Donnerstag, 2. Januar 2014

Sei stolz, du hast es geschafft!


Teilst du mit mir folgende Erfahrung? Vor dir liegt eine Aufgabe. In diesem Zusammenhang jetzt ist es egal, welche. Du packst diese Aufgabe an, indem du kreativ bist, planst, nachdenkst und Herzblut hineinlegst. Du setzt diese Aufgabe in die Praxis um, mal im Flow und mal in mühsamen Schritten. Dann kommt der Moment, wo du staunend davor stehst und dich freust über die Idee, die Umsetzung und das Ergebnis. Du bist voller innerer Freude und Dankbarkeit.
Dann kommt da ein "Jemand" daher, ein Familienmitglied, eine Freundin, ein Arbeitskollege oder eine Fremde und sagt zu dir: "Das hätte ich an deiner Stelle aber ganz anders gemacht!" Im Bruchteil einer Sekunde fällst du in dir zusammen. Deine Arbeit wird zunichte gemacht. Du fängst an, die Fehler und Mängel wahrzunehmen und am Ende bleibt die Enttäuschung. Manchmal gelingt es dir Gott sei Dank, dich wieder aufzurichten und dir zu sagen: "Diese dumme Kuh, die soll mal selber ihre eigenen Dinge hinbekommen!"
Ich finde es wichtig, dass du würdigst, was du geschaffen hast. Es gibt immer etwas, für das dir Anerkennung aussprechen kannst. Schau dir dein Werk an und sage dir innerlich und auch im Außen: Das habe ich geschafft! Betone es mehrfach indem du sagst: Das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft!
Die Welt wäre um einiges freundlicher, wenn Eltern zu ihren Kindern sagen: Wow, das hast du geschafft! Wenn Arbeitgeber zu ihren Angestellten sagen: Ja, das hast du geschafft.
Das Bewusstsein dessen, dass wir etwas geschafft haben ist die Energiequelle für das nächste Projekt. Wenn ich das Eine geschafft haben, schaffe ich auch das Nächste.

www.matthias-koenning.de

Mittwoch, 1. Januar 2014

Geh deinen Weg



Geh deinen Weg

Irischer Segen aus dem Jahre 1692, auch für das neue Jahr
Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.

Steh mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selber nicht auf dabei.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und hör die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.

Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.
Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.

Freu dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.

Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voll Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

Sei du selber - vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt soviel Entzauberung, erträgt soviel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.

Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.

Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.



Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im Übrigen aber sei freundlich und sanft zu dir selbst.

Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht -
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so, wie sie es soll.

Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!


gefunden bei Hermann Multhaupt