Samstag, 30. November 2013

Hetz dich nicht ab!

Das wünschen sich viele Menschen im Advent: Zeit und Ruhe, in sich gehen, mal ein gutes Buch lesen, gemütlich beim Kerzenlicht sitzen, ein gutes Gespräch mit einem lieben Freund, ein besinnliches Konzert besuchen und die Seele baumeln lassen.
Das ist die Realität vieler Menschen im Advent: Weihnachtsmärkte besuchen, Geschenke kaufen, Aufgaben vor dem Jahresschluss erledigen, Familienstress aushalten, Weihnachtsessen mit dem Betrieb, Weihnachtsfeier mit dem Verein, Kinder kutschieren und ein voller Terminkalender.

Ein ägyptisches Wort sagt: Wer sich abhetzt, wird nie Vollkommenheit erlangen. Dazu gehören Ruhe und Stille.

Die meisten Menschen werden es nicht verhindern können, den einen oder anderen auch schönen Termin zusätzlich zu haben. Aber du kannst zu deinen Feiern gelassen hingehen und mit Ruhe dort sitzen. Du lässt dich in deiner Arbeit nicht antreiben vom inneren Unruhestifter. Du nimmst dir vor, im Advent vollkommener zu werden. Vollkommener zu sein in deiner Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst. Vollkommener zu werden, barmherzig mit deiner Unfähigkeit umzugehen, deine Termine gut zu koordinieren. Vollkommener zu werden, all deine Unzulänglichkeiten zu akzeptieren und dabei der glücklichste Mensch der Welt zu sein. Ich wünsche dir einen gesegneten Advent.

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Freitag, 29. November 2013

Die wahre Armut

Der Papst nimmt die Armut neu in den Blick. Die gelebte Armut war immer ein wichtiger Aspekt in der Kirche. "Selig die Armen, denn Ihnen gehört das Himmelreich", sagt Jesus in der Bergpredigt. Wir sollen mit den Armen solidarisch sein.
Auf zwei Dinge möchte ich gerne hinweisen. Die Armut an sich ist eigentlich kein Ziel. Wir sind von Gott reich beschenkt. Wir dürfen im Reichtum seiner Schöpfung leben. Das Ziel heißt also eher, dass alle Menschen in Solidarität und Geschwisterlichkeit den Weg zum Reichtum und Teilen der Schöpfung finden. Der "Schöpfer" hat die Schöpfung überquellend angelegt und nicht sparsam oder arm!
Der zweite Hinweis verbirgt sich im Wort "Armut". Wortwörtlich steckt darin "Der Mut in den Armen." Die Arme sind die körperliche Verlängerung und Umsetzung des Herzens und des Herzraumes. Im Herzen entsteht der Mut. Dieser Mut wird von den Armen aufgenommen und in die Tat umgesetzt. Wahre "Armut" besteht also darin, beherzt und mutig den inneren Impulsen zu folgen und seine "Berufung" in die Tat umzusetzen. Die "Armen" haben den "Mut" und die Kraft verloren und brauchen vorübergehend Energie, Kraft und Liebe von außen durch unsere menschliche Solidarität. Das Ziel heißt jedoch  Hilfe zur Selbsthilfe.
Es wäre fatal, das "Arm sein" an sich zu glorifizieren. Auf bestimmter Ebene war Jesus auch nicht arm. Er hatte Freunde, er war in starker Liebe mit Gott verbunden, er lebte seine Berufung und hatte "Mut in den Armen", indem er mit seinen Händen und der Energie des Herzens heilen konnte. In diesem Sinne wünsche ich dir diese "Armut, die aus dem Herzen kommt."

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Donnerstag, 28. November 2013

Schon gehört von Else?

Bei David Servan-Schreiber lese ich im Buch "Die Neue Medizin der Emotionen" einen hilfreichen Text, wenn jemand zu dir kommt mit einem stressauslösenden Erlebnis. Um sich die Schritte zu merken, nennt er sie "Else". Voran geht die Frage:
"Was ist passiert?" Du lässt den Menschen drei Minuten ungestört reden und du hörst aufmerksam zu ohne zu unterbrechen. Drei Minuten reichen aus, dann unterbrichst du.








Dann kommen die vier Schritte.
Schritt 1 steht für die Frage nach E = Emotion: Was hast du dabei empfunden, gefühlt? Im Erzählen des Gefühlten bist du mitten bei den Belastungen.

Schritt 2 steht für die Frage nach L = "Lass mich das Schwierigste wissen." Du weißt nicht, was dein Gegenüber am stärksten belastet. So kommt ihr auf die Spur, den Gipfel des Erlebten ausmacht.

Schritt 3 steht für S = "Was hilft dir am meisten, standzuhalten?" Damit sprichst du die Ressourcen deines Gegenübers an. Welche Stärke hilft, genau in dieser Situation wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Schritt 4 steht für E = Empathie. Du drückst deinem Gegenüber dein Mitempfinden aus und teilst für einen Augenblick die Last mit dem Anderen.

Viel Freude und Erfolg bei deinen nächsten hilfreichen Gesprächen.

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Mittwoch, 27. November 2013

Das Wunderbare sehen!

Wartest du auf ein Wunder? Das Wunder, dass du einmal ganz reich und einmal ganz glücklich sein wirst? Eines Tages? Wartest du auf das Wunder, dass dein Traumprinz vor dir steht und schon eine Ewigkeit auf dich gewartet hat? Wartest du auf das Wunder, dem du nachspürst, wenn du du dich in einen Roman vertiefst und verlierst?
Pearl S. Buck meint sagt: "Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." Wenn du die Erfüllung eines Wunders in der Zukunft siehst, dann bist du nicht mehr da in deinem Körper und deinem Geist. Dann bist du schon aus dir ausgewandert in das Land deiner Phantasie. So kann es geschehen, dass das kleine Wunder um Hier und Jetzt gar keine Chance hat, dich zu erreichen. Da gibt es den Vogel draußen auf dem Baum, der dich mit seiner Lebensfreude anstecken kann. Da gibt es den Sonnenstrahl, der deine Haut gerade jetzt erwärmt. Da genießt du die erste Tasse heißen Kaffee am frühen Morgen. Dir wird bewusst, dass du ein Dach über dem Kopf und eine warme Stube hast. Es gibt so viele Alltäglichkeiten, die das Wunder bergen. Wohin lenkst du deine Aufmerksamkeit? In die ferne Zukunft oder in die Gegenwart? Bist du noch da? Wo bist du gerade? Was nimmst du jetzt in diesem Augenblick wahr, wo du diese Zeilen liest.
Ich gestehe dir, manchmal versinke ich auch in meine großen Zukunftswunder. Doch jetzt, in diesem Augenblick bin ich bei dir. Du liest meine Zeilen und mein Herz wird weit.

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Dienstag, 26. November 2013

Ein spezieller Männerparkplatz

Frauenparkplätze kennt jeder, aber Männerparkplätze? Damit meine ich keinen Autoparkplatz. Dann würde ich sagen Männerautoparkplatz. Ich spreche von Plätzen, an denen du als Mann wirklich selbst körperlich parken kannst. Wenn ich mit Susanne in die Damenabteilung eines Modegeschäftes gehe, dann steuere ich gerne die Sitzgruppe vor der Umkleide an.
Ein oder zwei Gänge durch ein solches Geschäft begleite ich ja noch gerne. Aber irgendwann kommt es unweigerlich zu Ermüdungserscheinungen. Das Maß der Sichtung von Blusen, Hosen und Schuhen ist irgendwann erreicht und ich beginne zu quengeln. Inzwischen habe ich jedoch entdeckt, dass es in den meisten Modegeschäften tatsächlich eine Sitzabteilung gibt - die ist nicht für die Frauen gedacht! Die Frauen mäandern ja an den Regalen vorbei, befühlen mit den Händen die Stoffe und halten hier etwas vor dem Körper an und drapieren da etwas. Die Polstergarnitur ist extra für die begleitenden Männer gemacht, davon bin ich überzeugt. Den letzten Hinweis, der mir das bestätigte, fand ich im letzten Modeladen, den ich besuchte. Auf dem Beistelltisch lagen zwei ADAC Zeitschriften. Was macht eine solche Zeitschrift neben einem Sessel in einer Damenabteilung? Eindeutig! Ich muss nicht länger in einer Wartehaltung dort sitzen und Däumchen drehen, sondern ich bekomme auch noch Lesestoff. So lässt sich das Einkaufen aushalten, oder?
Leider gab es in dem entsprechenden Modeladen nur diese ADAC Zeitschriften. Spiegel, Stern oder Focus könnten das Repertoire noch gut erweitern. Ich stelle mir vor, dass ich demnächst einen Parkplatzführer für Männer herausgeben werde mit Sternevergabe für Qualität und Aufmerksamkeit.

Liebe Boutiquenbesitzerinnen und Menschen aus der Modebranche: Ich hätte da einen bescheidenen Wunsch. Vielleicht achten Sie einmal auf Ihre manchmal lieblos ausgestatteten Männerparkplätze mit durchgesessenen Möbeln und schaffen Sie eine Qualitätsteigerung durch das Angebot von Kaffee und Mineralwasser. Ein kleiner Snack wäre auch schön und eine Möglichkeit, die geplagten Füße hochzulegen würde mein Wohlbefinden um einiges steigern. Denken Sie daran: Zufriedene Ehemänner bewirken entspannte Ehefrauen. Entspannte Ehefrauen kaufen schon mal ein kleines Teilchen mehr ein, oder?

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Montag, 25. November 2013

Beim Ideenbäcker

Mein Spaziergang heute führte mich an einer Bäckerei vorbei. Über dem Eingang stand in großen Lettern: "Ideenbäcker". Das war mir bislang noch gar nicht aufgefallen. Ich war schon öfter in dem Laden. Er unterscheidet sich nicht von den anderen Bäckereien. Dort gibt es wie überall Brot, Brötchen, Kuchen und Gebäck. Das Wort "Ideenbäcker" suggeriert jedoch, dass das Brot von diesem Bäcker sich unterscheidet von allen anderen Broten dieser Stadt. Wird mir ein besonders ideenreiches Brot versprochen? Bei den vielen Bäckereien, die es in den Innenstädten gibt, muss man sich wohl auch durch besondere Werbemerkmale hervortun.
Beim Weitergehen komme ich ins Nachdenken. Dieser Bäcker backt laut Selbstaussage kein Brot, sondern Ideen. Wie macht er das wohl? Aus welchem Material besteht ein Ideenteig und bei welcher Temperatur wird er wie lange gebacken? Bislang konnte ich in den Auslagen dort noch keine gebackenen Ideen entdecken geschweige denn kaufen. "Ich hätte gerne ein Kilogramm gebackene Ideen!" Ich stelle mir aber vor, sie existieren tatsächlich: Die gebackenen Ideen! Ich esse einige von diesen Ideen und bin dann voller Inspiration und Energie. Ein Bäcker, der dies könnte, wäre vermutlich ein Millionär.
Ich traue mich nicht, in der Bäckerei nach den Ideenbackwaren zu fragen aus Angst, die Verkäuferinnen zu überfordern oder für verrückt angesehen zu werden. Mir ist ja klar, dass das nur ein Werbegag ist. Was ich davon mitnehme ist folgendes: Jeder von uns kann irgendetwas besonders gut. Wenn du das Deine mit ganzem Herzen machst wachsen dir zugleich immer wieder neue Ideen und Inspirationen zu. Auch du bist ein Ideenbäcker und lebst aus der Quelle des großen "Ideenbäckers", den wir Gott nennen.

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Sonntag, 24. November 2013

Das Geheimnis des Lebens!



Kennst du das Geheimnis des Lebens? Stelle ich jemanden diese Frage erlebe ich es häufig, dass derjenige oder diejenige sich aufrichtet, die Augen weit öffnet und sehnsüchtig das Geheimnis von mir erfahren möchte. Möchtest du das Geheimnis des Lebens kennenlernen oder kennst du es schon? Folgendes habe ich im Sommer erlebt.
Ich war im Milton Erickson Institut in Heidelberg und habe bei dem amerikanischen Psychotherapeuten Fred Gallo die Grundlagen der energetischen Psychotherapie gelernt. Das funktioniert im Prinzip so, dass alle Gefühle und Emotionen sich in unseren Meridianen wiederspiegeln. So wie die Akupunktur z.B. bei Schmerzen wirkt, kann man an bestimmten Stellen den Körper beklopfen, und der emotionale Stress reduziert sich. Das kann besonders heilsam sein bei Angstzuständen und Sorgen. Wer Lust hat, etwas mehr dazu zu erfahren, ist am 8. November herzlich eingeladen.  Ich schweife ab und komme jetzt wieder zum Geheimnis des Lebens. Kurz vor Ende der Ausbildung stellte uns Fred diese Frage: Do you know the secret of life? Wir schauten ihn alle mit großen und erwartungsvollen Augen an. Doch er lüftete das Geheimnis nicht, sondern bat zwei TeilnehmerInnen um Mithilfe. Sie sollten ein kleines Rollenspiel machen. Eine ist Therapeutin und die Andere ist die schlimmste Klientin, die man sich vorstellen kann. Wir sollten bei unserer therapeutischen Arbeit unterstützt werden bei Klienten, denen kaum zu helfen ist. Also saßen sich Therapeutin und Klientin im Gespräch gegenüber.
Klientin: Was Sie mir gesagt haben, hat überhaupt nicht geholfen, mir geht es so schlecht wie immer. Eigentlich geht es mir jetzt noch schlechter.
Therapeutin: Ach, das ist aber schade, erzählen Sie doch mal von letzter Woche.
Klientin: Ach, da gibt es nichts zu erzählen, es war einfach nur schlimm. (Klientin hängt im Stuhl und muss fast gestützt werden.)
Fred Gallo macht jetzt bei der Therapeutin den Muskeltest. Dazu streckt die T. den Arm aus und Fred drückt den Arm nach unten. Noch ist die Therapeutin stark und sie kann dagegen halten. Fred drückt den Arm der Klientin nach unten und die Klientin lässt den Arm sinken. Therapeutin und Klientin reden weiter miteinander, sofern man das als Gespräch bezeichnen kann. Nach ungefähr zwei Minuten testet Fred Gallo erneut die Therapeutin und was geschieht? Die Therapeutin hat keine Energie mehr und der Arm sinkt, bei der Klientin auch. Eine depressive Klientin kann einen Therapeuten also völlig aus der Energie bringen.
Jetzt fragt Fred Gallo die Therapeutin und uns nach dem Geheimnis des Lebens. Er verlässt mit ihr den Raum und kommt nach zwei Minuten wieder. Die Therapie setzt sich fort mit einer unveränderten Klientin, die ständig jammert und einer Therapeutin, die sich scheinbar vergeblich abmüht. Fred Gallo testet wieder den Arm der Therapeutin und der Arm reagiert stark, ihr geht es gut. Die Klientin reagiert schwach, ihr geht es schlecht. Wieder einen kurzen Zeitraum später geschieht ein Wunder. Im Gespräch hat sich nichts verändert, aber plötzlich reagiert die Klientin auf den Armtest hin stark. D.h. der Klientin geht es besser. Warum geht es ihr auf einmal besser? Die Lösung ist denkbar einfach: die Therapeuten kennt das Geheimnis des Lebens!
Habe ich dich jetzt neugierig gemacht? Jedes Mal, wenn ich die Frage stelle, überlege ich, ob ich die Antwort verraten soll. Ich werde dich jetzt vielleicht enttäuschen. Jetzt in diesem Augenblick werde ich das Geheimnis nicht lüften. Aber so viel schon jetzt: du musst die Antwort gar nicht wissen. Es reicht aus, die Antwort wissen zu wollen. Nicht mit dem Kopf, sondern mit allen Fasern deiner Existenz. Wenn du aufmerksam wirst und wenn du dich nach innen ausrichtest, wird sich das Geheimnis des Lebens dir wie von selbst offenbaren.
Als Fred die Frage stellte, wusste ich sofort um die Antwort. Seit vielen Jahren bin ich genau auf der Suche nach einer Antwort darauf: Kennst du das Geheimnis deines Lebens?
Es ist jedoch meine Antwort. Wenn du selber eine Antwort hast, deine Antwort, dann erzähle sie mir und ich verrate dir meine Antwort. Wie viele Geheimnisse mag es geben? Ist es nur Eines oder sind es Viele? Öffne Körper, Geist und Seele und es kommt wie von selbst.
Interessanterweise weiß Jesus um das Geheimnis des Lebens. Er drückt es aus mit den Worten vom „Reich Gottes“. Es ist wie ein Senfkorn, zu Beginn unscheinbar. Es wird jedoch groß und kommt unaufhaltsam. Im Samenkorn ist alles enthalten und es wächst im Griechischen: „automatä“ – automatisch. 

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Samstag, 23. November 2013

Impuls zur Liebe

Suche so oft wie möglich nach dem, was verbindet und achte darauf, nicht das Trennende wahrzunehmen.
Jeder Mensch kann sich weiter entwickeln. Du selbst und auch alle anderen.
Auch der, den du nicht liebst, ist ein Kind Gottes und wird von ihm geliebt.
Die Liebe wird dir helfen, fehlerfreundlich zu werden und "gnädiger" mit dir selbst umzugehen.

Wenn du dich nur noch auf die Liebe konzentrierst, wird sich dein Leben radikal verändern.
Entscheide dich jetzt dazu, mit aller Kraft zu lieben, dich selbst und die Menschen, mit denen du zusammenlebst, die ganze Schöpfung und vor allem diejenigen, die du eigentlich nicht magst. 

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Freitag, 22. November 2013

Sei stolz, du hast es geschafft!

Teilst du mit mir folgende Erfahrung? Vor dir liegt eine Aufgabe. In diesem Zusammenhang jetzt ist es egal, welche. Du packst diese Aufgabe an, indem du kreativ bist, planst, nachdenkst und Herzblut hineinlegst. Du setzt diese Aufgabe in die Praxis um, mal im Flow und mal in mühsamen Schritten. Dann kommt der Moment, wo du staunend davor stehst und dich freust über die Idee, die Umsetzung und das Ergebnis. Du bist voller innerer Freude und Dankbarkeit.
Dann kommt da ein "Jemand" daher, ein Familienmitglied, eine Freundin, ein Arbeitskollege oder eine Fremde und sagt zu dir: "Das hätte ich an deiner Stelle aber ganz anders gemacht!" Im Bruchteil einer Sekunde fällst du in dir zusammen. Deine Arbeit wird zunichte gemacht. Du fängst an, die Fehler und Mängel wahrzunehmen und am Ende bleibt die Enttäuschung. Manchmal gelingt es dir Gott sei Dank, dich wieder aufzurichten und dir zu sagen: "Diese dumme Kuh, die soll mal selber ihre eigenen Dinge hinbekommen!"
Ich finde es wichtig, dass du würdigst, was du geschaffen hast. Es gibt immer etwas, für das dir Anerkennung aussprechen kannst. Schau dir dein Werk an und sage dir innerlich und auch im Außen: Das habe ich geschafft! Betone es mehrfach indem du sagst: Das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft!
Die Welt wäre um einiges freundlicher, wenn Eltern zu ihren Kindern sagen: Wow, das hast du geschafft! Wenn Arbeitgeber zu ihren Angestellten sagen: Ja, das hast du geschafft.
Das Bewusstsein dessen, dass wir etwas geschafft haben ist die Energiequelle für das nächste Projekt. Wenn ich das Eine geschafft haben, schaffe ich auch das Nächste.

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Donnerstag, 21. November 2013

Ein waches Herz für die kleinen Dinge!

Damals kämpften die Israeliten gegen die übermächtigen Philister. Ein Zweikampf gegen Goliath sollte alles entscheiden. Jeder kennt die Geschichte, wie David den Goliath besiegte mit seiner Steinschleuder. Der Stein brachte die Wende. Wie wäre die Geschichte der Israeliten verlaufen ohne David und seine Steinschleuder? Der Stein wurde zum Zeichen und Symbol, der den Wandel brachte von Resignation zu Zuversicht und Hoffnung.
Ich habe festgestellt, dass viele Menschen im übertragenen Sinne auch "ihren" Wendestein im Leben erfuhren. Da kam der Brief mit der Zusage für eine lebenslange Berufsanstellung. Da gab es ein Erschrecken bei einem Beinahe- Unfall, das Wachwerden und die Dankbarkeit dafür, dass das Leben noch eine neue Chance gab. Da gibt es die Frau, die bei einer Party, zu der sie gar nicht gehen wollte, den Mann ihres Lebens fand. Da bekommt das Kind nach einer Kette von Misserfolgen in der Schule endlich einen Lehrer, der genau der richtige Begleiter ist.
Kannst du den "Wendestein" deines Lebens benennen? Gibt es vielleicht sogar mehrere davon?  Oder wartest du noch darauf? Wie kann ein solcher Stein in dein Leben kommen?
Ich glaube, dass diese Steine, die die Wende bringen, ständig in unserem Leben auftauchen. Wir erkennen sie nur oft nicht, weil wir nicht aufmerksam genug sind für die uns zugedachten Zeichen am Weg. So wünsche ich dir offene Augen und ein wachsames Herz für das Kleine und Unscheinbare, dass deinem Leben die positive Wendung gibt.

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Mittwoch, 20. November 2013

Aus einem Strohhalm wird ein Vogelnest



(Lebensweisheit der Ovambo)
Manchmal weiß der Strohhalm gar nicht, wozu er gut zu gebrauchen ist. Es ist wie ein Wunder. Ein trockener Strohhalm wird zum wichtigen  Bestandteil eines Vogelnestes. Ja, so ist es. Jede und jeder dient mit dem, was sie oder er kann und einbringen mag. Viele Halme ergeben ein Vogelnest. Jede Gemeinschaft, jede Familie, jede Gruppe kannst du vergleichen mit einem Vogelnest. Du bist mit anderen Menschen verwoben und verschränkt. Manchmal fühlt es sich glatt und wohlig an, an manchen Stellen aber auch piekt es. Stell dir vor, du wärest ein Strohhalm und jeder ignoriert dich. Du bist für niemanden wichtig. Du liegst irgendwo herum und kommst dir überflüssig und nutzlos vor. Da finde ich ein piekendes Nest allemal attraktiver.
Wünschst du dir einen Platz zum Entfalten und Wohlfühlen? Leider sieht die Wirklichkeit manchmal anders aus. Es gibt diese Strohhalme, die scheinbar zu keinem Nest gehören. Da entsteht Mangel und es fehlen die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Interessanterweise passt in jedes Vogelnest noch ein Strohhalm hinein.
Vielleicht kannst du jemanden in dein Nest einladen. Oder du fragst mal nach, wenn du auf der Suche bist. Oder du suchst dir ein neues Nest, wenn deine Nester dich nicht mehr nähren. Oder du wirst wie in dem Sprichwort der Anfang eines neuen Nestes! 

Dienstag, 19. November 2013

Das Herz sieht weiter als...

So lautet ein Spruch aus Zentralafrika: "Das Herz sieht weiter als das Auge." Exupery sagt es ähnlich: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Manche Sprüche sagen wir inzwischen so leicht dahin. Hast du es schon mal probiert, mit dem Herzen zu sehen?
Wenn du deine Augen öffnest, dann nimmst du die Gegenstände um dich herum wahr. Du siehst Bäume, Häuser, Straßen und Menschen. Bei einer Fata Morgana siehst du auch etwas, aber deine Augen täuschen dich. Das, was du siehst, ist gar nicht vorhanden, zumindest nicht vor deinen Augen. Deine Augen sagen dir: Da ist etwas, ich kann es genau erkennen. Das gibt dir ein Gefühl von Sicherheit. Ja, da ist ein Baum. Und wenn du hingehst und ihn anfasst, bekommst du deine Bestätigung. Auch deine Hände teilen dir mit: Ja, das ist wirklich ein Baum.
Wenn da nur nicht die optischen Täuschungen wären? Wiegen deine Augen dich nur in Sicherheit? Ist da in Wirklichkeit vielleicht gar nichts? Die Augen gaukeln dir Sicherheit vor. Deine Augen können vor allem nur bis zum Horizont sehen. Sie sehen einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit.
Wenn du deine Augen schließt, dann siehst du noch immer! Du siehst mit deinem Bewusstsein die ganze Welt, den Mond, die Sterne, die Planeten, alle Menschen und alle Tiere auf der Welt. Mit den "Augen des Herzens" kannst weiter sehen als das Auge. Mit den "Augen des Herzens" kannst du dich verbinden mit allen Menschen, die du liebst und die dich lieben. Mit dem Herzen kannst du eine tiefere Schicht der Wirklichkeit "sehen" und wahrnehmen.
Normalerweise sind wir mit unserer Wahrnehmung im Kopf, dort wo die Augen sitzen in der Nähe unseres Verstandes. Wir nehmen die Dinge von dieser Stelle oben im Kopf aus wahr. Du könntest dir jetzt vorstellen, wie diese inneren Augen nach unten wandern in die Herzgegend. Jetzt nimm einmal alles von dieser Position aus wahr. Das geht nicht mit den leiblichen Augen, sondern nur mit den Herzensaugen. Von dort aus wird die Welt auf einmal viel größer und weiter.
Die Bibel erzählt uns, dass Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Vielleicht ist die Sichtweise vom Herzen her die Art, wie Gott wahrnimmt und sieht. Wir können es ihm gleich machen. Oft sind wir leider die wenigen, aber entscheidenden Zentimeter vom Herzen entfernt im Kopf bei unseren leiblichen Augen.
Manchmal verhindern unsere Augen den Gang zum Weg zum Herzen. Vom Kopf zum Herzen musst du nur rutschen. Vom Herzen zum Kopf hast du einen steilen Weg. Manchmal wundere ich mich über uns Menschen, dass wir uns für den schwereren Weg entscheiden. Also: "Das Herz sieht weiter als unser Auge."

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Montag, 18. November 2013

Sei aufmerksam für die Mogelpackungen

Auf dem Bahnsteig steht auf einer blauben Hinweistafel "Fahrgastinformation". Darunter in einer Laufschrift die Angabe der Uhrzeit. Ich bin irritiert und weiß nicht wieso. Früher stand auf solchen Tafeln einfach nur: Information. Der Fahrgast trat gar nicht in Erscheinung. Als Fahrgast wusste ich ja, dass diese Informationen für mich gedacht sind. Jetzt lese ich es auch noch weiß auf blau: Das sind Informationen für mich, den Fahrgast.
Dann lese ich die Information: Sie beschränkt sich auf die Angabe der Uhrzeit. Ich erfahre also nicht, wann der Zug jetzt genau kommt, ob es für mich einen freien Platz gibt und ob der Zug pünktlich sein Ziel erreicht. Die Informationen sind also eher spärlich. Aber ich bin gemeint, ich der Fahrgast. Es gibt Informationen für mich. Oder geht es gar nicht um Informationen, sondern eher um den Service, eine Fahrgastinformationstafel anzubieten?
Das ist die Irritation! Die Bahn bietet mir als Kunden eine Fahrgastinformationstafel an! Wie wunderbar, das hat mir beim Reisen noch gefehlt! Jetzt stehe ich auf einem verwaisten Bahnsteig, ich kann keinen Beamten oder Schaffner sehen, den ich etwas fragen kann. Es gibt auch keinen Schalter, lediglich einen "Fahrgastautomaten". Aber ich habe eine Informationstafel. Danke für den Service!
Die Taktik ist interessant für das Leben. Wenn du etwas nicht hast, dann kannst du aber dieses, was du nicht hast, werbewirksam inszenieren. So versteckst du dein "Nichthaben", den Mangel. Wenn du Hunger hast, dann hältst du eine Tafel hoch, dass du an sich Pizza toll findest! (Du verschweigst deinen Hunger) Wenn du Arzt bist, dann hängst du ein Schild auf, wo der Patient lesen kann: "Hier schüttelt der Arzt noch persönlich Ihre Hand." (Er verschweigt, dass er aus Zeitgründen nicht mehr für dich tun kann.) Webinare versprechen ein wunderbares Geschenk mit ganz tiefen Erkenntnissen, wenn du einen Button drückst und deine Mailanschrift verrätst. (Das Geschenk entpuppt sich dann als die aufgewärmte Brühe von dem, was du eh schon wusstest.) Deine Seite bei facebook erzählt dir, dass du irrsinnig viele Freunde hast. (Was du dir verschweigst ist, dass du vielleicht nur mit zweien davon redest."
So wird eine "Fahrgastinformation" beim näheren Hinsehen zu dem, was es in Wirklichkeit ist. Ein relativ nutzloses Teil, das immerhin noch den Bahnsteig verziert aber dir kaum Informationen gibt.

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Freitag, 15. November 2013

Ich liebe Familie!

Jetzt habe ich es schwarz auf weiß. Ich gehöre zu einer Autofamilie. Gestern habe ich mit meiner Werkstatt telefoniert, um einen Termin für den Reifenwechsel auszumachen. Der Termin steht und ist fest eingetragen in meinem Terminkalender. Heute bekam ich eine SMS mit der Nachricht: "Sehr geehrter Kunde. Ihr Termin ist am 15.11. um 8.40 Uhr. Wir freuen uns auf Sie. Ihre Autofamilie..." Meine Familie freut sich auf mich, ist das nicht wunderbar?!
Ich bin reich, reich an Familie! Da gibt es meine Herkunftsfamilie, meine Pfarreifamilie, mein "Weiterbildungsclan" und jetzt auch noch meine Autofamilie. Merkwürdig daran ist, ich kenne dort niemanden, nicht einmal die freundliche Frau vom Empfang. Sie gehört wohl auch zu meiner Familie. Morgen werde ich mich vorstellen und nachfragen, wie denn unsere verwandtschaftliche Beziehung so ist. Ich komme mir vor wie der Besuch aus Amerika, der lange verschollen war. Zum Glück besitzt diese Autofamilie ein Zentrum, eine Werkstatt. Morgen werde ich also meine neue und große Familie kennenlernen, meine Autofamilie.
Dabei kommt das Wort "auto" aus dem Griechischen und heißt soviel wie "selbst, persönlich, allein, für sich selbst". Ein Auto fährt also wie von selbst oder allein. Gehöre ich jetzt etwa zu einer Alleinfamilie, und entpuppt sich die Autofamilie als ein großer Schwindel?
Ich habe da so einen Verdacht! Es geht um Service und Kundenbindung. So fürsorglich wie in einer Familie soll es bei meiner Autowerkstatt zugehen. Na denn...
Ich sollte einmal, ob ich noch mehr Verwandtschaft besitze, von der ich bislang nichts ahnte. Da gibt es doch auch noch meine Facebookfamilie, meine Youtubefamilie und weiter Familien warten auf meinen Kontakt. Aus spiritueller Sicht ist sowieso alles miteinander verbunden. Wir sind eine große Menschheitsfamilie. Wir sind alle Geschwister. Der Gedanke gefällt mir, auch ohne Fahrzeug!


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P.s. In ein paar Tagen wird mich meine Autofamilie anrufen und mich fragen, ob ich zufrieden mit ihr bin. Ich stelle mir dabei meine Mutter vor, die mich anruft und mich fragt, ob ich mit ihr zufrieden bin. Diese Frage hat sie mir noch nie gestellt. Ich übrigens auch nicht. Vielleicht kann ich da ja noch von meiner Autofamilie lernen. Wie zufrieden bist du mit deinen "Familien?"

Donnerstag, 14. November 2013

Humorvoller Abgesang auf das Leben!

Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Krätzchen um eine humorvolle Erzählung oder auch Gesangsvortrag innerhalb des rheinischen Humors. Krätzchen sind auch ein Bestandteil des Kölner Karnevals. Ein Münsterländer kann darum von Natur auch kein Krätzchen darbieten, das hat genetischen Gründe, die ich an anderer Stelle einmal näher erläutern will. Wir befinden uns im Auftakt des Karnevals und im Totenmonat November. Was liegt da näher als diese beiden Dinge miteinander kreativ zu verbinden. Das nachfolgende Krätzchen münsterländischer Prägung möge man sich vorstellen als musikalische Darbietung mit Gitarre und zweistimmigem Gesang.



Refrain: Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.

Der Tod kommt leider immer zur falschen Zeit
Zum Sterben ist der Mensch dann noch nicht bereit
Der Einzige der sich darüber freut ist das Bestattungsinstitut
Weil die Beerdigung seinen Geldbeutel füllen tut
Beim Blumenhändler bestellt man einen Trauerkranz
Darauf schreibt man dann: es war schön mit dir Hans
Die meisten schreiben aber lieber: sanft in Frieden ruhe
Was jedoch ungemütlich ist unter der Erde in der Leichentruhe

Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.


Wenn du ans Sterben kommst wird die Familie ganz stille
Und vergessen zu fragen: was ist dein letzter Wille.
Du wartest darauf, dass jemand das Fenster aufmacht
Und deine Seele wird von einem Engel in den Himmel gebracht.
Deine Leiche wird dann in eine fromme Haltung gelegt.
Das dürfen die Angehörigen wenn der Arzt sagt, dass sich da nichts mehr bewegt.

Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.


Der Pastor darf auch noch seinen letzten Segen geben
Und den Angehörigen sagen: er hatte ein so schönes Leben.
Bevor du als Leiche noch erkaltet bist
Verkürzt der Bestatter deine Bettliegefrist.
Auf leisen Sohlen kommt er und holt dich schnell ab
Am Friedhof bestellt er schon mal für dich ein Grab.
Bei der Bestattung kannst du zwischen Sarg und Urne wählen
Entweder muss sich die Leiche mit den Würmern oder dem Feuer quälen.

Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.

Bei der Beerdigung muss der Pastor schöne Worte sagen
Wenn er das nicht tut, geht es ihm an den Kragen
Beim Leichenzug geht der Friedhofswärter voran mit ernstem Gesicht
Da denkt man: auf den Toten wartet das jüngste Gericht
Die Trauergäste unbekümmert über Belangloses schwätzen
Und schon mal anfangen, über den bösen Schwiegersohn zu hetzen
Eine kurze Andacht vor dem Grab und dann sagt man adé
Dann kommt das Wichtigste, der Kuchen und der Kaffee
Ein Loblied auf den Toten und hoch die Tassen
Der Tote wird in seinem Grab alleine gelassen.

Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.

In der Traueranzeige wird dann ein Nachruf geschrieben:
Da steht dann: er wäre gerne noch länger geblieben.
Er ist jetzt aus dem Leben sanft entschlafen
Und ruhet aus in einem uns fremden Hafen.
Die Einen sagen dann: er war ein Optimist
Die anderen sagen: nein er war ein alter Sadist
Wenn du aus dem Grab aufstehen könntest würdest du sagen: das ist alles Mist
Die Hauptsache ist doch, dass man mich nicht vergisst.

Am Ende unseres Lebens steht der bittere Tod
Ans Sterben zu denken bereitet den meisten Menschen große Not.

 p.s. Falls sich genügend Menschen melden über die Kommentarfunktion, wird dieses Lied bei youtube zu hören sein.