Donnerstag, 13. Dezember 2018

Der 13. Tag im Advent: Vom Sitzen und liegen


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Der 13. Tag im Advent: Vom Sitzen und liegen

Und wieder sitzt du spät am Abend auf der Bettkante. Heute schaust du auf deine Füße. Sie haben dich den ganzen Tag getragen und tagsüber sind die Fußsohlen mit der Erde verbunden. Fußsohlen und Fußboden. Wenn du stehst siehst du ein wenig aus wie eine aufrechte Säule. Deine Füße tragen das ganze Gewicht. Jetzt sitzt du auf der Bettkante und deine Füße können dir den Tag erzählen im Wechsel von laufen, stehen und sitzen. Immer verbunden mit der Erde. Gleich wirst du dich hinlegen und du wirst spüren, wie deine Füße entlastet werden. Ist dir der Moment vertraut, wo ein wohliger Schauer durch den Körper rieselt wenn du so gerade eben liegst? Ein Seufzen geht durch dich hindurch. Endlich! Darum lege deine Hand auf dein Herz und verbinde dich mit deinen Füßen am anderen Ende deines Körpers. Gleich wirst du liegen!
Hat schon mal jemand untersucht, was im Körper insgesamt passiert, wenn er liegt? Verändert sich der Hormonfluss? Hilft das „Nichtstehen“ beim Einschlafen? Du musst auf jeden Fall nicht mehr auf die Balance achten. Dein Verstand kontrolliert die Gedanken und deine Füße den Kontakt zur Erde und zum Leben.
Am Morgen wirst du die liegende Position verlassen. Wenn du jetzt sitzt und mit den Fußsohlen die Erde berührst – wie fühlt sich das an? „Endlich wieder Kontakt!“ Oder: „Ich bin noch gar nicht so weit. Es gibt noch einen Rest von Erschöpfung.“ Gleich wirst du stehen und feststellen, dass dein Körper sich schnell daran erinnert, wie Gleichgewicht geht. Von den Füßen aus wird dein System mit Energie versorgt werden. Liegend hast du die ersten zwei Jahre verbracht und liegend wirst du vermutlich sterben. Stehen und sitzen ist nur ein intensives Zwischenstadium. 
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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Der 12. Tag im Advent: Bewusst und unbewusst


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Der 12. Tag im Advent: Bewusst und unbewusst
Bevor du dich hinlegst wirst du wieder für einen kurzen Moment auf der Bettkante sitzen. Was hast du an diesem Tag erlebt? Was hast du gearbeitet und mit wem hast du gesprochen. Was waren deine wichtigsten Gedanken und Impulse. Welche Entscheidungen hast du heute getroffen? Du sitzt auf der Bettkante und dir wird bewusst, dass du ein denkendes Wesen bist. Du hast vieles heute bedacht und durchdacht. Vielleicht hast du heute ein sehr bewusstes Leben geführt. Du musstest abwägen zwischen verschiedenen Möglichkeiten und hast dich für eine davon entschieden. Du hast solche Sätze gesagt wie: „Mir ist gerade bewusst geworden, dass...“ „Mir ist bewusst, dass ich dir heute etwas zumute.“
Im Licht des Tages kannst du sehen und das Tagesbewusstsein suggeriert dir, dass du ein total bewusstes Wesen bist. Du hast dich auch entschieden, genau jetzt ins Bett zu gehen und dir wird bewusst, dass du gleich in den Schlaf gleiten wirst. Du verlässt die bewusste Welt, in der du deinen Verstand gebrauchst. Du gleitest ab ins Unterbewusstsein. Du wirst gleich vieles sehen, erleben und wahrnehmen. Und nur wenig davon wirst du morgen erinnern. Die Welt in der Nacht bleibt umhüllt von der Dunkelheit und gibt ihr Wissen deinem wachen Tagesbewusstsein nicht preis. Möglicherweise bist du ein Engel der Nacht und am Tag ist dir diese Rolle völlig unbekannt! Leg deine Hand auf dein Herz und werde dir bewusst, dass du das jetzt steuern kannst. Wo genau legst du die Hand hin. Du kannst die Position verändern. Du kannst es für ein paar Sekunden machen oder auch für eine Minute oder mehr.
Gleich lässt du los und dein Körper wird sich auch im Schlaf bewegen. Deine Hände werden autonom etwas machen. Deine Augen werden hin und herwandern und du wirst nicht völlig unbeweglich bleiben. Und morgen, wenn du aufwachst wirst du Zeit brauchen, wieder ins Wachbewusstsein zurückzukehren. Am Morgen wanderst du manchmal zwischen den Welten hin und her. Du erinnerst dich für einen Moment deines Traumes um ihn beim Aufrichten sofort wieder zu vergessen. So zu vergessen, dass nur die Erinnerung bleibt, dass du geträumt hast – ohne das Was! Jeden Tag bewegst du dich zwischen zwei Welten. Die eine gehört eher dem Bewusstsein und die andere dem Unbewussten. Und beide Welten lachen über dich, ständig wirken sie ineinander und durchdringen sich. Sie lassen dich glauben, dass am Tag das Bewusstsein herrscht und in der Nacht das Unbewusste. Du würdest sonst verrückt werden. Auf der Bettkante kannst du dir beider Welten gewahr werden und ihre jeweilige Bedeutung würdigen. Was vermutest du – wo liegt deine Heimat?
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Dienstag, 11. Dezember 2018

Der 11. Tag im Advent: Von laut und leise


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Der 11. Tag im Advent: Von laut und leise

Du sitzt auf der Bettkante. Was hast du vorher gemacht? Hast du Fernsehen geschaut? Mit jemandem gesprochen? Wie war die Geräuschkulisse, in der du dich aufgehalten hast. Jetzt auf der Bettkante wird es still und zugleich fühlt es sich vielleicht innerlich laut an. So, als ob die Geräusche noch innerlich nachklingen. Dein Körper vibriert noch. Dein System merkt noch die Anspannung. Lässt du noch das Radio laufen, weil dir die Stille unheimlich ist?
Im Laufe des Tages sammelt sich in uns Lärm an. Du bist so da dran gewöhnt, dass es dir nicht auffällt. Die Geräusche der Straße, Martinshorn, vorbeifahrende Züge. Gesprächsfetzen. In dir klingt es noch nach, so, als ob du eine Klangschale anstößt. Sie schwingt noch lange nach, bevor sie wieder schweigt. Unser Körper ist wie eine Klangschale, die nie zur Ruhe kommt. Ständig gefordert. Das Ohr bekommt keine Pause. Die Augen kannst du verschließen. Die Ohren nicht. Sie sind immer auf Empfang.
Jetzt sitzt du auf der Bettkante und lauschst in die Stille hinein. Es wird leise um dich herum und leiser auch in dir. Du „hörst“ deinen Herzschlag im Duett mit dem Wecker, wenn du noch einen tickenden besitzt. Wie fühlt sich die Stille an? Kannst du dich beruhigen? Schließe die Augen und halte die Hand auf dein Herz. Jetzt darf dein System zur Ruhe kommen und du lässt alle Geräusche außen vor. Gleich legst du dich hin und tauchst ein in die unendliche Stille. In den Klang des Universums. In die Planetentöne. Dort hörst du mit dem inneren Ohre die Planetentöne, die dich nicht stressen, sondern entspannen und mit auf die Reise nehmen.
Am Morgen wachst du auf aus dem Reich der Stille und setzt die wieder auf die Bettkante. Du kannst diese Stille mitnehmen in den Tag und den Lärm noch ein wenig auf Abstand halten. Den Augenblick dehnen, wo es um dich herum leise ist. Nicht laut auftreten und mit dem Geschirr klappern nur damit jeder weiß, dass du jetzt aufgestanden bist. Bewege dich leise im Zimmer und leise in der Wohnung. Höre kein Radio und lass dich nicht ablenken von den erwachenden Geräuschen, die von draußen an dein Ohr dringen. Sei leise und in der inneren Stille mit dir. Du beginnst damit auf der Bettkante am Morgen. Dort wird dir die Polarität bewusst, mit der du jeden Tag lebst. Leben musst. Dein Leben zwischen laut und leise. 
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Montag, 10. Dezember 2018

Der 10. Tag im Advent: Vom Häutig sein


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Der 10. Tag im Advent: Vom Häutig sein

Du sitzt auf der Bettkante und spürst deine Haut. Diese Haut hält deinen Körper zusammen. Ohne würdest du dahinfließen. Geh mit deiner Aufmerksamkeit auf deine Haut. Da gibt es diese Außengrenze, die das Innen vom Außen trennt. Es gibt etwas in dir und etwas um dich herum. Das Innere gehört zu dir und das um dich herum nicht so wie das Innere. Das um dich herum steht auch anderen zur Verfügung. Das in dir gehört dir allein und niemandem sonst. Die Haut beschützt diesen Teil. Jetzt auf der Bettkante spürst du diese schützende Grenze. Lege die Hand auf dein Herz und spüre, wie Haut an Haut liegt. Die Haut ist nicht nur Grenze, sondern auch Kontaktorgan. Die Haut grenzt nicht nur ab, sie verbindet auch. Sie hat Kontaktpunkte von Kopf bis Fuß. Vielleicht spürst du aber auch die Anspannung des Tages auf deiner Haut. Vor allem im Gesicht. Im Schlafen darf sich deine Haut entspannen.
Gleich, wenn du dich hinlegst und dich in den Schlaf abgibst, wirst du immer weniger deine Haut spüren. Sie wird sich quasi auflösen. Du verschmilzt mit deiner Decke. Deine Decke wird zur zweiten Haut und lässt dich damit hautlos werden. Deine Kontakte in der Nacht werden von anderer Art sein.
Am Morgen wirst du wieder auf der Bettkante sitzen. Du bist entspannt und auch deine Haut. Sie konnte in der Nacht regenerieren. Sie musste dich nicht zusammenhalten, weil du ja auf Nachtreise warst. Im Universum oder wo auch immer. Deine Haut hat in der Nacht auch alles zusammengehalten, aber ohne Anstrengung. Ohne Arbeit. So entspannt wie jetzt wirst du erst in 24 Stunden wieder aussehen!
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Sonntag, 9. Dezember 2018

Der 9. Tag im Advent: Tag und Nacht


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Der 9. Tag im Advent: Tag und Nacht

Du sitzt auf der Bettkante und schaust mit deinem inneren Auge auf eine etwas größere Dimension. Da gibt es den „Gott“ des Tages. Er hat dir eine Zeitspanne zur Verfügung gestellt. Er hat das Licht angeknipst und du konntest dich orientieren und dem Tag eine Gestalt geben von Arbeit, Freizeit, Essen und Ausruhen. Dieser „Gott“ des Tages gibt jetzt seine Macht ab weil er das Licht nicht mehr halten kann und weil seine Möglichkeiten sich für diesen Tag einfach erschöpfen. Der Tag ist leer geworden. Du sitzt auf der Bettkante und lässt wie in einem Film die Ereignisse passieren. Nicht langsam, sondern ganz schnell.
Die „Göttin“ der Nacht wartet schon auf dich und möchte dich in Empfang nehmen. Gleich wirst du in ihre Welt eintauchen. Sie arbeitet nicht mit dem Licht und der Möglichkeit, dass du die Kontrolle behältst. Ihr Reich funktioniert nach anderen Gesetzen. Sie sind dir über viele Jahre vertraut, aber im „Tagesbewusstsein“ nicht bewusst. Du kannst jetzt auf der Bettkante nicht viel davon erzählen. Wie es sich nachts im Körper anfühlt. Wohin dein Bewusstsein geht und was es so macht in der Nacht. Du verlässt gleich das eine Reich und betrittst das andere. Du auf der Bettkante bist die Grenze. Wenn du sitzen bleibst wird die Nacht ohne dich stattfinden. Leg deine Hand auf dein Herz und verneige dich vor dem Tag. Danke damit für deine Geschenke und gib der Nacht die Ehre, dass du bereit bist.
Am Morgen wachst du auf und setzt dich wieder auf die Bettkante. Jetzt kommst du aus dem Reich der Nacht. Du hattest nichts kontrolliert. Vielleicht bist du zwischendurch aufgewacht und der „Tag“ hatte dich für ein paar Momente wieder. Du warst Zeuge vom Kampf der beiden Reiche miteinander. Aber jetzt sitzt du auf der Bettkante und wie hast du die Zeit empfunden? War es lang oder kurz oder kannst du gar nichts dazu sagen. Im Reich der Nacht existiert die Zeit nicht. Du warst dort zeitlos. Die Zeit gehört dem Tag. Aber wie fühlt sich dieser Zustand an? Was nimmst du daraus mit in das Tagesbewusstsein? Du sitzt auf der Bettkante und dir wird bewusst, dass es den Augenblick geben wird, wo du nicht zur Bettkante zurückkehrst. Wo du im Reich der Nacht bleiben wirst um von dort aus weiterzuwandern. Aber jetzt bist du zurückgekehrt. Die Nacht hat dich freigegeben und der Tag heißt dich willkommen.
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Samstag, 8. Dezember 2018

Der 8. Tag im Advent: Wachend und schlafend


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Der 8. Tag im Advent: Wachend und schlafend

Und wieder sitzt du auf der Bettkante und dir wird klar, dass du jetzt noch wach bist. Dein Verstand funktioniert noch gut und zugleich werden die Gehirnwellen langsamer. Wie fühlt sich wach sein eigentlich an? Der Atem geht zügig. Du spürst deinen Herzschlag? Gleich kommt der Atem ein wenig verzögert. Vor dem nächsten Atemzug machst du eine kleine Pause. Da geschieht nichts. Noch bist du mit dem Einatmen wach. In der Wachheit gibt dein Verstand noch mal alles. „Habe ich an alles gedacht?“ „Bin ich für morgen vorbereitet?“ Kann ich es mir erlauben, jetzt loszulassen?“ Dein Verstand möchte jeden Augenblick ausnutzen. Jeden Moment, indem die Augen noch geöffnet sind und Impulse in dir hereinlassen können. Du sitzt auf deiner Bettkante und schließt jetzt die Augen im Sitzen. Und schon bist du nicht mehr ganz so wach. Von Sekunde zu Sekunde wirst du schlafender. Im nächsten Augenblick, wenn du liegst, wird der Zustand kippen. Immer weniger wachend und immer mehr schlafend.
Wie erlebst du diesen Wechsel? Sehnst du dem Schlaf entgegen und nimmst ihn freudig an? Oder wehrst du dich? Du bleibst lieber wach und behältst die Kontrolle! Lege deine Hand auf dein Herz und spüre, wie wachsam es ist. Es wird über dich wachen, auch wenn du schläfst.
Und am Morgen, wenn du aufwachst, bleib noch für einen kleinen Moment liegen und nimm den Bewusstseinszustand der letzten Atemzüge des Schlafes mit. Die Traumfetzen oder was immer es ist. Bewahre dir den „Rest“ des Schlafes und setze dich auf die Bettkante. Du bist nicht mehr schlafend und auch noch nicht ganz wach. Wo zieht es dich jetzt hin? Zurück zum Schlaf oder hin zu mehr Wach sein. Was ist unterschiedlich am Übergang vom Wachsein zum Schlaf und vom Schlaf zum Wachsein? Und wie verbindet sich das wieder miteinander. Du sitzt also am Morgen auf der Bettkante und wirst dir bewusst, dass du zu mindestens zwei Welten gehörst. Der wachen und der schlafenden!
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Freitag, 7. Dezember 2018

Der 7. Tag im Advent: Angezogen und nackt


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Der 7. Tag im Advent: Angezogen und nackt

Du sitzt auf der Bettkarte und warst eben noch angezogen. Im Winter bestimmt angezogener als im Sommer. Wenn du dich ausgezogen hast könntest du dich für einen Moment nackt auf die Bettkante setzen und diese Nacktheit spüren. Das bist du ohne Kleidung. So fühlt es sich an! Werde dir des Unterschiedes bewusst. Angezogen und jetzt nackt. Ist es unangenehm oder befreiend. Wie schnell taucht der Wunsch auf, etwas anzuziehen und unter die Decke zu kriechen. Wer könnte dich jetzt nackt sehen und dich betrachten und welche Gedanken würden dann bei dir auftauchen.
Wenn du angezogen bist, dann kannst du Stellen deines Körpers verbergen, die du nicht so magst. Du kannst dich „schöner“ machen. Der Blick deiner Mitmenschen richtet sich auf deine schöne Kleidung. So fühlst du dich sicherer. Du bist also ganz „schön“ angezogen und sicher und jetzt bist du nackt. Du hast jetzt die Möglichkeit deine nackte Hand auf deine nackte Brust zu halten und in den direkten Körperkontakt zu gehen mit dir. Kein Stück Stoff, der dich hindert, „schön“ mit dir zu sein.
Du sitzt auf der Bettkante und sitzt dort nackt oder wirst gleich deine Nachtwäsche ablegen. Nackt warst du im Bauch deiner Mutter. Nackt bist du auf die Welt gekommen. Angezogen verbringst du die meiste Zeit deines Lebens. Nackt bist du ursprünglich. Mit dem Ursprung verbunden. Du könntest den Tag nackt beginnen. Nur für diesen Moment bewusst auf der Bettkante. Du kehrst am Anfang des Tages zu deinem Ursprung zurück.
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Donnerstag, 6. Dezember 2018

Der 6. Tag im Advent: Sich geborgen fühlen und einsam sein


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Der 6. Tag im Advent: Sich geborgen fühlen und einsam sein

Du sitzt auf deiner Bettkante in deinem Nachtoutfit und spürst ein wenig Kälte in dir und um dich herum. Jetzt einen wärmenden Körper an deiner Seite! Einen Menschen, an dem du dich anschmiegen kannst. Gibt es da ein Bedürfnis? Eines, das tagsüber gar nicht so auftaucht, weil du gut beschäftigt bist. Vielleicht bist du ja auch satt an Geborgenheit, weil es genug Nähe gab. Vielleicht bist du aber auch gar nicht so bedürftig und sitzt auf deiner Bettkante in einer Art von Neutralität. Du sitzt auf deiner Bettkante und spürst dem einfach mal nach. Dein Körper könnte sich erinnern an die Zeiten, wo du ein Baby warst. Deine Mutter hat dich zur Nacht weggelegt. Die Wärme ihres Körpers eingetauscht gegen die hoffentlich warme Decke der Nacht. Fühlst du dich geborgen oder eher unbehaust? Wenn du dich hinlegst wirst du möglicherweise in ein Alleinsein mit dir abtauchen. Wird es dir das Einschlafen erschweren? Oder kannst du dir vorstellen, dass das Alleinsein ein „mit allem Einssein“ werden kann!  Wenn du die Hand auf dein Herz legst erschaffst du dir einen Moment der Geborgenheit. Deine Hand mit deinem Herzen.
Und am Morgen wirst du wieder auf der Bettkante sitzen. Die Wärme deiner Decke spürst du noch auf deiner Haut. Dann nimmt diese Wärme ab und der kalte Raum umgibt dich. Wie fühlt es sich jetzt in dir an? Geborgen oder doch eher einsam? Was sagt der Verstand und was dein Körper? Gibt es eine Ambivalenz? Ein sowohl als auch? Gibt es einen Unterschied zum Abend davor, als du das letzte mal auf der Bettkante saßest. Wie satt bist du jetzt oder wie bedürftig? Verbinde dich mit dir und halte deine Hand auf dein Herz. 
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Mittwoch, 5. Dezember 2018

Der 5. Tag im Advent: Von Dunkel und Licht


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Der 5. Tag im Advent: Von Dunkel und Licht

Du sitzt auf deiner Bettkante und nimmst die letzten Strahlen des elektrischen Lichtes wahr. Gleich, wenn du liegst, wirst du das Licht löschen und die Augen schließen. Die Welt um dich herum wird dunkel und du verstärkst das Gefühl durch das Schließen deiner Augen. Aber jetzt sitzt du da und siehst. Schau dich für einen Moment um. Aber nicht zu lange. Sonst wirst du dir zu viele Gedanken machen. Das Auge sieht etwas. Der Verstand sucht etwas und fängt gleich an zu arbeiten. Der Verstand braucht am Abend eine reizarme Umgebung. Sonst kann er nicht abschalten. Die Dunkelheit gibt dem Verstand die Erlaubnis, ruhiger zu werden.
Du sitzt auf der Bettkannte und nimmst Licht und Dunkel war. Auch das elektrische Licht kann nicht verhindern, dass es dunkle Bereiche im Schlafzimmer gibt. Wie lichtempfindlich bist du? Welche Gefühle tauchen auf, wenn du ins Dunkel abtauchst? Denke nicht darüber nach sondern lass die beiden Erfahrungen für einen Moment auf dich einwirken. Du wirst dich gleich hinlegen und ins Dunkel abtauchen. Und morgen früh machst du die umgekehrte Erfahrung. Du tauchst aus dem Dunkel auf und hinein in das Licht. Nimm wahr, ob deine Augen den Wechsel mögen. Endlich Tag? Oder schade vorbei mit der Nacht? 
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Dienstag, 4. Dezember 2018

Der 4. Tag im Advent: Von Wärme und Kälte


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Der 4. Tag im Advent: Von Wärme und Kälte

Bevor du dich auf deine Bettkante setzt ziehst du dich um. Du ziehst deine Alltagskleidung aus und hast für einen Moment weniger an. Vielleicht bist du auch nackt für eine Zeit. Und je nach Jahreszeit spürst du den Wechsel von Wärme und Kälte. Die Kleidung des Tages hat dich gewärmt und nun spürst du vielleicht die Kälte auf deiner Haut. Dir fröstelt womöglich. Gleich wirst du dich hinlegen und mit deinem Körper dein Bett wärmen und auf Temperatur bringen. Für ein paar Minuten gibt es einen Unterschied. Du erlebst im schnellen Wechsel Wärme und Kälte. Was findest du angenehmer? Wenn du auf deiner Bettkante sitzt dann spüre mal deinen Körper in diese Richtung ab. Wo ist es warm und wo ist es kalt? Ist es angenehm für dich oder eher unangenehm?
Du kannst dich verbinden mit allem, was dich wärmt und was dir erfrischende Kühle gibt. Du kannst dich verbinden damit, dass du ein abhängiges Wesen bist. Du brauchst Kleidung und körperliche Nähe. Und wenn du am Morgen aufwachst erlebst du wieder diesen Temperaturunterschied. Setz dich am Morgen auf die Bettkante und spüre nach, wie du bettwarm die Kühle des Schlafzimmers spürst. Gleich ziehst du dich wieder aus und bist nackt und dann ziehst du dich wieder an. Lege die Hand auf dein Herz und spüre die Wärme deiner Hand auf der Haut. Du kannst dich selber wärmen und für dich sorgen. 
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Montag, 3. Dezember 2018

Der 3. Tag im Advent: Mein Lieblingsmensch


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Der 3. Tag im Advent: Mein Lieblingsmensch

Wenn ich dich nach deinem Lieblingsmenschen frage wirst du schnell auf deine Lebenspartnerin oder deinen Partner kommen oder auf deine Kinder oder deine Eltern oder einen Freund. Heute möchte ich dich einladen, dass du dir vorstellst, dass du dein Lieblingsmensch bist. Lege einen Handspiegel auf dein Nachttischschränkchen und wenn du auf der Bettkante sitzt schau in den Spiegel. Dort siehst du deinen Lieblingsmenschen. Schau ihn voller Zärtlichkeit an und sei gut mit ihm. Sag ihm einfach nur: „Du bist mein Lieblingsmensch.“ Spüre in dich hinein, was dann in dir geschieht. Fühlst du dich wohl dabei? Ist das ungewohnt? Wirst du dich vielleicht scheuen, das wirklich zu machen? Vor allem, wenn du dein Zimmer mit einem anderen Menschen teilst? Noch liest du ja diesen Text und du sitzt nicht auf der Bettkante. Du bereitest dich auf diesen Moment jetzt gedanklich vor. Heute Abend wirst du dort sitzen und dich selber treffen.
Und am nächsten Morgen schaust du wieder in deinen Handspiegel. Vielleicht siehst du dich sonst im Bad an und magst dich nicht leiden, weil du so verknautscht und zerzaust aussiehst. Morgen aber wirst du in den Spiegel schauen und triffst wieder deinen Lieblingsmenschen. Werde dir bewusst, dass dieser Mensch dich den nächsten Tag begleiten wird. Lächle ihm freundlich zu: „Hey, du bist mein Lieblingsmensch!“ Dann legst du die Hand aufs Herz und nickst dir freundlich zu. 
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Sonntag, 2. Dezember 2018

Der 2. Tag im Advent: Das spüre ich jetzt


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Der 2. Tag im Advent: Das spüre ich jetzt

Heute möchte ich dich einladen, dass du dich vor dem Einschlafen auf die Bettkante setzt und in deinen Körper hineinspürst. Fühlst du Leichte oder Schwere? Erschöpfung oder Vitalität? Signalisiert dein Körper irgendwo Unbehagen, Druck oder gar Schmerz? Sei mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei deinem Körper und gib ihm deine liebevolle Aufmerksamkeit. Leg deine Hand an die Stellen, wo dein Körper eine Berührung mag. Sei nur dabei und überlass dich deinem Körper.
Am Morgen setzt du dich wieder auf die Bettkante und spürst in deinen Körper hinein. Fühlt es sich ausgeruht an? Sind alle Körperteile entspannt? Was sagen deine inneren Organe? Fühl dich einfach hinein. Schenke dir einen Moment des Daseins mit deinem erwachenden Körper. Stehst du sonst vielleicht zu plötzlich und schnell auf und dein Körper signalisiert Protest? Fühlt sich dein Körper am Morgen mit dir wohl? Auf der Bettkante wirst du schnell herausbekommen. Lege deine Hand auf dein Herz und bedanke dich.
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Samstag, 1. Dezember 2018

Der 1. Tag im Advent: Meine Übergänge

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Der 1. Tag im Advent: Meine Übergänge

Wenn du auf der Bettkante sitzt wird dir vielleicht bewusst, dass es ein Übergang ist. Du sitzt dort nicht stundenlang herum. Du wirst aufstehen oder dich hinlegen. Du sitzt jetzt nicht wie auf einem Stuhl um in dieser Haltung etwas zu erledigen. Du verabschiedest dich vom Tag und begibst dich in die Vorbereitung für die Nacht. Du wechselst den Modus. Dein Betriebssystem. Du gibst deinem ganzen Körper das Signal, dass es gleich so weit ist. Normalerweise denkst du gar nicht darüber nach. Du machst es einfach.
Heute wirst du auf der Bettkante sitzen und bewusst den Tag hinter dir lassen und dich auf die Nacht einstimmen. Du dankst deinen Körperzellen und deinen Kreislaufsystemen für den Dienst, den sie dir erwiesen haben und verabschiedest dich. Du bittest deinen Körper, jetzt wirklich loszulassen, damit dein Körper die Ruhe genießen kann. Auch dein Geist darf sich ausruhen. Der tut sich manchmal schwer damit. Er will unbedingt noch ein Problem bedenken und wehrt sich gerne gegen den Schlaf und die Gedankenstille. Bitte ihn freundlich um deine Unterstützung. Sage ihm, dass du ihm morgen gerne wieder zuhören wirst.
Am Morgen wenn du aufwachst machst du den Prozess wieder. Nur dieses mal umgekehrt. Du dankst für die Ruhe der Nacht. Für die Unterstützung deines Verstandes und bittest den Körper um Unterstützung für den Tag. Du könntest für diese beiden „Bettkantensitzungen“ ein Ritual verwenden indem du eine Hand auf dein Herz legst und dich leicht verneigst. Danke! 
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