Niemand
lässt sich gerne treten! Du möchtest nicht, dass jemand über dein Leben
bestimmt. Dich irgendwohin treibt, wo du nicht hin möchtest. Du
möchtest dein Leben selbst bestimmen. Und wo du stehst, da stehst du! Da
ist dein Platz!
So ist es. Du gestaltest deinen Alltag. Du
verdienst Geld und kaufst dir etwas dafür. Du heiratest und richtest dir
eine Wohnung ein. Du setzt Kinder in die Welt und siehst dich als einen
Teil der Gesellschaft. Du gehörst dazu. Du hast dein Schicksal
freiwillig so gewählt und bist damit zufrieden, wenn nicht sogar
glücklich. Da darf dich niemand so einfach treten und dich da
verdrängen.
Leider ist das Leben manchmal anders. Du hörst von der
Erkrankung der Nachbarin und bedauerst sie. Zugleich denkst du: "Gott
sei Dank nicht ich!" Und schon einen Moment später bekommst du einen
Tritt. Vielleicht keine Krankheit, aber ein kaputtes Auto und
gleichzeitig fehlendem Kapital. Du bekommst einen Tritt und spürst das
deutlich. Es tut weh! Du möchtest diese Tritte vermeiden und schaffst es
manchmal nicht. Schließlich hast du nicht überall deine Augen. Vor
allem nicht hinten. Die Schicksalsschläge kommen ja in der Regel nicht
von vorne, sondern eher überraschend von hinten. Da machst du nichts
mehr.
Wenn es nun einmal so ist, dass das Leben dich
tritt, dann kannst du neben dem Negativen auch das Positive nehmen. Und
was ist das Positive? Wenn du einen Tritt bekommst, wirst du mit Energie
versorgt. Du bewegst dich. Nicht freiwillig! Aber du bewegst dich. Du
kannst den Schwung nutzen, um dich vorwärts zu bewegen. Die
fernöstlichen Kampfsportarten leben davon. Du nimmst fremde Energie auf
und lenkst sie um. So kommst du nicht zu Schaden und gewinnst jeden
Kampf. Allerdings finde ich es ganz gut, wenn die Tritte nicht zu häufig
kommen und dass genügend Zeit bleibt, sich vom Schmerz zu erholen und
den Vorwärtsdrall positive zu nutzen.
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Montag, 30. September 2024
Samstag, 28. September 2024
Und doch ist Herz bei Herz tausendmal köstlicher als Blume bei Blume! Hafis (Ḥāfeẓ)
Wie köstlich ist Blume bei Blume. In meinem Garten wachsen und blühen gerade die Frühlingsblumen. Da stehen viele kleine bunte Blümchen und winken der Sonne zu. Ich freue mich darüber und es ist mir, als ob die Blumen sich mitfreuen und mir zuwinken. Als ob sie mir sagen würden, dass sie das nur für mich tun. Wie köstlich ist Blume bei Blume. Und ich stelle mir vor, dass es nichts Köstlicheres gibt als diesen Anblick.
Dann gehe ich ins Haus und koche mir einen Kaffee und hole mir einen selbstgebackenen Mandelkeks aus der Dose. Wie köstlich ist Kaffee an Mandelgebäck. Gibt es etwas, was dem gleicht? Ja, Schokolade und Kaffee ist auch köstlich. So viele Köstlichkeiten, die mich umgeben. Wie reich gesegnet ich doch bin! Blumen an Blumen, auf einem Stuhl sitzend und Kaffee schlürfen mit einem Stück Schokolade oder Mandelkeks.
Und doch ist Herz bei Herz tausendmal köstlicher als Blume bei Blume! Wie herrlich! Da gibt es noch den köstlichen Quantensprung. Mehr als Fülle! Herz an Herz spüren, wie lebendig ich bin. Wie lebendig mit jemand anderem. Herz an Herz hat einfach eine besondere Qualität. Du bist nicht mehr Zuschauer von Blumen, sondern selbst beteiligt. Da schlägt ein Herz und du spürst es.
Ich war einmal auf einer Fortbildung und wir durften eine Übung machen. Ich stellte mich einer Partnerin gegenüber, so nah, dass wir den anderen auf der Herzebene spüren konnten. Wir schlossen die Augen und ich dachte an etwas. Ich durfte mir aussuchen, ob ich an einen Ärger dachte oder an etwas ganz schönes. Und meine Partnerin sollte nur erspüren, ob es positiv oder negativ war. Es war echt magisch. Sie hatte es immer sofort gemerkt, wie ich mich fühlte und umgekehrt konnte ich es auch genau spüren. Ich hatte keine Ahnung, wie fähig unser Herz ist. Das ist nicht einfach eine mechanische Pumpe, die dafür sorgt, dass ich lebendig bleibe. Probier die Übung einmal aus!
Herz bei Herz zu sein ist tausendmal köstlicher als Blume bei Blume! Wenn du dein Gegenüber magst und umgekehrt. Wir Menschen können uns den Himmel bereiten oder die Hölle. Es ist unsere Herzensentscheidung. Dabei kann es so köstlich sein!
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Dann gehe ich ins Haus und koche mir einen Kaffee und hole mir einen selbstgebackenen Mandelkeks aus der Dose. Wie köstlich ist Kaffee an Mandelgebäck. Gibt es etwas, was dem gleicht? Ja, Schokolade und Kaffee ist auch köstlich. So viele Köstlichkeiten, die mich umgeben. Wie reich gesegnet ich doch bin! Blumen an Blumen, auf einem Stuhl sitzend und Kaffee schlürfen mit einem Stück Schokolade oder Mandelkeks.
Und doch ist Herz bei Herz tausendmal köstlicher als Blume bei Blume! Wie herrlich! Da gibt es noch den köstlichen Quantensprung. Mehr als Fülle! Herz an Herz spüren, wie lebendig ich bin. Wie lebendig mit jemand anderem. Herz an Herz hat einfach eine besondere Qualität. Du bist nicht mehr Zuschauer von Blumen, sondern selbst beteiligt. Da schlägt ein Herz und du spürst es.
Ich war einmal auf einer Fortbildung und wir durften eine Übung machen. Ich stellte mich einer Partnerin gegenüber, so nah, dass wir den anderen auf der Herzebene spüren konnten. Wir schlossen die Augen und ich dachte an etwas. Ich durfte mir aussuchen, ob ich an einen Ärger dachte oder an etwas ganz schönes. Und meine Partnerin sollte nur erspüren, ob es positiv oder negativ war. Es war echt magisch. Sie hatte es immer sofort gemerkt, wie ich mich fühlte und umgekehrt konnte ich es auch genau spüren. Ich hatte keine Ahnung, wie fähig unser Herz ist. Das ist nicht einfach eine mechanische Pumpe, die dafür sorgt, dass ich lebendig bleibe. Probier die Übung einmal aus!
Herz bei Herz zu sein ist tausendmal köstlicher als Blume bei Blume! Wenn du dein Gegenüber magst und umgekehrt. Wir Menschen können uns den Himmel bereiten oder die Hölle. Es ist unsere Herzensentscheidung. Dabei kann es so köstlich sein!
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Freitag, 27. September 2024
In einem Garten ging das Paradies verloren – in einem Garten wird es wiedergefunden. (Blaise Pascal)
Dieses Zitat habe ich im Zusammenhang von Gartenausstellungen gefunden. Es soll von Blaise Pascal stammen, was ich nicht prüfen konnte. Ist auch nicht so wichtig. Aber die Idee, die dahinter steckt.
Das erste Buch der Bibel erzählt ja vom Leben im Paradies. Das Paradies nach damaliger Vorstellung war kein Schloss oder ein sonstiges Gebäude. Das Paradies war ein Garten und zugleich ein Bild von Symbiose und Verbundenheit. Mann und Frau waren mit sich selbst, miteinander und mit der Natur und zugleich mit Gott verbunden. Diese Verbundenheit von allem mit allem bewirkte diesen unglaublichen Glückszustand. Dieses Paradies ist uns verloren gegangen. Dazu gäbe es viel zu sagen aus der Sicht der Theologie und vor allem auch aus der Sicht der Psychologie. Dazu hat Eugen Drewermann wegweisend geforscht und geschrieben.
Wenn du und ich heute leben, dann nützt uns wenig die Erinnerung an ein damaliges Paradies. Hilfreicher ist der Garten im Hier und Jetzt. Du hast die Möglichkeit, das Paradies wiederzufinden. Wenn du dich in einen Garten setzt, ist es leichter als in der U-Bahn oder in einer umtriebigen Fußgängerzone.
Ich sitze gerne in unserem Garten und beobachte die Hummeln, wie sie sich auf die Blüten stürzen. Die Amseln und Meisen, die emsig nach Futter suchen. Die wechselnden Farben von Blumen und Sträucher, das Wachsen von Zucchini und den Reifegrad der Tomaten. Es ist immer etwas los. Und sei es, dass nur der Wind durch die Sträucher weht oder es ganz still wird. Und jedes mal fühlt es sich an wie ein Bild meiner eigenen Seele. Was im Außen sich zeigt ist zugleich ein Teil in meinem Inneren. Und so komme ich mir selbst näher. Auf einmal gibt es die Erkenntnis von Verbundenheit. Vor meinem geistigen Auge erscheint neben den Amseln und Hummeln meine Arbeitskolleginnen, meine Familie und Freunde, meine vergangenen Ichs und der Rest der Welt.
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Das erste Buch der Bibel erzählt ja vom Leben im Paradies. Das Paradies nach damaliger Vorstellung war kein Schloss oder ein sonstiges Gebäude. Das Paradies war ein Garten und zugleich ein Bild von Symbiose und Verbundenheit. Mann und Frau waren mit sich selbst, miteinander und mit der Natur und zugleich mit Gott verbunden. Diese Verbundenheit von allem mit allem bewirkte diesen unglaublichen Glückszustand. Dieses Paradies ist uns verloren gegangen. Dazu gäbe es viel zu sagen aus der Sicht der Theologie und vor allem auch aus der Sicht der Psychologie. Dazu hat Eugen Drewermann wegweisend geforscht und geschrieben.
Wenn du und ich heute leben, dann nützt uns wenig die Erinnerung an ein damaliges Paradies. Hilfreicher ist der Garten im Hier und Jetzt. Du hast die Möglichkeit, das Paradies wiederzufinden. Wenn du dich in einen Garten setzt, ist es leichter als in der U-Bahn oder in einer umtriebigen Fußgängerzone.
Ich sitze gerne in unserem Garten und beobachte die Hummeln, wie sie sich auf die Blüten stürzen. Die Amseln und Meisen, die emsig nach Futter suchen. Die wechselnden Farben von Blumen und Sträucher, das Wachsen von Zucchini und den Reifegrad der Tomaten. Es ist immer etwas los. Und sei es, dass nur der Wind durch die Sträucher weht oder es ganz still wird. Und jedes mal fühlt es sich an wie ein Bild meiner eigenen Seele. Was im Außen sich zeigt ist zugleich ein Teil in meinem Inneren. Und so komme ich mir selbst näher. Auf einmal gibt es die Erkenntnis von Verbundenheit. Vor meinem geistigen Auge erscheint neben den Amseln und Hummeln meine Arbeitskolleginnen, meine Familie und Freunde, meine vergangenen Ichs und der Rest der Welt.
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Donnerstag, 26. September 2024
Die fünf Freiheiten nach Virginia Satir
Virginia Satir war eine wichtige systemische Familientherapeutin und lebte von 1916 - 1988. Sie hat wertvolle Impulse gesetzt für familäre Strukturen und sehr wertschätzend und ressourcenorientiert gedacht und gehandelt. Sehr bekannt geworden sind ihre "fünf Freiheiten", die ich gerne nach und nach erschließen möchte.
Die erste Freiheit: Die Freiheit zu sehen und zu hören was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
Mein Mann sollte mir besser zuhören können. Dann wäre das Leben viel schöner. Mein Kind sollte mehr aufräumen, dann wäre ich viel entspannter. Mein Arbeitgeber sollte sehen, was ich alles leiste, dann würde ich viel lieber arbeiten.
Oder: Früher war doch alles besser. Die Bahn war pünktlicher. Die Brötchen schmeckten frischer und waren günstiger. Die Milch kam noch von der Kuh. Ich war körperlich fit. Die Welt war einfach schöner. Die Leute hatten alle mehr Zeit.
Oder: Wenn ich in Rente gehe, dann werde ich mehr Zeit haben. Wenn meine Kinder groß sind, dann werde ich endlich tun können was ich immer schon tun wollte.
Du denkst oft mit den Worten: "sollte" du gehst in die "gute Vergangenheit" oder phantasierst dich in eine "bessere" Zukunft. Du machst das schon automatisch, ständig oder mehrmals am Tag. Du verlässt die Gegenwart und den Augenblick und merkst nicht, wie unfrei du dadurch wirst. Du wirst wie ein Sklave, der sich die Freiheit wünscht: Wenn ich erst einmal diese Fesseln los werde, dann wird alles anders! Pustekuchen!
Virginia Satir lädt dich ein zu einem ganz bestimmten Aspekt der Freiheit. Du entscheidest dich für das "sollte" "die tolle Vergangenheit", die "bessere Zukunft". Du trägst die Verantwortung dafür, wohin deine Phantasie, Sichtweise, dein Ohr und deine Gedanken gehen.
Und du hast die Freiheit, dich jetzt neu zu entscheiden! Du kannst dich dafür entscheiden und hast die Freiheit das zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist. Du musst dir nichts vormachen. Du brauchst nichts beschönigen. Du musst dir die Zukunft nicht toll vordenken. Bekommt das, was ist, jetzt von dir die Erlaubnis da zu sein?
Mein Mann kann nicht zuhören. Das ist so. Aber ich kann ihn immer wieder darauf hinweisen, dass er das jetzt in diesem Augenblick tun kann. Mein Kind ist kein Aufräumer. Das ist einfach so. Und mein Kind ist trotzdem in Ordnung. Die Welt wird nicht untergehen, wenn es nicht aufräumt und es bleibt mein Kind. Mein Arbeitgeber ist blind für die Leistungen der Angestellten. Das ist einfach so! Aber ich kann für mich würdigen, was ich leiste. Und ich leiste was! Und das fühlt sich stark an! Egal, ob es der Chef sieht oder nicht.
Ich warte nicht bis zur Rente, damit ich mehr Zeit habe. Jetzt in diesem Augenblick nehme ich mir die Zeit. Es ist meine Zeit, meine Lebenszeit. Heute schmecken mir die Brötchen und außerdem bin ich ein toller Bäcker. Und heute noch werde ich tun, was ich immer schon gerne tun wollte.
Spürst du wie es ist, wenn du ein Gespür für deine Freiheit wieder findest und entwickelst? Wenn du unerfüllten Sehnsüchten hinterherträumst kann es dich viel Kraft und Energie kosten und irgendwann bist du weg! Du bist nicht mehr da. Gedankenverloren schlürfst du deinen Kaffee und weißt gar nicht, was du getrunken hast. Was kannst du jetzt in diesem Moment hören und sehen?
Die zweite Freiheit: Die Freiheit das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird.
Was wird von dir erwartet? Von einer Mutter wird erwartet dass sie empört ist, wenn das eigene Kind ungerecht behandelt wird. Von einem Kind wird erwartet, dass es auf seine Eltern hört.
Was wird von dir in einer Beziehung erwartet? "Wenn du mich wirklich liebst, dann wüsstest du jetzt wie es mir geht!" "Wenn ich wirklich wichtig für dich wäre, dann würdest du dich heute nicht mit deinen Freunden treffen sondern bei mir bleiben!"
Ich kenne solche Merkwürdigkeiten zur Genüge aus meiner Kindheit. Häufig hatte ich so Fragen und
Mittwoch, 25. September 2024
Alles was uns an anderen missfällt, kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen. (Carl Gustav Jung)
Mir gefällt nicht, wenn jemand schlecht über andere spricht. Ich fühle mich unwohl und da stockt etwas in mir. Da spricht eine Stimme im Hintergrund, die sagt: "Hör auf damit! Das ist nicht in Ordnung. Sprich nicht über andere wenn sie nicht dabei sind." Ich folge dieser Stimme aber nicht immer. Wenn sich viel Ärger in mir angesammelt hat dann wirkt das Lästern wie eine Reinigung. Ich spüle meinen Ärger hoch und werde ihn los. Aber immer verbunden mit einem schlechten Gefühl. So, als ob ich illegal Müll entsorge. Ärger loswerden ist gut, aber der Weg dahin?
Wenn mir ein anderer Mensch missfällt löst das etwas in mir aus. Ein Gefühl, einen Gedanken oder den Wunsch, jetzt unbedingt etwas zu tun. Ich trete in Resonanz. Beim "schlecht reden" trete ich in Resonanz. Bei anderen Themen überhaupt nicht. Manche regen sich auf, wenn sich im Kühlregal des Supermarktes noch abgelaufene Produkte befinden. Da bleibe ich völlig gelassen. Aber wehe, es drängelt sich jemand vor. Damit habe ich ein Thema. Wenn mein Gewissen mich nicht bremsen würde, würde ich mich selbst ständig vordrängeln. Warum nicht? Wenn du dich nicht vordrängelst am Buffet gehst du am Ende vielleicht leer aus. Du ärgerst zwar andere, hast aber auch Vorteile.
Wenn jemand anders sich vordrängelt dann sollst du mal miterleben wie ich mich ärgere. Ich gehe damit in Resonanz. Und das ist gut so! Ich lerne dadurch diese dunklen Seiten in mir kennen und werde damit konfrontiert. Ich spüre: "Ach, das bin ja ich!" Nicht der andere drängelt sich vor, sondern da ist jetzt dieses Ärgergefühl in mir. Es ist mein Thema, was da anschwingt.
Anstatt mich über den anderen zu ärgern und mein Missfallen zum Ausdruck zu bringen kann ich auch mal überprüfen, welches Bedürfnis ich da im Moment habe. Fühle ich mich übergangen? Nicht beachtet? Habe ich gerade vor etwas Angst? Wenn ich dem nachgehe, dann lerne ich mehr über mich kennen. Ich weiß mehr von mir und kann mich dafür entscheiden, diese dunkle Seite in mir zu bejahen.
Vielleicht werde ich mich dann nicht mehr so doll ärgern in Zukunft. Oder ich werde dem anderen gegenüber höflicher und gelassener sein. Oder auch entschieden, aber mit einem befriedeten Herzen. Wenn ich mich weiterentwickeln möchte, dann brauche ich dich. Und dich auch. Und dich auch. Ich brauche dafür ganz viele Menschen. Je mehr mir missfällt, desto mehr Möglichkeiten habe ich zur Vermehrung meiner Selbsterkenntnis. Vielen Dank Herr Jung für diese Erkenntnis.
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Wenn mir ein anderer Mensch missfällt löst das etwas in mir aus. Ein Gefühl, einen Gedanken oder den Wunsch, jetzt unbedingt etwas zu tun. Ich trete in Resonanz. Beim "schlecht reden" trete ich in Resonanz. Bei anderen Themen überhaupt nicht. Manche regen sich auf, wenn sich im Kühlregal des Supermarktes noch abgelaufene Produkte befinden. Da bleibe ich völlig gelassen. Aber wehe, es drängelt sich jemand vor. Damit habe ich ein Thema. Wenn mein Gewissen mich nicht bremsen würde, würde ich mich selbst ständig vordrängeln. Warum nicht? Wenn du dich nicht vordrängelst am Buffet gehst du am Ende vielleicht leer aus. Du ärgerst zwar andere, hast aber auch Vorteile.
Wenn jemand anders sich vordrängelt dann sollst du mal miterleben wie ich mich ärgere. Ich gehe damit in Resonanz. Und das ist gut so! Ich lerne dadurch diese dunklen Seiten in mir kennen und werde damit konfrontiert. Ich spüre: "Ach, das bin ja ich!" Nicht der andere drängelt sich vor, sondern da ist jetzt dieses Ärgergefühl in mir. Es ist mein Thema, was da anschwingt.
Anstatt mich über den anderen zu ärgern und mein Missfallen zum Ausdruck zu bringen kann ich auch mal überprüfen, welches Bedürfnis ich da im Moment habe. Fühle ich mich übergangen? Nicht beachtet? Habe ich gerade vor etwas Angst? Wenn ich dem nachgehe, dann lerne ich mehr über mich kennen. Ich weiß mehr von mir und kann mich dafür entscheiden, diese dunkle Seite in mir zu bejahen.
Vielleicht werde ich mich dann nicht mehr so doll ärgern in Zukunft. Oder ich werde dem anderen gegenüber höflicher und gelassener sein. Oder auch entschieden, aber mit einem befriedeten Herzen. Wenn ich mich weiterentwickeln möchte, dann brauche ich dich. Und dich auch. Und dich auch. Ich brauche dafür ganz viele Menschen. Je mehr mir missfällt, desto mehr Möglichkeiten habe ich zur Vermehrung meiner Selbsterkenntnis. Vielen Dank Herr Jung für diese Erkenntnis.
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Dienstag, 24. September 2024
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. (buddhistische Weisheit)
Manchmal klebe ich in meiner Vergangenheit fest. Ich bedaure, dass ich dieses oder jenes so und nicht anders gemacht habe. Hätte ich doch nicht... Ich kann mich in einen solchen Gedanken ganz tief eingraben und werde traurig.
Manchmal klebe ich aber auch in der Zukunft fest. Ich muss einen Vortrag halten und spüre schon Tage vorher die Angst. Es fühlt sich so an, als ob die vielen Menschen mich schon jetzt erwartungsvoll anschauen.
Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da. Leider sind die Ereignisse der Vergangenheit oft noch im gegenwärtigen Erleben präsent. Ich hole sie mir immer wieder herbei. Und auch, wenn die Zukunft noch nicht sattgefunden hat. Wenn ich daran denke wird sie gegenwärtig.
Das Leben ist hier und jetzt. Wenn ich mich auf das Jetzt konzentriere verschwinden vergangene Gedanken und Gefühle. Wenn ich mich auf des Jetzt fokussiere gibt es keinen Platz für die Zukunftsangst. Doch wie schnell wandert der Gedanke wieder zurück und nach vorne.
Ich lade dich ein zu einem Experiment. Denke doch einmal an ein Ereignis der Vergangenheit, das dich belastet. Warte, bis du ein Gefühl dazu bekommst. Dann springst du in die Zukunft und holst dir ein Ereignis ins Herz, das dir Angst macht. Wenn du es fühlst springst du wieder zum gleichen Ereignis zurück in die Vergangenheit. Von dort aus wieder zum gleichen Ereignis in die Zukunft. Beobachte dabei, was in dir geschieht. Verlangsame das Tempo und dann mache wieder schneller. Switche von der Zukunft in die Vergangenheit und wieder zurück.
Verwirrt es dich? Stellst du einen inneren Beobachter oder Gestalter fest, der das vollbringt? Ein "Ich", dass in die Vergangenheit gehen kann und in die Zukunft? Bemerkst du, dass du im Wechseln immer mehr die Gestaltungshoheit übernimmst? Die Vergangenheit "überfällt" dich nicht mehr? Ist die Verwirrung heilsam?
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Montag, 23. September 2024
Genieße dein Bonusmaterial!
Du kaufst dir ein Video und bekommst Bonusmaterial dazu. Ein kleines Extra. Etwas, für das du nichts bezahlt hast. Beim Bäcker gibt es einen Keks zum probieren. Im Buch einen Link auf eine Website mit Zusatzinformationen. Beim Therapeuten eine Spruchkarte. Im Restaurant einen Likör mit der Rechnung. Wenn du die Augen öffnest findest du überall Bonusmaterial. Die Geschenke liegen am Weg und du musst sie nur aufheben.
Wie betrachtest du dein Leben wenn du einmal Bilanz ziehst? Ein Leben voller Pflichten? Du hast für alles bezahlt, was du dir erarbeitet hast? Du bist niemandem etwas schuldig? Die Bilanz ist ausgeglichen?
Ich mag die Teile am Leben, die aus Bonusmaterial bestehen. Ich kann backen und freue mich, dass ich jetzt auch noch kochen kann. Bonusmaterial! Ich freue mich über die Hosen in meinem Schrank und kann mir noch eine kaufen, die ich nicht brauche aber woran ich Freude habe. Bonusmaterial. Ich bestelle im Restaurant ein Dessert obwohl ich eigentlich schon satt bin. Bonusmaterial.
Das Bonusmaterial bewirkt in meinem Bewusstsein, dass das Leben aus Überfluss besteht und nicht aus Mangel. Es fließt über und ich muss keine Angst haben, nicht genug zu bekommen. Beim Bonusmaterial bist du immer im Plus! Wo kannst du in deinem Alltag dein Bonusmaterial entdecken und genießen?
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Wie betrachtest du dein Leben wenn du einmal Bilanz ziehst? Ein Leben voller Pflichten? Du hast für alles bezahlt, was du dir erarbeitet hast? Du bist niemandem etwas schuldig? Die Bilanz ist ausgeglichen?
Ich mag die Teile am Leben, die aus Bonusmaterial bestehen. Ich kann backen und freue mich, dass ich jetzt auch noch kochen kann. Bonusmaterial! Ich freue mich über die Hosen in meinem Schrank und kann mir noch eine kaufen, die ich nicht brauche aber woran ich Freude habe. Bonusmaterial. Ich bestelle im Restaurant ein Dessert obwohl ich eigentlich schon satt bin. Bonusmaterial.
Das Bonusmaterial bewirkt in meinem Bewusstsein, dass das Leben aus Überfluss besteht und nicht aus Mangel. Es fließt über und ich muss keine Angst haben, nicht genug zu bekommen. Beim Bonusmaterial bist du immer im Plus! Wo kannst du in deinem Alltag dein Bonusmaterial entdecken und genießen?
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Samstag, 21. September 2024
Jedes Versprechen ist ein Geschenk im Voraus. (Ägypten)
Versprochen
ist versprochen und wird nicht gebrochen. Bei Versprechungen denke ich oft an
die Verpflichtung, die ich damit eingehe. Irgendwie ordne ich diesen Gedanken
dem Bereich der Erziehung zu. „Du hast es mir versprochen!“ „Jetzt musst du das
Versprechen auch einhalten.“ Wir sehen das Versprechen oft im Zusammenhang mit
dem Thema Vertrauen. Wenn du dich nicht daran hältst, dann kann ich dir nicht
mehr vertrauen. Dahinter steckt ein ziemlich hoher ethischer Anspruch.
Politiker werden gemessen an die Erfüllung ihrer Versprechen, Kinder an ihrem
Gehorsam und jeder im Beruf an die eigene Glaubwürdigkeit.
Der
Vers aus Ägypten weckt in mir einen kostbaren Gedanken. Jedes Versprechen ist
ein Geschenk im Voraus. Da geht es nicht um Verpflichtung, um das unbedingte
Einhalten oder Vertrauen. Es geht um ein Geschenk. Wenn ich etwas verspreche,
dann mache ich dir ein Geschenk. Du solltest also nicht zuerst auf die
Einlösung achten, sondern auf den Geschenkcharakter. Ein Geschenk verbinde ich
mit Freude, Wohlwollen und Wertschätzung.
Das
Versprechen an sich ist es schon wert, gewürdigt zu werden.
Freitag, 20. September 2024
Verlier nicht den Kontakt!
Ich
fahre diesem LKW hinterher und sehe das Plakat: "Don't lose touch!" Ein
Mann hängt an der Tür und hat die Beine angezogen. Den Kontakt zum
Boden verloren.
Manchmal verlierst du den Bodenkontakt. Den Blick für die Realität. Der Boden trägt nicht mehr. Er wird dir unter den Füßen weggezogen. Arbeitsplatz gekündigt, Ehe zerbrochen, Freundschaft beendet, Krankheit. Verlier nicht den Kontakt! Mit beiden Füßen auf dem Boden stehen gibt Halt und Sicherheit. Schön, wenn uns das geschenkt wird.
Doch manchmal musst du loslassen. Dich irgendwo dranhängen. Der Boden fließt weg. Alles entpuppt sich nur als vorläufige Sicherheit. Wenn du dich irgendwo dranhängst, dann kannst du dich auch fortbewegen. Vom Boden, der nicht mehr tragfähig ist. Immerhin besitzt du neben den Füßen auch noch Arme und Hände. Die sind flexibel. Die können spontan reagieren.
Die Füße sagen: "Hier stehe ich! Ich habe Halt. Das gibt Sicherheit!" Die Hände sagen: "Hier bewege ich mich. Da greife ich hin. Das Leben sortiert sich ständig neu!" Wie gut, dass wir Hände und Füßen haben, die gemeinsam oder auch abwechselnd dafür sorgen, dass wir im Kontakt bleiben.
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Manchmal verlierst du den Bodenkontakt. Den Blick für die Realität. Der Boden trägt nicht mehr. Er wird dir unter den Füßen weggezogen. Arbeitsplatz gekündigt, Ehe zerbrochen, Freundschaft beendet, Krankheit. Verlier nicht den Kontakt! Mit beiden Füßen auf dem Boden stehen gibt Halt und Sicherheit. Schön, wenn uns das geschenkt wird.
Doch manchmal musst du loslassen. Dich irgendwo dranhängen. Der Boden fließt weg. Alles entpuppt sich nur als vorläufige Sicherheit. Wenn du dich irgendwo dranhängst, dann kannst du dich auch fortbewegen. Vom Boden, der nicht mehr tragfähig ist. Immerhin besitzt du neben den Füßen auch noch Arme und Hände. Die sind flexibel. Die können spontan reagieren.
Die Füße sagen: "Hier stehe ich! Ich habe Halt. Das gibt Sicherheit!" Die Hände sagen: "Hier bewege ich mich. Da greife ich hin. Das Leben sortiert sich ständig neu!" Wie gut, dass wir Hände und Füßen haben, die gemeinsam oder auch abwechselnd dafür sorgen, dass wir im Kontakt bleiben.
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Donnerstag, 19. September 2024
Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt. (Mark Twain)
Ich musste einen Vortrag halten und bekam viel Zustimmung. Ein Mann meldete sich aber und sagte, er sei nicht mit allen meinen Äußerungen einverstanden. Er zweifelte außerdem meine Glaubwürdigkeit an. Mein erster Gedanke war: "Du A.." Habe ich natürlich nicht gesagt. Ich habe eine wunderbare intellektuelle Erklärung abgegeben. Ich war freundlich zu dem Mann und habe ihm gedankt für seinen Mut und seine Ehrlichkeit.
Auf dem Rückweg spukten die Sätze dieses Mannes ständig in meinem Hirn herum. Was hat er eigentlich gewollt? Warum war er so aggressiv? Was habe ich bei ihm ausgelöst? Hätte er das nicht etwas freundlicher sagen können? War das nicht zu einseitig? Ich kam gedanklich nicht von ihm los. Aber ich wurde plötzlich immer schlagfertiger. Auf einmal hatte ich alle Sätze im Kopf, die ich ihm eigentlich und viel lieber hätte sagen wollen. Schade! Warum sind mir diese wunderbaren Sätze nicht vorher eingefallen. Ich hätte den Mann fertig gemacht? Mit unglaublicher Eleganz! So, dass er es nicht einmal gemerkt hätte! Ich werde mir meine Sätze merken und der nächste, der so ähnlich redet, wird sie dann abbekommen. Mit voller Wucht!
Hat das schon mal funktioniert? Noch nie! Meine Schlagfertigkeit kommt immer zu spät. Nie dann, wenn ich sie brauche. Wenn ich heiter und gelöst bin ist das kein Problem. Beim lockeren Spaziergang mit Freunden geht das mit der Schlagfertigkeit ganz leicht. Aber nicht dann, wenn mich jemand ansticht. Aber wenn mir dann im Nachhinein die klugen Sätze kommen fühlt sich das an, als würde ich Eiterpickel ausdrücken. Raus mit dem emotionalen Dreck. Ich mache eine ordentliche Selbstreinigung, bis es nichts mehr zu denken gibt. Oder hätte ich doch bei meinem ersten Gedanken bleiben sollen, bei dem ich am Ende wieder ankomme: "Du A..."! Besser nicht. Jetzt habe ich die Voraussetzung, dass ich diesem Menschen noch einmal begegnen kann. Ich habe mir es mit ihm nicht verdorben. Ich kann die Brücke noch wieder bauen. Das ist auch nicht verkehrt.
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Mittwoch, 18. September 2024
Die Tragik meines Lebens besteht darin, dass ich theoretisch weiss, wann ich besser nichts sagen sollte. Und dann höre ich mich reden.
Ich kann manchmal einfach nicht den Mund halten. Ich weiß genau, dass ich es nicht sagen sollte. Aber es sagt irgendwie in mir. Dann fange ich an und weiß, dass ich besser sofort stoppe. Ich führe mich selber in eine unglückliche oder peinliche Situation hinein. Schon der erste Satz wird schief. Den will ich korrigieren und verschlimmbessere mich Satz für Satz. Es wird immer schräger und ich finde keinen Stoppknopf.
Hinterher und auch vorher weiß ich genau, was ich wann sagen kann. Und wann ich auf jeden Fall schweige und mich nicht einmische. Ein großer Teil von mir hält sich auch daran. Ich halte den Mund! Ich mische mich nicht ein! Wie gesagt - ein großer Teil von mir! Aber ein winzig kleiner Teil von mir in der enfernten Herzecke gibt ein Signal an das Gehirn. Das wiederum an meinen Mund und schon lege ich los. Dieser große Teil von mir schaut erstaunt und erschrocken zu! Was macht der da! Ist der verrückt?
Und wie geht das los? Mit dem Wort "Eigentlich" zum Beispiel. "Eigentlich wollte ich mich heute zurückhalten. Man muss ja nicht immer und überall seinen Senf dazugeben. Aber jetzt, gerade in diesem Augenblick muss ich mich doch mal eben kurz melden und was sagen." Das sind dann die zwei nächsten Worte: "mal eben" und "kurz". Alle diese Worte suggerieren, dass ich eigentlich schweige. Ist ja nur mal eben! Ich werde diese Worte "eigentlich", "mal eben" und "kurz" aus meinem Wortschatz streichen. Dann werde ich da sitzen und nicht mehr tragisch sein. Ich werde schweigen können...bis in mir das "Ja, aber" auftaucht!
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Hinterher und auch vorher weiß ich genau, was ich wann sagen kann. Und wann ich auf jeden Fall schweige und mich nicht einmische. Ein großer Teil von mir hält sich auch daran. Ich halte den Mund! Ich mische mich nicht ein! Wie gesagt - ein großer Teil von mir! Aber ein winzig kleiner Teil von mir in der enfernten Herzecke gibt ein Signal an das Gehirn. Das wiederum an meinen Mund und schon lege ich los. Dieser große Teil von mir schaut erstaunt und erschrocken zu! Was macht der da! Ist der verrückt?
Und wie geht das los? Mit dem Wort "Eigentlich" zum Beispiel. "Eigentlich wollte ich mich heute zurückhalten. Man muss ja nicht immer und überall seinen Senf dazugeben. Aber jetzt, gerade in diesem Augenblick muss ich mich doch mal eben kurz melden und was sagen." Das sind dann die zwei nächsten Worte: "mal eben" und "kurz". Alle diese Worte suggerieren, dass ich eigentlich schweige. Ist ja nur mal eben! Ich werde diese Worte "eigentlich", "mal eben" und "kurz" aus meinem Wortschatz streichen. Dann werde ich da sitzen und nicht mehr tragisch sein. Ich werde schweigen können...bis in mir das "Ja, aber" auftaucht!
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Dienstag, 17. September 2024
Wir wohnen Herz an Herz
In einem Gedicht von Rose Ausländer heißt es:
Wir wohnen
Wort an Wort
Sag mir
dein liebstes
Freund
meines heißt
DU
Es schafft Heimat, Wort an Wort zu wohnen. Da ist jemand da. In meiner Nähe. Dieser Mensch ist mir vertraut. Als Dichterin spricht Rose Ausländer natürlich mit Worten über "Worte". Worte sind ihre Quelle und ihre Nahrung. Das Wort "DU" schafft Nähe. Im Wort "DU" leuchtet die Freundschaft auf. Wird der Freund als Freund bewusst.
Ich wandle dieses wunderbare Gedicht heute um für dich.
Wir wohnen
Herz an Herz
Sag, was fühlst du
lieber Freund
ich spüre Wärme.
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Montag, 16. September 2024
Die Wende, die alles wendet!
Damals kämpften die Israeliten gegen die übermächtigen Philister. Ein Zweikampf gegen Goliath sollte alles entscheiden. Jeder kennt die Geschichte, wie David den Goliath besiegte mit seiner Steinschleuder. Der Stein brachte die Wende. Wie wäre die Geschichte der Israeliten verlaufen ohne David und seine Steinschleuder? Der Stein wurde zum Zeichen und Symbol, der den Wandel brachte von Resignation zu Zuversicht und Hoffnung.
Ich habe festgestellt, dass viele Menschen im übertragenen Sinne auch "ihren" Wendestein im Leben erfuhren. Da kam der Brief mit der Zusage für eine lebenslange Berufsanstellung. Da gab es ein Erschrecken bei einem Beinahe- Unfall, das Wachwerden und die Dankbarkeit dafür, dass das Leben noch eine neue Chance gab. Da gibt es die Frau, die bei einer Party, zu der sie gar nicht gehen wollte, den Mann ihres Lebens fand. Da bekommt das Kind nach einer Kette von Misserfolgen in der Schule endlich einen Lehrer, der genau der richtige Begleiter ist.
Kannst du den "Wendestein" deines Lebens benennen? Gibt es vielleicht sogar mehrere davon? Oder wartest du noch darauf? Wie kann ein solcher Stein in dein Leben kommen?
Ich glaube, dass diese Steine, die die Wende bringen, ständig in unserem Leben auftauchen. Wir erkennen sie nur oft nicht, weil wir nicht aufmerksam genug sind für die uns zugedachten Zeichen am Weg. So wünsche ich dir offene Augen und ein wachsames Herz für das Kleine und Unscheinbare, dass deinem Leben die positive Wendung gibt.
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Samstag, 14. September 2024
Viel-leichtes
Das Wort "vielleicht" verwenden wir wir ja in der Regel im Sinne von "möglicherweise". "Also, ich weiß noch nicht, ob ich morgen Zeit habe. Vielleicht komme ich, vielleicht aber auch nicht."
Wenn wir genauer auf das Wort schauen, dann steckt etwas ganz anderes dahinter. Ich höre das Wort "viel" und "leicht". Wir könnten es also auch verstehen als "Viel Leichtes".
Es fällt uns ja manchmal schwer, Entscheidungen zu treffen. Ich muss mich festlegen. Ich habe doch so viele Alternativen. Weiß ich, ob ich morgen noch das will, was ich heute möchte? "Vielleicht" ist ja morgen meine Stimmung eine ganz andere. "Vielleicht" habe ich noch nicht alles bedacht. "Vielleicht" entscheide ich mich ja falsch und hinterher bereue ich es. In diesem Sinne steckt da viel Schwanken in dem "Vielleicht". Es macht das Wort eher schwer und könnte auch heißen "Vielschwer". Entscheidungen können also "Vielschwer" fallen oder "Vielleicht". Die Alternative hieße also. Die Entscheidung zu fällen ist mir ganz "viel leicht"! Es fühlt sich gut und richtig an! Morgen werde ich mich "vielleicht" mit dir dir treffen! Es ist ganz leicht, sich mit dir zu treffen, da liegt ganz viel Leichtigkeit drin.
Merkwürdig, dass die vielen Entscheidungen, die uns so schwer fallen, sich mit "Viel-leicht-igkeit" tarnen, nicht wahr? Ich wünsche dir auf jeden Fall bei allen Entscheidungen eine gute Portion Leichtigkeit!
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Freitag, 13. September 2024
Herzliches Wunschglück!
Mögen deine Wünsche dich glücklich machen.
Mögen deine Gedanken über dein Wünschen reich sein und dich erfüllen.
Möge dein Wünschen lebendig und leicht sein.
Möge dein Wünschen eine Spur von Loslassen haben.
Mögen deine Wünsche ihren Ursprung in deinem Herzen haben.
Möge dein Glück viele Quellen haben.
Möge dein Glück auch Unglück wohlwollen begrüßen können.
Möge dein Glück auch das Unglück umfassen.
Mögest du Glück haben mit dem richtigen Wünschen.
Mögest du glücklich bleiben, wenn deine Wünsche nur Wünsche bleiben.
Mögest du unabhängig vom Wünschen sein und zugleich dafür empfänglich.
Mögest du von nichst abhängig sein und in deinem Herzen geborgen.
Ich wünsche dir herzliches Wunschglück!
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Mögen deine Gedanken über dein Wünschen reich sein und dich erfüllen.
Möge dein Wünschen lebendig und leicht sein.
Möge dein Wünschen eine Spur von Loslassen haben.
Mögen deine Wünsche ihren Ursprung in deinem Herzen haben.
Möge dein Glück viele Quellen haben.
Möge dein Glück auch Unglück wohlwollen begrüßen können.
Möge dein Glück auch das Unglück umfassen.
Mögest du Glück haben mit dem richtigen Wünschen.
Mögest du glücklich bleiben, wenn deine Wünsche nur Wünsche bleiben.
Mögest du unabhängig vom Wünschen sein und zugleich dafür empfänglich.
Mögest du von nichst abhängig sein und in deinem Herzen geborgen.
Ich wünsche dir herzliches Wunschglück!
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Donnerstag, 12. September 2024
Es gibt nur zwei Tag im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. (Dalai Lama)
Gestern ist vorbei und morgen ist noch nicht. Gestern hätte ich weniger arbeiten können und war wohl zu lange unterwegs und hatte zu viel zu tun und hätte mir mehr freie Zeit nehmen können. Ich habe es leider nicht gemacht und heute bereue ich es. Ich habe nicht gut auf mich aufgepasst. Jetzt ist heute und muss die Auswirkungen von gestern ertragen. Gestern schwappt nach heute über. Hätte ich doch gestern meinen Terminkalender nicht so vollgestopft. Wenn ich daran denke fehlt mir für heute die Kraft.
Und der Tag morgen macht mir Angst. Ich habe da so einen unangenehmen Beratungsauftrag. Hilflose und empörte Ehefrauen machen mich als männlichen Berater vorsichtig. Also beschäftige ich mich mit dieser Frau, die morgen kommt, heute schon. Ich lege mir einen Panzer zu und passe auf, dass sie weder mich noch alle anderen Männer beschimpfen kann. Die Beratung fängt heute schon an und ich werde wieder nur eine Stunde berechnen. Dabei ist morgen erst morgen und noch nicht jetzt.
Gestern ist vorbei und morgen ist noch nicht. Warum tue ich mir das an? Ich meine nicht die viele Arbeit und die unangenehmen Beratungen. Ich meine diese Gedanken, die mich von gestern und morgen ins Heute überfallen und mein Jetzt blockieren. Mein Verstand ist völlig undiszipliniert und macht, was er will. Wenn ich an gestern und heute denke, dann kann ich jetzt nichts mehr machen und auch nicht im Jetzt sein. Ja, ich kann nicht einmal Ich selber sein. Ich bin dann das Ich von gestern oder das Ich von morgen. Aber ein solches Ich ist gar nicht. Das Ich ist jetzt gerade da, wo ich diese Zeilen schreibe. Und wenn ich mich auf das Schreiben konzentriere und die Buchstaben anschaue, die ich gerade schreibe, dann verschwinden die Gedanken vom gestrigen Tag und die Angst vor morgen.
Ich werde mir also dessen bewusst, dass meine Gedanken einen Spuk erzeugen und ich schüttle sie ab wie Regentropfen. Ich lege meine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das, was ich jetzt mache. Was ich jetzt wahrnehme und - spüre, dass da ein Ich ist, das sich wahrnimmt. Yes, mehr davon!
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Und der Tag morgen macht mir Angst. Ich habe da so einen unangenehmen Beratungsauftrag. Hilflose und empörte Ehefrauen machen mich als männlichen Berater vorsichtig. Also beschäftige ich mich mit dieser Frau, die morgen kommt, heute schon. Ich lege mir einen Panzer zu und passe auf, dass sie weder mich noch alle anderen Männer beschimpfen kann. Die Beratung fängt heute schon an und ich werde wieder nur eine Stunde berechnen. Dabei ist morgen erst morgen und noch nicht jetzt.
Gestern ist vorbei und morgen ist noch nicht. Warum tue ich mir das an? Ich meine nicht die viele Arbeit und die unangenehmen Beratungen. Ich meine diese Gedanken, die mich von gestern und morgen ins Heute überfallen und mein Jetzt blockieren. Mein Verstand ist völlig undiszipliniert und macht, was er will. Wenn ich an gestern und heute denke, dann kann ich jetzt nichts mehr machen und auch nicht im Jetzt sein. Ja, ich kann nicht einmal Ich selber sein. Ich bin dann das Ich von gestern oder das Ich von morgen. Aber ein solches Ich ist gar nicht. Das Ich ist jetzt gerade da, wo ich diese Zeilen schreibe. Und wenn ich mich auf das Schreiben konzentriere und die Buchstaben anschaue, die ich gerade schreibe, dann verschwinden die Gedanken vom gestrigen Tag und die Angst vor morgen.
Ich werde mir also dessen bewusst, dass meine Gedanken einen Spuk erzeugen und ich schüttle sie ab wie Regentropfen. Ich lege meine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das, was ich jetzt mache. Was ich jetzt wahrnehme und - spüre, dass da ein Ich ist, das sich wahrnimmt. Yes, mehr davon!
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Mittwoch, 11. September 2024
Einen Reichtum an Freundschaft für dich!
Ein Freund ist jemand,
dem man den ganzen Inhalt des Herzens
reichen kann, weil man weiß,
dass er ihn mit zärtlicher Hand
annehmen und sichten wird.
(aus Arabien)
Mögest du reich gesegnet sein mit solchen Freundinnen und Freunden.
Möge dein Herz voller Dankbarkeit für dieses Geschenk sein.
Mögest du selbst eine Freundin und ein Freund sein mit einer zärtlichen Hand.
Möge dein Sichten voller Friede und Zuwendung sein!
Dienstag, 10. September 2024
Liest du noch die Speisekarte oder isst du schon!
Auf den ersten Blick klingt dieser Satz vielleicht eigenartig. Darum will ich ein paar Sätze dazu schreiben.
Stell dir vor, du gehst mit Freunden in ein Restaurant. Der Kellner heißt euch willkommen und zeigt euch einen Platz, wo ihr sitzen könnt. Ihr setzt euch und der Kellner bringt die Speisekarte. Er überreicht dir sehr freundlich diese Karte und empfiehlt dir auch eine von den Speisen. "Suchen sie vegetarisch? Das finden Sie hier! Und auf dieser Seite stehen die Tagesgerichte! Der Fisch ist heute besonders zu empfehlen!"
Du bedankst dich beim Kellner und dann lest ihr alle die Speisekarte rauf und runter. Ihr tauscht euch aus. "Was nimmst du?" "Ja wie toll, das klingt auch ganz lecker!" Vor deinem geistigen Auge siehst du die toll angerichteten Speisen. Dein Magen ruft: "Hurra!" in seiner unnachahmlichen Art. Dann kommt der Kellner wieder und es geschieht etwas merkwürdiges. Du gibst dem Kellner die Speisekarte zurück und deine Freunde machen es ebenso. Ihr bedankt euch bei dem freundlichen Mann für das Austeilen der Karten, entrichtet eine kleine Leihgebühr und verlasst das Lokal.
"Hä!" wirst du jetzt denken, oder? Das ist doch völlig schräg! Man geht doch in ein Lokal um zu essen. Du liest zwar die Speisekarte, aber das Ziel ist doch das Essen. In meiner Geschichte gibt es aber keine Bewusstheit vom Essen, sondern nur die Bewusstheit einer Speisekarte. Dort werden die Speisen gelesen, aber nicht konsumiert. In meiner Geschichte ist das völlig in Ordnung so. Meine Besucher kennen es nicht anders. Sie gehen in eine Lokal um Speisekarten zu lesen.
Du würdest jetzt vielleicht mit deinem erweiterten Bewusstsein sagen: "Wie schräg ist denn das! Das Eigentliche haben die Gäste doch verpasst. Das Wesentliche kommt erst nach der Bestellung. Es geht um das Essen, das Genießen und das Sattwerden. Vom Lesen wirst du nicht satt!"
Jetzt wirst du vielleicht fragen warum ich diesen Gedanken mit dir teile. Ich möchte dich einladen, diese Geschichte auf dein Leben zu übertragen. Wo liest du noch die Speisekarte und merkst nicht, dass du eigentlich essen dürftest?
Ich wage einmal eine Übertragung. In der Kirche erzählt dir der Pfarrer im Rahmen seiner Predigt etwas über Gott. Er erzählt, dass er gütig ist und dass man ihm vertrauen kann. Er liest dir vor, was in der Bibel steht und erklärt dir, wie du das verstehen kannst. Mit meinen Worten. Er liest eine Speisekarte vor. Aber isst du auch? Du hörst vielleicht etwas über Gott, aber du isst ihn nicht. Du spürst ihn nicht in dir und hast keine Gespür dafür in ihm zu leben. Du bekommst selten eine Anleitung zum "Gott spüren". Gerade in spirituellen Fragen habe ich oft den Eindruck, dass wir alle Speisekarten lesen und gar nicht wissen, dass es ums Essen geht.
Stell dir doch einmal vor, dass die Predigt ausfällt. Der Pfarrer würde sagen: "Herzlich willkommen! Schließe deine Augen und achte auf deinen Atem wie er kommt und geht. Nimm wahr, welche Bilder in dir auftauchen und welche Gedanken entstehen. Hörst du die Stimme Gottes? Was sagt er gerade. Was nimmst du wahr?" Dann - Stille. Zeit zum Wirken! Nach einer Weile lädt der Pfarrer ein zum Teilen: "Wer möchte erzählen, was geschehen ist?"
Auf einmal gäbe es eine Demokratisierung von Religion. Alle würden von den kostbaren Speisen erzählen, die sie gerade gegessen haben. Alle würden merken, dass sie den Sprung geschafft haben vom Lesen der Speisekarte hin zum Genießen der Speisen.
Die Gotteserfahrung ist meine Herzensangelegenheit. Ich weiß nicht, ob dir mein Bild etwas sagt. Vielleicht lässt es sich auch auf andere Situationen übertragen. Du hörst von Musik aber in dir gibt es keine Melodie. Dir erzählt jemand von Farben aber deine Welt ist schwarz und weiß. Du hörst, dass es die Liebe gibt, aber dein Herz bleibt bei der Sehnsucht stehen. Darum noch einmal meine Frage: Liest du noch die Speisekarte oder isst du schon?
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Montag, 9. September 2024
Urlaub ist wenn man auch Sonntag lange wach bleiben kann.
eine interessante Denke haben wir Menschen heute. Wir denken von der Arbeit her. Am Montag fängt die Arbeitswoche an und endet am Freitag. Dann haben wir das Wochenende um dann wieder arbeiten zu müssen. Der Sonntag ist für die Erholung da, damit wir das Leben dann meistern können. Eigentlich denken wir immer noch wie Sklaven und teilen ein in Arbeit und Freizeit.
Besser wäre doch aus meiner Sicht ein ganzheitliches Denken. Ich bin grundsätzlich frei in meinen Entscheidungen und ich mache das, womit ich ganz einverstanden bin. Ich lebe nicht nur am Sonntag sondern jeden Tag, auch am Montag oder Dienstag. Im Urlaub geben wir uns dann die großen Erlaubnisse. Am Sonntag lange wach zu bleiben. Außerhalb müssen wir früh ins Bett damit wir am Montag fit sind. Im Urlaub gönnen wir uns die Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Für ca. 30 Tage im Jahr. Auch wenn die Urlaubstage begrenzt sind - in Gedanken kannst du jeden Tag Urlaub machen. Du gehst zwar am Montag zur Arbeit aber gedanklich könntest du im Urlaubsmodus sein. Niemand zwingt dich, mit deinen ganzen Gefühlen und mit all deinem Denken und Handeln dich in den sklavischen Arbeitsmodus zu bewegen. du darfst dir die innere Freiheit bewahren. Wer könnte dich daran hindern? Nur deine inneren Glaubenssätze! Urlaub ist, wenn du innerlich frei bist.
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Besser wäre doch aus meiner Sicht ein ganzheitliches Denken. Ich bin grundsätzlich frei in meinen Entscheidungen und ich mache das, womit ich ganz einverstanden bin. Ich lebe nicht nur am Sonntag sondern jeden Tag, auch am Montag oder Dienstag. Im Urlaub geben wir uns dann die großen Erlaubnisse. Am Sonntag lange wach zu bleiben. Außerhalb müssen wir früh ins Bett damit wir am Montag fit sind. Im Urlaub gönnen wir uns die Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Für ca. 30 Tage im Jahr. Auch wenn die Urlaubstage begrenzt sind - in Gedanken kannst du jeden Tag Urlaub machen. Du gehst zwar am Montag zur Arbeit aber gedanklich könntest du im Urlaubsmodus sein. Niemand zwingt dich, mit deinen ganzen Gefühlen und mit all deinem Denken und Handeln dich in den sklavischen Arbeitsmodus zu bewegen. du darfst dir die innere Freiheit bewahren. Wer könnte dich daran hindern? Nur deine inneren Glaubenssätze! Urlaub ist, wenn du innerlich frei bist.
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Samstag, 7. September 2024
Im Zweifel für die Freiheit! (Willy Brandt)
Willy Brandt hat dieses Wort geprägt in einem politischen Zusammenhang. Im Zweifel für die Freiheit!
Leichter gesagt als getan. Im Laufe meiner Beratungen kommt es immer wieder vor, dass ich Menschen erlebe, die in ihren Beziehungen sich vorkommen wie in einem Gefängnis. "Mein Mann macht mir nur noch Vorwürfe. Alles mache ich falsch. Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch tun soll!" Andere fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz völlig unwohl. Der Chef ist eine Katastrophe, Kompetenzen werden entzogen, sinnlose Aufgaben, Arbeiten werden doppelt und dreifach gemacht. Der Arbeitsplatz kann nur noch mit Bauchschmerzen und Widerwillen aufgesucht werden. Krankheitstage scheinen der einzige Ausweg zu sein, dem Elend zu entkommen.
Im Zweifel für die Freiheit? Im Zweifel entscheiden sich leider viele Menschen nicht für die Freiheit. Schon damals in Israel musste Moses sein Volk lange bearbeiten, den Weg in die Freiheit zu gehen und bei den ersten Schwierigkeiten wollten sie zurück zu den Fleischtöpfen Ägyptens.
Manche Menschen halten lieber an ihrer "Sklavenidentität" auch heute noch fest. Sie werden zwar missachtet, beschimpft oder geschlagen. Aber sie haben einen Platz, wo sie hingehören. Die Unsicherheit der Freiheit fühlt sich schlimmer an als das schlimme Elend der Sicherheit. Gibt es da einen Ausweg?
Zunächst einmal braucht es Verständnis. Wer sich im Zustand der "Sklaverei" fühlt hat den Zugang zum "Befreiungsgefühl" verloren. Um also die Freiheit genießen zu können musst du die Sehnsucht nach Freiheit in dir wecken und wach halten. Es muss dich etwas zur Freiheit ziehen und du musst bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Du musst wählen: mehr Sicherheit oder mehr Freiheit.
Wenn man einen jungen Elefanten mit einem kleinen Stock am Boden angepflockt, dann gewöhnt er sich an die Gefangenschaft. Als erwachsener Elefant kann er bedenkelnlos an diesem kleinen Stock angepflockt bleiben. Obwohl er wegen seiner Stärke fliehen könnte macht er es nicht. Es ist nicht in seinem Bewusstsein verankert, dass er eigentlich frei ist.
Wir Menschen fühlen uns oft wie ein solcher Elefant. Wir sind an einem kleinen Stöckchen angebunden, das sich anfühlt wie ein Baum. Und wie der Elefant haben wir das Bewusstsein für die Freiheit verloren. Für die Freiheit müssen wir uns vorher entscheiden, damit sie sich ereignen kann. Also Augen auf, genau hinschauen, um die Ecke denken, das Unmögliche für möglich halten. Die Veränderungen im Denken zulassen und Freiheit einfach mal ausprobieren - wenigstens für einen Tag!
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Leichter gesagt als getan. Im Laufe meiner Beratungen kommt es immer wieder vor, dass ich Menschen erlebe, die in ihren Beziehungen sich vorkommen wie in einem Gefängnis. "Mein Mann macht mir nur noch Vorwürfe. Alles mache ich falsch. Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch tun soll!" Andere fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz völlig unwohl. Der Chef ist eine Katastrophe, Kompetenzen werden entzogen, sinnlose Aufgaben, Arbeiten werden doppelt und dreifach gemacht. Der Arbeitsplatz kann nur noch mit Bauchschmerzen und Widerwillen aufgesucht werden. Krankheitstage scheinen der einzige Ausweg zu sein, dem Elend zu entkommen.
Im Zweifel für die Freiheit? Im Zweifel entscheiden sich leider viele Menschen nicht für die Freiheit. Schon damals in Israel musste Moses sein Volk lange bearbeiten, den Weg in die Freiheit zu gehen und bei den ersten Schwierigkeiten wollten sie zurück zu den Fleischtöpfen Ägyptens.
Manche Menschen halten lieber an ihrer "Sklavenidentität" auch heute noch fest. Sie werden zwar missachtet, beschimpft oder geschlagen. Aber sie haben einen Platz, wo sie hingehören. Die Unsicherheit der Freiheit fühlt sich schlimmer an als das schlimme Elend der Sicherheit. Gibt es da einen Ausweg?
Zunächst einmal braucht es Verständnis. Wer sich im Zustand der "Sklaverei" fühlt hat den Zugang zum "Befreiungsgefühl" verloren. Um also die Freiheit genießen zu können musst du die Sehnsucht nach Freiheit in dir wecken und wach halten. Es muss dich etwas zur Freiheit ziehen und du musst bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Du musst wählen: mehr Sicherheit oder mehr Freiheit.
Wenn man einen jungen Elefanten mit einem kleinen Stock am Boden angepflockt, dann gewöhnt er sich an die Gefangenschaft. Als erwachsener Elefant kann er bedenkelnlos an diesem kleinen Stock angepflockt bleiben. Obwohl er wegen seiner Stärke fliehen könnte macht er es nicht. Es ist nicht in seinem Bewusstsein verankert, dass er eigentlich frei ist.
Wir Menschen fühlen uns oft wie ein solcher Elefant. Wir sind an einem kleinen Stöckchen angebunden, das sich anfühlt wie ein Baum. Und wie der Elefant haben wir das Bewusstsein für die Freiheit verloren. Für die Freiheit müssen wir uns vorher entscheiden, damit sie sich ereignen kann. Also Augen auf, genau hinschauen, um die Ecke denken, das Unmögliche für möglich halten. Die Veränderungen im Denken zulassen und Freiheit einfach mal ausprobieren - wenigstens für einen Tag!
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Freitag, 6. September 2024
Träum mal drüber nach!
Manchmal suche ich nach einer Lösung für ein Problem. Ich bekomme eine Idee und erzähle meinen Freunden von meinem Problem und von meiner Lösung. Ich erzähle meinen Freunden davon, weil ich noch nicht so ganz sicher bin. Ich habe einen Rest von Zweifeln.
Dann sagt ein Freund zum Beispiel: "Das würde ich an deiner Stelle nicht so machen. Wenn du das machst, schaffst du dir nur neue Probleme. Denke lieber noch mal drüber nach!" Oder ein anderer Freund sagt: "Ja, genau! So machst du es und nicht anders!" Das finde ich dann wieder sehr radikal. So eindeutig bin ich ja noch nicht. Ich spreche also mit vielen Freunden über mein Problem und über meine inzwischen nur noch "mögliche" Lösung. Ich muss am Ende noch mal drüber nachdenken.
Nur - je länger ich darüber nachdenke, desto weiter weg rückt meine Lösung. Das viele Nachdenken erschwert den ganzen Prozess.
Jetzt lese ich auf einer Postkarte den wunderbaren Rat: "Träum mal drüber nach!" Wie wunderbar! Ich bitte den Traum, dass er mir die Lösung zeigt. Dann kommt die Lösung nicht aus meinem begrenzten Verstand sondern aus dem grenzenlosen Raum aller Möglichkeiten. In der Nacht weitet sich mein Bewusstsein. Ich sehe viel klarer. Ohne Nachdenken. Die Lösung zeigt sich mir!
Also - bei deinem nächsten Problem kannst du dir das Nachdenken sparen. Träum einfach mal drüber nach!
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Dann sagt ein Freund zum Beispiel: "Das würde ich an deiner Stelle nicht so machen. Wenn du das machst, schaffst du dir nur neue Probleme. Denke lieber noch mal drüber nach!" Oder ein anderer Freund sagt: "Ja, genau! So machst du es und nicht anders!" Das finde ich dann wieder sehr radikal. So eindeutig bin ich ja noch nicht. Ich spreche also mit vielen Freunden über mein Problem und über meine inzwischen nur noch "mögliche" Lösung. Ich muss am Ende noch mal drüber nachdenken.
Nur - je länger ich darüber nachdenke, desto weiter weg rückt meine Lösung. Das viele Nachdenken erschwert den ganzen Prozess.
Jetzt lese ich auf einer Postkarte den wunderbaren Rat: "Träum mal drüber nach!" Wie wunderbar! Ich bitte den Traum, dass er mir die Lösung zeigt. Dann kommt die Lösung nicht aus meinem begrenzten Verstand sondern aus dem grenzenlosen Raum aller Möglichkeiten. In der Nacht weitet sich mein Bewusstsein. Ich sehe viel klarer. Ohne Nachdenken. Die Lösung zeigt sich mir!
Also - bei deinem nächsten Problem kannst du dir das Nachdenken sparen. Träum einfach mal drüber nach!
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Donnerstag, 5. September 2024
Möge das Leben dich lehren dir selbst ein guter Freund zu sein. (Irischer Segensspruch)
Bist du dir selbst ein guter Freund/
eine gute Freundin? Ich kenne viele Menschen, mich eingeschlossen, die sich
selber oftmals sehr kritisch betrachten. Du bist nicht klug genug, du hast
diese oder jene Aufgabe nicht optimal erfüllt. Du bist keine wunderbare Ehefrau
oder kein aufmerksamer Ehemann. Du fährst mit deinem Wagen zu langsam oder zu
schnell. Du beachtest alle Verkehrsregeln supergenau und nahezu penetrant oder
du hältst die Regeln alle nur so ungefähr ein. Du schaust dir deine Schulzeugnisse
über die Jahre an und erinnerst dich an all die Fächer, in denen du besser
hättest abschneiden können, wenn du nur genug geübt hättest. Dir kommen all die
Tests vor Augen, die du nicht wichtig genommen hast und überlegst, wo du stehen
würdest, wenn du immer die optimale Lösung gefunden hättest auf deinem Weg.
Du gehst zurück in die Vergangenheit
und betrachtest deine Gegenwart. Beim Einkauf hast du das Salz vergessen. Die
Kartoffeln haben heute fünf Minuten zu lange gekocht, du hast dir beim Essen
ein paar Saucenspritzer auf dein frisch gewaschenes Hemd eingehandelt. Du hast
dem einen nicht aufmerksam zugehört und
jemand anderem bist du auf die Nerven gegangen.
Du ärgerst dich über deine
Schusseligkeit und dein Unvermögen. Kannst du dir trotzdem ein guter Freund,
eine gute Freundin sein? Wie oft erlebe ich es, dass ein Freund mir sein
Unvermögen beichtet: „Ich habe vergessen dich anzurufen.“ „Ich muss dir doch
noch dein Buch zurückgeben, das du mir geliehen hast.“ Dann antworte ich: „Ist
doch nicht so schlimm!“
Kann ich mir das auch selber sagen? Ist
doch nicht so schlimm? In wie viele Fallen musst doch noch tappen. Wie viele
Dinge müssen dir noch misslingen bis du anfängst, dich dafür zu verurteilen?
Möge das Leben dich lehren, dir selbst ein guter Freund zu sein.
Mittwoch, 4. September 2024
Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben, aber viele, die du anderen schenkst. (irischer Segen)
Im Auto erzählte mir eine Freundin von
ihrem „verschenkten“ Tag. Solche Tage kenne ich auch. Du fängst mit einer
Arbeit an und kommst nicht voran trotz all der Zeit, die du investiert hast. Du
rufst an und erreichst niemanden. Im Laden ist das Produkt ausgegangen, das du
gesucht hast. Du machst einen Besuch und durch deine Ungeschicklichkeit reißt
du dir einen Knopf vom Hemd an einer Stelle, wo es gleich auffällt. Und das
alles nicht in einem Monat, sondern an einem einzigen Tag. Da bekommst du
wirklich den Eindruck: Das war ein verschenkter Tag. Da hätte ein spontaner
Ausflug oder ein entspannter Nachmittag im Garten mehr Sinn gemacht. Manchmal
deuten wir verschenkte Tage eher als „vergeudete“ Tage.
Um „vergeudete“ Tage geht es in diesem
irischen Segensspruch. Das sind Tage, zu denen du nicht innerlich Ja sagen
kannst. Tage, die du anders geplant und dir anders vorgestellt hast. Da kommt
schon mal das Gefühl hoch von Sinnlosigkeit und Leere.
Es gibt daneben aber auch die Erfahrung
eines verschenkten Tages in dem Sinne, dass du dich entscheidest, eine
bestimmte Zeit mit einem anderen Menschen zu verbringen. Du verschenkst Zeit,
du bist sogar so großzügig, dass du einen ganzen Tag schenkst. Es wird dich mit
Freude und Zufriedenheit erfüllen und dir helfen, ganz im Sein zu sein.
Ich
glaube, dass kein Tag vergeudet sein muss wenn du ihn als sinnvoll deutest.
Auch wenn alles schief geht kannst du sagen: Ich habe wertvolle Erfahrungen
gemacht! Also: „Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben, aber
viele, die du anderen schenkst."
Dienstag, 3. September 2024
Vielleicht geht doch noch was?
Das Kind bekommt ein schlechtes Zeugnis und wird nicht versetzt in die nächste Klasse. Da kann man nichts machen!
Das Paar hat sich heillos zerstritten und reicht die Scheidung ein. Da kann man nichts machen.
Der Kranke liegt im Sterben und der Tod wartet vor der Tür. Da kann man nichts machen.
Klingt wie Resignation, nicht wahr. Manchmal müssen wir uns dem "Schicksal" ergeben. Das Kind hat sich alle Mühe gegeben und dennoch die erforderlichen Noten nicht geschafft. Das Ehepaar war sogar in einer Beratung und der Kranke hat lange gekämpft. Da kann man nichts machen. Es mag sein, dass das Kind nicht versetzt wird, das Paar sich trennt und der Kranke stirbt. In jeder Situation "kann man dann dennoch etwas machen".
Das Kind kann daraus eine Lektion für die Zukunft lernen und andere Wege gehen. Das Paar findet in der Krise vielleicht einen neuen Anfang. Der Kranke kann noch vor dem Tod seinen Angehörigen seine Liebe zeigen.
Die Situationen können wir manchmal nicht verändern, aber unsere innere Einstellungen. Jedes Ereignis, das uns herausfordert, gibt uns die Gelegenheit zum inneren Wachsen.
Du kannst dein Leben bejahen mit allen Facetten. Es gibt nichts zu tun.
Du kannst Ja sagen auch zu deinen Fehlern. Dann gibt es nichts zu tun.
Du kannst dich mit dir selber aussöhnen. Dann gibt es nichts zu tun.
Da kann man nichts machen - Resignation.
Es gibt nichts zu tun - einfach im Sein sein!
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Das Paar hat sich heillos zerstritten und reicht die Scheidung ein. Da kann man nichts machen.
Der Kranke liegt im Sterben und der Tod wartet vor der Tür. Da kann man nichts machen.
Klingt wie Resignation, nicht wahr. Manchmal müssen wir uns dem "Schicksal" ergeben. Das Kind hat sich alle Mühe gegeben und dennoch die erforderlichen Noten nicht geschafft. Das Ehepaar war sogar in einer Beratung und der Kranke hat lange gekämpft. Da kann man nichts machen. Es mag sein, dass das Kind nicht versetzt wird, das Paar sich trennt und der Kranke stirbt. In jeder Situation "kann man dann dennoch etwas machen".
Das Kind kann daraus eine Lektion für die Zukunft lernen und andere Wege gehen. Das Paar findet in der Krise vielleicht einen neuen Anfang. Der Kranke kann noch vor dem Tod seinen Angehörigen seine Liebe zeigen.
Die Situationen können wir manchmal nicht verändern, aber unsere innere Einstellungen. Jedes Ereignis, das uns herausfordert, gibt uns die Gelegenheit zum inneren Wachsen.
Du kannst dein Leben bejahen mit allen Facetten. Es gibt nichts zu tun.
Du kannst Ja sagen auch zu deinen Fehlern. Dann gibt es nichts zu tun.
Du kannst dich mit dir selber aussöhnen. Dann gibt es nichts zu tun.
Da kann man nichts machen - Resignation.
Es gibt nichts zu tun - einfach im Sein sein!
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Montag, 2. September 2024
Dein goldener Schlüssel zum Leben!
Das Bild stammt von einer Postkarte, die an meinem Schrank hängt. Ein elegant gekleideter Vogel trägt einen Schlüssel im Schnabel. Er heißt übrigens Gregorius und wirkt mit seiner Brille klug und weise.
Eine Frau erzählte mir einmal von ihrer Beichtpraxis. Sie musste auf den Pfarrer warten, weil dieser noch einen dringenden Termin hatte. Zur Vorbereitung bekam sie ein Märchen der Gebrüder Grimm in die Hand gedrückt mit der Überschrift: "Der goldene Schlüssel." Kennst du dieses eigenartige Märchen? Es geht so:
Der goldene Schlüssel
Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur passt! dachte er, es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen, und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen. (Märchen der Gebrüder Grimm)
Ein wenig ärgerlich, nicht wahr? Am Ende des Märchens fragst du dich, was denn wohl in dem Kästchen liegt. Du bekommst jedoch keine Antwort. Das Märchen hat nur eine Person und es gibt kaum Handlung. Keine Verwicklungen. Kein Drama. Keine Verwandlungen. Es geschieht nichts.
Es ist dennoch interessant, das Märchen ohne Geschichte! Es gleicht eher einem Traumbild oder einem Gleichnis. Wir sind alle Besitzerinnen und Besitzer eines "goldenen Schlüssels". Wir können in unserem Leben etwas "goldenes" sehen, wenn wir die Augen und das Herz aufmachen. Unser Leben hat einen sichtbaren und einen unsichtbaren Anteil. Sichtbarer Schlüssel und verborgenes Schatzkästchen. Dein "goldener Schlüssel" könnte deine handwerkliche Geschicklichkeit sein, die Fähigkeit mit den Augen zu sehen. Vielleicht kannst du zwischen den Zeilen hören und bist akrobatisch auf einem ganz bestimmten Gebiet. Vielleicht kannst du einen Finger so bewegen wie niemand sonst auf dieser Welt. Vielleicht nimmst du aber auch etwas wahr, was nur du wahrnehmen kannst. Es ist also unglaublich wichtig, dass du um deinen "goldenen Schlüssel" weißt. Von da aus kannst du auf dein "Kästchen" schließen. Wo es einen Schlüssel gibt, gibt es auch ein Kästchen. Es wäre Schade, wenn du deinen Schlüssel nicht einsetzen würdest. In deinem Herzen könnte lebenslang ein "Schatz" warten und du würdest ihn nicht entdecken, heben und für dich nutzen!
Viele Menschen kennen nicht einmal ihren Schlüssel. Sie gleichen dem Jungen im kalten Schnee. Das Leben ist mühsam und hart. Es fehlt die Wärme im Herzen. Kannst du deine "goldenen Schlüssel" benennen? Welche fallen dir ein? Worin besteht dein Schnee? Wie verbirgst oder versteckst du deine Fähigkeiten?
Der erste wichtige Schritt im Umgang mit sich selbst heißt: "Ich habe meine eigenen goldenen Schlüssel. Ich richte meine Aufmerksamkeit darauf und werde mir dessen bewusst." Du besitzt "goldene Schlüssel".
Der zweite wichtige Schritt heißt:"Ich finde mit meinem Schlüssel das dazu passende Kästchen. Dazu räume ich Hindernisse aus dem Weg und bleibe einfach dran. Der Schlüssel erinnert mich daran, dass ich mich wirklich einsetze und immer wieder vertraue."
Ergänzungen:
In vielen Geschichten gibt es zuerst das Kästchen und dann sucht man den Schlüssel dazu. Die Verzweiflung kommt, wenn sich der Schlüssel nicht finden lässt. Was ist jedoch wichtiger? Schlüssel oder Schatz!
Der Inhalt des Kästchens bleibt uns verborgen. Der Inhalt deines eigenen Schatzkästchens gehört nur dir! Er geht niemandem etwas an! Es ist deine ureigene Persönlichkeit. Geh wohlwollend und wertschätzend damit um!
Vielleicht öffnest du mit deinem Schlüssel irgendwann das Kästchen und kannst nichts darin entdecken. Du denkst, es sei leer! Dann kommt dir die Erkenntnis! Es ging gar nicht um das Kästchen. Es ging um den Schlüssel!
Darum geht es immer! Das wir den Schlüssel zum Leben finden! Das eigene Leben verstehen lernen! Kraftvoller gehen! Gezielter sich einsetzen! Die Verletzungen und Kränkungen bearbeiten! Gelassener und wohlwollender sein! Du könntest entdecken, dass dein "unscheinbarer Schlüssel", den du oft ignorierst oder übersiehst, sich erst beim näheren Betrachten als "goldener Schlüssel" erweist.
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