Mittwoch, 26. August 2015

Zwischen Angst und Hoffnung!



In einem Liedtext von Ludger Edelkötter las ich die Zeilen: „Zwischen Angst und Hoffnung leben wir und möchten doch gern glücklich sein und Sinn erfahren.“ Heute möchte ich mit dir meine Aufmerksamkeit richten auf das „Dazwischen“.
Selten sind wir voller Angst und selten befinden wir uns im absoluten Glückszustand. Oft befinden wir uns im Dazwischen – nicht mehr ganz ängstlich und doch ein wenig glücklich. Wenn wir gehen, trägt zunächst der rechte Fuß unser Gewicht und wird abgelöst durch den linken. Auch dort gibt es ein Dazwischen, wo sich die Kräfte nach und nach neu verteilen. Wenn ein Familienmitglied  im Krankenhaus operiert wir und auf der Intensivstation liegt leben alle manchmal in einem Zustand zwischen Leben und Tod. Je länger dieser Zustand dauert, desto  zermürbender wird es. Irgendwann sehnen sich alle nach einem erlösten Zustand. Manchmal ist sogar der Tod akzeptabler als der Schwebezustand.
Was kennzeichnet dieses „Dazwischen“ aus? Es wirkt unentschieden, schwebend, instabil, übergangsartig und drängt nach Auflösung. Wie viele Minuten oder Stunden am Tag, in der Woche oder im Leben befinden wir uns im „Dazwischen?“ Ich vermute, dass diese Zeiträume länger sind als wir ahnen.
Für manche Menschen existiert nur schwarz oder weiß. Das Grau ist unerträglich. Ich möchte dich dennoch einladen, das „Dazwischen“ zu gestalten. Im „Dazwischen“ entscheidest du wohin du den nächsten Schritt lenkst. Im „Dazwischen“ finden alle Entscheidungsschritte statt. Oft sind wir eher auf das Ziel ausgerichtet und weniger auf den Vorgang des Gehens. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf das „Dazwischen“ richtest bist du auf einmal ganz im Hier und Jetzt. So wünsche ich dir segensreiche Zwischenräume.  

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