reicht? Stellst du dir deinen Körper vor wie ein Auto, das zweimal im Jahr zur Inspektion muss und zwischendurch am Wochenende mal kurz auftanken darf?
Dahinter steckt für mich ein bestimmtes Gedankenmodell. Ich habe eine begrenzte Energie, die ich verbrauchen kann. Wenn nichts mehr da ist, muss ich mich wieder erholen. Das mache ich am Wochenende und vor allem im Urlaub. Ich möchte dir gerne ein alternatives Gedankenmodell mit auf den Weg geben.
Jenseits von Arbeitswochen und Urlaubszeiten besitzt jeder Mensch ein riesengroßes Ressourcenfeld von Kräften, Ressourcen, Strategien und „Kunstfertigkeiten“. Damit könntest du dir den Alltag und deine Aufgaben erleichtern und kraftvoller angehen. Du wärest nicht mehr so schnell urlaubsreif! Verlockend?
Bist du vertraut mit diesem Ressourcenfeld? Ich möchte es den „Wow-Faktor“ nennen. Du spürst diesen Faktor, wenn du eine Herausforderung annimmst und dabei nicht in die Anstrengung gehen musst.  Du kannst es mit leichtem Gefühl und wie im Flow umsetzen. Wenn du deine Aufmerksamkeit darauf richtest kannst du diese Faktoren bewusster für dich nutzen.
Mein Wow-Faktor Nr. 1: Die Vision in mir ist immer noch lebendig und aktiv!  
Erinnerst du dich an die erste Phase deiner Liebe? Als du mit deinem Partner deine schönsten Lebensträume geteilt hast? So wolltest du leben! Im eigenen Haus oder auf keinen Fall. Ein oder zwei Kinder oder auch mehr. Du wolltest vielleicht eine Art Paradies erschaffen. Oder ein Nest bauen oder eine kleine Oase errichten. Diese Vision hast du mit deinem Partner geteilt und gemeinsam habt ihr es umgesetzt. Voller Elan und mit einem unerschütterlichem Vertrauen. Du wusstest auf einmal, warum du auf dieser Welt warst.
Ich könnte auch den Beruf als Beispiel wählen. Du wolltest nie einfach nur einen Job machen und Geld verdienen. Du wolltest etwas Sinnvolles tun. Etwas mit Herz! Etwas, wo du alle deine Begabungen und Fähigkeiten ausdrücken konntest. Weil du wusstest, dass du nur dieses eine Leben hast und dass es darauf ankommt. Du hast vielleicht ein tolles Vorbild gehabt oder eines, das dich abschreckte. Du hattest so eine Art Mission, eine Berufung. 
Vielleicht war dein Traum von der Liebe und der Arbeit auch gar nicht so spektakulär. Du träumtest eher von einer bezahlbaren Wohnung und einer Arbeit, von der du leben konntest. Oder du freutest dich über ein Zeitfenster im Jahr an einem Urlaubsort – ganz und nur für dich. Ein Lebenstraum für zwei Wochen. Oder ein Haustier, das dich glücklich machen durfte. Oder dein Engagement für die Umwelt, die Gerechtigkeit oder die Kirche!
In dir gab es einmal ein Bild, das dich ausfüllte. Du wurdest getrieben von einer Vision. Du wolltest einmal irgendetwas unbedingt. Dafür warst du sogar bereit zu leiden! Erinnerst du dich an deine stärkste Vision? An deinen einzigartigen Lebenstraum? „Einmal im Leben möchte ich...!“ Kannst du diese Vision wieder in dir wecken? Gibt es eine neue Vision, die dich erfüllen könnte? Eine Vision setzt ungeahnte Kräfte frei! Darum geht es! Etwas zu tun aus Liebe zu... oder aus Leidenschaft... oder eben mit dem Willen, die Vision umzusetzen. Und spürst du, wie erfüllt sich das anfühlt, wenn du wieder einen Zugang bekommst zu deiner Vision? „Wow“ – du bist noch nicht tot! Der Tiger schlummert immer noch in dir und wartet darauf, aufzuspringen.
Mein Wow-Faktor Nr. 2: Ich bin reich gesegnet mit einem Netz von Beziehungen!
Du bist nicht allein! Du magst dich manchmal so fühlen. Aber es stimmt nicht! Du bist kein Robinson Crusoe! Du bist keine Insel! Du kommst aus dem Bauch deiner Mutter und ohne deinen Vater wärest du auch nicht auf dieser Welt. Sie haben dafür gesorgt, dass du da bist. Auch wenn sie nicht mehr leben oder wenn du mit ihnen nicht glücklich warst. Du warst das Kind und sie waren deine Eltern. Es mag noch so ärmlich oder armselig gewesen sein. Aber ohne sie wärest du nicht!
Manche Menschen sagen zu mir: „Ich habe niemanden!“ Die Kinder sind ausgezogen. Der Mann ist gestorben. Die sozialen Kontakte haben sich stark reduziert. Aber stimmt der Satz zu hundert Prozent? „Ich habe niemanden?“ Da gibt es die Ärzte, die Kirchengemeinde, Nachbarn, die freundliche Verkäuferin beim Bäcker. Es gibt vielleicht nur wenige bis gar keine ganz nahen Menschen. Aber niemanden?
Vielleicht gehörst du aber zu den Menschen, die mit Beziehungen reich gesegnet sind. Wenn du einen runden Geburtstag feiern möchtest, musst du dich dann begrenzen, weil dir so viele einfallen? Oder ist keine Liste kurz und dein Wohnzimmer reicht aus?
Werde dir deines Netzes bewusst. Schließe deine Augen und gehe zurück bis in deine Kindheit. Stell dir eine Prozession von Menschen vor, denen du seit der Geburt begegnet bist bis heute. Jeder hat dir etwas geschenkt. Und sei es nur einen winzigen aufmerksamen „Augenkontakt“. Diese Menschen kommen aus deiner Familie, aus deinem Freundeskreis, dem Arbeitsumfeld, Dienstleister,  Nachbarn und Urlaubsbekanntschaften. Du bist Teil eines großen Netzes, das sich bis heute weiterentwickelt hat. Du gehörst dazu! Du hast einen Platz in deiner Familie und im Freundeskreis. Irgendwo gehörst du dazu. Und wenn dein Netz wenig ausgeprägt ist, kannst du das schnell ändern. Chöre suchen immer Sänger. Du kannst immer jemanden nach dem Weg fragen, auch wenn du den Weg schon kennst. Nur wegen des Kontaktes.
Du bist nämlich sozial begabt. Du bist als soziales Wesen grundsätzlich befähigt, ein Netzwerker zu sein. Es gibt natürlich extrovertiertere Leute. Deren Netz mag darum größer sein. Aber du musst nicht viel machen. Jemand, der dir freundlich zunickt, gibt dir damit auch eine wunderbare Beziehungsenergie. Probiere es doch einmal aus! Geh durch die Fußgängerzone und strahle jeden an, der mit dir Kontakt aufnimmt. Denke dir: „Dich kenne ich doch! Schön, dich zu sehen!“ Du bekommst Energie und musst nichts dafür tun. Vielleicht spürst du Dankbarkeit, wenn du an einen Menschen denkst, den du magst oder der dich mag. Was verändert sich bei dir, wenn du das machst!
Wow! So viele Menschen kenne ich! So viele Menschen haben mein Leben bislang bereichert! So vielen Menschen war ich einmal wichtig oder bin es noch. Welch ein Geschenk!
Mein Wow-Faktor Nr. 3: Das, was ich mache, bewirkt auch was!
Sind dir folgende Gedanken vertraut wie: „Warum soll ich zur Wahl gehen? Meine Stimme zählt ja doch nicht. Ich kann an meinem Arbeitsplatz eh nichts ändern. Ich habe ja nichts zu sagen. Ob ich meinen Kindern etwas sage oder nicht ist eh egal. Die machen, was sie wollen. Es hört ja sowieso niemand auf mich. Das ist ja nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Was ich mache hat eh keine Auswirkungen.“
Wenn du oft so denkst, dann verlierst du irgendwann die Lust, dich einzubringen. Du denkst, es ist eh ohne Wirkung, was du machst. Du resignierst, fühlst dich wie gelähmt. Dir schwinden Energie und Kraft.
In die Beratung kommen Menschen in der Regel erst dann zu mir, wenn sie schon alles probiert haben. Wenn sie festgestellt haben, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind. Wenn nichts mehr wirkt! Am Ende wächst das Gefühl von Hilflosigkeit und Resignation. Je resignierter du dich fühlst, desto anfälliger wirst du für die Negativbotschaften in der Welt. „Ich kann sowieso nichts machen. Und dann ist da noch der Klimawandel und die korrupte Politik und die Machteliten!“ Du kommst dir immer kleiner und wirkungsloser vor. Wofür lohnt sich das Leben, wenn du nichts dazu beitragen kannst?
Aber das stimmt nicht! Auch wenn es manchmal den Anschein hat. Natürlich ist nicht alles wirksam. Aber an irgendeiner Stelle kannst du immer etwas bewirken. Es kommt darauf an, diese Stelle zu finden. Das, was du machst, bewirkt auch was. Natürlich kannst du nicht das Klima und deinen Chef großartig verändern. Das wäre auch vermessen. Dennoch bist du wirksam in dem was du denkst, fühlst und tust. Beispiele?
Du gehst zum Bäcker und kaufst ein Brot. Damit bewirkst du mit deinem kleinen  Anteil, dass der Bäcker heute sein Geld verdient. Du grüßt jemanden auf der Straße mit einem Lächeln. Dieser grüßt zurück und fühlt sich für einen Moment glücklich. Du öffnest den Wasserhahn und durch dein Drehen kommt tatsächlich Wasser heraus. Du betätigst die Muskeln in deinem Körper und kannst wirklich ein paar Schritte gehen. Du kaust deine Nahrung, schluckst sie herunter und die Speisen verschwinden in deinem Magen. Bist du dir dessen bewusst, in wie vielen Bereichen du etwas bewirken kannst? Vieles machst du einfach und bist dir der anschließenden Wirkung gar nicht bewusst. Der Eindruck der Unwirksamkeit ist nur ein Eindruck. In einer Gesprächsrunde ging es hoch her. Da sagte eine Teilnehmerin: „Wenn ich das so höre, was ihr da erzählt, werde ich ganz traurig.“ Alle werden still. Für ein paar Augenblicke sagt kein Mensch etwas. Alle schauen betreten nach unten. Mit diesem einfachen Satz der Betroffenheit hat diese Frau viel bewirkt.
Beginne doch einmal deinen Tag und halte jede Stunde für einen Augenblick inne. Was hast du in der vergangenen Stunde gedacht und gemacht und was hat das bewirkt. Achte dabei auch auf Kleinigkeiten. Du hast das Fenster geöffnet und für frische Luft gesorgt. Du bist aufgestanden von deinem Stuhl und hast deine Wirbelsäule entlastet. Du hast einen Schluck Wasser getrunken und für deinen Flüssigkeitshaushalt gesorgt. Wenn du diese Übung einen ganzen Tag lang machst wirst du staunen, was du alles bewirkst. Du wirst dir dessen bewusst, dass und was du bewirkst. Du wirst dadurch wirkmächtiger und selbstbewusster und strahlst das für dich selber und vor anderen aus. Kennst du wirkmächtige Menschen? Menschen, die den Raum betreten und erst einmal nichts machen? Die trotzdem eine „Auswirkung“ haben? In der Regel sind diese Menschen sich ihrer selbst sehr bewusst! Warum nicht auch du? „Wow, ich bin wirksam!“
Mein Wow-Faktor Nr. 4: Ich habe noch immer eine Tür gefunden, die ich öffnen konnte!
Jeder kommt mal in eine schwierige Situation. Du wirst es nicht schaffen, bis zum Ende deines Lebens nicht in eine schwierige Situation zu geraten. Es gehört also zum Leben dazu. Wenn es so weit ist dann gibt es eben nicht die vertrauten wunderbaren tausend Möglichkeiten, sondern die drei oder vier Unmöglichkeiten. Pest oder Cholera. Vielleicht auch nur noch das Ende einer Sackgasse. Eine Wand ohne Tür!
Oft landest du vor dieser Wand, weil es nicht so kommt, wie du es dir so schön ausgedacht hattest. Es ist halt nicht so geworden wie dein Plan! „Ich habe das so und so gedacht und so und so gemacht. Jetzt muss doch auch das dabei herauskommen! Ich habe jetzt sogar noch dies gemacht. Selbst das hat nicht geholfen. Es muss doch aber...!“ Die Geschichte dazu ist eigentlich egal. Der Weg dahin ist immer ähnlich. Ich habe eine Vorstellung vom Leben und den Abläufen und dann kommt es anders! Und ich bin ratlos und fühle mich wie in einer Sackgasse. Wenn du dich aktuell so fühlst ist das schwer und ich bin ganz mit dir!
Wenn du aber mal von der Wand einen Schritt zurücktrittst wirst du vielleicht offen für eine Idee. Du hast schon öfter eine schwierige Situation erlebt. Im Rückblick stellst du fest, dass du immer noch lebst. Irgendetwas ist fast wie von selbst passiert oder du hast doch was richtig gemacht. Du hast es geschafft, dass du weiter lebst. Dann muss da auch eine Tür in der Wand oder in der Sackgasse gewesen sein. Umkehrlogik! Wenn du es bis heute nicht geschafft hast, angesichts einer aussichtslosen Situation zu sterben, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass du auch jetzt eine Tür findest. Irgendeine halt! Nicht die gewollte und ausgesuchte, aber eben doch eine, die dich einen Schritt weiterbringt!
Kannst du dir vorstellen, dass das zugleich eine Fähigkeit von dir ist? Du bist als Mensch prädestiniert, Türen zu finden und sie zu öffnen. Das hast du mit auf die Welt gebracht. Ein echter Wow-Faktor! Und jetzt überlege doch mal, wann und wo hast du eine Tür gefunden, die du durchschreiten konntest. Gib dir die Erlaubnis, genau hinzusehen und die Tür zu identifizieren.

Mein Wow-Faktor Nr. 5: Ich bin damit einverstanden wenn es ist, wie es ist.
Bist du bereit, das anzunehmen, was ist? Nehmen wir einmal an, du hast Gäste eingeladen für 20.00 Uhr. Die ersten Gäste kommen eine viertel Stunde früher und du bist noch nicht fertig. Bleibst du heiter und gelassen oder denkst du: „Das finde ich nicht richtig!“ Und ärgerst dich – vielleicht nur ganz wenig! Dann kommen die letzten Gäste eine halbe Stunde zu spät obwohl du zum Essen eingeladen hast. Bleibst du gelassen? Dein Gemüse verkocht. Der Salat fällt zusammen, die übrigen Gäste werden ungeduldig. Du versuchst, die unangenehme Atmosphäre aufzufangen. Findest du das Verhalten deiner späten Gäste richtig? Was fühlst du, wenn du nicht einverstanden bist?
Du kannst deine Gäste nicht verändern und auch nicht die Situation. Du wirst damit leben müssen. Du kannst eine Ansprache halten und deine Gäste beschuldigen oder sie bitten, das nächste Mal um acht Uhr zu kommen. Aber jetzt ist es so, wie es ist.
Geh mal einen typischen Alltag gedanklich durch. Dein Zusammensein mit der Familie. Deine Arbeit. Die Wege, die du zurücklegst... Wem begegnest du und wer macht was? Wer sagt was? Wie reagierst du auf das, was dir begegnet? Womit bist du einverstanden und wo regt sich in dir Protest und Widerstand. Wann wertest du? Was findest du unerträglich und wo ziehst du deine Grenzen?
Wenn du selber gerade nicht gut gelaunt bist, wirst du nicht so großzügig sein. Du wirst dich schneller ärgern oder gekränkt sein. Die ganze Welt ist falsch und niemand verhält sich so, wie du es gerne hättest und wie du es richtig findest.
Dann gibt es aber Tage, da können Gäste zu früh oder zu spät kommen. Da können Menschen seltsame Ansichten haben. Da können sich Kunden an der Kasse vordrängeln oder im Verkehr dir den Weg abschneiden. – Du bleibst heiter und gelassen. Du lehnst dich zurück und bist einverstanden! Es ist, wie es ist – und du bist einverstanden!
Das ist eine Fähigkeit, die wir Menschen haben. Wenn ich meine Vorstellungen vom „richtigen“ Leben loslassen kann, dann darf viel mehr sein auf der Welt. Dann dürfen die anderen alles anders machen als ich und es ist trotzdem in Ordnung. „Wow!“ Du besitzt auch diese Fähigkeit! Werde dir dessen bewusst und schlüpfe immer wieder hinein in diesen Bewusstseinszustand. Du erteilst dir die Erlaubnis, dass da sein darf, was da ist.

Mein Wow-Faktor Nr. 6: Ich bekomme jeden Tag ein Geschenk!
Gehörst du zu den Menschen, die das Leben schrecklich langweilig finden? „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ Die Tage sind austauschbar. Nichts passiert. Weder im Positiven, noch im Negativen. Keine interessanten neuen Menschen. Das Leben plätschert eintönig dahin. Darum gibt es auch nichts zu erzählen. Worüber solltest du auch sprechen?
Ich erinnere mich an manche Ferientage in meiner Kindheit: „Mir ist so langweilig! Was soll ich nur machen?“ Der Kommentar meiner Mutter: „Es wird Zeit, dass die Schule wieder anfängt!“
Wie fühlt es sich an, wenn du diese Eintönigkeitsgedanken denken würdest? Wofür würde sich dein Leben noch lohnen? Wofür noch weiterleben? Die Tage und Jahre auf dem Abstellgleis verbringen und hoffen, dass es vorbeigeht?
Vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die kein aufregendes Leben führen. Eben so ein durchschnittliches wie die meisten. Aber du kannst genauer hinschauen! Deine Aufmerksamkeit auf das richten, was in deinem Leben „sonnenhaft“ ist. Vielleicht darfst du deine Brötchen bei einem Bäcker kaufen, der besonders gut backen kann. Dann bist du reich gesegnet! Oder du bist mit einem Menschen verheiratet, der dir einen freundlichen Blick schenkt. Welch ein Geschenk! Vielleicht bist du reich gesegnet mit Geschenken, die du bislang nicht genügend beachtet hast. Du lebst mitten im Glück und bemerkst es gar nicht! Du besitzt zwar keine große Villa, aber tausende von kleinen Gesten und Zeichen, die dir den Alltag verschönern.
Stell dir vor, dass du jeden Tag ein Geschenk bekommst. Es gibt keinen Tag im Leben, wo es kein Geschenk gab. Du musst nur das Geschenk erkennen. Wenn für dich alles selbstverständlich ist, wirst du es nicht finden. Manche leben nach dem Motto: „Das Leben schuldet mir noch was. Ich bin benachteiligt.“ Wenn du so denkst, dann wirst du zum Schuldeneintreiber und nicht zum Geschenkesammler.
Wenn du dir bewusst wirst, dass du heute ein Geschenk bekommen hast, dann liegt in diesem Geschenk Liebe drin. Du bist heute schon geliebt worden! „Wow!“ – ein echter Grund zur Freude.
Bei einer Weiterbildung sollten wir benennen, worüber wir uns geärgert haben. Anschließend sollten wir überlegen, worin das Geschenk des Ärgers lag. Eine neue Perspektive! Auch in dem, was ich nicht mag, finde ich ein Geschenk. Ich ärgere mich über eine Situation, aber es gibt fast immer etwas Positives dabei. Ich habe was gelernt oder jemand anders hat davon profitiert. „Wow!“ Das Leben so sehen zu können wie ein tägliches Geschenk ist eine Fähigkeit und eine Gabe. Ich wünsche dir mehr davon!



Der Wow-Faktor Nr. 7: Ich habe viele Möglichkeiten, aus Fehlern zu lernen.
Möchtest du perfekt sein? Deine Aufgaben wirklich gut machen? Vor dem Spiegel stehen und stolz auf dich sein? Nicht unbedingt für die anderen, aber für dich selbst? Willkommen im Club der Menschen, die die Welt besser machen wollen!
Ich glaube, dass sich viele so etwas wünschen wie ein Paradies. Es möge schön sein. Die Dinge mögen funktionieren. Jeder mag jeden und die Welt soll bunt sein. Und vor allem gerecht und liebenswert. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und sein Leben auszudrücken. Alle gehen wohlwollend und zugewandt miteinander um. Niemand nimmt dir den Platz weg und kommt nicht mal auf die Idee.
Welche Paradiesgedanken schwirren in deinem Kopf? Wie sähe deine tolle Welt aus? Vielleicht brauchen wir ja alle diese Visionen und Bilder, damit wir schöpferisch tätig werden.
Wenn es da nicht den menschlichen Faktor gäbe. Du planst und hast doch nicht alles bis ins Letzte durchdacht. Du hast einen Flüchtigkeitsfehler gemacht. Vielleicht nicht einmal das, aber dein Gegenüber ist trotzdem unzufrieden. Lange Zeit passiert dir nichts – und dann lässt du etwas fallen, weil du zu viel in die Hand genommen hast. Du magst die Fehler nicht, die du begehst. Aber sie passieren. Einfach so! Du magst deine Fehler nicht mögen. Du schämst dich. Du hast bestimmte Erwartungen. Du hast jetzt ein trauriges, ärgerliches oder ängstliches Gefühl. Diese negativen Gefühle magst du nicht. Und so versuchst du, Fehler zu vermeiden – wegen er späteren Scham.
Aber du kannst es auch anders sehen! Du probierst etwas aus, was du noch nicht gemacht hast. Etwas gelingt und anders nicht. Du überlegst, was du verbessern kannst aufgrund deiner ersten Erfahrungen. Du probierst wieder und es gelingt dir schon besser, weil du erfahrener geworden bist und deine Fehler in Stärken umgewandelt hast.
Die Piloten, die die großen Verkehrsflugzeuge fliegen haben eine Sammlung von Flugfehlern zusammengestellt. Ein großes Kompendium von Verbesserungsvorschlägen. So passieren immer weniger Unfälle. Fehler werden dort freudig begrüßt und in den Katalog mit aufgenommen. Wie schön! Schon wieder ein Fehler gefunden, der uns bei der Weiterentwicklung hilft. In manchen Firmen fällt oft das Wort: „Das hätte dir nicht passieren dürfen!“ Und alle haben Angst vor Fehlern. Fehlerfeindliche Firmen entwickeln sich nicht weiter. Und du? Du hast jeden Tag die Möglichkeit, dich weiterzuentwickeln. „Wow!“ – Fehler als Geschenk und Möglichkeit! Könntest du dir vorstellen, dass du dich eines Tages über einen Fehler freuen wirst? Wer Fehler erkennt und sieht, ist eigentlich kompetent. Er weiß, was richtig wäre und wie es besser ginge. Er kann den Fehler als Fehler erkennen. Du besitzt die Fähigkeit, Fehler zu erkennen. Und du besitzt die Fähigkeit, daraus dein Potential von Veränderung zu entwickeln. „Wow!“  Du darfst Fehler machen und dich mit ihrer Hilfe weiterentwickeln.  


Der Wow-Faktor Nr. 8: Ich kann gut für mich sorgen!
Es gab eine Phase in deinem Leben, wo du völlig angewiesen warst auf deine Eltern. Sie mussten dich füttern, waschen und anziehen. Du konntest nichts am Anfang deines Lebens! Stimmt das?
Nicht ganz! Schon zu Beginn konntest du dich bemerkbar machen in deiner Not. Du konntest schreien. So lange, bis deine Eltern herausgefunden haben, was dir fehlt und was du gerne hättest. Schreien war eine der wenigen Möglichkeiten, dass du für selber für dich sorgst. Wenn du geschwiegen hättest, hättest du nicht bekommen, was du brauchtest.
Du wurdest älter und konntest sprechen und um etwas bitten. Du konntest deine Hände gebrauchen und zu dem Ort hinlaufen, von wo du etwas brauchtest. Mit jedem Tag in deinem Leben wurdest du autonomer. Manchmal versuchten deine Eltern noch, dir zu helfen und du hast gesagt: „Das kann ich alleine!“
Möglicherweise gibt es aber im Erwachsenenleben auch Phasen wo du diese Fähigkeit nicht mehr im Blick hast. Du gerätst in eine Situation, die dich völlig hilflos macht. Du fühlst dich wie gelähmt. Deine Welt bricht zusammen. Alles gerät aus dem Lot. In der Zeit der Krise hast du den Eindruck, dass dir nichts mehr einfällt.
Doch dann kommt die Erinnerung: „Ich kann gut für mich sorgen!“ Wer könnte dir jetzt helfen? Welche Ressourcen schlummern noch in dir? Welche Reserven stehen dir zur Verfügung? Vielleicht kannst du im Augenblick nicht mehr alles! Aber etwas geht noch! Und vor allem merkst du, dass du dich wieder im Blick haben kannst. Du kannst die Idee davon wach halten, dass du dich um dich kümmern kannst. Du kennst deine Bedürfnisse und Wünsche! Du kannst sie benennen. Du kannst dir Hilfe holen oder dich daran erinnern, dass du durchaus krisenerprobt bist. Je früher du das entdeckst, desto eher kommst du aus der Hilflosigkeit heraus. Diese Fähigkeit kannst du ausbauen. „Wow – ich kann gut für mich sorgen!“
Abschluss
Ich bin jetzt den Weg mit dir durch acht „Wow!“ - Faktoren gegangen und vielleicht bekommst du eine Ahnung, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du diesen Prinzipien, die du ja schon lange lebst, noch mehr Raum gibst. Vielleicht meint Jesus im Thomasevangelium ähnliches wenn er sagt: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch!“ Wir müssen nur unsere Aufmerksamkeit darauf richten.
Wenn es dir schlecht geht, verlierst du den Zugang zu deinen Fähigkeiten und Ressourcen. Darum ist es hilfreich, für den Tag vorzubeugen. Wer „ressourcentrainiert“ ist, kann es in der Krise besser abrufen und für sich nutzen. Wie kannst du deine Ressourcen trainieren?
Im ersten Schritt erinnerst du dich mit der Hilfe deines Verstandes, was du alles kannst und schon bewältigt hast.
Im zweiten Schritt lässt du das dazugehörige Gefühl entstehen. Das „Wow!“ setzt die Energie für die Umsetzung frei. Das „Wow“ wirkt auf das Herz, dass du in ein starkes Gefühl kommst und von dort aus in die Tat. 
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Donnerstag, 20. September 2018

Der Wow-Faktor Nr. 8: Ich kann gut für mich sorgen!


Es gab eine Phase in deinem Leben, wo du völlig angewiesen warst auf deine Eltern. Sie mussten dich füttern, waschen und anziehen. Du konntest nichts am Anfang deines Lebens! Stimmt das?
Nicht ganz! Schon zu Beginn konntest du dich bemerkbar machen in deiner Not. Du konntest schreien. So lange, bis deine Eltern herausgefunden haben, was dir fehlt und was du gerne hättest. Schreien war eine der wenigen Möglichkeiten, dass du für selber für dich sorgst. Wenn du geschwiegen hättest, hättest du nicht bekommen, was du brauchtest.
Du wurdest älter und konntest sprechen und um etwas bitten. Du konntest deine Hände gebrauchen und zu dem Ort hinlaufen, von wo du etwas brauchtest. Mit jedem Tag in deinem Leben wurdest du autonomer. Manchmal versuchten deine Eltern noch, dir zu helfen und du hast gesagt: „Das kann ich alleine!“
Möglicherweise gibt es aber im Erwachsenenleben auch Phasen wo du diese Fähigkeit nicht mehr im Blick hast. Du gerätst in eine Situation, die dich völlig hilflos macht. Du fühlst dich wie gelähmt. Deine Welt bricht zusammen. Alles gerät aus dem Lot. In der Zeit der Krise hast du den Eindruck, dass dir nichts mehr einfällt.
Doch dann kommt die Erinnerung: „Ich kann gut für mich sorgen!“ Wer könnte dir jetzt helfen? Welche Ressourcen schlummern noch in dir? Welche Reserven stehen dir zur Verfügung? Vielleicht kannst du im Augenblick nicht mehr alles! Aber etwas geht noch! Und vor allem merkst du, dass du dich wieder im Blick haben kannst. Du kannst die Idee davon wach halten, dass du dich um dich kümmern kannst. Du kennst deine Bedürfnisse und Wünsche! Du kannst sie benennen. Du kannst dir Hilfe holen oder dich daran erinnern, dass du durchaus krisenerprobt bist. Je früher du das entdeckst, desto eher kommst du aus der Hilflosigkeit heraus. Diese Fähigkeit kannst du ausbauen. „Wow – ich kann gut für mich sorgen!“
Abschluss
Ich bin jetzt den Weg mit dir durch acht „Wow!“ - Faktoren gegangen und vielleicht bekommst du eine Ahnung, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du diesen Prinzipien, die du ja schon lange lebst, noch mehr Raum gibst. Vielleicht meint Jesus im Thomasevangelium ähnliches wenn er sagt: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch!“ Wir müssen nur unsere Aufmerksamkeit darauf richten.
Wenn es dir schlecht geht, verlierst du den Zugang zu deinen Fähigkeiten und Ressourcen. Darum ist es hilfreich, für den Tag vorzubeugen. Wer „ressourcentrainiert“ ist, kann es in der Krise besser abrufen und für sich nutzen. Wie kannst du deine Ressourcen trainieren?
Im ersten Schritt erinnerst du dich mit der Hilfe deines Verstandes, was du alles kannst und schon bewältigt hast.
Im zweiten Schritt lässt du das dazugehörige Gefühl entstehen. Das „Wow!“ setzt die Energie für die Umsetzung frei. Das „Wow“ wirkt auf das Herz, dass du in ein starkes Gefühl kommst und von dort aus in die Tat. 
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Mittwoch, 19. September 2018

Der Wow-Faktor Nr. 7: Ich habe viele Möglichkeiten, aus Fehlern zu lernen.


Der Wow-Faktor Nr. 7: Ich habe viele Möglichkeiten, aus Fehlern zu lernen.
Möchtest du perfekt sein? Deine Aufgaben wirklich gut machen? Vor dem Spiegel stehen und stolz auf dich sein? Nicht unbedingt für die anderen, aber für dich selbst? Willkommen im Club der Menschen, die die Welt besser machen wollen!
Ich glaube, dass sich viele so etwas wünschen wie ein Paradies. Es möge schön sein. Die Dinge mögen funktionieren. Jeder mag jeden und die Welt soll bunt sein. Und vor allem gerecht und liebenswert. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und sein Leben auszudrücken. Alle gehen wohlwollend und zugewandt miteinander um. Niemand nimmt dir den Platz weg und kommt nicht mal auf die Idee.
Welche Paradiesgedanken schwirren in deinem Kopf? Wie sähe deine tolle Welt aus? Vielleicht brauchen wir ja alle diese Visionen und Bilder, damit wir schöpferisch tätig werden.
Wenn es da nicht den menschlichen Faktor gäbe. Du planst und hast doch nicht alles bis ins Letzte durchdacht. Du hast einen Flüchtigkeitsfehler gemacht. Vielleicht nicht einmal das, aber dein Gegenüber ist trotzdem unzufrieden. Lange Zeit passiert dir nichts – und dann lässt du etwas fallen, weil du zu viel in die Hand genommen hast. Du magst die Fehler nicht, die du begehst. Aber sie passieren. Einfach so! Du magst deine Fehler nicht mögen. Du schämst dich. Du hast bestimmte Erwartungen. Du hast jetzt ein trauriges, ärgerliches oder ängstliches Gefühl. Diese negativen Gefühle magst du nicht. Und so versuchst du, Fehler zu vermeiden – wegen er späteren Scham.
Aber du kannst es auch anders sehen! Du probierst etwas aus, was du noch nicht gemacht hast. Etwas gelingt und anders nicht. Du überlegst, was du verbessern kannst aufgrund deiner ersten Erfahrungen. Du probierst wieder und es gelingt dir schon besser, weil du erfahrener geworden bist und deine Fehler in Stärken umgewandelt hast.
Die Piloten, die die großen Verkehrsflugzeuge fliegen haben eine Sammlung von Flugfehlern zusammengestellt. Ein großes Kompendium von Verbesserungsvorschlägen. So passieren immer weniger Unfälle. Fehler werden dort freudig begrüßt und in den Katalog mit aufgenommen. Wie schön! Schon wieder ein Fehler gefunden, der uns bei der Weiterentwicklung hilft. In manchen Firmen fällt oft das Wort: „Das hätte dir nicht passieren dürfen!“ Und alle haben Angst vor Fehlern. Fehlerfeindliche Firmen entwickeln sich nicht weiter. Und du? Du hast jeden Tag die Möglichkeit, dich weiterzuentwickeln. „Wow!“ – Fehler als Geschenk und Möglichkeit! Könntest du dir vorstellen, dass du dich eines Tages über einen Fehler freuen wirst? Wer Fehler erkennt und sieht, ist eigentlich kompetent. Er weiß, was richtig wäre und wie es besser ginge. Er kann den Fehler als Fehler erkennen. Du besitzt die Fähigkeit, Fehler zu erkennen. Und du besitzt die Fähigkeit, daraus dein Potential von Veränderung zu entwickeln. „Wow!“  Du darfst Fehler machen und dich mit ihrer Hilfe weiterentwickeln.  
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Dienstag, 18. September 2018

Mein Wow-Faktor Nr. 6: Ich bekomme jeden Tag ein Geschenk!


Gehörst du zu den Menschen, die das Leben schrecklich langweilig finden? „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ Die Tage sind austauschbar. Nichts passiert. Weder im Positiven, noch im Negativen. Keine interessanten neuen Menschen. Das Leben plätschert eintönig dahin. Darum gibt es auch nichts zu erzählen. Worüber solltest du auch sprechen?
Ich erinnere mich an manche Ferientage in meiner Kindheit: „Mir ist so langweilig! Was soll ich nur machen?“ Der Kommentar meiner Mutter: „Es wird Zeit, dass die Schule wieder anfängt!“
Wie fühlt es sich an, wenn du diese Eintönigkeitsgedanken denken würdest? Wofür würde sich dein Leben noch lohnen? Wofür noch weiterleben? Die Tage und Jahre auf dem Abstellgleis verbringen und hoffen, dass es vorbeigeht?
Vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die kein aufregendes Leben führen. Eben so ein durchschnittliches wie die meisten. Aber du kannst genauer hinschauen! Deine Aufmerksamkeit auf das richten, was in deinem Leben „sonnenhaft“ ist. Vielleicht darfst du deine Brötchen bei einem Bäcker kaufen, der besonders gut backen kann. Dann bist du reich gesegnet! Oder du bist mit einem Menschen verheiratet, der dir einen freundlichen Blick schenkt. Welch ein Geschenk! Vielleicht bist du reich gesegnet mit Geschenken, die du bislang nicht genügend beachtet hast. Du lebst mitten im Glück und bemerkst es gar nicht! Du besitzt zwar keine große Villa, aber tausende von kleinen Gesten und Zeichen, die dir den Alltag verschönern.
Stell dir vor, dass du jeden Tag ein Geschenk bekommst. Es gibt keinen Tag im Leben, wo es kein Geschenk gab. Du musst nur das Geschenk erkennen. Wenn für dich alles selbstverständlich ist, wirst du es nicht finden. Manche leben nach dem Motto: „Das Leben schuldet mir noch was. Ich bin benachteiligt.“ Wenn du so denkst, dann wirst du zum Schuldeneintreiber und nicht zum Geschenkesammler.
Wenn du dir bewusst wirst, dass du heute ein Geschenk bekommen hast, dann liegt in diesem Geschenk Liebe drin. Du bist heute schon geliebt worden! „Wow!“ – ein echter Grund zur Freude.
Bei einer Weiterbildung sollten wir benennen, worüber wir uns geärgert haben. Anschließend sollten wir überlegen, worin das Geschenk des Ärgers lag. Eine neue Perspektive! Auch in dem, was ich nicht mag, finde ich ein Geschenk. Ich ärgere mich über eine Situation, aber es gibt fast immer etwas Positives dabei. Ich habe was gelernt oder jemand anders hat davon profitiert. „Wow!“ Das Leben so sehen zu können wie ein tägliches Geschenk ist eine Fähigkeit und eine Gabe. Ich wünsche dir mehr davon!
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Montag, 17. September 2018

Mein Wow-Faktor Nr. 5: Ich bin damit einverstanden wenn es ist, wie es ist.




Bist du bereit, das anzunehmen, was ist? Nehmen wir einmal an, du hast Gäste eingeladen für 20.00 Uhr. Die ersten Gäste kommen eine viertel Stunde früher und du bist noch nicht fertig. Bleibst du heiter und gelassen oder denkst du: „Das finde ich nicht richtig!“ Und ärgerst dich – vielleicht nur ganz wenig! Dann kommen die letzten Gäste eine halbe Stunde zu spät obwohl du zum Essen eingeladen hast. Bleibst du gelassen? Dein Gemüse verkocht. Der Salat fällt zusammen, die übrigen Gäste werden ungeduldig. Du versuchst, die unangenehme Atmosphäre aufzufangen. Findest du das Verhalten deiner späten Gäste richtig? Was fühlst du, wenn du nicht einverstanden bist?
Du kannst deine Gäste nicht verändern und auch nicht die Situation. Du wirst damit leben müssen. Du kannst eine Ansprache halten und deine Gäste beschuldigen oder sie bitten, das nächste Mal um acht Uhr zu kommen. Aber jetzt ist es so, wie es ist.
Geh mal einen typischen Alltag gedanklich durch. Dein Zusammensein mit der Familie. Deine Arbeit. Die Wege, die du zurücklegst... Wem begegnest du und wer macht was? Wer sagt was? Wie reagierst du auf das, was dir begegnet? Womit bist du einverstanden und wo regt sich in dir Protest und Widerstand. Wann wertest du? Was findest du unerträglich und wo ziehst du deine Grenzen?
Wenn du selber gerade nicht gut gelaunt bist, wirst du nicht so großzügig sein. Du wirst dich schneller ärgern oder gekränkt sein. Die ganze Welt ist falsch und niemand verhält sich so, wie du es gerne hättest und wie du es richtig findest.
Dann gibt es aber Tage, da können Gäste zu früh oder zu spät kommen. Da können Menschen seltsame Ansichten haben. Da können sich Kunden an der Kasse vordrängeln oder im Verkehr dir den Weg abschneiden. – Du bleibst heiter und gelassen. Du lehnst dich zurück und bist einverstanden! Es ist, wie es ist – und du bist einverstanden!
Das ist eine Fähigkeit, die wir Menschen haben. Wenn ich meine Vorstellungen vom „richtigen“ Leben loslassen kann, dann darf viel mehr sein auf der Welt. Dann dürfen die anderen alles anders machen als ich und es ist trotzdem in Ordnung. „Wow!“ Du besitzt auch diese Fähigkeit! Werde dir dessen bewusst und schlüpfe immer wieder hinein in diesen Bewusstseinszustand. Du erteilst dir die Erlaubnis, dass da sein darf, was da ist. 

Samstag, 15. September 2018

Wo immer das Glück sich aufhält... (irischer Segen)




Wo immer das Glück sich aufhält,
hoffe, ebenfalls dort zu sein.

Wo immer jemand freundlich lächelt,
hoffe, dass sein Lächeln dir gilt.

Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht,
hoffe, dass sie besonders für dich scheint.

Damit jeder Tag deines Lebens so hell wie nur möglich ist.

Du kannst dort stehen, wo Menschen unglücklich sind. Du kannst dich auch dort aufhalten, wo Menschen unfreundlich sind. Und du kannst dich dort aufhalten, wo der Himmel bedeckt ist.

Unglück, Unfreundlichkeit und einen trüben Himmel kannst du auf die Dauer nur schwer ertragen. Das kann dich ganz schön herunterziehen und deine Stimmung trüben.

Suche also die Gesellschaft von glücklichen Menschen. Sei dort, wo Menschen freundlich zu dir sind und gehe so weit, bis die Sonne auf deine Haut scheint. Dann findest du gute Voraussetzungen, dass davon etwas auf dich abfärbt und dein Leben positiv beeinflusst. Ich wünsche dir für dieses neue Jahr die Kraft und den Willen, selbst etwas dafür zu tun. Nicht zu warten, dass das Glück hoffentlich mal zu dir kommt, sondern dass du es mit beeinflussen kannst. Ich wünsche dir die Kraft, unfreundliche Menschen zu verlassen und dich denen zuzuwenden, die dir wohlgesonnen sind. Und ich wünsche dir die Kraft, Wege zu finden, wo die Sonne für dich scheint - im Außen wie im Innen.

Freitag, 14. September 2018

Ich kann. Ich will. Ich werde.

Manchmal habe ich ein Projekt vor der Nase oder ich bekomme eine Aufgabe gestellt. Dazu gibt es ein erstes Gefühl. Das kann positiv sein und es gibt ein klares Ja. Es kann aber auch so eine Mischung entstehen. So ein "eigentlich". Eigentlich bekomme ich es hin.
Dann stellt sich mir das erste Hindernis in den Weg. Die Zeit reicht nicht aus. Ich brauche länger. Ich habe zu viele andere Aufgaben. Na gut. Ich sortiere und schiebe und finde die Zeit. Dann taucht das nächste Hindernis auf. Ich kann das gar nicht. Nicht wirklich. Mir fehlen die Bausteine, es richtig gut zu machen. Na gut. Dann mache ich mich schlau und schiebe am Zeithindernis noch mal herum.
Dann taucht das dritte Hindernis auf. Ein Familienmitglied wird krank. Na gut. Das Projekt wird verschoben und die Zeit wird noch mal eingeteilt. Es tauchen noch mehr Hindernisse auf mit den Überschriften: "Ich kann nicht mehr - mir fehlt die Kraft!" "Ich will nicht mehr - das sind zu viele Hindernisse" "Ich werde es nicht machen - wie viele Hindernisse kommen da noch?"
Dann merke ich, dass ich in einem "Unmöglichkeitskarussell" feststecke. Da kann es helfen, sich einfach mal zu schütteln und einen "Jetzt erst recht!" oder ein "Nichts hält mich auf!" - Satz zu finden. Jetzt spüre ich meine Aufgaben und lese den Spruch: "Ich kann. Ich will. Ich werde." Ich schaue auf die Punkte am Ende der kurzen Sätze. Kein Fragezeichen. Auch kein übertriebenes Ausrufezeichen. Aber eine Klarheit. Und in einem Team, in einer Gruppe freue ich mich immer, wenn bei einer Lethargie sich ein Mitglied aufrichtet. Alle anschaut und klar sagt: "Ich mache!"
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Donnerstag, 13. September 2018

Tank erst auf bevor du loslegst!



Hast du schon einmal bemerkt, dass du die gleiche Tätigkeit mal mit Energie und Kraft locker bewältigst und ein andermal nur mit großer Mühe und Anstrengung?
Also, du stehst in der Küche und bereitest das Essen zu. Voller Freude liest du dein Rezept. Du schaust in den Kühlschrank, ob alle Zutaten da sind. In deiner Phantasie entsteht das Bild eines wunderbaren Gerichtes auf einem schön gedeckten Tisch. Deine Familie oder die Gäste schauen erwartungsvoll auf das Wunder, das du gewirkt hast. Nach den ersten Gabeln vernimmst du ein Ah! und Oh! Mit diesem inneren Bild und dem beglückenden Gefühl stellst du dich an den Herd und zauberst fast ohne jede Anstrengung dein Essen.
Ein paar Tage später stehst du wieder in der Küche. Du liest dein Rezept, du schaust in den Kühlschrank ... und du merkst: Etwas fehlt! Du freust dich nicht. Du bekommst kein Bild vom Ergebnis. Die Familie erscheint dir als undankbar. Die Zutaten erfüllen nicht deine Erwartungen. Du kochst und hoffst, du bekommst alles noch irgendwie fertig. Mühselig und angestrengt vollziehst du jeden Arbeitsschritt. Das Essen kommt auf den Tisch und du bist nur froh, wenn du anschließend deine Ruhe hast.
Der Zuschauer deines Filmes sieht zwei fast identische Szenen. Aber wenn der Zuschauer in dein Inneres hineinblicken könnte, würde er einen großen Unterschied wahrnehmen. Die erste Szene wäre gefüllt von Leben und Freude und die zweite Szene trist und grau.
Mich erinnert das an die erste Geschichte in der Bibel. Die Menschen leben im Paradies und arbeiten in diesem Garten voller Liebe und in Verbundenheit mit dem Schöpfer. Nach dem Essen von der verbotenen Frucht verwandelt sich das Paradies in einen Ackerboden, der kaum zu bewältigen ist. Die hilfreichen Engel verschwinden und sie fühlen sich ausgestoßen und verloren in einer kalten Welt.
Manchmal sagst du vielleicht selber: „Ich bin nicht im Vollbesitz meiner Kräfte.“ Wenn dir die Kraft fehlt, wird das Leben zu einer Anstrengung. Wenn du in der Freude bist, wird jede Arbeit zum Spiel und du erlebst dich wie im Flow. Wenn die Anforderungen jedoch anwachsen kann es sein, dass du mehr und mehr den Bezug zu deiner Mitte verlierst.
Wenn dir das Kartoffelschälen keine Freude mehr bereitet und du lustlos mit dem Löffel in der Sauce rührst, wird es Zeit, dass du eine Pause einlegst. Tank erst mal wieder auf! Stell dich in deinen Sonnenraum! Suche einen Wohlfühlort auf und tu erst einmal – nichts! Dein Sonnenraum kann ein äußerer Ort sein wie die Bank vor der Tür, ein Sessel im Wohnzimmer oder ein Platz  unter einem Baum. Dein Sonnenraum braucht jedoch zugleich eine innere Entsprechung. Im Sessel deines Wohnzimmers schließt du die Augen und wendest dich nach innen. Du visualisierst Licht und Wärme. Die angestrengte und überforderte Person in dir bittest du, für einen Moment zur Seite zu treten. Du könntest sie in die Küche schicken und von deinem Sessel aus betrachten. Von deinem Sessel aus schaust du wohlwollend auf die Person in der Küche, die sich gerade abmüht und keine Kraft hat. Dieser Person in der Küche schickst du Aufmerksamkeit und Anerkennung. Du selbst in deinem Sessel weißt, dass alles sich zum Guten wenden wird, denn du bist ja weise. Wenn du die Mitte wieder gefunden hast in deinem Sonnenraum kannst du diesen Menschen in der Küche ja ein wenig unterstützen. 
Wie oft höre ich: „Das muss ich erst noch fertig machen, dann gönne ich mir eine Pause!“ Im Hintergrund klingt bei mir: „Ich muss mich erst noch fertigmachen, dann kann ich eh nicht mehr!“ Arbeiten bis zum Anschlag. Die Pause musst du dir verdienen. Dann kann ich nur sagen: Umgekehrt! Umgekehrt! Nur mit der Pausenstimmung kommst du gut in deine Arbeit. Ohne innere Anbindung an deinen Sonnenraum wird das Leben zum Krampf. Dann höre ich: „Aber ich muss doch ...“ Überprüf einmal deine Glaubenssätze. Von wem stammen diese Aussagen? Spricht da deine Mutter oder dein Vater?
In der Mitte deines Sonnenraumes bist du unangreifbar für das schlechte Gewissen und die ständige Pflichterfüllung. Da ist Platz für dich. Da tankst du auf. Da bist du einfach da!

Mittwoch, 12. September 2018

Sei wie du bist. Irgendwann kommt es sowieso raus.


Manchmal strenge ich mich an und zeige mich in einer neuen Gruppe von meiner Schokoladenseite her. Ich gehe auf die Menschen zu. Ich lache oder lächle zumindest. Ich nehme Augenkontakt auf. Ich spreche Komplimente aus und versuche, mich interessant zu machen.
Und das ist anstrengend. In mir gibt es einen Teil der sagt: "Was mach ich hier eigentlich. So bin ich doch gar nicht. Ich bin eher schüchtern und zurückhaltend. Ich bin eher jemand, auf den man zugehen muss und nicht jemand, der auf andere zustürmt."
Der Schüchterne in mir bekommt also gar keine Chance. Der wird plattgebügelt und übergangen. Das mag der Schüchterne in mir überhaupt nicht. Der sagt dann zu mir: "Nie wieder! Nie wieder komme ich mit in eine mir unbekannte Gruppe von Menschen!"
"Sei wie du bist. Irgendwann kommt es sowieso raus." In dir gibt es viele verschiedene Persönlichkeitsanteile, die zu dir gehören. Manche magst du und manche nicht. Und von manchen glaubst du, dass die anderen das nicht mögen werden. Wenn du bestimmte Anteile in dir nicht magst, wie sollen die anderen dann das mögen? Wird in der Regel nicht funktionieren.
Wenn ich das nächste Mal in eine Gruppe komme, wo ich niemanden kenne, werde ich es anders machen. Ich schaue, wer denn vertrauensvoll wirkt. Auf diesen Menschen gehe ich zu und sage: "Entschuldigung wenn ich Sie anspreche. Aber ich bin sehr schüchtern und fühle mich hier gerade sehr unsicher. Darf ich einen Augenblick bei Ihnen stehen? Sie wirken auf mich so vertrauenswürdig." Wenn ich mir vorstelle, dass ich das so machen werde, dann nehme ich den Schüchternen schon mal mit, so dass es leichter wird. Allein die Vorstellung, dass ich es machen könnte, reicht aus.
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Dienstag, 11. September 2018

Her mit dem Stress!

Du stehst am Morgen auf und wagst einen Blick in den Tag. Du siehst deine Termine im Kalender. Du stellst dir vor, wie du deine Aufgaben anpackst und bewältigen wirst. Du bist voller Zuversicht und Kraft.
Dann tauchen Bilder auf von Einschränkungen und Widerständen. Da ist doch dieser Kollege, der immer meckert. Da gibt es doch das Hindernis, das du gestern schon nicht überwunden hast. So nach und nach entwickelst du eine Kampfhaltung und bevor du die erste Aktion anpackst fühlst du dich schon im Stress. Du bist vollgepumpt mit Adrenalin und Cortisol. Vielleicht notwendig, damit du deine Dinge auch schaffst.
Mir gefällt die Vorstellung, dass ich nach dem Aufstehen, nach dem Blick in den Kalender, nach den Vorstellungen von allen möglichen und unmöglichen Hindernissen und nach der adrenalingestärkten Kämpferhaltung ich mir das Geschenk gönne, mich noch einmal zu sammeln. Ich setze mich hin und trinke in Ruhe meinen Kaffee. Während die Schlacht gedanklich schon um mich herum begonnen hat, mache ich noch nicht mit. Ich sammle mich und stehe auf, wenn ich wirklich so weit bin. Aber dann: "Good morning. Let the stress beginn!"
In der Sammlung wird es mir nichts ausmachen. Ich bin zentriert und ganz bei mir. Hallo Leben, ich komme!
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Montag, 10. September 2018

Absolut!


Ich habe an einer Weiterbildung teilgenommen. Der Referent hatte ein Lieblingswort: "Absolut!"
"Ist es in Ordnung, dass ich einem Klienten etwas so sagen kann?" - "Absolut!"
Jegliches "Ja" wurde zu einem "Absolut". Schade! Ich mag die Unterschiede. Auch bei einer Zustimmung.
Da gibt es doch die vielen "Ja" - Möglichkeiten wie vielleicht, ein wenig, richtig, genau, ich stimme zu, ganz gut, ja mit einer kleinen Einschränkung, jein, nein mit einer Ausnahme...
Wenn es nur ein "Absolut" gibt, gibt es auch keine Steigerung mehr. Alles und jedes ist "Absolut!"
"Liebst du mich?" - "Absolut!"
"Gefällt dir mein neuer Pullover?" - "Absolut!"
Das Absolute in der Philosophie meint die Loslösung von allen Einschränkungen. Ein völliges Ja ohne jeden Funken von Nein. Manche sehen darin eine göttliche Qualität. Nur Gott ist der "Absolute!" Alles Menschliche hat immer eine Einschränkung, wenigstens eine kleine!
Meine Freundin sitzt gerade neben mir und findet das "absolut" von dem Referenten ganz toll! Sie sieht es als wunderbare Wertschätzung und setzt ein breites Strahlen auf. Sie mag schon jetzt den Referenten - ohne dass sie ihn kennt. Er muss "absolut" nett sein. Die Westwestfalen und übrigens auch die Ostwestfalen sind eher sparsam mit "absoluten" Wertschätzungen. "War nicht schlecht!" ist die westfälische Art von "absolut toll."
Ich finde es übrigens absolut in Ordnung, wenn du meinen Gedanken nicht teilst! ;-)

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