Freitag, 31. Juli 2020

Der Mensch lasse zuerst sich selbst, dann hat er alles gelassen. (Meister Eckhart 1260 - 1327)

Ich schaue oft auf das Außen und mache mich da fest. Wenn mein Arbeitgeber sich verändert, dann geht es mir gut. Wenn das Wetter besser wäre würde ich spazieren gehen. Wenn ich mehr Geld hätte, dann könnte ich mir mehr kaufen und wäre dann glücklicher. Wenn mein Lebenspartner besser zuhören könnte wäre ich mit meiner Ehe zufrieden. Immer muss dann im Außen etwas geschehen.
Stelle dir vor, dass du von dir nach außen hin Fäden knüpfst. Du bist auf der einen Seite und am anderen Ende deines Fadens befindet sich eine "Außenstation". Was dort geschieht kannst du nur schwer beeinflussen. Dort geschieht, was immer geschieht. Du kannst wünschen, bitten, befehlen. Aber am Ende macht der andere Pol deines Fadens das, was dort geschieht.
Das andere Ende des Fadens liegt aber in deiner Hand und in deinem Herzen. Wenn du an dieser Stelle einen Faden loslässt, bist du wieder frei. Dann kann dein Gegenüber machen, was es will. Wenn ich alle Fäden loslasse dann muss ich nichts mehr halten. Nicht mehr ziehen. Keine Kraft mehr vergeuden.
Meister Eckhart geht noch einen Schritt weiter. Er spricht nicht von den "Fäden" im Inneren, die du loslassen sollst, sondern vom Menschen, der zuerst sich selbst lasse. Ich lasse mich los. Mich in meiner Tiefe. Ich gebe mich selber frei. Ich will nichts mehr. Ich halte gar nichts mehr fest. Ich wechsel das Betriebssytem. Mache eine Radikalkur. Ich werde zum Gast auf dieser Erde. Ich darf viel und muss nichts mehr. Ich lasse. Wenn ich also wieder etwas will, und unbedingt will, dann lasse ich als einen ersten Schritt. Ich lasse los, damit ich gar nicht erst festhalte. Ich fange mit dem Festhalten gar nicht erst an. Es macht ja schließlich keinen Sinn. Dann kann das Gewünschte sich ereignen, muss es aber nicht. "Der Mensch lasse zerst sich selbst, dann hat er alles gelassen." Es geht um eine Grundhaltung. Eine Grundhaltung, die grundsätzlich alles verändert. Eine herausfordernde tägliche Übung. Es ist nicht mit einem Beschluss getan. Tägliches Einüben in die Gelassenheit!
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Donnerstag, 30. Juli 2020

Zeiträuber stoppen!

"Raube mir nicht meine Zeit!" Davon bin ich überzeugt: Jeder kennt solche Menschen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie Energie abziehen von dir. Sie sprechen dich an und wollen nur einmal ganz kurz etwas von dir. "Hast du einen Augenblick Zeit? Ich muss dir einmal kurz etwas erzählen." Dann fängt die erste Schleife an: "Kennst du noch den soundso? Nein, nicht? Das ist doch der, der mit dem soundso befreundet ist! Nein, den kennst du auch nicht? Wie soll ich dir das jetzt erklären..." Du fängst schon an, ungeduldig zu werden und wechselst von dem einen zum anderen Fuß. Du schaust unauffällig auf die nächste Uhr und hoffst, dass dein Gegenüber endlich zur Sache kommt. Aber... da kommt noch lange nichts. Und schon bist du im Netz der Spinne gelandet.
Oder, da werben manche mit ihren Produkten im Internet und du interessierst dich dafür. Du liest und liest oder hörst dem Videoauftritt zu und... es kommt nichts außer heißer Luft. Auch wieder so ein Zeiträuber. Immer geht es darum, dein Interesse und deine Aufmerksamkeit zu wecken.
Unfreiwillig gibst du etwas von dir und weißt nicht, ob du auch etwas im Gegenzug bekommst. Was hilft in einer solchen Situation?
Der erste wichtige Schritt beginnt im Vorfeld. Rechne mit Zeiträubern. Überlege, welche Menschen in deinem Umfeld dich innerlich unruhig machen. Du kommst nicht von ihnen weg! Identifiziere also deine Zeiträuber.
Der zweite Schritt heißt: Achte auf den ersten Satz! Höre dabei nicht auf den Inhalt, sondern bemerke dein Gefühl dazu. Entsteht Enge, Ärger oder Unwillen? Bleib bei diesem Gefühl.
Der dritte Schritt heißt: Entwirf eine Strategie, die du sofort zur Hand hast. Im Kontakt mit einem Zeiträuber ist schnelles Handeln erforderlich. Dir bleibt nur wenig Zeit zum Reagieren. Mit einer guten Strategie entkommst du der Umklammerung. Folgende Sätze könnten hilfreich sein.

"Jetzt habe ich leider keine Zeit, aber schicke mir eine Mail mit deiner Anfrage oder ich rufe dich heute um 19.00 Uhr an, dann können wir sprechen."

"Jetzt habe ich nur zwei Minuten Zeit! Sage mir dein Anliegen und dann vereinbaren wir, wie es weitergehen kann."

"In diesem Moment kann ich dir leider nicht zuhören, weil ich innerlich schon bei meinem nächsten Termin bin."

Wichtig ist, dass du agierst und nicht reagierst. Du bist der Akteur deines Lebens. Es gibt auch eine positive Seite der "Zeiträuber". Sie stärken deinen Widerstand und helfen dir dabei, selbstentschieden mit deiner Zeit umzugehen.

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Mittwoch, 29. Juli 2020

Jetzt wird es aber echt mal Zeit!

Jetzt wird es aber echt mal Zeit, dass ich zum Friseur gehe. Meine Haare sind schon viel zu lang. Wie sehe ich nur aus! Was denken wohl die Leute! So kann ich mich überhaupt nicht mehr sehen lassen.

Jetzt wird es aber echt mal Zeit, dass ich abnehme. Diese vier Kilo machen mir einfach zu schaffen. Ich bekomme die nicht weg! Die kleben an meinem Bauch und sehen aus wie acht Kilo. Jetzt habe ich lange genug nur einfach herumgedacht.

Jetzt wird es aber echt mal Zeit, dass ich mehr auf mich selbst achte. Ich habe schon so viele Überstunden gesammelt. Ständig diese vielen Projekte am Hals. Niemand, der es mir am Ende dankt. Ich zahle hier mit meiner Gesundheit.

Jetzt wird es aber echt mal Zeit, dass ich mein Fahrrad reparieren lasse. Ständig geht mir die Luft aus dem Reifen. Die Kette knattert und die Bremse greift nicht mehr so richtig. Das nervt mit der Zeit. Irgendwann bleib ich stehen!

Jetzt wird es aber echt mal Zeit! Und es ist gut, dass ich das mal gesagt habe. Und es ist echt mal Zeit für noch so viele andere Dinge. Mein Leben ist gepflastert mit Baustellen. Da sind die Autobahnbaustellen in NRW nichts dagegen. Jetzt wird es aber echt mal Zeit, grundsätzlich durchzugreifen. Von Grund auf! Radikal! Echt mal Zeit!

So! Jetzt ist es raus! Und jetzt setze ich mich hin und beruhige mich erst mal. Trinke eine Tasse Kaffee und komme zu mir. Und dann sehe ich mal weiter.
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Dienstag, 28. Juli 2020

Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen. (Mark Twain)


Was geschieht, wenn du das Ziel aus den Augen verlierst? Wenn du dich auf ein Ziel fokussierst hast du zugleich mit im Blick, was du dafür brauchst. Alle deine Handlungen sind diesem Ziel zugeordnet. Und die lebst von der Energie, unbedingt das Ziel zu erreichen.
Wenn du das Ziel aus den Augen verlierst, geht dir auch ein großer Teil der Energie verloren. Du fängst an, dich zu verzetteln. Du erledigst Aufgaben, die vielleicht gar nicht sinnvoll sind. Es wird immer anstrengender weil du von deinen Reserven lebst.
Welche Ziele verfolgst du im Moment? Oder von welchen Visionen lebst du? Was möchtest du unbedingt noch machen bevor du dieses Leben beendest? Vielleicht kommt es nicht darauf an das Ziel zu erreichen. Es geht darum, es in den Blick zu nehmen.
Du möchtest zum Beispiel gelassener werden. Wenn du jetzt in diesem Augenblick etwas vorhast kannst du dich fragen, ob es dem Ziel der Gelassenheit dient oder ob es dich eher davon abbringt. Du musst eine Aufgabe erledigen und dir fallen tausend Sachen ein, die dazu gehören. Du wirst hektisch und fahrig. Wenn du aber das Ziel hast, gelassener zu werden, würde es Sinn machen diesen Aspekt immer im Fokus der Aufmerksamkeit zu haben.
Ab wann fange ich an hektisch zu werden? Was verträgt mein System noch? Wann lege ich einen Gedankenstopp ein? Wann bin ich erschöpft? Schaffe ich es, so mit mir umzugehen, dass ich nie in den Bereich von Stress gelange?
Ziele können auch verführerisch sein. Wenn ich mein Ziel zu stark fokussiere. Wenn ich etwas total und unbedingt will. Quasi mit aller Gewalt und totaler Ausschließlichkeit. Dann werde ich blind für meine Ressourcen und Möglichkeiten. Ich verfolge als mein Ziel im Rahmen meiner Ressourcen und Fähigkeiten und sorge gut für mich. Ich verliere das Ziel nicht aus den Augen - muss es aber auch nicht erreichen.
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Montag, 27. Juli 2020

"Mach Tempo, dann lebst du doppelt so viel!"


Verlockend, nicht wahr? Mit ein wenig Geschick und Organisationstalent schaffst du das Doppelte an einem Tag. Du könntest mit deinem Arbeitgeber sprechen, dass du schneller arbeitest, dafür früher nach Hause gehst und dort dich den Dingen widmest, die dir sonst noch am Herzen liegen. Familie, Hobbys, Weiterbildung, Renovierungen... Du könntest gleichzeit das Leben eines Rentners und eines Arbeiters führen. Du würdest doppelt so viel leben.
Im Buch Momo kommen ja die grauen Männer und rechnen den Menschen vor, wie sie Zeit sparen können, damit sie mehr Zeit haben.  Und nach diesem Prinzip funktioniert ja auch die Wirtschaft. "Mach Tempo, dann lebst du doppelt so viel!" Diesen Spruch habe ich im Radio gehört in einem Beitrag, wo es um den Umgang mit der Zeit geht.
"Mach Tempo!" Das erinnerte mich an meine Kindheit und Jugendzeit. Mein Vater arbeitete in einer Schuhfabrik und versorgte die ganze Familie mit Heimarbeit. Schule, Mittagessen, Hausaufgaben, "Heimarbeit", Freizeit... Das unterschied uns von vielen anderen Familien. Der Berg von Schuhschäften! Arbeiten im Akkord! "Mach Tempo!" Dann bist du schneller fertig und kannst auf die Straße. Das hatte durchaus eine eigene Kinderlogik. Dadurch prägt sich schnell ein bestimmter Lebensstil ein. "Immer schnell!" Im rasanten Tempo durchs leben. Ich könnte ja am Ende auch früher Schluss machen, denn ich habe ja alles erledigt!
Ich behaupte einfach mal das Gegenteil: "Mach langsam, dann lebst du doppelt so intensiv!" Das ist der Nachteil am Tempo. Das Genießen kommt zu kurz und die Seele bleibt auf der Strecke. Ich wünsche dir einen guten Ausgleich zwischen Tempo und Müßiggang, damit sich dein Leben kohärent anfühlt und du in einer guten Balance bist.
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Samstag, 25. Juli 2020

Eigentlich würde ich lieber Ja sagen.

Ich habe Nein gesagt.
Ich werde nicht zur Geburtstagsfeier gehen.
Ich bin sauer auf meinen Gastgeber.
Der hat mir nicht einmal zu meinem Geburtstag gratuliert.
Der hat mich nur eingeladen, weil er ein Selbstdarsteller ist.
Er umgibt sich gerne mit vielen Menschen weil er zeigen will, wie beliebt er ist.

Ich wollte kein schmückendes Beiwerk sein.
Ich wollte mich nicht missbrauchen lassen.
Der hat sich bisher noch nie bei mir entschuldigt.
Im letzten Jahr war ich noch dort.
Und alle haben ihn bewundert.
Das tolle Haus, die tolle Familie, der tolle Hund, das tolle Essen. Toll!

Er hatte nicht mal mein Geschenk ausgepackt.
Kurz gratuliert und schon wieder weg!
Ich hätte im letzten Jahr schon Nein sagen sollen.
Aber mein Nein musste wohl noch wachsen und klarer werden.
In diesem Jahr habe ich Nein gesagt.
Ich habe Nein gesagt ohne eine Begründung.
Damit es ordentlich weh tut.
Darf ich dich einladen?
Nein!

Aber eigentlich...
Eigentlich würde ich lieber Ja sagen.
In dem Nein steckt so viel Kränkung.
Die ist nicht weggegangen.
Ich habe Nein gesagt und die Kränkung ist geblieben.

Daraus habe ich gelernt.
Ich sage weiterhin Nein. Das fühlt sich richtig an.
Aber wenn ich eigentlich lieber Ja sagen würde,
sage ich nicht mehr Nein.
Ich arbeite dann an dem "eigentlich" bis es klar wird.

Bis Kopf, Herz und Bauch übereinstimmen.
Dann gibt es manchmal interessante Lösungen.
Ich sage Ja aber mit Vorbehalt.
Ich sage Nein aber mit Möglichkeit, dass es noch Ja werden kann.
Ich sage Nein und springe trotzdem über meinen Schatten.
Ich sage Ja und mache dennoch Nein.
Ich befreie mich vom Diktat von Ja oder Nein und frage nach meinen Bedürfnissen.
Wenn ich da angekommen bin, lässt sich vieles leicher klären.

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Freitag, 24. Juli 2020

Wenn keine Hilfe kommt? Viel Glück!

Beim Wandern komme ich an diesem Schild vorbei mit der Aufschrift: "Vorsicht! Hund läuft frei herum. Hinlegen und auf Hilfe warten. Wenn keine Hilfe kommt... Viel Glück!"
Das beruhigt mich. Eine Gebrauchsanweisung, wenn ich ein Grundstück betrete. Mir fehlt manchmal eine ordentliche Gebrauchsanweisung. Ich meine nicht die, zur Bedienung einer Waschmaschine.
Ich hätte gerne eine Gebrauchsanweisung, wie ich mit meinen Gefühlen umgehe, wenn ich einen Fremden besuche. Was ziehe ich an. Wie begrüße ich. Was sage ich. Wie schaue ich ihn an. Wie freundlich bin ich. Was mache ich mit meiner kleinen Angst im Bauch. Hoffentlich kann ich alles kontrollieren. Hoffentlich blamiere ich mich nicht.
Ja, das ist es! Hoffentlich blamiere ich mich nicht. Ein Hund, der frei herumläuft, ist mir völlig egal. Er wird schon nicht beißen. Der soll mir mal zu nahe kommen. Aber ein Grundstück betreten. Es kommt zur Begegnung, und... wenn ich ich blamiere! Das ist es! Da kommen Erinnerungen aus der Kindheit hoch. "Gib die Hand! Mach eine Verbeugung. Was sagt man wenn man etwas bekommt!" Lauter solche Sätze schwirren im Kopf herum. Sie verhindern, dass ich heiter und gelassen bleibe. Sätze, die wie Fliegen um den Kopf herumsurren.
Ich stehe vor dem Schild, das der Besitzer des Hundes hingehängt hat mit einer mir unbekannten Absicht. Sein Hund ruft die Sätze meiner Eltern in Erinnerung. "Blamier dich nicht!" Ich glaub, ich schicke meine Eltern mal hier hin ;-)
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Donnerstag, 23. Juli 2020

Warnung: Schwarzfahren macht unglücklich!

Mein Nahverkehrszugunternehmen warnt mich: Schwarzfahren macht unglücklich! Ich frage mich, woher die das wissen. Erwischt werden kostet Geld. Das könnte ich noch verstehen. Manche lieben aber das Risiko des Schwarzfahrens oder möchten Geld sparen. Sie riskieren es, erwischt zu werden. Vielleicht sparen sie trotzdem.
Das Unternehmen hofft wohl, dass diese Warnung hilft und dass niemand unglücklich werden möchte. Nach dem Motto: "Wenn wir dich erwischen kostet es eine Menge Geld. Du bist pleite und kannst dir kein Brot mehr kaufen. Du verhungerst und wirst sterben. Wenn du jetzt daran denkst, dann mach doch doch bitte nicht unglücklich. Wir übernehmen nicht die Verantwortung, wenn du stirbst!"
Unsinnig, oder? Regen mach unglücklich. Lieben macht unglücklich. Sonne macht unglücklich. Staus machen auch unglücklich. Arbeitslosigkeit macht unglücklich und sterben überhaupt. Manche erleben all dies und werdennicht automatisch unglücklich! Manche sind es einfach so ohne Grund und manche sind glücklich obwohl sie eigentlich unglücklich sein müssten.
Ein Arzt fragte mich mal auf der Straße statt einer Begrüßung: "Bist du glücklich?" Heute würde ich sagen: "Ja!" Damals hatte ich eher den Gedanken: "Ich bin zufrieden." Was werde ich morgen sagen? Vielleicht: "Ich mache mein Leben vom Glücks- oder Unglücksgefühl unabhängig. Ich muss weder das eine noch das andere sein. In der Dimension über dem Gegensatz von Unglück oder Glück bin ich einfach.
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Mittwoch, 22. Juli 2020

Die "Einfach so!" - Philosophie

Mir gefällt der Satz. Einfach so! Beim recherchieren stelle ich überrascht fest, dass es in den USA einen Feiertag gibt der so heißt: der "Just Because Day", der "Einfach So Tag" wird am 27. August begangen. Dafür gibt es verschiedene Gründungslegenden, die mich hier nicht so interessieren.
Spannend finde ich, dass mir der Satz gefällt, und dass es bislang ohne mein Wissen dazu einen Feiertag in den USA gibt.
Stell dir vor: Jemand schenkt dir eine Blume. Was denkst du dann? Wenn es dein Geburtstag ist, brauchst du nichts zu fragen. Der Grund des Schenkens ist klar. Wenn dir kein Grund einfällt warum dir jemand eine Blume schenkt fragst du: "Wieso?" - "Warum?" - "Gibt es etwas besonderes?" Meistens gibt es einen Grund dafür, dass wir etwas tun. Weil die Blumen kein Wasser haben, gieße ich sie. Weil ich etwas bestellt habe erhalte ich eine Rechnung und bezahle sie auch. Unser Verstand sucht nach guten Gründen für unser Handeln. Er möchte das sortieren und einordnen können. Es muss zum Weltbild und zu unseren Glaubenssätzen passen. Wenn ich den Grund für die geschenkte Blumen kenne, kann ich es einordnen. War das Geschenk berechtigt? Habe ich es mir verdient? Gab es einen Anlass? Muss ich mir das merken und irgendwann etwas zurückschenken? Erst wenn alle Fragen beantwortet sind können die Gedanken in der Schublade landen.
Auf die Dauer ist ein solches Leben sehr berechenbar und ohne Überraschungen oder große Freude. Logik und klare Abläufe geben zwar Sicherheit, aber da fehlt dann schnell mal das "erfrischende" Gefühl.
Die "Einfach so!" Philosophie folgt da einem anderen Weg. Probiere es mal aus und sage: "Einfach so!" Geh durch die Fußgängerzone und begrüße für eine halbe Stunde jeden Menschen mit den Worten: "Schön, dass Sie da sind!"  Geh in eine Bäckerei und sage der Verkäuferin: "Heute scheint die Sonne, auch für Sie!" Du nimmst zehn Geldstücke im Werte von jeweils einem Euro in die Hand und verschenkst das Geld. Du legst einen Euro auf die Theke eines Metzgers, strahlst die Verkäuferin an und sagst: "Einfach so!" Du gibst deine Geldstücke Menschen, die es nicht brauchen oder nicht damit rechnen und überlässt dich dabei deiner Intuition und sagst: "Einfach so!"
Die "Einfach so!" Philosophie führt den Verstand an der Nase herum und ist zugleich voller Lebensfreude. Sie ist wie das kleine Kind an der Hand der Mutter und hüpft mit einem Lutscher durch die Welt. Sie lächelt verschmitzt wie ein alter weiser Greis, der sich dessen bewusst ist, dass keiner seiner Gedanken so besonders wichtig ist zum Erhalt für die Nachwelt. "Einfach so!" heißt: "Was du denkst ist richtig und das Gegenteil auch!" Es bringt dein System durcheinander und - holt dich direkt in die Gegenwart. Einfach so!
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Dienstag, 21. Juli 2020

Ich. Du. Passt.

Manchmal ist es so einfach! Ich bin da. Du bist da. Es passt! Die Chemie stimmt. Es gibt gute Gefühle füreinander. Sich verstehen ohne Komplikationen. Ein Blick! Verständnis füreinander ohne viele Worte. Keine überflüssigen Erklärungen. Passt!  Du spürst es schon in der ersten Sekunde der ersten Begegnung.
Wenn das doch mit allen Menschen so einfach wäre. Ist es leider nicht. Da gibt es Menschen, die sind so anders. So fremd! So kompliziert und umständlich! Du musst dir Erklärungen anhören und wirst immer unruhiger. Oder du hast ständig das Gefühl, dass du dich erklären musst. Du spürst Widerstände. Ständig. Bei jedem Gedanken und jedem Gefühl. Du vermeidest solche Begegnungen. Schon im Vorfeld stellst du dir ein Treffen vor gespickt mit Fehldeutungen und Missverständnissen. Mit verqueren Gefühlen. Mit der riesigen Anstrengung. Du bist voller Fluchtgedanken ab der ersten Sekunde. Dein Gegenüber ist zu laut. Zu leise. So umständlich. So verständnislos. So restriktiv. So langatmig. So wenig empathisch. Und du kommst nicht drum herum. Du musst die Begegnung aushalten. Dieser Mensch gehört schließlich zu deiner Familie. Ist ein Arbeitskollege. Ein Nachbar.

Und jetzt? Meine Idee dazu heißt: Ich. Du. Passt! Wenn der Gedanke kommt und das Wohlfühlen dazu, dann begegnest du deiner Sonnenseite. Das ist der Teil in dir, den du absolut bejahst. Den du magst und mit dem du in völliger Übereinstimmung bist. Wenn die Worte zunehmen und das Gefühl dissonant wird, dann begegnet dir dein eigener Schatten. Du wirst konfrontiert mit Eigenschaften und Gefühlen, die du an dir selber nicht magst. Die du vermeidest, die aber in dir schlummern. Die manchmal unkontrolliert ausbrechen.

Schließe die Augen und stelle dir eine Begegnung vor mit deiner Schattenseite. Da ist dieser Mensch, der dich furchtbar aufregt und nervt. Stell dir vor, dass du wie in einen Spiegel schaust. Dein Gegenüber ist nicht der Fremde, sondern dein Schattenbild. Schau dir das Bild an und sage dir: "Das bin ja ich! Jetzt habe ich mal die Gelegenheit, genauer hinzuschauen. Was lehne ich da eigentlich ab? Welche Bedürfnisse stecken da hinter und dürfen nicht gelebt werden? Kann ich ein wenig Verständnis entwickeln? Ein wenig Wärme im Herzen spüren? Mein Schatten bietet sich mir an, damit ich mich weiterentwickeln kann. Danke für die Lektion!"

Und dann bleibt zugleich dieses grenzenlose Gefühl der Dankbarkeit für die Sonnenseite. Jenseits aller Anstrengungen ein sattes "Ja!" Ich. Du. Passt.
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Montag, 20. Juli 2020

Im Leben kommt es darauf an, dass Herz und Verstand zusammenarbeiten, wobei sie bei mir noch nicht mal freundschaftlich miteinander verkehren. (nach Woddy Allen)


Zusammenarbeit von Herz und Verstand? Wenigstens freundschaftlich miteinander verkehren? Erinnerst du dich daran, in welcher Situation Herz und Verstand zusammengearbeitet haben? Wie war das Erlebnis? Wie hast du das gemacht? Ging es wie von selbst oder hast es irgendwie geplant?

Ein Teil von mir sagt, dass in meiner frühesten Kindheit Herz und Verstand das gleiche Zimmer teilten. Sie waren in einer wunderbaren Symbiose. Das Herz war voller Fülle und der Verstand reich an erkenntnisvermehrenden Gedanken. Vielleicht gab es diesen Zustand auch nur für einen Augenblick im Bauch meiner Mutter. Aber es gab ihn, diesen paradiesischen Zustand.

Irgendwann wurde diese Symbiose gestört. Durch die Eltern, die Umwelt, ein Lehrer, irgendjemand oder irgendetwas. Es gehört zum Dasein auf dieser Erde einfach dazu. Wir werden gestört. Herz und Verstand dividieren sich auseinander. Früher oder später. Vielleicht gibt es das eine oder andere Naturvolk, wo dieser Prozess nicht stattfindet. Oder kennst du einen Menschen, bei dem Herz und Verstand nie getrennt waren? Immer in Übereinstimmung?

Mir kommt es so vor, dass wir als Menschen in dieser Symbiose die Welt betreten und gestört werden. Den Rest des Lebens verbringen wir damit, Herz und Verstand wieder zusammenzuführen. Und ich hege den Verdacht, dass es so sein soll! Wir wollen das so und nicht anders! Ein Teil von uns lehnt es ab, weil wir diese Symbiose so mögen und brauchen. Aber ein Teil von uns möchte diese Erfahrung machen, wie Herz und Verstand wieder zusammenkommen. Wir nehmen uns auseinander und fügen uns wieder zusammen. Wir sind halt Schöpfende!
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Samstag, 18. Juli 2020

Take it easy!


Stell dir eine Situation vor, die dich belastet. Du hast einen Fehler gemacht. Du hast dich blamiert. Du fühlst dich nicht wohl damit. Du möchtest es verdrängen, leugnen, zur Seite schieben. Aber es lastet auf dich. Wie fühlt es sich an?
Wenn das Ereignis frisch ist, kann ich diese Reaktion gut verstehen. Aber wenn diese Geschichte schon lange zurückliegt? Wenn es sich in deiner Kindheit abgespielt hat? Und wenn du daran denkst und es fühlt sich wieder so schwer an, macht das noch Sinn? Diesen alten Teebeutel wieder in die Tasse zu hängen und alte Gefühle wiederzubeleben? Es ist ein altes Gefühl! Es ist nicht aktuell!
Jetzt magst du denken: Aber ich kann mich nicht dagegen wehren. Es kommt einfach immer wieder. Ich hatte mich damals so blamiert! Es belastet mich immer noch! Dann belastet dich nicht das vergangene Ereignis sondern es belastet dich das aktuelle Gefühl, dass du dir selber gemacht hast. Die Erinnerung erschafft das Gefühl. Du bist der Schöpfer dieses Gefühls. Du hast es selber erschaffen!
Wenn du mal in die Jauchegrube gefallen bist und es dir nicht gefallen hat. Würdest du freiwillig wieder hineinspringen? Würdest du noch einmal eine heiße Herdplatte anfassen um das Gefühl von Verbrennung wiederzubeleben? Würdest du doch nicht. Das macht keinen Sinn! Aber deine alten Ereignisse kramst du dein ganzes Leben lang wieder hervor und erneuerst deine schlechten Gefühle.
O.k. Wenn du es nicht lassen kannst, weil du ein Erinnerungsjunkie bist dann mache es doch einmal ganz richtig. Das geht so!
Stell dir eine Situation vor, die dich belastet. Schließe dazu die Augen und lass sich das Bild in dir entfalten. Nimm wahr, wie deine Mutter dich auslacht und wie du reagierst. Wende dich aber dieses mal auf keinen Fall ab wie sonst! Bleib bei dem Bild! Bleib noch weiter bei dem Bild! Schau dir deine Mutter an und schaue dich selber an. Lass alles zu, was auftaucht. Es ist wie bei einem Eiterpickel: Alles muss raus! Also schau das Bild an. Übernimm die Verantwortung dafür. Es ist deine Situation, deine Geschichte, deine Erinnerung. Sie gehört dir! Egal was du erlebt hast. Schau dir die Situation an und laufe nicht weg! Halte es länger aus als sonst. Schau dich daran satt! Ich habe einmal Sahne sehr gerne gemocht. Dann habe ich einen ganzen Becher Sahne getrunken und mir wurde schlecht. Lange Zeit konnte ich dann keine Sahne mehr essen. Ich hatte die Nase voll davon. Schau dir also mal als Experiment deine schwere Geschichte an bis du satt bist.
Wenn du es lange genug gemacht hast wird etwas sehr Unerwartetes und Ungewöhnliches geschehen. Davon kann ich dir hier nichts erzählen, denn dann würde dein Geist ganz schnell dahin flüchten. Das möchte ich vermeiden.
Wenn du dir dein Bild anschaust dann machst du etwas anderes gleichzeitig. Du sagst dir: Jetzt bin ich hier. Mein Leben ist weitergelaufen! Ich bin die von damals und zugleich jemand anderes. Zum Abschluss der Übung schaust du auf das Mädchen im Foto: Es bläst eine Pusteblume. Die Geschichte ist abgeschlossen. Der Same darf sich verteilen. Die Geschichte war schwer und der Same ist leicht. Wie bei einer Pusteblume puste ich den Samen meiner Geschichte in die Welt und habe Anteil an meiner Weiterentwicklung und der Entwicklung der Welt.
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Freitag, 17. Juli 2020

Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!


Den Spruch kenne ich schon aus Kindertagen. Ich wollte draußen spielen und meine Mutter hinderte mich daran. Erst die Hausaufgaben machen! Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!
Damit schaffen wir einen Unterschied und bilden eine Polarität, die nicht hilfreich und lebensfördernd ist. Wir arbeiten also im Schweiße unseres Angesichtes, damit wir uns anschließend vergnügen können. Wir vergnügen uns, weil wir es uns redlich verdient haben. Du gehst also nach der Arbeit in die Eisdiele und sagst dir: "Das habe ich mir redlich verdient!" Das Vergnügen ist positiv, die Arbeit negativ!
Wenn du dir vorstellst, wie viele Stunden am Tag du arbeitest, dann kann dein Leben nur eine einzige Qual sein. Das gefällt mir nicht und ich möchte diese Polarität ein wenig aufweichen.
Ich habe eine vergnügliche Arbeit. Meine Arbeit macht mir Freude, sie "genügt", sie "vergnügt" mich. In meinem Vergnügen arbeite ich auch sehr gerne. Ich liebe arbeitsame Vergnügen wie kochen und bügeln. Mönche müssen sich stundenlang hinsetzen um meditieren zu können. Mir reicht dazu ein Bügeleisen und schon reise ich in die bunte Innenwelt. Es gibt ja auch Menschen, die betreiben vergnüglichen Sport. Dabei setzen sie sich körperlich so intensiv ein wie ein Straßenbauer oder ein Schmied. Der Schweiß läuft am Körper herunter und - es kann total vergnüglich und befriedigend sein.
Wenn ich aufhöre, solche Unterschiede zu machen, dann ist es auch egal, wie viele Stunden ich arbeite. Ich lebe ja! Ich verabschiede mich von diesem alten Glaubenssatz: "Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!" Ich sage: "Werde dir eines vergnügten Zustandes bewusst und dann tue was du willst!"
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Donnerstag, 16. Juli 2020

Möge das Leben dich lehren dir selbst ein guter Freund zu sein. (Irischer Segensspruch)


Bist du dir selbst ein guter Freund/ eine gute Freundin? Ich kenne viele Menschen, mich eingeschlossen, die sich selber oftmals sehr kritisch betrachten. Du bist nicht klug genug, du hast diese oder jene Aufgabe nicht optimal erfüllt. Du bist keine wunderbare Ehefrau oder kein aufmerksamer Ehemann. Du fährst mit deinem Wagen zu langsam oder zu schnell. Du beachtest alle Verkehrsregeln supergenau und nahezu penetrant oder du hältst die Regeln alle nur so ungefähr ein. Du schaust dir deine Schulzeugnisse über die Jahre an und erinnerst dich an all die Fächer, in denen du besser hättest abschneiden können, wenn du nur genug geübt hättest. Dir kommen all die Tests vor Augen, die du nicht wichtig genommen hast und überlegst, wo du stehen würdest, wenn du immer die optimale Lösung gefunden hättest auf deinem Weg.
Du gehst zurück in die Vergangenheit und betrachtest deine Gegenwart. Beim Einkauf hast du das Salz vergessen. Die Kartoffeln haben heute fünf Minuten zu lange gekocht, du hast dir beim Essen ein paar Saucenspritzer auf dein frisch gewaschenes Hemd eingehandelt. Du hast dem einen  nicht aufmerksam zugehört und jemand anderem bist du auf die Nerven gegangen.
Du ärgerst dich über deine Schusseligkeit und dein Unvermögen. Kannst du dir trotzdem ein guter Freund, eine gute Freundin sein? Wie oft erlebe ich es, dass ein Freund mir sein Unvermögen beichtet: „Ich habe vergessen dich anzurufen.“ „Ich muss dir doch noch dein Buch zurückgeben, das du mir geliehen hast.“ Dann antworte ich: „Ist doch nicht so schlimm!“
Kann ich mir das auch selber sagen? Ist doch nicht so schlimm? In wie viele Fallen musst du doch noch tappen? Wie viele Dinge müssen dir noch misslingen bis du anfängst, dich dafür zu verurteilen? Möge das Leben dich lehren, dir selbst ein guter Freund zu sein. 
 

Mittwoch, 15. Juli 2020

Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. (Konfuzius)


Manchmal mache ich aus einer Mücke einen Elefanten. Wenn die Mücke sehr nahe an mein Auge kommt, dann wird sie größer und größer. Und wenn sie in der Nacht in meinem Schlafzimmer summt, wird sie auch immer bedrohlicher. Mücken haben große Macht über mein Wohlbefinden. Obwohl die Mücke klein ist fühlt sie sich an wie ein Elefant. Dem Elefanten kann ich nicht aus dem Weg gehen. Er steht da mit seiner Masse und mit seiner Kraft. Die Mücke braucht das nicht. Sie kommt mit dem Summen und mit dem Stechvermögen aus.
Ich werde konfrontiert mit Mücken und nicht mit Elefanten. Konfuzius hat recht, wenn er sagt, dass wir nicht über Berge stolpern. Wir können zwar stolpernd über einen Berg kommen aber wir stolpern nicht einfach da rüber. Nur in unserer Phantasie. Wir begegnen auch nicht dem Elefanten, sondern der Mücke. Oder mit Konfuzius dem Maulwurfshügel.
Welches sind die Mücken und Maulwurfshügel in deinem Leben? Die Steuererklärung für dieses Jahr? Ein abgebrochenes Teil von einem Gerät? Eine Mail, die nicht beantwortet wird? Ein ausverkauftes Objekt deiner Begierde? Ein fehlender Schirm bei Regen? 10 Cent zu wenig im Portemonnaie um sich einen Kaffee kaufen zu können?
Im Alltag kommen mehr Maulwurfshügel vor als Berge, die wir überwinden müssen. Wir scheitern aber an den kleinen Stolperfallen. Die machen uns das Leben schwer. Welcher niedlicher kleiner Maulwurfshügel wartet darauf, dass du ihn elegant überspringst?

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Dienstag, 14. Juli 2020

Verwandle es in Konfetti!

Ich bin zu schnell gefahren. Es hat geblitzt. Das hätte ich mir sparen können. Nicht viel! Nur etwa zehn Kilometer! Vielleicht 15 oder 20 Euro? Hätte nicht sein müssen! Ärgerlich!
Ich bekomme das Schreiben und zahle die Strafe. Denn nehme ich den Locher und das graue Schreiben. Ich falte das Blatt Papier und beginne zu lochen. Mein Lochen wird lauter und heftiger. Das Papier wird kleiner und kleiner. Bald ist nichts mehr übrig davon. Mein angestrengtes Foto von mir verschwindet. Ich bin es nicht gewesen! Der Geldbetrag wird einfach weggelocht und der gesamte Vorwurf verwandelt sich in Konfetti.
So könnte ich es doch öfter mal machen, oder? Jemand wirft dir etwas vor. Das hast du falsch gemacht! So geht das nicht! Immer musst du! Nie darf ich! Wann lernst du es endlich! Ich höre das Gesagte und schreibe es auf ein Blatt Papier. In Gedanken nehme ich den Locher zur Hand und klemme das Papier in die Ritze. Ich drücke zu. Die ersten Löcher im Vorwurf. Ich drücke weiter zu! Noch mehr Löcher. Ich durchlöchere den ganzen Vorwurf und am Ende bleibt Konfetti übrig.
Ich bestreue das Leben mit diesem Konfetti. Mein Büro. Meinen Pullover. Meinen Teppich. Alles Konfetti! Wenn der nächste Vorwurf kommt verwandle ich alles gleich in Konfetti. Ich weiß ja jetzt, wie es geht! Ich werde immer schneller. Zack Zack und vorbei!
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Montag, 13. Juli 2020

Schönheitsschlaf

Am Tag eine Brille aufsetzen, die so tut, als hätten wir Nacht. Eine Brille, die alles abdunkelt. Sich zurückziehen. Nichts mehr wahrnehmen. Im Flieger die Flugangst überwinden, indem ich so tue, als sei es Nacht. Im Alltag für einen Moment abschalten. Die weiche dunkle Brille aufsetzen und nichts mehr denken.
Ich lade dich ein zum Schönheitsschlaf. Wenn du alles loslassen kannst verschwinden die Sorgenfalten in deinem Gesicht und auch die Anspannung. Ich kann auch manchmal angespannt wirken. Wenn ich viel zu tun haben, wenn ich zu viel nachdenke. Wenn ich mich ärgere und wenn ich Sorgen habe. Ich stelle mir vor, wie ich diese "rosarote" Maske aufsetze und an das Wunder glaube. Das Wunder, dass ich mit Hilfe meiner rosaroten Maske einen Schönheitsschlaf mache. Ich setze sie auf und schon verschwinden die Sorgen. Das gefällt mir, weil ich dafür nichts tun muss! Wenn ich diese weiche Brillenmaske aufsetze kann ich verschwinden und mich unsichtbar machen. Ich verschwinde und komme wieder. Für einen Moment lasse ich alles los und spüre, wie die Falten sich glätten und die Körperzellen entspannen. Warum habe ich nur diese Wunderbrille nicht gekauft?
Ich glaube, dass es auch ohne Brille geht! Ich schließe die Augen jetzt für einen Moment und lasse los. Wie schön mich das macht!
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Samstag, 11. Juli 2020

Genießen mit Freunden

Das kleine Buch für 3,99 Euro lädt mich zum Kochen ein. Für Freunde und mit Freunden. Ich darf genießen. Die Farben gründ, weiß und rot versprechen italienische Rezepte.
Draußen sitzen. Die Sonne scheint. Die Freunde mögen mich und ich sie. Ich lade ein oder werde eingeladen. Ich bin für einen anderen Menschen wichtig! Familie muss ja irgedwie sein. Zur Not sind die auch da. Aber Freunde? Freunde machen das freiwillig. Keine Verpflichtung. Nur Lust.
Zusammensitzen und genießen. Salate, Brot, viele kleine Köstlichkeiten und Wasser und Wein. Gemeinsam um den Tisch sitzen und lachen und sich freuen. Wie wunderbar.
Ich stehe vor diesem Bucheinband und stelle mir vor, wie ich in meinem Garten sitze demnächst mit meinen Freunden und mit vielen Köstlichkeiten aus diesem kleinen Buch für 3,99 Euro. "Genießen mit Freunden". In mir taucht ein wenig Wehmut auf. Das mache ich viel zu selten. Ich beschrenke mich zu sehr auf Arbeit und Pflicht. Wer nicht genießen kann wird ungenießbar - fällt mir ein. Ich mache heute etwas früher Feierabend und mache mir einen wunderbaren Salat. Ich kann mich ja einfach mal treffen mit mir selbst. Ich genieße und treffe mich als meinen besten Freund. Dieser erste Schritt fühlt sich ganz gut an!
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Freitag, 10. Juli 2020

Wähle den Weg mit Herz!

Bei Carlos Castaneda finde ich diese wichtige Frage. "Ist es ein Weg mit Herz?" Wenn du dich an einer Weggabelung befindest dann musst du dich entscheiden für den einen oder den anderen Weg. Geh in dich hinein und lasse dein Herz sprechen. Wie fühlt es sich an wenn du den einen Weg wählst und wie fühlt es sich an, wenn du den anderen Weg nimmst?
Die Orientierung bekommst du, wenn du dich fragst: Ist es ein Weg mit Herz? Es kann sein, dass der Kopf sehr vernünftige Gründe weiß, warum du einen bestimmten Weg gehen sollst. Wenn du aber dabei dein Herz übergehst wird sich dein Weg einfach falsch anfühlen. Du gehst und weißt innerlich: Da stimmt etwas nicht! Das fühlt sich nicht stimmig an! Das Herz weiß manche Dinge, die der Verstand noch nicht kennt. Das Herz ist schneller. Es kann sich in die Zukunft hineinfühlen. Der Verstand kann nur die bekannten Dinge denken. Er orientiert sich an vertraute Abläufe. Er liebt die Routine, die Sicherheit und die klaren und wiederkehrenden Abfolgen. Das unbekannte Land verunsichert ihn. Da kommen dann die "Gedanken": Ist es sicher? Bin ich dem gewachsen? Ist es gesund für den Körper? Macht es Probleme?
Manchmal will das Herz etwas anderes als der Verstand. Du kennst sicher auch Menschen, die manchmal eine Entscheidung treffen, die völlig unvernünftig ist. Sie geben ihren sicheren Beruf auf. Sie verlassen ihre Familie. Sie gründen eine Firma, die erst mal keine Einkünfte verspricht.
Von außen betrachtet schlägst du vielleicht die Hände über den Kopf zusammen. (Ist auch ein schönes Bild. Mit den Händen auf dem Kopf drückst du aus: Prügelst du deinen Verstand? Hast du ihn verloren?)
Gehen wir doch mal einen Schritt weiter im Bemühen um ein tieferes Verständnis. Wenn du dein Herz nicht befragst und mitnimmst wird der Weg nicht segensreich sein. Es wird dich beständig das Gefühl beschleichen, dich nicht richtig entschieden zu haben. Wenn du dich der Kraft deines Herzens überlässt wird der Verstand schon mitkommen und auch im Nachhinein gute Gründe finden, die Entscheidung zu akzeptieren. Da ist er Meister drin.
Im idealen Fall jedoch gehen Herz und Kopf gemeinsam. Manchmal braucht es dafür einen Prozess damit das gut gelingt. Wenn du an einer Kreuzung stehst und dich entscheiden musst, dann bringe Herz und Kopf in einen Dialog. Bildlich gesprochen kommt dann quasi jemand "Drittes" hinzu. Das ist dein innerer Moderator oder Beobachter. Der hat die Aufgabe, zwischen Herz und Kopf zu vermitteln.
Der oder die Moderatorin in dir fragt also das Herz: "Was fühlst du? Was ist dein Bedürfnis? Was fühlt sich für dich lebendig an? Was ist stimmig? Wo gibt es so etwas wie ein Hüpfen, eine Freude?
Dann befragst du den Verstand: Wenn du das mitbekommst, was das Herz sich wünscht, was kommt dir da in den Sinn? Was sind deine Befürchtungen und Sorgen? Zu welchen Teilen kannst du "Ja" sagen? Wo gibt es Sperren?"
Dann befragst du wieder das Herz: "Was hast du vom Verstand mitbekommen? Was kannst du deinem Verstand anbieten, dass er mitgehen kann? Wie kannst du ihn unterstützen? Gibt es eine Erlaubnis, einen ersten Schritt zu probieren und auch wieder einen Rückzug zu machen, wenn es nicht funktioniert? Kannst du den Verstand bitten etwas tun auch wenn es unvernünftig ist? Es könnte ja für ihn "vernünftig" sein, dem Herzen etwas gutes zu tun."
Dann befragst du wieder den Verstand: "Hast du etwas von deinem Herzen erfahren, was dir neu ist? Magst du dich mit den Ideen ein wenig vertraut machen?"
Du gehst also ständig hin und her zwischen Herz und Verstand. Du als Moderator und Beobachter bist "neutral". Du bist beiden Anteilen gegenüber verständnisvoll und zugewandt. Beide "Kinder" gehören zu dir und sind ein Teil von dir. Du kannst dafür sorgen, dass beide Teile etwas gewinnen und keiner verliert. Wenn der Verstand große Bedenken hat für den "Herzensweg" dann kannst du dich trotzdem für den Weg entscheiden und dabei die "Bedenken" mitnehmen. Die "Bedenken" bekommen die Erlaubnis, bei jedem Schritt sich neu melden zu dürfen. Die "Bedenken" darfst du aber auch um Unterstützung bitten, nicht allzu kritisch zu sein und einen kleinen Freiraumpuffer zuzulassen. Wenn du ein paar Schritte auf deinem Herzensweg gegangen bist mit den Bedenken im Gepäck, dann danke deinen Bedenken von Zeit zu Zeit für ihr "Mitdenken". Würdige diesen Anteil in dir und stoß ihn nicht weg.
Auch nach der Entscheidung bleibst du als Moderator die Begleitung von Herz und Verstand. Du kannst mit deiner Aufmerksamkeit wechseln. Mal bist du ganz im Herzen, mal ganz im Verstand, mal ganz in der Beobachtung und machmal in allem gleichzeitig.
Und dann? Dann lässt du alles ruhen und lässt geschehen, was immer auch geschieht.
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Donnerstag, 9. Juli 2020

Bist du tot oder blöd - es ist schwer für die anderen.

Der Spruch irritiert mich mal wieder: "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genau so ist es, wenn du blöd bist."
Ich gehe davon aus, dass ich es mitbekomme, wenn ich tot bin. Ich werde am Ende meines Lebens die Augen des Körpers schließen. Das Herz wird aufhören zu schlagen und die Gehirnzellen werden ihre Tätigkeiten beenden. Ich werde diesen Körper verlassen und nicht mehr brauchen. Und es gibt ein "Ich", dass das bewusst wahrnimmt und gestaltet. Mein höheres Bewusstsein wird den letzten Schritt aktiv machen. Nicht mein Körper-Ich. Das wird lieber festhalten. Die Weisheit in mir wird diesen Schritt vom Leben zum Tod und zum höheren Leben ganz wunderbar gehen.
Manche Menschen finden mich blöd. Was immer das auch heißt, blöd zu sein. Ich finde auch manchmal Menschen blöd. Auf den ersten Blick! Wenn ich dann genauer hinschaue, dann fängt die Entdeckungsreise eigentlich erst an. Kann ich bei mir sehen, wie blöd ich eigentlich selber bin?
Ich finde jetzt, mal angenommen, meinen Ehepartner blöd. Er oder sie ist ständig unpünktlich. Immer muss ich warten. Das nervt total. Er oder sie merkt es nicht mal und ist nicht bereit, sich zu verändern. Wirklich blöd! Jetzt kann ich dabei stehen bleiben und diesen Menschen blöd finden. Der findet mich aber vielleicht auch blöd, weil ich etwas nicht merke. Mein Partner findet mich blöd, weil ich so pingelig bin. Weil er mich für einen Korinthenkacker hält. Weil ich immer so einen Druck mache und alles immer so genau nehme. Weil ich kein Einfühlungsvermögen habe, dass man nicht immer pünktlich sein kann bei so vielen roten Ampeln.
Wenn ich jetzt meinen Partner blöd finde, dann kann ich das machen. Ich habe ein wunderbares Ventil für meinen persönlichen Ärger. Ich kann aber auch wie in einen Spiegel schauen und sagen: "Das bin ja ich!" Ich habe ein viel zu starres Weltbild. Ich tue so, als ob mein Leben von ein paar Minuten abhängt. Ich bin vielleicht ein Sklave meiner Uhr und sehe, dass mein Gegenüber dazu im Unterschied die Herrin ihrer Uhr ist.
Das wäre doch mal eine neue Deutung. Pünktliche Menschen sind Sklaven ihrer Uhr und unpünktliche Menschen sind Herr darüber. Ein Stück mehr Freiheit!
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Mittwoch, 8. Juli 2020

Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen. (Japan)



Wenn ich mich selber beobachte stelle ich fest, dass ich oft auf den Boden schaue, wenn ich traurig bin. Dann sehe ich nur die wenigen Quadratmeter um mich herum. So eng, wie es sich in meinem Herzen anfühlt, so eng sieht dann meine Umgebung aus.
Wenn ich mit der Trauer und Enge im Herzen mich aufrichte und mein Blickfeld ausweite geschieht fast sofort eine Verwandlung. Die Veränderung des „Augenblicks“ bewirkt eine Gefühlsveränderung. Wenn es im Außen weit wird, wird es auch im Innen weit.
Oft erleben wir unser Leben begrenzt. In der Trauer werden die Grenzen enger abgesteckt. Wir wollen für uns sein. Wir möchten uns schützen. Wir fühlen uns getrennt von den anderen Menschen und von der Welt.
Wenn wir uns jedoch freuen wird der Raum weiter, die engen Grenzen werden gesprengt. Du richtest dich so weit auf, dass du den Horizont siehst. Da kommt der Punkt, wo die Erde aufhört und der Himmel beginnt. Zunächst scheint da noch ein Unterschied zu bestehen. Hier die Erde, dann der Himmel. Wenn am Horizont der tiefen Freude jedoch Himmel und Erde ineinander übergehen, veränderst du noch einmal deinen Blick. Du fixierst nicht mehr den Übergang, sondern siehst das Ganze. Das Ganze zu sehen und wahrzunehmen macht dich zugleich innerlich Ganz, „Ganzheitlich“ und verbunden. Hebe also deinen Blick und die Grenzen verschwinden. 

Dienstag, 7. Juli 2020

Wir hinterlassen Spuren... aber nicht immer!


Manchmal verschwindet etwas spurlos. Socken verschwinden in der Waschmaschine und Pullover befinden sich plötzlich nicht mehr im Schrank. Du bist dir sicher, wo du deine Sachen abgelegt hast und auf einmal sind sie nicht mehr da. Spurlos verschwunden. Ich vermisse meinen Personalausweis. Er ist spurlos verschwunden. Ich habe alle Schubladen abgesucht und alle Jacken- und Hosentaschen gefilzt. Ich habe an jeden auch nur erdenklichen Ort nachgeschaut und jetzt blicke ich der Tatsache ins Auge. Mein Peronalausweis ist unauffindbar. Dabei steht doch darauf, wer ich bin. Mein Name, meine Anschrift, die Körperlänge und die Farbe meiner Augen. Merkwürdig, nicht wahr? Zur gleichen Zeit befinde ich mich in einer Identitätskrise. Vor zwei Jahren wusste ich noch, wer ich war. Das weiß ich im Moment nicht mehr. Ist es da nicht folgerichtig, dass sich der Personalausweis auch auflöst? Wie im Inneren so auch im Äußeren. Ich versuche, eine Weile ohne Identität auszukommen und probiere es auch mit meinem Ausweis. Wenn ich hoffentlich irgendeine Identität wiedergefunden habe wird sich auch der Ausweis einfinden.
Spurlos verschwinden Dinge und auch Menschen. Hast du schon erlebt, wie Menschen in deinem Leben spurlos verschwunden sind? Sie haben sich nicht verabschiedet und du hast auch nicht selbst Abschied genommen. Ihr habt euch nicht gestritten und nicht bewusst getrennt. Aber wenn du genau hinspürst, dann ist es doch stimmig. Es ist nicht grundlos, dass diese Menschen aus deinem Leben verschwunden sind.
In einer Achtsamkeitsübung habe ich gelesen, dass ich für eine Woche einen Raum in meiner Wohnung nur so benutze, dass nach der Aktion keine Spuren sichtbar sind. Ich räume also meine Küche so auf, dass ein Fremder denkt, die wird gar nicht benutzt. 
Manchmal ist es gut, wenn die Dinge oder Menschen verschwinden. Wir können eh nichts festhalten. Alles im Leben ist wie Sand und zerrinnt zwischen den Fingern. Wenn etwas spurlos verschwindet gibt dir das Leben die Möglichkeit, eine Lektion zu lernen. Lasse los!

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Montag, 6. Juli 2020

"In der Tiefe der Geduld ist der Himmel." (aus Afrika)



Das Volk der Kanuri lebt in der zentralen Zone des Sudan und am Tschadsee. Ich habe keine Ahnung, warum sie der Geduld eine solche Aufmerksamkeit schenken. In einer Wüstenzone braucht es aber sicherlich Geduld, die nächste Oase zu erreichen. Der Weisheitsspruch der Kanuri hat es in sich: „In der Tiefe der Geduld ist der Himmel.“
In der Regel möchte ich in kurzer Zeit meine Ziele erreichen. Ich bin ein flotter und effektiver Arbeiter in allen Bereichen des Lebens, in der Küche, beim Einkaufen, im Garten ja, und leider auch manchmal in der Beratung von Menschen. Die Sache ist doch klar, schon auf den ersten Blick. Mach zuerst A, dann B und zum Schluss mach C.
Wenn ich mir die Pflanzen im Garten betrachte, dann brauchen sie die Zeit, die sie brauchen zum Wachsen. Sie wachsen so wie sie wachsen. Sie wachsen so, wie es ihnen entspricht, ihrem Wesen nach.
Wenn ich Geduld habe, „dulde“ ich, gestehe ich zu, dass alles den Raum braucht, den es braucht. Auf einmal hört der Druck auf, dass etwas geschehen muss. Der Stress löst sich auf. Alles darf und nichts muss sein. Ich überlasse mich dem Lauf der Dinge, dem Gang des Lebens.
Im großen Bogen der Evolution ist meine momentane Sorge, dass sich etwas weiterentwickelt schier unbedeutend. Wenn mein Freund heute nicht kommt, kommt er vielleicht morgen, vielleicht sehe ich ihn auch erst im nächsten Jahre und vielleicht auch in einer veränderten atomaren Zusammensetzung in der Ewigkeit.
„In der Tiefe der Geduld ist der Himmel.“ Jetzt gehe ich doch einfach mal in meine eigene innere Tiefe, in die Mitte meines Herzens und sage Ja zu dem, was ist. Was will ich mehr? Das Ja zu allem was ist, ist doch Himmel, oder?

Samstag, 4. Juli 2020

Blitzgerichte

Da lese ich wieder so einen Buchtitel: "Blitzgerichte". Schnell muss es gehen. Zugleich aber auch raffiniert und vielseitig. Eine Wundertüte!
Da möchte jemand eine Beratung. Eine Blitzberatung! Schnell, raffiniert und vielseitig. Eine Wundertüte! Kann dieser Mensch haben! Es gibt diese Abkürzung! Der Blitz kann dich treffen und du weißt sofort, worum es geht! Möchtest du einen Blitzsatz? "Wovor hast du Angst?"
Oder: "Kannst du dich vor den Spiegel stellen und dir sagen: Ich liebe mich!" Kannst du es rufen, so dass es jeder hört? Ein echtes Blitzgericht. Ein Gericht mit Richter und Urteil. Freispruch!
In der Kürze liegt die Würze! Manchmal ist es gut, direkt zum Thema zu kommen. Ohne Umwege! Und manchmal braucht es auch Zeit. Viel Zeit! So viel Zeit, wie es braucht. Und manchmal schlägt auch der Blitz ein. Schnell, präzise, raffiniert!
Wo wünschst du dir Zeit? Wo darf mal der Blitz einschlagen, damit es sich klärt?
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Freitag, 3. Juli 2020

Auch die zweitbeste Lösung ist eine Lösung!



Benötigst du auch jeden Tag viel Zeit für das Finden von Lösungen? Was kaufe ich ein und wo finde ich die Produkte, die ich benötige? Fahre ich mit dem Auto, mit dem Rad oder gehe ich zu Fuß? Wann habe ich Lust, wann kann ich überhaupt und zu welcher Zeit ist es im Geschäft nicht zu voll? Finde ich alles in einem Laden oder muss ich mir eine Tour überlegen? Vielleicht fallen dir selbst noch viel mehr Fragen ein, die du vor einem Einkauf für dich klären musst, um zu einer guten Lösung zu kommen.
Wenn es nur dieses eine Thema des Einkaufens gäbe, wären deine Aufgaben ja gut lösbar. In der Regel jedoch beschäftigst du pausenlos deinen Geist damit, für viele Aufgaben eine Lösung zu finden. Was muss ich heute unbedingt noch erledigen? Mit wem muss ich etwas besprechen? Fragen für kurz-, mittel- und langfristig. Wer hat Erwartungen an mich und an wen habe ich Erwartungen? Erst, wenn du eine Lösung gefunden hast, kannst du eine Frage abhaken und dein Geist hört auf, dich zu plagen. Manche Fragen werden zum Problem, wenn du keine Lösung finden kannst. Dann kreisen deine Gedanken pausenlos weiter. Das kann sich sogar so weit ausdehnen, dass du dich völlig blockierst, weil du unbedingt für eine bestimmte Aufgabe eine Lösung finden möchtest.
Wenn dir dein Leben egal wäre, dann würdest du einfach irgendetwas irgendwie machen. Du könntest z.B. in den nächsten Laden gehen, deine Hände ausstrecken, ein Produkt in den Korb legen und an der Kasse bezahlen. Etwas wird schon dabei sein, dass deinen Hunger stillt.
Du könntest zusätzlich versuchen, dein Leben insgesamt möglichst plan- und gedankenlos zu verbringen. Von außen würde es wahrscheinlich wie Demenz wirken, aber innerlich wärest du befreit von der ständigen Anspannung, etwas entscheiden zu müssen. Du könntest dich dafür entscheiden, nichts mehr zu entscheiden und ließest auf dich zukommen, was immer auch kommen würde. Du würdest einfach völlig entspannt mitschwingen. Hilfreich wäre dabei allerdings die Fähigkeit, das Denkvermögen auszuschalten.
Stell dir doch einfach mal vor deinem geistigen Auge ein Pendel vor. Dieses Pendel schwingt von links nach rechts. Wenn es nach rechts außen ausschlägt, so findest du dort die völlige Planlosigkeit. Das Chaos. Das Unentschiedene. Die Gedankenlosigkeit.
Dann betrachtest du das Pendel auf der linken Seite wiederum ganz außen. Dort findest du immer und beständig den super perfekten Plan für dein Leben. Du hast alles durchdacht und findest immer die ideale Lösung. Dort gelingt dir einfach alles, weil du von A bis Z durchstrukturiert bist. Du kannst deine Gedanken ständig in höchsten Tönen loben, weil du mit deinen Leistungen sehr zufrieden bist. Alle werden dich bewundern und du wirst nominiert für irgendeinen Nobelpreis.
Unser Pendel schwingt also zwischen Perfektion und Chaos. Wenn du dich einmal selber einschätzen müsstest: Wo würde sich dein vertrauter Bereich befinden? Bist du eher der Chaos-Typ oder der Perfektions-Typ? Wohin schlägt dein Pendel mehr aus? Und mit welchem Anteil bekommst du in der Regel innerlich Konflikte? Und welche Menschen im Außen bedrohen deinen Standpunkt?
Ich möchte mit dir jetzt noch einmal einen Ausflug machen zur linken und geordneten Seite des Pendels. Wahrscheinlich, weil ich mich eher dorthin einsortiere.  In der Regel versuche ich immer, für jede Aufgabe und jedes Problem die beste Lösung zu finden. Ich beobachte mich dabei, wie ich ein gutes Ergebnis meines Nachdenkens gefunden habe. Aber dann fällt mir noch etwas ein und noch etwas und noch etwas. Ich finde also ständig Lösungen. Warum? Ich werde angetrieben von dem Wunsch, die beste Lösung zu finden!
Geht es dir ähnlich? Du suchst unbedingt die beste Lösung. Nicht irgendeine. Sondern die beste! Wenn du einen Kunden bedienst, dann möchtest du nicht nur, dass er zufrieden ist mit deiner Leistung. Du möchtest doch, dass er das Gefühl bekommt, wirklich ein König zu sein. Ob du dich als Krankenschwester um deine Patienten kümmerst, als Rechtsanwalt um deine Klienten, als Berater um deine Kunden oder als Mutter und Vater um deine Kinder. Immer geht es darum, dass du das Beste möchtest. Der glückliche Patient macht dich selber glücklich. Je besser dein Service, desto glücklicher dein Gegenüber und auch du.
Wenn du hingegen nur irgendeine x-beliebige Lösung anstrebst: Was werden die anderen von dir denken? Was du von dir selbst? Du wirst auf jeden Fall immer die beste Lösung anstreben, nicht wahr? Oder hältst du es aus, wenn dich jemand anspricht und sagt: „Das hättest du mit deinem Wissen aber wirklich besser machen können. Du bleibst hinter deinen Möglichkeiten zurück.“ Vielleicht bist du ja ein völlig abgebrühter und gelassener Typ und lehnst dich zurück nach dem Motto: „Mit diesem Thema habe ich Gott sei Dank nichts zu tun! Kritik hat bei mir kaum eine Chance!“ Wetten, dass es irgendwo ein Thema gibt, wo auch du nach der besten Lösung suchst! Es gibt einfach Themen, für die wir gehen. Wo wir uns engagieren. Wo das Herz sozusagen blutet. Für die Kinder, für den Partner, den Geliebten, für Menschen in Not...
Ich befinde mich in Gedanken immer noch auf der linken Seite des Pendels. Ich bin auf der Suche nach der besten Lösung. Ich bin es mir wert! Mein Gegenüber ist es mir wert! Ich möchte auch keine Kritik einstecken, wenn es sich vermeiden lässt. Wenn es nur nicht das große „LEIDER“ gäbe.
Was meine ich damit? Die beste Lösung, die ich mir ausgedacht habe, lässt sich „leider“ nicht immer umsetzen. Das Geschäft führt ein bestimmtes Produkt nicht mehr. Mein Fahrrad ist platt. Mein Kunde kommt auf einmal mit ganz anderen Wünschen. Der Patient ist trotz meiner tollen Pflege gestorben. Ich selber bin schlecht drauf oder nur für einen Augenblick unachtsam. Es kommt sowieso etwas dazwischen in meiner Zeitplanung. Während du also voller Engagement am linken Ende des Pendels die beste Lösung suchst, schleichen sich dort einfach Chaoselemente ein.
Diese „Chaoselemente“ warten nicht, bis du mit deinem Pendel nach rechts ausschlägst. Sie üben ihre Macht heimlich aus und behindern deine Anstrengungen. „Du wirst es nicht schaffen, die beste Lösung umzusetzen!“ flüstern sie dir ein.
Und das macht dein Lebensgeschäft so unglaublich anstrengend. Die beste Lösung lässt sich nur mit einem sehr hohen Preis umsetzen. Im Untergrund wabern die chaotischen Elemente, die du nicht berechnen kannst. Und wenn du zu den „ordentlichen“ Menschen gehörst, wirst du diese Elemente vielleicht sogar ausblenden und unterdrücken. Es wird dir nichts nützen. Je weniger du damit rechnest, desto mehr werden sie ihr Werk verrichten.
Irgendwo hörte ich in einer Ansprache folgenden Satz: „Leider konnten wir die beste Lösung nicht umsetzen und müssen nun mit der zweitbeste vorliebnehmen.“ Im Vortrag klang es wie ein Bedauern. Schade! Wir hätten die beste Lösung verdient. Jetzt wird es nur die zweitbeste.
Beim Fußball ist Erstklassigkeit auch besser als die Zweitklassigkeit. Der Zweite im Sport bekommt nur Silber. Lieber wäre ihm bestimmt Gold. Vor allem, wenn der Abstand zum Sieger nur gering ist. Der Zweitklassige will erstklassig werden und der Erstklassige zur Spitze in der Liga von da aus in die Superliga und dort an die Superposition. Von da oben aus gesehen ist die zweitbeste Lösung ein echter Verlust.
Aber wie gesagt: Die beste Lösung fordert in der Regel einen hohen Preis. Bin ich bereit, immer diesen hohen Preis zu zahlen? Ständig diese Überforderung, dieser Anspruch, diese Absolutheit!
„Wir haben die zweitbeste Lösung gefunden.“ In meinen Ohren klingt es nicht wie Mangel sondern wie Erlösung! Ich gebe mich tatsächlich mit dem Zweitbesten zufrieden. Warum nicht? Ich kann doch diesen Gedanken mal einfach zulassen. Ich betrachte mir einmal ganz genau diese zweitbeste Lösung. Die ist gar nicht schlecht! Da tauchen auf einmal Überraschungen auf. So könnte mir die zweitbeste Lösung bei der Suche nach dem richtigen Geschäft die Nähe zum Altglascontainer bescheren.
So weit hatte ich bisher gar nicht gedacht. Die zweitbeste Lösung für den Kunden lässt einen finanziellen Spielraum für andere Wünsche. Ich verkaufe nicht das beste Gerät aber ein anderes noch hinterher.
Wenn ich mich im „zweitbesten Lösungsraum“ bewege verschwindet die Obergrenze. Das „Müssen“. Der Absolutheitsanspruch! Es tritt ein wenig Gelassenheit ein. Ich kann mich entspannen. Ich entdecke, dass sich in diesem Lösungsraum auch noch Möglichkeiten zeigen, an die ich bisher gar nicht dachte. Wenn das Pendel also ein wenig zur Seite ausschwingen darf, kann ich die „Chaoselemente“ für mich nutzen. Chaos bedeutet ja nicht einfach nur ein schreckliches Durcheinander, sondern zugleich das Meer der tausend Möglichkeiten. Die zweitbeste Lösung heißt: Ich entscheide mich für eine insgesamt gute Lösung und habe noch zusätzliche Optionen!
Es wäre also hilfreich, sich von dem Streben nach der besten Lösung zu verabschieden. Wenn sie eintritt, auch gut. Das muss aber nicht sein. Ich könnte von vornherein die zweitbeste Lösung anstreben. Was würde das verändern, wenn ich das täte? Ich persönlich würde mit dem Suchen nach Lösungen eher aufhören. Wenn ich drei Ideen hätte, würde ich einfach Schluss machen. Genug Lösungen gefunden! Die zweitbeste wird auch dabei sein und das genügt mir.
Wo ich mich schon von der besten Lösung verabschiedet habe könnte ich doch jetzt auch mal zur dritt- oder viertbesten Lösung hinschauen. Was würde ich in diesen „Lösungsräumen“ finden? Eine Idee dazu kommt mir, dass die „Euroshops“ nach diesem Prinzip funktionieren. Ich finde dort etwas, das mir im Augenblick weiterhilft. Ein Markenprodukt wäre toll! Aber jetzt gerade würde das Preiswertprodukt für mich ausreichen.
Wenn ich jedoch das Prinzip der besten Lösung verlasse, öffne ich einen Weg mit einem neuen Glaubenssatz, den ich vielleicht gar nicht betreten möchte. Ich müsste mich verabschieden von meinen hohen Zielen. Ich müsste vor allem meinen Absolutheitsanspruch verlassen. Da höre ich schon: „Wehret den Anfängen!“ - „Wer A sagt muss auch B sagen!“ „Ich möchte mir treu bleiben!“
Da kann ich dich nur daran erinnern, dass wir uns immer noch im Pendel des Lebens befinden. Der Anspruch nach der besten Lösung hat seine Berechtigung. Die Einflüsse und Einwirkungen des Chaos auf der anderen Seite aber auch. Du magst es nicht mögen. Aber es ist Realität. Das Chaos auf der anderen Seite des Pendels sagt dir: „Ich bin da! Ich gehe nicht! Du kannst nur mit mir arbeiten oder gegen mich. Aber mich nicht verdrängen! Was willst du tun?“
Welche spirituelle Haltung steckt hinter der Idee von einer zweitbesten Lösung? Ich muss mich nicht fixieren auf nur eine einzige umsetzbare Möglichkeit. Im Universum existieren Tausende von Möglichkeiten mit wiederum Tausenden von Auswirkungen und Folgen. Die Schöpfung ist vielfältig. Wenn das Samenkorn an dieser Stelle nicht aus dem Boden kriechen kann, dann aus einer anderen. Das Pflänzchen bleibt nicht vor der Betondecke stecken sondern sucht die zweitbeste Lösung. Es kriecht und kriecht, bis die Erde wärmer wird und die Sonne lockt. Es findet den Spalt, wo es hindurchkriechen kann. Das Lebensmotto dazu heißt: „Wenn nicht das, dann das andere. Und wenn nicht das andere, dann vielleicht wieder etwas anderes.“ Das Chaos zeigt sich als das Feld aller Möglichkeiten. Die „beste“ Lösung zeigt sich am Ende lediglich als eine der unendlich vielen Umsetzungen aus dem Feld aller Möglichkeiten.
Wenn du dein Einverständnis gibst zu diesen Prozessen musst du nicht mehr deine „beste“ Lösung finden. Du schwimmst ja schließlich im Meer der Unendlichkeit. Öffne mal jetzt im Frühling deine Augen in der Natur. Was meinst du, wie oft es eine Entscheidung gibt für die zweitbeste Lösung?
Zu welcher spirituellen Gruppe gehörst du? Bist du christlich, muslimisch, atheistisch, freikirchlich, oder…? Welche bietet die beste „Gottes“-Losung? Und welche die zweitbeste? Macht es einen Sinn, so zu fragen? Wenn du an der besten Lösung klebst gibt es nur diese eine! Doch jenseits davon erkennst du das große Mehr der vielen Möglichkeiten. Dort beginnt die Freiheit!

Donnerstag, 2. Juli 2020

Auswege aus den "never ending storys"!

Never Endig Story - Eine kurze Zusammenfassung für Erfahrungen, die bestimmt jeder kennt.
Da gibt es in Konferenzen die immer gleichen Themen ohne eine für befriedigende Lösung. Sie tauchen in regelmäßigen Abständen in der Tagesordnung auf und verursachen ein Aufstöhnen: "Nicht schon wieder!"
Du hast den Mitgliedern deiner Familie mühsam beigebracht, dass eine verschlossene Zahnpastatube dich sehr viel glücklicher macht. Eine Woche lang geht alles gut und du kommst ins Bad: Die Zahnpastatube ist offen und du musst dir das Scheitern deiner Erziehungsmaßnahmen eingestehen.
Deine alte Mutter ruft an und erzählt dir sehr gefühlvoll und betroffen von der neuesten Erkrankung der schrecklichen Nachbarin. Du kennst dieses Thema schon. Diese dir fremde Nachbarin ist ständig präsent mit ihrem Gesundheitszustand. "Hilfe! Nicht schon wieder! Wann stirbt sie endlich!"
Im Laufe der letzten Jahre sind mir so manche Konferenzen auf den Keks gegangen. Immer die gleichen Geschichten und Themen ohne handfeste Ergebnisse und Beschlüsse. Du kannst nicht ausweichen.
Welche Themen verfolgen dich? In welchen "Never Ending Storys" bist du verwickelt? Wo grüßt dich ständig das Murmeltier? Wie viele Lösungen hast du schon ausprobiert und wie hoch ist noch deine Fähigkeit, das ewig Gleich auszuhalten?
Manchen Storys kannst du kaum ausweichen. Wenn du Teil einer Firma mit Konferenzen bist wird erwartet, dass du teilnimmst. Die Mitglieder deiner Familie kannst du ja auch nicht erschießen, nur weil sie nicht die Zahnpastatube zudrehen. Da sind andere Lösungen gefragt. Hier kommen meine Vorschläge zum Umgang mit "Never Ending Storys":
1. Kapituliere! Füge dich in das Schicksal und ertrage es einfach! Du hörst auf zu kämpfen und kannst die freigewordene Energie gut nutzen.
2. Steige innerlich aus diese Szene aus und schalte deinen Beobachter ein: "Das kenne ich doch! Ich bin mal gespannt auf die heutige Variante! Vielleicht gibt es ja etwas Neues!"
3. Suche Lösungen auf einer völlig neuen und unerwarteten Ebene. Wie meine ich das? "Ewigkeitsthemen" bei Konferenzen dürfen nur noch im Stehen auf einem Bein verhandelt werden. Zahnpasta kaufst du als Spendenbox mit Selbstverschluss. Deine Mutter fragst du beim Erzählen ihrer Krankheitsgeschichten treu und immer, was sie sich denn nun zum Geburtstag wünscht.
4. Du wiederholst beim Auftauchen jeder Story laut den folgenden Satz: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!" Glaube mir, irgendwann geht allen das Licht auf, dass sie in einer "Murmeltiergeschichte" gefangen sind.
5. Betreibe Bewusstseinsarbeit, indem du deine "Never Ending Storys" als solche enttarnst, entlarvst, aufdeckst und benennst. Es geht dann nicht mehr um eine Zahnpastatube sondern nur eine "Never Endig Story". Du kannst dann neu entscheiden, ob du dabei mitmachst oder nicht. Du kannst dich auch entscheiden, eine Runde auszusetzen.
6. Du gestehst dir ein, dass du diese Dinge auch lieben kannst wie die tägliche Tasse Kaffee und ein frisches Brötchen. Dir wird die Möglichkeit geschenkt Dampf abzulassen und deine Aggressionen auszudrücken. Du darfst dich in Geduld üben und freust dich über die Erleichterung, wenn das Thema für einen Moment gegessen ist. Gefühle der Erleichterung sind wirklich schön!
7. Wegen der Heiligen Zahl 7 müsste ich noch eine weitere Lösung anbieten. Da fällt mir noch die spirituelle Variante ein. Ich wünsche mir auch für mein und für dein Leben ganz persönlich eine "Never Ending Story", auch über den Tod hinaus.
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