Dienstag, 30. April 2013

Die Balance finden in 5 Schritten



Du lebst ständig in Anforderungen, privat oder beruflich. Der Eine will was von dir und die Andere. Das kann schnell zur Überforderung werden.
Von dem amerikanischen Theologen und Therapeuten John Selby gibt es eine Übung, in die Mitte zu kommen und sich zu zentrieren. Diese Methode ist sehr effektiv und hilfreich und kann ich nur empfehlen. Zu Beginn ist es wichtig, sich regelmäßig Zeit dafür zu nehmen (fünf Minuten reichen schon!) Zu dieser Übung gehören fünf Schritte und ich werde euch diese Schritte nach und nach erklären.
Dazu suchst du dir einen Platz, wo du ungestört sitzen kannst. Du kannst überall sitzen, auf dem Boden oder auf dem Stuhl, die Hände legst du auf die Oberschenkel ab oder mit den Handflächen nach oben wie eine Schale. Du schließt die Augen, damit du dich besser wahrnehmen kannst.

Der 1. Schritt: Erde dich!
In jeder Krise ist es wichtig, Kontakt zur Erde zu haben. Schnell ist der Abgrund da, und du hast das Gefühl, du rutscht weg. Wir gehören zur Erde. Die Erde trägt und ernährt uns.
Du sitzt auf deinem Stuhl und spürst die Verbundenheit mit der Erde. Du stellst dir bildlich vor, wie Wurzeln wachsen aus deinen Fußsohlen hinein in die Erde, so tief, dass du die Energie daraus ziehen kannst. Diese Energie durchströmt deinen ganzen Körper. Je öfter du diese Übung machst, desto schneller wirst du das damit verbundene Gefühl von "geerdet sein" erleben. Vor jeder Situation, die mit Stress verbunden ist, kannst du dieses Erdungsbild in dir hervorrufen.
 

Der 2. Schritt: Atem wahrnehmen!
Wir atmen wie selbstverständlich täglich ein und aus. Der Atem versorgt unseren ganzen Körper, unseren Geist und unsere Seele mit Energie. Neben dem Sauerstoff enthält die Luft das, was die Chinesen "Chi" oder die Yogis "Prana" nennen.
Beim Atem wahrnehmen geht es darum, aus dem Denken herauszukommen. Ständig ist unser Verstand beschäftigt und grübelt herum. Tausende Probleme zu lösen, dieses noch bedenken und jenes.
Wenn du den Atem beobachtest, visualisierst und wahrnimmst, kannst du nicht gleichzeitig denken. Der Verstand bekommt eine Pause verordnet und das schafft innere Balance. Also einfach nur den Atem wahrnehmen, mehr nicht!

Der 3. Schritt: Spüre deinen Herzschlag!
Ähnlich wie bei der Wahrnehmung des Atems gerät der Kopf aus dem Denken, wenn es etwas zu tun gibt. Das Herzzentrum ist für uns Menschen sehr zentral. Dort gibt es 5000-mal mehr elektromagnetische Energie als im Verstand. Im Herzzentrum entstehen die Gefühle und du kannst alle Energien dort in dir abrufen. Probier mal aus, einfach dein Herz zu spüren, den Herzschlag, aber auch die Energie, die von diesem Ort ausgeht und sich überall ausbreitet. Spüre nach, wen du zum Beispiel liebst, und schon strömt Wärme durch dein Herz. Es sagt förmlich zu dir, ja das ist gut.

Der 4. Schritt: Sei im Gleichgewicht!
Du kannst dich ein wenig vor und zurück, nach links und nach rechts bewegen. Balance hat viel mit Gleichgewicht zu tun. Manchmal haben wir den Eindruck, dass uns da etwas umhaut. Wir verlieren unser äußeres und unser inneres Gleichgewicht. Wenn du im Gleichgewicht bist, bist du in einer guten Balance.
 

Der 5. Schritt: Verbinde dich!
Zum fünften Schritt. Manchmal fühlen wir uns unverbunden mit uns selbst, mit den Menschen, mit der Arbeit, mit der göttlichen Energie. Wir fühlen uns wie abgeschnitten. Dann fehlt uns schnell die Energie. Wenn dich die Arbeit nervt, wenn dir Ideen kommen müssten und es kommt keine. Wenn du bestimmte Menschen nicht mehr magst, wenn du dich vor einer stressigen Situation befindest gilt immer: verbinde dich besonders mit diesen Teilen, von denen du dich getrennt fühlst. Wie machst du das: innerlich dir zulächeln und freundlich zu dir sein. Mit Liebe und Freundschaft an alle Menschen denken und die göttliche Energie in deinem Herzraum spüren. Du wirst sofort wissen wie der Unterschied ist von Verbunden sein und Getrenntsein. Die Verbundenheit spürst du vor allem in der Herzgegend.
So jetzt kennst du das Geheimnis, wie du in eine Balance kommen kannst. Zu Beginn ist der Weg dahin noch ein wenig ungewöhnlich, aber schon bald wirst du dir diese Methode zu Eigen machen. Es ist eigentlich ein zutiefst spiritueller Weg. Gehe Schritt für Schritt vor und nimm dann alle Dinge gleichzeitig wahr. Erdung, Atmung, Herzschlag, Gleichgewicht, Verbindung. Mit ein wenig Übung kannst du alle Elemente gleichzeitig spüren und die darin liegende Kraft!


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Geheime Essensrituale

Es gibt Rituale, über die spricht man eigentlich mit niemandem. Dazu zählen für mich die sichtbaren und unsichtbaren Arten, einen Teller zu leeren. Zu welcher Art EsserIn zählst du? Stell dir vor, du hast einen Teller mit Kartoffeln, Fleisch und Beilagen. Gibt es eine Reihenfolge, wann du was isst? Vielleicht schneidest du zunächst das Fleisch an und isst, dann kommt eine Gabel Gemüse und du isst, und dann kommt eine Gabel Kartoffeln und du isst. Oder fängst du mit den Kartoffeln an? Oder gehörst du zu denen, die von jedem Teil etwas auf die Gabel nehmen und dann essen? Isst du deinen Teller kreisrund von außen nach innen, von oben nach unten oder von links nach rechts leer? Oder besitzt du ein völlig anderes Esskonzept nach dem Motto, das Leckerste hebe ich mir für den Schluss auf?
In meinen Kindertagen gab es häufig zum Dessert Fürst Pückler Eis. Das besteht aus Vanille, Erdbeer und Schoklade. Ich aß Schokolade immer zuerst, dann kam Vanille und zum Schluss Erdbeer. Erdbeer mochte ich am liebsten. Schokolade nahm ich in Kauf und Vanille ging so. Während des Schokoladeneisessens nahm ich schon mal die Erdbeere fest in den Blick. Das war gut für die Steigerung der Freude. Dann kam das Zelebrieren des Erdbeereises. Immer nur ganz wenig, und das Wenige voll Auskosten. Dabei ganz für sich sein, die Welt um sich herum ausschließen und hoffen, dass das Erdbeereis ewig hält.
Ich könnte auch noch eine Efahrung zum Bratenessen erzählen oder die Rituale zum Kuchen. Da gibt es nämlich einen Rand... Merkwürdig, über solche Erlebnisse habe ich nie im Leben gesprochen. Bis heute weiß ich nicht, wie andere Menschen ihre Essensrituale pflegen. Vielleicht sind meine Essensrituale aus psychologischer Sicht auch therapiebedürftig. Vielleicht steckt dahinter aber auch eine Botschaft. Als Kinder haben wir mit Leidenschaft gespielt. Essen war auch ein Spiel. Das sagen doch die Erwachsenen: spiel nicht mit dem Essen! Dabei ist das ganze Leben ein Spiel. Wie ist das für uns Erwachsene heute? Ist das Leben nicht immer noch ein Spiel? Ein heiliges Spiel? Eines, das dich mit tiefer innerer Freude efüllt? 
Und heute? Ich esse immer noch mein Füst Pückler Eis in der Weise, wie ich es als Kind tat. Heute hoffe ich allerdings, dass das niemand sieht. Vielleicht reden alle Menschen eines Tages über ihre geheimen Essensrituale. Auf diese Geschichten bin ich schon ganz neugierig. 

Freitag, 26. April 2013

Die Macht des Geldes, 2. Teil

Das Geld hat keine Macht. Es handelt sich nur um ein Stück Papier. Es ist nicht mehr und nicht weniger. Es erhält seine Macht dadurch, dass du dem Geld diese Macht gibst. Entziehst du ihm die Aufmerksamkeit, zeigt es sich lediglich als ein Stück Papier. Wenn du mit diesem Stück Papier ein Auto verbindest, einen Urlaub, eine eigene Villa oder ein Leben im Wohlstand, dann geht es dir um das Auto und den Urlaub, nicht um das Geld selbst. 
Richte deine Aufmerksamkeit also nicht auf das Geld, sondern auf das Auto oder den Urlaub. Muss es denn dein Auto sein? Das Geld hat keine Macht. Du hast die Macht! Du entscheidest selber, wem und was du Macht gibst! Das meint auch Jesus. Er sagt sinngemäß: Gib der Liebe die Macht. Gib die Macht der göttlichen Energie in und außerhalb deiner Selbst. Probier es aus und nimm wahr, was dann mit dir geschieht. 
Wahrnehmung: Wieviel Aufmerksamkeit und Energie gibst du dem Geld, wieviel der Liebe? Sei ehrlich und entscheide dich möglicherweise neu!

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Donnerstag, 25. April 2013

Die Macht des Geldes! 1. Teil

Ich wollte es wissen. Wie mächtig ist das Geld. Wie mächtig ganz konkret ist ein Zehneuroschein! Und, wie mächtig ist er?
Im Evangelium wird Jesus einmal auf die Probe gestellt. Muss man dem Kaiser Steuern bezahlen? Er antwortet: Gib dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört. Der Denar mit dem Bild des Kaisers mag dem Kaiser gehören. Aber wem gehört dein Herz?
Also, ich wollte es wissen. Im Gottesdienst nahm ich einen Zehneuroschein und gab einem Gottesdienstteilnehmer ein Streichholz. Dieser durfte meinen Geldschein verbrennen. Was denkst du, wie er reagierte? "Das ist doch nicht Ihr Ernst, oder?" fragte er. Aber es war mein Ernst. Ich drückte ihm erneut das Streichholz in die Hand. "Ich kann es nicht!" bekannte er. Trotz bitten, trotz ausdrücklicher Erlaubnis konnte er es nicht. So mächtig ist ein Geldschein!
Also gab ich ihm den Geldschein und ich zündete ihn mit meinem Streichholz an. "Noch können Sie es löschen, noch ist der Geldschein gültig!"
Ein Raunen und eine Schockwelle durchzog das Kirchneschiff. Hinterher gab es viele Kommentare. Vom Geld für die Armen und der Strafbarkeit meiner Handlung bis hin zu tiefer innerer Erschütterung über die Macht des Geldes gingen die Reaktionen.
Und, wie mächtig ist für dich das Geld? Kannst du es einfach verschenken, dieses Stück Papier? Probier es doch einfach mal aus!

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Samstag, 20. April 2013

Wie du dich selber austricksen kannst!


Erinnerst du dich an die Impulsfrage von gestern? Sie lautete:

Wie wirst du es schaffen, dass du den heutigen Tag unzufrieden beendest?

Heute kommt mein Impuls dazu. Wir haben unsere inneren Abläufe und Mechanismen, die oft schon automatisch funktioniren. Du wachst zum Beispiel morgens mit einem "Unzufriedenheitsgefühl" auf. Dir wird etwas klar. Kann ja gar nicht anders sein, bei dem Wetter draußen! Oder, so wie mich die Kinder schon anschauen! Oder, so wie mir das Essen heute schmeckt! Oder, was meine Waage schon wieder anzeigt!
Ich finde immer einen Grund, warum meine Unzufriedenheit berechtigt ist. So schaffe ich es mit Leichtigkeit, den Abend mit Unzufriedenheit zu erreichen!
Jetzt kommt der Trick: Wenn du dir morgens die Frage stellst: Wie wirst du es schaffen, dass du  den heutigen Tag unzufrieden beendest? denkst du über deine typischen Unzufriedenheitsgründe nach. Sie werden dir bewusst und es wird nicht mehr so leicht sein, den Abend mit völliger Unzufriedenheit anzusteueren. Es könnte ja auch der Wunsch nach Zufriedenheit auftauchen, gleich zu Beginn des Tages! Du kommst zu der Erkenntnis:Ich will ein zufriedener Mensch sein und richte meine Aufmerksamkeit auf alles, was schön ist und was mir gelingt.
In diesem Sinne ein waches Bewusstsein!

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Donnerstag, 18. April 2013

Mach es mal anders!

Wir lieben unsere festen Gewohnheiten. Die Tasse Kaffee am Morgen aus einer bestimmten Tasse. Die spezielle Sorte Brot mit der immer gleichen Menge an verteilter Butter. Die Uhrzeit, der Zeitraum, der Ort des Frühstücks. Die Art, die Autotür aufzuschließen und sich in sein Fahrzeug zu setzen. Die Uhr am linken Arm und den Kamm in der hinteren rechten Hosentasche. Den Lieblingsbäcker und das Lieblingskino, den Lieblingsitaliener und die Lieblingsdöner. Die Worte zur Begrüßung und die Worte zum Abschied. Die Art die Zähne zu putzen von links oben bis rechts oben außen, dann links unten bis rechts unten außen. Kaffee nie mit Zucker aber immer mit Milch, ein bestimmtes Quantum. Kleidung von einer bestimmten Marke in einer zum Typ passenden Farbe. Das Maß an Höflichkeit bis Freundlichkeit ja nach Grad der Bekanntschaft oder Freundschaft. Der Besuch bei den Eltern am ersten Weihnachtstag zum Kaffee. Abfahrt vor dem Abendessen. Das Gläschen französischen Rotwein zum Ausklang des Abends. Mit dem Po zuerst aufs Bett, dann das linke und dann das rechte Bein. Einlschafposition auf dem Bauch mit dem Kopf nach links gedreht. Der Winkel zwischen Kinn und Brust beträgt 68,5 °.
Sicherheit, Wohlfühleffekt, Stabilität, Zuverlässigkeit,...

Es kann jedoch sein, dass sich das manchmal wie schon gestorben anfühlt bevor du aufwachst!



Besuch deine Eltern mal nicht am ersten Weihnachtstag, sondern an Silvester oder am Valentinstag. Putz deine Zähne und trink deinen Kaffee mit der dir ungewohnten Hand. Wähle bewusst eine andere Einschlafposition. Fahre im Urlaub da hin, wo du eigentlich nie hinfahren würdest. Befreunde dich mit dem Italiener, von dem die Leute sagen, dass seine Pizza nicht schmeckt. Kaufe einen Markenpullover und schneide direkt nach dem Einkauf ein kleines Loch hinein. Zieh diesen Pullover an und beobachte, ob die Leute das merken. Entscheide dich, wenn du total pünktlich bist, wenigstens einen Tag in der Woche zum Unpünktlichkeitstag zu deklarieren. Na, welches ist DEIN Beitrag zum Wachwerden!


Mach es einfach mal anders! Beobachte dich dabei! Na, wie fühlt es sich an, wenn du aufgewacht bist?

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