Samstag, 23. Mai 2020

Freu dich nicht zu spät!


So stand es auf einer Spruchkarte. Freu nich nicht zu spät! Normalerweise heißt es ja: Freu dich nicht zu früh! Es kann ja immer noch etwas kommen, mit dem du nicht gerechnet hast. Dann war die Freude vergeblich oder du fällst tief. Von der großen Freude hinunter zum tiefsten Kummer.

Aber du kannst dich auch zu spät freuen. Du unterdrückst deine Freude, weil du die Freude nicht an dich herankommen möchtest. Du bleibst lieber am Boden liegen. Dann kannst du auch nicht mehr enttäuscht werden. Irgendwann liegt der Grund der Freude so weit zeitlich zurück, dass keine Freude mehr aufkommen kann.

Also freu dich nicht zu spät! Freu dich dann, wann es dran ist. Freu dich im Hier und Jetzt! Mach deine Augen auf und das Herz weit. Lass die Freude einfach fließen. Mach dir nicht so viele Gedanken dazu. Eigentlich gibt es immer Stoff, damit Freude entstehen kann. Wir sind oft so von Angst und Sorgen zerfressen, dass die Freude keine Chance hat. Ständig die nervigen Gedanken um das Überleben. Reicht es aus? Ist genug da? Darf ich glücklich sein? Bin ich wirklich gemeint? Du kannst den Kopf voller solcher Gedanken haben. Über das Grübeln verlierst du den Kontakt zu dem, was gerade in diesem Augenblick geschieht.

Wenn du deine Augen öffnest fallen dir die Anlässe zur Freude geradezu ins Herz hinein. Du musst dich gar nicht anstrengen. Sei ein wenig sparsamer mit den gedanklichen Filtern. Du kannst dich sogar ohne Grund freuen, nur weil du es beschließt. Lass einfach dein Herz ein wenig hüpfen und pflege damit einen wohlwollenden Kontakt. Freue ich dich jetzt!
www.matthias-koenning.de

Keine Kommentare:

Kommentar posten