Montag, 13. Januar 2020

Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die begrenzte Wahrnehmung anderer Menschen definiert. (Virginia Satir)

Du wirst wahrgenommen von den Menschen um dich herum. Sie haben einen Eindruck von dir. Sie leben mit einem Bild, was sie sich von dir gemacht haben. Du hast mal gesagt: "Das ist mir zu teuer." Und du bekommst die Wertung: Der ist geizig. Der schaut aufs Geld. Der ist sparsam... Ständig verhältst du dich zu etwas. Sprichst oder hast einen Gesichtsausdruck. Damit lädst du die anderen Menschen ein, dass sie sich Gedanken zu dir machen und dich am Ende definieren. Das bist du! Genau so! Und nicht anders! Du bist geizig. Du bist launisch. Du bist nett. Du bist cool.
Dann kann es leicht passieren, dass du anfängst, genau nach diesem Bild zu leben. Du verhältst dich so, wie die anderen es von dir erwarten. Und wehe, du machst mal etwas völlig anders. Dann irritierst du die Menschen um die herum. Letztlich geht es beim Bewerten und Einschätzen immer um die Erfüllung des Bedürfnisses nach Sicherheit. Wenn ich einschätzen kann, wie du denkst und dich verhältst, dann kann ich mich sicher fühlen.
Virginia Satir lädt mich ein, dem etwas entgegen zu setzen. Wir dürfen nicht zulassen, durch die begrenzte Wahrnehmung anderer Menschen definiert zu werden. Jeder Mensch ist so unendlich viel mehr als das, was wir wahrnehmen. Und wichtig ist, dass ich mich selbst in meiner Freiheit wahrnehme. Ich darf ganz anders sein und ich habe viele Seiten in mir, die vielleicht noch nicht gelebt werden durften. Und da braucht es auch meine Entschiedenheit. Wenn überhaupt, dann definiere ich mich selbst und nicht mein Gegenüber. Das schafft Freiraum! Ich bin ein Meer voller Möglichkeiten und Wandlungen. Mein Leben ist ein Abenteuer und ich darf immer neues in mir entdecken, das gelebt werden will.
www.matthias-koenning.de

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