Montag, 31. Oktober 2016

Wenn du strauchelst, weil dir die Arbeit zu schwer wird, möge die Erde tanzen, um dir das Gleichgewicht wiederzugeben. (irischer Segensspruch)


Ich erinnere mich an meine ersten Erfahrungen mit der Telefonseelsorge. Ich saß am Telefon und war ganz aufgeregt. Hoffentlich war ich eine gute Hilfe für einen Menschen in Not. Dann kam die Katastrophe: Es rief ein Mann aus Bayern an und ich verstand kein Wort. Ich verlor den Kopf und wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich versuchte, mir beim Hören einen Sinnzusammenhang zu erschließen. Dann traute ich mich, ihm zu sagen, dass ich ihn nicht verstehe. Daraufhin erklärte er mir sein Problem noch einmal, wieder in tiefstem bayrisch. In meiner Not kam ich auf die Idee, ihn zu bitten, für einen Norddeutschen etwas hochdeutscher zu reden. Da verstand er mein Problem und bemühte sich auf bayrisch-hochdeutsch. Ich verstand wieder nichts.
Während des Anrufs gingen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Du bist nicht geeignet für die Telefonseelsorge! Was ist, wenn er sich beschwert. Du kannst mit niemandem darüber reden. Du hast Vorurteile gegen Bayern. Was ist, wenn jetzt alle Anrufer aus Dialektgegenden anrufen. Was mach ich nur! Gebe ich diese Aufgabe auf?
Ich hatte wirklich den Eindruck zu straucheln. Diese Erfahrung wird sicher der Eine oder die Andere mit mir teilen. Auch im Beruf kommt es vor, dass du dich überfordert fühlst. Irgendwann kommt es zum Blackout. Schüler kennen das von einem Test und Trainer vor einem hochwichtigen Vortrag.
Es kommt dabei zu bestimmten Körperphänomenen. Du erstarrst, du wirst steif und du hörst auf zu atmen.
Wenn du strauchelst, weil dir die Arbeit zu schwer wird, möge die Erde tanzen. Mir gefällt das Bild. Wenn ich mich versteife könnte die Erde sich bewegen, damit ich wieder in meinen Rhythmus zurückfinde.
Wenn ich mich schon nicht mehr bewegen kann, dann bewegt sich die Welt um mich herum dennoch weiter. Die Erde hat ihren eigenen Tanz, das Leben pulsiert.
Wenn ich demnächst bei einer Überforderung kopflos werde gehe ich in die Achtsamkeit. Ich spüre den Boden, der mich trägt. Ich atme tief durch und lasse mich von den Geräuschen und Stimmen der Umgebung wieder einladen, am Spiel des Lebens teilzunehmen. Die Erde ist groß genug, für ein ständiges und zuverlässiges Gleichgewicht zu sorgen. 

Samstag, 29. Oktober 2016

Das Grün der Wiesen erfreue deine Augen, das Blau des Himmels überstrahle deinen Kummer, die Sanftheit der kommenden Nacht mache alle dunklen Gedanken unsichtbar. (Irischer Segen)


Wie gehst du mit Kummer und mit dunklen Gedanken um? Wo wohnen sie in deinem Körper? Spüre dem einmal nach. Vielleicht sitzt der Kummer im Herzen und die dunklen Gedanken im Kopf? Vielleicht sitzen sie da und strahlen auf deinen ganzen Körper aus. Du spürst die Schwere in den Gliedern. Du entwickelst einen Tunnelblick. Du nimmst nicht mehr wahr, was um dich herum geschieht.
Kummer und dunkle Gedanken sind wirklich schwer zu ertragen. Die dunklen Gedanken kommen oft als ein Grübeln daher. Hier eine Schleife, daraus eine neue Schleife... Du gehst von Schleife zu Schleife und... dann fängst du wieder von vorne an. Die dunklen Gedanken lieben die Worte: Hätte, Sollte, Müsste. Der Kummer liebt den tiefen Seufzer und die Ohs und Ahs.
Die bedrückende Nachricht heißt: Kummer und dunkle Gedanken gehören zum Menschsein dazu. Sei dankbar, wenn du davon nicht zu viel hast. Aber sie sind und bleiben ein Teil von dir.
Der irische Vers leugnet das auch nicht. Er schenkt dir jedoch eine Ergänzung. Wenn du schon Kummer hast, dann möge das Blau des Himmels ihn überstrahlen. Im Lichte des blauen Himmels bekommt der dunkle Kummer eine andere Färbung. Und wenn deine Sorgen dich gefangen halten richte deine Augen auf das Grün der Wiesen.
Dieser Aspekt ist interessant! Der irische Segen schlägt uns eine Art Farbtherapie vor. Im Grün des Lebens und im Blau der Beruhigung findet dein Kummer Trost. Am Tag mag das noch gehen. Der größte Verbündete von kummervollen Gedanken ist jedoch die Nacht. Ich kenne so viele Menschen, die sich tagsüber gut ablenken können, aber beim Einschlafen fangen die Gedanken an zu kreisen. „Die Sanftheit der kommenden Nacht mache alle dunklen Gedanken unsichtbar.“
Auf dem ersten Blick erscheint dir die Nacht wie ein Feind. Er verstärkt die dunklen Bilder und angsteinflößenden Gedanken. Mir gefällt es, das Bild der Nacht zu verändern. Die Nacht kann sehr sanft sein. Als Kind bist du unter die dunkle Decke gekrochen und hast dich versteckt wie in eine Höhle. Ich lege mich also schlafen und entwickle das Bild einer bergenden Höhle. Wenn dann die Gedanken kommen sage ich ihnen: „Ich kann euch nicht sehen, es ist ja dunkel! Erst morgen im Licht des neuen Tages kann ich mich wieder mit euch beschäftigen. Macht es wie ich und legt euch schlafen. Gute Nacht!“
Erinnerst du dich an die schöne Familienserie von den „Waltons“? Zum 
Schluss einer jeden Episode gab es einen kurzen Dialog quer durch alle Schlafzimmer. Das war ein sehr hilfreiches Ritual den Tag abzuschließen. Jeder sagt seinen letzten Gedanken und vergewissert sich, dass alle Familienmitglieder da sind. Dann lassen alle ihre Gedanken los und Stille kehrt ein. Wünsche also deinem Kummer eine gute Nacht und versprich ihm, dass du dich am nächsten Tag wieder darum kümmerst. 

Freitag, 28. Oktober 2016

Mögest du bei jedem Erwachen eine Stimme hören, die zu dir spricht: Heute wird dir was gutes widerfahren. (irischer Segen)


Du wachst auf und dir wird bewusst, dass heute dein Geburtstag ist. Du wirst Anrufe bekommen von Menschen, die dir Glück wünschen. Du wirst in der Post schöne Karten und Briefe finden von Menschen, die an dich gedacht haben. Es wird im Laufe des Tages mehrfach an der Tür klingeln und Freunde werden dich besuchen mit einem Geschenk in der Hand und Freude in den Augen. Du wachst also auf in dem klaren Wissen: Irgendjemand denkt heute an dich und schenkt dir seine Aufmerksamkeit und Liebe. Wenn du Geburtstag hast gehst du davon aus, dass das geschehen wird.
Es ist ein ganz normaler Tag. Du hast keinen Geburtstag und nichts Besonderes liegt an. Kein Jubiläum, kein Fest, ganz normaler Alltag. Wie viele dieser Tage gibt es in deinem Leben? Tage, an denen nichts geschieht außer eben Alltag? Du wachst am Morgen auf und gehst einfach hinein in deinen Tag ohne Wünsche oder positive Erwartungen. Du stehst auf weil der Wecker klingelt und deine Arbeit dich ruft. Die Tiere wachen auch auf, wenn der Tag beginnt und gehen schlafen, wenn er endet – je nach tierischer Eigenart.
Jetzt stell dir vor, dass du am Morgen eine Stimme hörst, die zu dir spricht: „Heute wird dir was gutes widerfahren.“  Wie wirst du aufstehen? Wie stehst du auf im Unterschied zu den anderen Morgen? Was wird dieser Satz in dir auslösen? Freudige Erwartung? Ungeahnte Kraft und Energie? Frohe Beschwingtheit? Stell dir also vor, dass du diese Stimme hörst. Du wirst die Augen aufmachen, dein Herz öffnen, hinhören und aufmerksam sein. Während des Tages geht deine Aufmerksamkeit hin zu der Erfüllung dieses Versprechens: „Ah, da widerfährt mir etwas gutes!“ Du weißt ja nicht, was geschehen wird. Alles kann für dich gut sein! Der Bus, der pünktlich kommt und der freie Sitzplatz für dich! Der geschenkte Freiraum bei der Arbeit, weil ein Termin abgesagt wurde! Das Sonderangebot in der Modeboutique oder was auch immer.
Die Stimme spricht nicht von vielleicht oder möglicherweise. Sie ist klar und präzise: „Heute wird...“
Jetzt magst du sagen: „Ich habe leider noch nie eine solche Stimme gehört am frühen Morgen.“ „Woher sollte diese Stimme kommen?“ Ich bin schon froh, wenn ich die Augen öffnen kann und alles so einigermaßen seinen geordneten Weg geht.
Wenn du auf die Stimme von außen wartest wirst du wahrscheinlich lange warten müssen. Was hindert dich daran, selber diese Stimme zu sein? Morgen also wachst du auf und sagst dir: „So schlimm kann gar kein Tag sein, als dass da nicht zwischendurch auch einmal ein kleines Wunder geschieht. Heute entscheide ich mich dafür, alle möglichen schlimmen Ereignisse zu übersehen und mich voll und ganz auf das Wunder zu konzentrieren, das heute auf mich wartet.“

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Man kann in ein Kind nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln. (Astrid Lindgren)


Kannst du dich an die vielen Erziehungsversuche deiner Eltern noch erinnern?

Was sagt man denn, wenn man etwas geschenkt bekommt?
Sitz gerade!
Das ist die falsche Hand!
Putz dir die Nase!
Hör auf zu schreien!
Putz dir die Zähne!
Hast du dir schon die Hände gewaschen!
Mach deine Hausaufgaben!
Sei höflich!
Schrei hier nicht rum!

Ich erlebe öfter mal verzweifelte Eltern, die unermüdlich etwas in ihre Kinder hineinprügeln. Hoffentlich nicht mit dem Stock. Aber verbal reicht ja auch schon.
Mir gefällt die Idee von Astrid Lindgren, dass wir Menschen gestreichelt werden möchten. Streichle doch mal etwas aus jemandem heraus. Wie schön das wohl ist?!
Streicheln ist eine Einladung und kein Befehl. Ich wäre als Kind gerne mal verlockt worden. Ich hätte mir mehr Einladungen gewünscht. Wenn ich eingeladen werde, dann mache ich unglaublich gerne etwas. Es ist mir dann sogar eine große Freude. Ich werde gewürdigt und als Mensch behandelt. Das ist es! Wir behandeln die Kinder oft wie Abhängige oder wie Sklaven. Wie können sie da etwas von der menschlichen Würde lernen? Jedes Kind und jeder Mensch hat eine große Würde. Eine Würde mit göttlicher Abstammung. Ich bin unverfügbar und ich habe kein Recht, etwas in einen Menschen hineinzuprügeln. Ich erzeuge damit nur Widerstand, Ärger, Angst und Ohnmacht. Gefühle, die sich in die Haut einbrennen. Oder in irgendein anderes Körperorgan.
Ich möchte lieber gestreichelt werden. Da kann ich erkennen, dass ich einen Wert habe, dass ich in den Augen der Menschen kostbar bin. Niemand muss mich zwingen. Da kann ich zu einem störrischen Esel werden. Als Kind war ich ohnmächtig. Und in der Abhängigkeit von meinen Eltern habe ich gehorcht. Aber ich habe es mir gemerkt und heimlich eine Rechnung aufgestellt. "Wenn ich groß bin, dann..."
Heute kann ich mich dafür entscheiden, etwas herauszustreicheln. Das schafft Verbindung und Freude! Die Gewalt darf ich zurücklassen. Ich möchte da keine Energie mehr hinzufügen. Das schadet meiner Seele. Irgendwann ist es gut, einen Schlussstrich zu ziehen und zum Streicheln zu wechseln.
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Mittwoch, 26. Oktober 2016

Faulsein ist wunderschön (Pippi Langstrumpf)


Fleiß stand in meiner Kindheit ganz oben in der Liste der Tugenden. "Sei fleißig in der Schule!" Dann bekommst du gute Noten. Mit den guten Noten bekommst du einen tollen Schulabschluss. Kannst studieren oder dich bewerben. Du hast gute bis sehr gute Berufsaussichten. Du verdienst Geld und kannst dir etwas leisten. Du wirst unabhängig und liegst niemandem auf der Tasche. Wer fleißig ist hat alle Chancen zum Reichtum.
Nur: Fleißig sein ist auf die Dauer ganz schön anstrengend. Da fehlt manchmal die Freude. Schnell wirst du zum Streber abgestempelt. Pippi Langstrumpf gibt die Empfehlung, dass du morgen auch noch fleißig sein kannst.
Faulsein ist wunderschön! Eine tolle Empfehlung! Pippi Langstrumpf spricht aus Erfahrung. Sie ist faul und findet das eben wunderschön. Sie hat kein schlechtes Gewissen! Darum könnte ich nicht entspannt faul sein. Ich hätte das schlechte Gewissen. Ich würde auf meinem Sofa sitzen und mit den Fingern auf der Lehne trommeln. Ich würde mit den Zähnen knirschen und vor mich grummelig murmeln: "Faulsein ist nicht wunderschön..." Ich bewundere Pippi, dass sie das so aus voller Überzeugung sogar singen kann. Eine tolle Weltanschauung. Sie sagt ja nicht, ob das moralisch in Ordnung ist oder nicht. Sie spricht davon, dass es sich einfach toll anfühlt.
Faul sein bekommt immer so eine schlechte Bewertung. Fleiß ist gut und Faul sein ist schlecht! Das finde ich auch nicht in Ordnung. Ich könnte doch mal dazulernen. Das schlechte Gewissen ist lediglich ein Überbleibsel aus der Kindheit. Da sitzen noch Mama und Papa und die Lehrer im Nacken. Das mit dem Fleiß ist ihre Überzeugung und ich habe sie übernommen.
Ich lasse mich also von Pippi Langstrumpf angrinsen und zurufen: "Faulsein ist wunderschön!" Und mache heute mal ein wenig mit!
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Dienstag, 25. Oktober 2016

Man kann sich wohl den Weg wählen, aber nicht die Menschen, denen man begegnet. (A. Schnitzler)


Oft wähle ich mir einen Weg. Ich gehe spazieren. Ich fahre zum Einkaufen. Ich suche mir einen Urlaubsort. Wenn ich unterwegs bin dann rechne ich auch damit, jemanden zu treffen. Und ich stelle fest, dass ich mich freue. Ich freue mich über all die "Zufallsmenschen". Die Menschen, dir mir heute zufallen. Die in mein Leben einfallen.
Wenn ich immer zu Hause bleiben würde, dann würde ich all diese Menschen nie treffen. Es gibt total viele Menschen, denen ich gerne begegne. "Dich habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Wie schön, dich mal wieder zu treffen." Manchmal gehe ich einkaufen im Supermarkt meiner Wahl, weil ich weiß, dass ich dort jemanden treffen werde. Auf diesem Weg bin ich schon zu Handwerkerempfehlungen gekommen. Wichtige Hinweise zur Gesundheit. Sonderangebote usw. Den Weg wähle ich, wen ich treffe, das weiß ich nicht. Aber die Menschen, die ich treffe, machen meinen Alltag bunt. Ein Lächeln, ein Gruß und manchmal auch eine Umarmung. Alle Begegnungen sagen mir: Ich gehöre dazu!
Manchmal begegne ich aber auch Menschen, die ich eigentlich nicht treffen möchte. Menschen, die mich gekränkt haben. Bewusst oder unbewusst. Da suche ich manchmal einen sicheren Weg, um bestimmten Menschen aus dem Weg zu gehen. Und auf einmal kommen sie mir entgegen. Zum Glück gibt es nicht viele davon. Ich muss also nicht so sehr aufpassen. Aber ein paar Menschen gibt es schon. Die möchte ich nicht treffen. Geht es dir auch so?
Und jetzt fasse ich einen Entschluss! Ab heute bin ich bereit, jedem Menschen zu begegnen. Ich höre auch, mich gekränkt zu fühlen. Ich gewinne die innere Freiheit wieder. Ich lasse das Vergangene vergangen sein und nehme meinen Platz ein. Dieser Weg gehört mir und wer immer mir über den Weg läuft, ist willkommen. "Jeder!" Irgendwann ist auch mal Schluss mit der Kränkung. Und ich beschließe hiermit auch, dass ich die Menschen in die Augen schaue, die ich gekränkt habe. Ich war mal Opfer und ich war auch Täter. Vermutlich wird das auch in Zukunft so sein. Ich atme tief durch und mache mich auf den Weg. Werde ich dich treffen? Bist du mir freundlich gesinnt? Habe ich dich oder hast du mich mal gekränkt? Ich wünsche dir und mir Frieden auf dem Weg!
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Montag, 24. Oktober 2016

Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)


Das Unmögliche zu schaffen ist eine große Herausforderung. Das Unmögliche zeichnet sich darin aus, dass es halt unmöglich ist - jenseits meiner Möglichkeiten. Ich kann unmöglich Frieden in Syrien schaffen. Es ist unmöglich für mich, meinen Chef auszutauschen. Ich kann mir keine anderen Eltern aussuchen. Und ich kann das Gerät, das die Lottozahlen zaubert, nicht beeinflussen. Tausende von Dingen entziehen sich meinen Möglichkeiten. Wenn ich das Unmögliche aber unbedingt will, dann renne ich da wie gegen eine Wand. Ich frustriere mich ständig selbst und gerate schnell in eine tiefe Depression.
Franz von Assisi empfiehlt mir, erst das Notwendige zu tun. Also das, was die Not wendet. Ich kann dafür sorgen, dass ich Wasser bekomme für meinen Durst. Ein Stück Brot für meinen Hunger. Eine Umarmung von einem Menschen, der mir seine Aufmerksamkeit schenkt. Wenn ich mich um das Notwendige kümmere, dann sorge ich erst einmal gut für mich. Ich sammle im übertragenen Sinne Sonnenstrahlen. Ich bewege meine Seele im Raum von Erfüllung und nicht von Mangel.
Allein darin liegt das große Geheimnis: Ich frustriere mich nicht angesichts der Unmöglichkeiten, sondern ich beginne mit dem, wo ich beginnen kann.
Wenn ich einmal angefangen habe, mich um das Notwendige zu kümmern, sehe ich die Möglichkeiten. Wenn der erste Schritt geht, dann geht irgendwo und irgendwie auch noch ein zweiter Schritt. Eben ein möglicher Schritt. Ich gehe Schritt für Schritt und Möglichkeit für Möglichkeit. Ich bewege mich immer mehr im Bereich von Leben, Liebe und Fülle. Und ohne, dass ich dafür extra arbeite eröffnet sich der Raum der Unmöglichkeit. Die Unmöglichkeit wird dir geschenkt.
Franz von Assisi zeigt mir, wie menschliches und göttliches zusammenwirken kann. Die göttlichen Seiten in mir erschaffen das Unmögliche. Sie sind aber darauf angewiesen, dass ich mit meinen menschlichen Möglichkeiten arbeite. Ich kann mich nicht einfach resigniert hinsetzen und warten, dass das Wunder geschieht. Das Wunder zeigt sich oder auch nicht im Gehen meines Weges. Wie bei einer Wanderung gehst du um eine Biege und es öffnet sich ein neuer Blick. Wenn du das Notwendige zuerst tust, hast du schon alles gemacht. Die Not ist vorüber. Du kannst aufatmen und gelassen weitergehen. Für heute wünsche ich dir viel Wunder und die Freude und die Kraft für die notwendenden Schritte.
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Samstag, 22. Oktober 2016

Nahrung für die Seele!




In einem Bericht über technische Veränderungen am Arbeitsplatz lese ich einen interessanten Gedanken. Arbeitsabläufe, die früher mit Händen und Muskelkraft mühsam bewältigt wurden, werden heute von Maschinen erledigt. Für eine solche Arbeit braucht es dann eher Köpfchen als Händchen. Im Laufe der Jahre entstanden in klugen Köpfen Maschinen in klein und groß bis überwältigend für alle erdenklichen Arbeitsabläufe. Dabei werden die Techniken immer detaillierter und ausgereifter. Viele empfinden es als eine große Erleichterung, weniger körperlich belastet zu sein. Allerdings steigt damit auch die Erwartung an den Kopf. Technik will bedient werden. Wenn ich entscheiden müsste eine Kiste von A nach B zu tragen, würde ich mich auch für den Gabelstapler entscheiden.
Im Baumarkt stehe ich staunend vor all den vielen Geräten und Werkzeugen. Für jede erdenkliche Arbeit existiert ein spezielles Werkzeugteil. Dahinter steckt letztlich ein unglaublicher Erfindergeist und Präzisionsarbeit über viele Jahrzehnte bis zu Jahrhunderten.
Jetzt mache ich einfach einen Sprung und betrachte ich meine Seele. Wurde für die Seele inzwischen auch ein Gabelstapler erfunden, der das Leben erleichtert? Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir unsere Seele immer noch mit den Steinzeitwerkzeugen bearbeiten. Meistens ignorieren wir sie. Wir hoffen, dass sie uns im Alltag nicht in die Quere kommt und die Stimmung vermasselt. Was stellen wir mit unserer Seele alles unbewusst und unbemerkt so an?
Wir spüren nicht, wenn wir zu stark belastet sind in unseren Beziehungen und unserer Arbeit und machen einfach weiter so.
Wir streifen unsere Bedürfnisse nach Geborgenheit und Streicheleinheiten ab wie eine nicht nötige Haut und denken, wir müssten den Alltag bewältigen.
Wir nehmen uns Zeit zum Putzen der Zähne und verschieben das Seelenpflegen auf die wenigen Urlaubstage im Jahr. Dabei verwechseln wir auch noch körperliches Ausruhen mit aktiver Seelenpflege.
Was braucht die Seele denn eigentlich zum Leben? Im übertragenen Sinn kann ich fragen: Wenn der Körper zur Entlastung einen Gabelstapler braucht, was braucht da die Seele?
Die erste Antwort, die mir dazu einfällt heißt: Nimm sie erst einmal wahr! Beachte sie! Schenke ihr deine Aufmerksamkeit! Befrage sie doch einmal: „Was brauchst du, dass es dir gut geht?“ Vielleicht wird deine Seele erst zaghaft und zögerlich hervorkommen und Schwierigkeiten haben, sich auszudrücken.  Sie braucht Zeit.  Sie ist unglaublich schnell und zugleich braucht sie Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich empfehle dir folgende Übung.
Du gehst zum Bäcker und schaust auf die Auslagen. Du schaust nicht mit den Gedanken im  Kopf: „Was fehlt in meinem Haushalt, was ist gesund? Wie teuer ist das?“ Du fragst stattdessen deine Seele: „Worauf hast du Lust! Was lacht dich an! Was erfreut dein Herz!“ Es kann sein, dass du am Ende ganz unvernünftig bist und irgendein Sahneteilchen kaufst. Dein Kopf wird Bedenken äußern, aber deine Seele frohlockt. Mir geht es bei diesem Beispiel nur das Einüben. Zugleich geht es darum, dass du den Unterschied spürst, ob du im Kopf bist oder mit der Seele arbeitest. Auf die Dauer sollten Kopf und Seele natürlich besser zusammenarbeiten.
Deine Seele benötigt eigentlich keinen Gabelstapler. Deine Seele ist schöpferisch und kann jeder Zeit etwas neu erfinden und hervorrufen. Sie erzählt Geschichten, schenkt dir Freude im Alltag, hüpft um dich herum wie ein kleines Kind, schenkt dir spontan tiefe Erkenntnis und Weisheit, ist unberechenbar und total zuverlässig an deiner Seite.
Zugleich ist sie flüchtig und versteckt sich, wenn du für sie nicht aufmerksam bist. Wie Was für Gewichte der Gabelstapler, ist die Achtsamkeit für die Seele. Wenn du weißt, dass deine Zähne tägliche Pflege brauchen um gesund zu bleiben, dann schenke deiner Seele ein Vielfaches denn mit ihr reist du in das neue Leben. 

Freitag, 21. Oktober 2016

Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum. (Mark Aurel)

Über die Welt ärgere ich mich nicht. Ich ärgere mich über Menschen, die viel schwätzen ohne dass ich dazwischen komme. Ich ärgere mich über Menschen, die ständig über das Essen meckern. Ich ärgere mich über die Drängler auf der Straße und über alte Brötchen am Morgen im Hotel.
Bei so manchem Ärger könnte ich jedoch mal einen Moment verweilen. Dann stelle ich fest: Ich schwätze auch oft, ohne dass noch jemand dazwischen kommt. Ich mecker gerne über das Essen, wenn es nicht frisch ist. Und wenn ich ungeduldig bin, dann kann ich auch auf der Straße drängeln. Leider hat mein Polo nicht genug PS um an Schleicher vorbeizukommen.
Um all diesen Ärger kann ich mich gut kümmern. Der Ärger über die Anderen ist zum größten Teil der Ärger über mich selbst. Ich schaue da wie in einem Spiegel und erkenne im Gegenüber mich selbst.
Aber der allgemeine Ärger über die Welt lohnt sich nicht. Mein Ärger verändert leider nichts. Der Welt ist es nahezu egal, was ich von ihr halte. Die Welt ist da wie ist und ich darf mich darin tummeln. Es ist eine schöne Spielwiese sowohl für meinen Ärger als auch für meine Freude. Na denn...!
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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein. (Johann Albrecht Bengel 1687-1752)

Mein Kalender schreibt diesen Spruch einer chinesischen Weisheit zu. Tatsächlich stammt er aber wohl von dem protestantischen Theologen Bengel. Warum glaubt mein Kalender wohl, dass es sich um eine chinesische Weisheit handelt. Wo lag der Anfang des Irrtums?
Wenn du einmal das Internet durchforstest wirst du feststellen, dass viele von vielen abschreiben manchmal mit richtiger Quelle, manchmal mit falscher und oftmals auch ohne Ursprungsangaben. Meine Sätze habe ich auch schon in einem Blog wiedergefunden und gedacht: Ach wie vertraut!
Macht es einen Unterschied, ob die Würdigung der Muße chinesischen oder protestantischen Ursprungs ist? Ich glaube nicht! Wir alle haben etwas Unsterbliches in uns. Wann wird unsere Sehnsucht nach einem ewigen Leben wach? Wenn ich den ganzen Tag arbeite, dann erschließt sich mir kaum ein Ewigkeitsgedanke. Da zählt das, was jetzt in diesem Augenblick zu tun ist.
Doch wenn du für einen ganzen Tag dich der Muße hingibst und in den Himmel schaust, dann öffnest du den Raum des unendlichen Kosmos. Ich nenne es den Zustand der "Verbundenheit". Das Gegenteil wäre die "Trennung". Das theologische Wort dafür heißt "Sünde" von absondern, getrennt sein. Die Stunde ist begrenzt, der Tag mit den 24 Stunden auch. Wenn dir die Sterblichkeit in den Sinn kommt, bist du im Zustand der Trennung, der "Sünde". Der Tod trennt dich vom Leben. Wie gelangst du jedoch  in einen Zustand der Verbundenheit? Wenn du dir Zeit nimmst und nichts tust, einfach da bist, verschwinden die "Zeitphänomene" wie Hektik oder Begrenzung. Die Zeit hört auf zu existieren. Es entsteht ein Zustand der Muße, in dem die Unsterblichkeit aufleuchtet. Auch, wenn du "arbeitest" kannst du in diese Bewusstheit hineingehen des "Ich Bin".
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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Spiele dein Leben und lebe dein Spiel - die acht Spieltypen


 
Als Mensch bist du ein soziales Wesen. Du lebst in einem Familienverband, einer Nachbarschaft einer Stadt. Du bist vielleicht Mitglied in einem Verein oder in einer Gruppe. Du lädst ein zu Festen und Feiern und gehst unter die Menschen. Als kleines Kind hast du die ernsten Seiten im Leben noch nicht so wahrgenommen. Du hast gespielt. In der Familie, auf der Straße und im Kindergarten. Im Spielen hast du dich ins Leben eingeübt. Deinen Stress damit abgebaut, deine emotionale Intelligenz gesteigert oder Krisen bewältigt. Und in dieser Phase hast du deine Persönlichkeit herausgebildet. Du hast mit anderen Kindern wahrscheinlich nicht einfach nur so gespielt, sondern du hast in der Regel gerne eine ganz bestimmte Rolle eingenommen. Und eine dieser Rollen spielst du auch noch heute. Ich möchte dich einladen doch einmal zu schauen, wie dein Weg vom Sandkasten bis heute verlaufen ist.
Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

1. Typ: Der Witzbold
Der Witzbold steht gerne auf der Bühne und unterhält die Menschen. Er findet und erfindet lustige Szenen und bringt alle zum Lachen. Er bekommt mit, wenn es in einer Gruppe dicke Luft gibt und findet ein Ventil, alle zum Lachen zu bringen. Du kannst dir vorstellen, wenn diese Rolle in einer Familie nicht besetzt ist, wird es dort nie Komödien geben sondern verstärkt das Drama.
Magst du den Witzbold? Wie viele Anteile davon hast du in dir? Wann kommt er hervor? Wenn schon ein toller Witzbold in deiner Familie vorhanden ist, wirst du diese Rolle vielleicht eher im Kreis eines Vereines spielen. Dann hörst du manchmal den Kommentar: "Warum bist du immer so ernst? Bei deinen Freunden bist du so locker!"
Wenn du ein Witzbold bist von deinem tiefsten Wesen her, dann sei dankbar. Du hast die Gabe der Leichtigkeit. Du kannst andere zum Lachen bringen. Du nimmst das Leben nicht so schwer und findest schnell die positiven Seiten - auch in einem Konflikt oder einer Krise.

2. Typ - Die Bewegungsspielerin
Spielen heißt sich bewegen. Rennen, turnen, schwimmen. Es geht um die Freude, die entsteht, wenn sie sich beim Spielen bewegen darf. Brettspiele und herumsitzen ist nicht so prickelnd. Den Körper spüren, sich lebendig fühlen, das Gefühl von Freude und die innere Energie umsetzen in die Bewegung.
Bewegst du dich gerne? Findest du es schwer, lange Zeit herumzusitzen? Gehst du lieber zur Kaffeetafel oder zu einer Tanzparty? Auch, wenn du nicht mehr so viel herumturnst: Vielleicht findest du Staubsaugen oder Putzen deswegen toll, weil du dich dabei ordentlich bewegen kannst. Von außen betrachtet wirkst du vielleicht wie ein total fleißiger Mensch ob im Haus oder im Garten. Immer bei der Arbeit. Aber eigentlich bist du nur eine Bewegungsspielerin.
Wenn du vorwiegend Freude an der Bewegung hast, dann sei dankbar! Du hast es geschafft, ganz in deinem Körper anzukommen. Das schafft nicht jeder! Du kannst mit deiner Lebendigkeit andere Menschen anstecken, endlich von der Lethargie aufzustehen und am Leben teilzunehmen. Das drückst du nämlich aus: Ich bin dabei! Auf jeden Fall! Du lebst die pure Energie! Darum: Spiele dein Leben und lebe dein ganz persönliches Spiel!

3. Typ: Der Forscher
Der Forscher ist neugierig. Er möchte gerne etwas Neues entdecken. Fremde Wälder, unbekannte Tiere, komplizierte Spiele. Überall sieht er eine Herausforderung, den Dingen auf den Grund zu gehen. Schenke ihm ein Fernglas und sofort ist der Entdeckerdrang geweckt. Forscher erklären dir gerne die Zusammenhänge in der Welt, die Funktion von Geräten und die Vielfalt der Welt der Dinosaurier.
Bist du auch so ein Forscher, eine Forscherin? Interessierst du dich für die Welt der Gewürze und probierst aus, welches zu welchem Gericht passt? Fährst du gerne in den Urlaub fernab der Touristenhochburgen? Suchst du Fossilien und ließt Bücher über den Klimawandel? Beschäftigst du dich mit der Wirksamkeit von Globuli oder dringst ein in die Geheimnisse deiner Waschmaschine? Möchtest du gerne ein neues Küchengerät erfinden und damit einen wichtigen Beitrag leisten für die Menschheit?
Wenn du so ein Forscher bist, dann sei dankbar. Du gehörst zu den Menschen, die dabei helfen, das Leben auf diesem Planeten besser zu verstehen. Du sorgst am Ende dafür, dass meine Alltagsabläufe leichter werden, weil ich nicht mehr mit der Hand waschen muss und ich trotz Kurzsichtigkeit mit meiner Brille dich erkennen kann. Auch wenn du dafür noch keinen Nobelpreis verdient hast - dein Haushalt wird nach den neuesten Erkenntnissen von Umweltfreundlichkeit und Technik ausgestattet sein. Forsche weiter! Spiele dein leben und lebe dein Spiel!

4. Typ: Die Wettkämpferin
Die Wettkämpferin sucht die Herausforderung. Den Vergleich. Gegen oder mit anderen Menschen, gegen oder mit der Natur. Rennen um zu gewinnen. Sie fordert heraus, sie kämpft und lässt sich nicht unterkriegen. Wenn alles aussichtslos erscheint mobilisiert sie immer noch eine Kraft - und hat Freude daran. Kampf ist ihr Spiel. Sich messen und sich selbst beweisen. Den inneren Schweinehund überwinden und am Ende die Faust in die Luft zu stemmen. "Ja!" Sie lieben Rekorde und achten auf das Einhalten der Regeln. Sonst ist ja kein Vergleich möglich. Sie nehmen gerne an Wettkämpfen teil und fiebern bei Olympiaden mit.
Bist du so eine Wettkämpferin? Triumphierst du, wenn du den günstigsten Handwerker gefunden hast? Gehst du beim Rudelwandern gerne vorweg und klopfst dir heimlich auf die Schulter wenn du zuerst oben auf dem Berg angekommen bist? Forderst du als Erwachsene immer noch gerne Kinder zum Wettkampf heraus? Wer ist Erster! Eroberst du dir gerne den ersten Platz in der Warteschlange im Supermarkt? 
Wenn du die Qualitäten einer Wettkämpferin lebst, sei dankbar. Du lässt dich nicht unterkriegen. Du stellst dich dem Leben, das nicht immer nur ein Geschenk ist. Wenn es darum geht, für deine Familie einen Platz am Büffet zu erobern, ergatterst du den besten Platz. Du gehst nicht ohne Schnäppchen nach Hause und stellst dich bei einer Lohnerhöhung nicht hinten an. Du weißt, was du kannst und bist stolz auf deine Leistung. Du achtest darauf, dass in deiner Familie die Spielregeln eingehalten werden und das die Gerechtigkeit nicht verliert. Entfalte deine Kraft! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!

5. Typ: Der Direktor
Der Direktor organisiert gerne ein Spiel. Er sammelt Spieler um sich, schlägt vor, hält den Laden zusammen und besitzt Leitungsqualitäten. Er trommelt die Kinder einer Straße zusammen und bekommt heraus, was alle gemeinsam spielen wollen. Wenn er den Hut aufhat und im Mittelpunkt steht, geht es ihm gut. Er entscheidet, wann das Spiel beginnt und wann es endet. Dann ist er stolz auf sich, weil das Spiel ohne ihn nicht stattgefunden hätte. Erinnerst du dich daran, dass du manchmal frustriert nach Hause gekommen bist? "Immer will der ... bestimmen." Du bist lediglich einem Direktor begegnet.
Organisierst du gerne den Urlaub? Fragst, wer will wo hin. Hast den Überblick über die Koffer. Planst ordentlich den ganzen Urlaub? Mit einer ordentlichen Liste? Bist du schon einmal Vorsitzende in einem Verein gewesen? Wurdest du als Klassensprecher in deiner Schullaufbahn gerne vorgeschlagen? Bist du die Person, die die Familie zusammenhält? Schauen alle immer zuerst auf dich wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen? Ergreifst du gerne bei einem Problemen das erste Wort und nimmst Zettel und Stift in die Hand?

Wenn du dir gerne den Hut aufsetzt und Verantwortung übernehmen kannst, dann sei dankbar. Ohne dich würde es im Umfeld wahrscheinlich sehr chaotisch sein. Jeder macht was er will und vor allem fehlt da jemand mit Überblick. Du sorgst dafür, dass nicht Zeit sinnlos vertan wird. Du weißt genau, wer in deiner Familie wo am richtigen Platz ist. Unter deiner Anleitung geht es total sicher und entspannt von A nach B. In deinem Garten wachsen und gedeihen die Pflanzen, weil du die richtigen Orte kennst, einen guten Plan hast und den Überblick nicht verlierst. Dabei ist das für dich keine Anstrengung, sondern Ausdruck deiner Freude und deines Spielens. Also setze den Hut auf und übernimm die Verantwortung. Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!

6. Typ: Die Sammlerin
Die Sammlerin sammelt: Glanzbilder, Murmeln, Bücher, Puppen, Kastanien. Das Sammeln selbst ist ihre Leidenschaft und der stolze Blick auf die Vollständigkeit. Ohne Sammelkinder gäbe es keine Fotoalben für Sportmeisterschaften. Sammlerinnen laufen mit hell wachen Augen durch die Gegend. Sie prüfen ständig, ob dieses oder jenes noch passend für die Sammlung wäre. Sie kennen sich aus in ihrer Umgebung und wissen um verborgene Plätze. Sie können hervorragend auf Dinge aufpassen, so dass nichts kaputt geht. Sie entwickeln Ordnungssysteme und haben immer einen reichen Vorrat.
Sammelst du gerne Vorräte, so dass es nie Mangel gibt. Könnte ich dich fragen, ob du dieses oder jenes hättest und du würdest deine Schränke öffnen und hättest tatsächlich etwas? Ich würde bei dir eine ganz bestimmte Schraube finden, eine Batterie, ein Pflaster und leere Dosen in unterschiedlichen Größen. Ich könnte zu dir mit meinem Butterbrot kommen und du hättest eine Tüte für mich? Ich könnte dich besuchen und etwas bewundern, was ich in dieser Fülle noch nicht gesehen habe? Tassen aus China oder Knöpfe aus Holz? Oder wenn ich mit dir ein Lied singen wollte, dann hättest du bestimmt den Liedtext irgendwo in deiner Sammlung...
Wenn du so viel Freude an den Dingen dieser Welt hast und so viel Geduld, dann sei dankbar. Du sorgst dafür, dass es auf dieser Welt Fülle und keinen Mangel gibt. Du liebst die kleinen und großen Kostbarkeiten und hast einen Sinn für Wertschätzung. Du kannst auch Freunde und Freundinnen sammeln und gehst behutsam mit ihnen um. Bei dir ist jeder Mensch gut aufgehoben, weil du den Wert erkennen kannst. Du streichelst und liebkost die Welt und siehst sie in ihrer wunderbaren Größe. Erfreue dich an den kostbaren Gütern dieser Welt! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!

7. Typ: Der Künstler
Ein Künstlerkind erfindet neue Spiele. Es kann auch spielen ohne etwas. Die Phantasie reicht aus. Es malt Kreidefelder auf der Straße und schlüpft in andere Rollen, wenn es einen Hut aufhat oder sich das Gesicht bemalt. Der Künstler singt gerne und findet Melodien oder neue Strophen zu alten Liedern. Er ist ein kreativer Kopf und in seiner Gegenwart kommt keine Langeweile auf. Und auch ein kaputtes Spielzeug ist für sie noch von hohem Wert, weil sie einfach damit ein neues Spiel erfinden.
Erfindest du neue Rezepte? Ist deine Wohnung einmalig und unverwechselbar? Keine Möbel von der Stange? Und wenn Möbel, dann wenigstens so verändert, dass sie wie ein Unikat wirken? Sind die Bilder an deiner Wand von dir selbst gemalt und du freust dich, wenn Besuchern das auffällt? Machst du aus allem, was du tust, letztlich ein Kunstwerk? Du füllst das Gemüse nicht einfach in eine Schüssel, sondern du arrangierst es? Du achtest auf die Zusammenstellung der Farben und Formen? Dich schmerzt es in den Augen, wenn jemand Kleidung trägt, die von der Farbzusammenstellung her nicht passt?
Wenn du durch dein Gestalten die Welt schöner machen kannst, dann sei dankbar. Du sorgst dafür, dass es heller und bunter wird. Du trägst dazu bei, dass die Menschen sich wohlfühlen und weiterentwickeln. Du sorgst dafür, dass es Räume der Zweckfreiheit gibt. Wo es nur auf das Dasein ankommt. Mit dir erstarrt das Leben nicht im Alltag und in der Routine. Mit dir wird die Welt farbenfroh. Gestalte also mit deinen Händen und mit deiner Phantasie! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!


Der 8. Typ: Die Geschichtenerzählerin
Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und auch in ihnen abzutauchen in Form von Büchern und Filmen. Sie kann Menschen in ihren Bann ziehen und hilft, aus langweiligen Welten zu flüchten in Länder von Abenteuer und Phantasie. Rollenspiele sind ihre Leidenschaft und sie kann nie genug davon bekommen, Vater, Mutter und Kind zu spielen. Sie kann durch ihre Erzählungen trösten, aufmuntern, erheitern und Spannung erzeugen. Sie ist die Meisterin des Klavierspielens mit den Gefühlen. 
Erzählst du gerne etwas von dem, was du erlebt hast? Breitest du dich dabei episch aus? Kannst du einen Spannungsbogen aufbauen? Die Zuhörer neugierig machen, sie in deinen Bann ziehen? Hören die Menschen dir gerne zu und bist du bei Gesellschaften zu gewissen Zeiten der Mittelpunkt, um den sich alles dreht? Kannst du eigene Erlebnisse ein wenig ausschmücken und kreativ aufbauschen? Kannst du dich in Bücher verlieren und Menschen davon begeistern? Kommen Kinder auf dich zu und fragen dich, ob du ihnen eine Geschichte erzählst?
Wenn du etwas zu sagen hast und das in Form von Geschichten erzählen kannst, dann sei dankbar. Auch wenn wir nicht mehr am Abend am Lagerfeuer sitzen brauchen die Menschen Geschichten. Du kannst damit trösten und aufheitern. Du kannst die Seele deiner Zuhörer berühren  so dass sie wieder Mut fassen und sich aufrichten. Du sorgst für heilsame Tränen und stiftest Gemeinschaft, wenn die Menschen sich um dich versammeln. Du erschaffst neue und fremde Welten und sorgst für Abwechslung vom eintönigen Alltag. Du kommst ohne Technik oder Schnickschnack aus. Du bist da und fängst an zu sprechen. Und schon sind alle gefangen in deinem Bannkreis. Erzähle und berühre! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!


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Dienstag, 18. Oktober 2016

Die Geschichtenerzählerin - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

Der 8. Typ: Die Geschichtenerzählerin
Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und auch in ihnen abzutauchen in Form von Büchern und Filmen. Sie kann Menschen in ihren Bann ziehen und hilft, aus langweiligen Welten zu flüchten in Länder von Abenteuer und Phantasie. Rollenspiele sind ihre Leidenschaft und sie kann nie genug davon bekommen, Vater, Mutter und Kind zu spielen. Sie kann durch ihre Erzählungen trösten, aufmuntern, erheitern und Spannung erzeugen. Sie ist die Meisterin des Klavierspielens mit den Gefühlen.

Erzählst du gerne etwas von dem, was du erlebt hast? Breitest du dich dabei episch aus? Kannst du einen Spannungsbogen aufbauen? Die Zuhörer neugierig machen, sie in deinen Bann ziehen? Hören die Menschen dir gerne zu und bist du bei Gesellschaften zu gewissen Zeiten der Mittelpunkt, um den sich alles dreht? Kannst du eigene Erlebnisse ein wenig ausschmücken und kreativ aufbauschen? Kannst du dich in Bücher verlieren und Menschen davon begeistern? Kommen Kinder auf dich zu und fragen dich, ob du ihnen eine Geschichte erzählst?

Wenn du etwas zu sagen hast und das in Form von Geschichten erzählen kannst, dann sei dankbar. Auch wenn wir nicht mehr am Abend am Lagerfeuer sitzen brauchen die Menschen Geschichten. Du kannst damit trösten und aufheitern. Du kannst die Seele deiner Zuhörer berühren  so dass sie wieder Mut fassen und sich aufrichten. Du sorgst für heilsame Tränen und stiftest Gemeinschaft, wenn die Menschen sich um dich versammeln. Du erschaffst neue und fremde Welten und sorgst für Abwechslung vom eintönigen Alltag. Du kommst ohne Technik oder Schnickschnack aus. Du bist da und fängst an zu sprechen. Und schon sind alle gefangen in deinem Bannkreis. Erzähle und berühre! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!
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Montag, 17. Oktober 2016

Der Künstler - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

7. Typ: Der Künstler
Ein Künstlerkind erfindet neue Spiele. Es kann auch spielen ohne etwas. Die Phantasie reicht aus. Es malt Kreidefelder auf der Straße und schlüpft in andere Rollen, wenn es einen Hut aufhat oder sich das Gesicht bemalt. Der Künstler singt gerne und findet Melodien oder neue Strophen zu alten Liedern. Er ist ein kreativer Kopf und in seiner Gegenwart kommt keine Langeweile auf. Und auch ein kaputtes Spielzeug ist für sie noch von hohem Wert, weil sie einfach damit ein neues Spiel erfinden.

Erfindest du neue Rezepte? Ist deine Wohnung einmalig und unverwechselbar? Keine Möbel von der Stange? Und wenn Möbel, dann wenigstens so verändert, dass sie wie ein Unikat wirken? Sind die Bilder an deiner Wand von dir selbst gemalt und du freust dich, wenn Besuchern das auffällt? Machst du aus allem, was du tust, letztlich ein Kunstwerk? Du füllst das Gemüse nicht einfach in eine Schüssel, sondern du arrangierst es? Du achtest auf die Zusammenstellung der Farben und Formen? Dich schmerzt es in den Augen, wenn jemand Kleidung trägt, die von der Farbzusammenstellung her nicht passt?

Wenn du durch dein Gestalten die Welt schöner machen kannst, dann sei dankbar. Du sorgst dafür, dass es heller und bunter wird. Du trägst dazu bei, dass die Menschen sich wohlfühlen und weiterentwickeln. Du sorgst dafür, dass es Räume der Zweckfreiheit gibt. Wo es nur auf das Dasein ankommt. Mit dir erstarrt das Leben nicht im Alltag und in der Routine. Mit dir wird die Welt farbenfroh. Gestalte also mit deinen Händen und mit deiner Phantasie! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!
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Samstag, 15. Oktober 2016

Die Sammlerin - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

6. Typ: Die Sammlerin
Die Sammlerin sammelt: Glanzbilder, Murmeln, Bücher, Puppen, Kastanien. Das Sammeln selbst ist ihre Leidenschaft und der stolze Blick auf die Vollständigkeit. Ohne Sammelkinder gäbe es keine Fotoalben für Sportmeisterschaften. Sammlerinnen laufen mit hell wachen Augen durch die Gegend. Sie prüfen ständig, ob dieses oder jenes noch passend für die Sammlung wäre. Sie kennen sich aus in ihrer Umgebung und wissen um verborgene Plätze. Sie können hervorragend auf Dinge aufpassen, so dass nichts kaputt geht. Sie entwickeln Ordnungssysteme und haben immer einen reichen Vorrat.

Sammelst du gerne Vorräte, so dass es nie Mangel gibt. Könnte ich dich fragen, ob du dieses oder jenes hättest und du würdest deine Schränke öffnen und hättest tatsächlich etwas? Ich würde bei dir eine ganz bestimmte Schraube finden, eine Batterie, ein Pflaster und leere Dosen in unterschiedlichen Größen. Ich könnte zu dir mit meinem Butterbrot kommen und du hättest eine Tüte für mich? Ich könnte dich besuchen und etwas bewundern, was ich in dieser Fülle noch nicht gesehen habe? Tassen aus China oder Knöpfe aus Holz? Oder wenn ich mit dir ein Lied singen wollte, dann hättest du bestimmt den Liedtext irgendwo in deiner Sammlung...

Wenn du so viel Freude an den Dingen dieser Welt hast und so viel Geduld, dann sei dankbar. Du sorgst dafür, dass es auf dieser Welt Fülle und keinen Mangel gibt. Du liebst die kleinen und großen Kostbarkeiten und hast einen Sinn für Wertschätzung. Du kannst auch Freunde und Freundinnen sammeln und gehst behutsam mit ihnen um. Bei dir ist jeder Mensch gut aufgehoben, weil du den Wert erkennen kannst. Du streichelst und liebkost die Welt und siehst sie in ihrer wunderbaren Größe. Erfreue dich an den kostbaren Gütern dieser Welt! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!
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Freitag, 14. Oktober 2016

Der Direktor - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

5. Typ: Der Direktor
Der Direktor organisiert gerne ein Spiel. Er sammelt Spieler um sich, schlägt vor, hält den Laden zusammen und besitzt Leitungsqualitäten. Er trommelt die Kinder einer Straße zusammen und bekommt heraus, was alle gemeinsam spielen wollen. Wenn er den Hut aufhat und im Mittelpunkt steht, geht es ihm gut. Er entscheidet, wann das Spiel beginnt und wann es endet. Dann ist er stolz auf sich, weil das Spiel ohne ihn nicht stattgefunden hätte. Erinnerst du dich daran, dass du manchmal frustriert nach Hause gekommen bist? "Immer will der ... bestimmen." Du bist lediglich einem Direktor begegnet.

Organisierst du gerne den Urlaub? Fragst, wer will wo hin. Hast den Überblick über die Koffer. Denkst den ganzen Urlaub durch und gehst mit deinen Listen alle kritischen Punkte durch? Bist du schon einmal Vorsitzende in einem Verein gewesen? Wurdest du als Klassensprecher in deiner Schullaufbahn gerne vorgeschlagen? Bist du die Person, die die Familie zusammenhält? Schauen alle immer zuerst auf dich wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen? Ergreifst du gerne bei einem Problem das erste Wort und nimmst Zettel und Stift in die Hand?

Wenn du dir gerne den Hut aufsetzt und Verantwortung übernehmen kannst, dann sei dankbar. Ohne dich würde es im Umfeld wahrscheinlich sehr chaotisch sein. Jeder macht was er will und vor allem fehlt da jemand mit Überblick. Du sorgst dafür, dass nicht Zeit sinnlos vertan wird. Du weißt genau, wer in deiner Familie wo am richtigen Platz ist. Unter deiner Anleitung geht es total sicher und entspannt von A nach B. In deinem Garten wachsen und gedeihen die Pflanzen, weil du die richtigen Orte kennst, einen guten Plan hast und den Überblick nicht verlierst. Dabei ist das für dich keine Anstrengung, sondern Ausdruck deiner Freude und deines Spielens. Also setze den Hut auf und übernimm die Verantwortung. Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!
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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Die Wettkämfperin - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

4. Typ: Die Wettkämpferin
Die Wettkämpferin sucht die Herausforderung. Den Vergleich. Gegen oder mit anderen Menschen, gegen oder mit der Natur. Rennen um zu gewinnen. Sie fordert heraus, sie kämpft und lässt sich nicht unterkriegen. Wenn alles aussichtslos erscheint mobilisiert sie immer noch eine Kraft - und hat Freude daran. Kampf ist ihr Spiel. Sich messen und sich selbst beweisen. Den inneren Schweinehund überwinden und am Ende die Faust in die Luft zu stemmen. "Ja!"
Sie liebe Rekorde und achten auf das Einhalten der Regeln. Sonst ist ja kein Vergleich möglich. Sie nehmen gerne an Wettkämpfen teil und fiebern bei Olympiaden mit.

Bist du so eine Wettkämpferin? Triumphierst du, wenn du den günstigsten Handwerker gefunden hast? Gehst du beim Rudelwandern gerne vorweg und klopfst dir heimlich auf die Schulter wenn du zuerst oben auf dem Berg angekommen bist? Forderst du als Erwachsene immer noch gerne Kinder zum Wettkampf heraus? Wer ist Erster! Eroberst du dir gerne den ersten Platz in der Warteschlange im Supermarkt? 

Wenn du die Qualitäten einer Wettkämpferin lebst, sei dankbar. Du lässt dich nicht unterkriegen. Du stellst dich dem Leben, das nicht immer nur ein Geschenk ist. Wenn es darum geht, für deine Familie einen Platz am Buffet zu erobern, ergatterst du den besten Platz. Du gehst nicht ohne Schnäppchen nach Hause und stellst dich bei einer Lohnerhöhung nicht hinten an. Du weißt, was du kannst und bist stolz auf deine Leistung. Du achtest darauf, dass in deiner Familie die Spielregeln eingehalten werden und das die Gerechtigkeit nicht verliert. Entfalte deine Kraft! Spiele dein Leben und lebe dein Spiel!
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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der Forscher - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

3. Typ: Der Forscher
Der Forscher ist neugierig. Er möchte gerne etwas neues entdecken. Fremde Wälder, unbekannte Tiere, komplizierte Spiele. Überall sieht er eine Herausforderung, den Dingen auf den Grund zu gehen. Schenke ihm ein Fernglas und sofort ist der Entdeckerdrang geweckt. Forscher erklären dir gerne die Zusammenhänge in der Welt, die Funktion von Geräten und die Vielfalt der Welt der Dinosaurier.

Bist du auch so ein Forscher, eine Forscherin? Interessierst du dich für die Welt der Gewürze und probierst aus, welches zu welchem Gericht passt? Fährst du gerne in den Urlaub fernab der Touristenhochburgen? Suchst du Fossilien und liest Bücher über den Klimawandel? Beschäftigst du dich mit der Wirksamkeit von Globuli oder dringst ein in die Geheimnisse deiner Waschmaschine? Möchtest du gerne ein neues Küchengerät erfinden und damit einen wichtigen Beitrag leisten für die Menschheit?

Wenn du so ein Forscher bist, dann sei dankbar. Du gehörst zu den Menschen, die dabei helfen, das Leben auf diesem Planeten besser zu verstehen. Du sorgst am Ende dafür, dass meine Alltagsabläufe leichter werden, weil ich nicht mehr mit der Hand waschen muss und ich trotz Kurzsichtigkeit mit meiner Brille dich erkennen kann. Auch wenn du dafür noch keinen Nobelpreis verdient hast - dein Haushalt wird nach den neuesten Erkenntnissen von Umweltfreundlichkeit und Technik ausgestattet sein. Forsche weiter! Spiele dein leben und lebe dein Spiel!
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Dienstag, 11. Oktober 2016

Die Bewegungsspielerin - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

2. Typ - Die Bewegungsspielerin

Spielen heißt sich bewegen. Rennen, turnen, schwimmen. Es geht um die Freude, die entsteht, wenn sie sich beim Spielen bewegen darf. Brettspiele und herumsitzen ist nicht so prickelnd. Den Körper spüren, sich lebendig fühlen, das Gefühl von Freude und die innere Energie umsetzen in die Bewegung.

Bewegst du dich gerne? Findest du es schwer, lange Zeit herumzusitzen? Gehst du lieber zur Kaffeetafel oder zu einer Tanzparty? Auch, wenn du nicht mehr so viel herumturnst: Vielleicht findest du Staubsaugen oder Putzen deswegen toll, weil du dich dabei ordentlich bewegen kannst. Von außen betrachtet wirkst du vielleicht wie ein total fleißiger Mensch ob im Haus oder im Garten, immer bei der Arbeit. Aber eigentlich bist du nur eine Bewegungsspielerin.

Wenn du vorwiegend Freude an der Bewegung hast, dann sei dankbar! Du hast es geschafft, ganz in deinem Körper anzukommen. Das schafft nicht jeder! Du kannst mit deiner Lebendigkeit andere Menschen anstecken, endlich von der Lethargie aufzustehen und am Leben teilzunehmen. Das drückst du nämlich aus: Ich bin dabei! Auf jeden Fall! Du lebst die pure Energie! Darum: Spiele dein Leben und lebe dein ganz persönliches Spiel!
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Montag, 10. Oktober 2016

Der Witzbold - Spiele dein Leben - lebe dein Spiel!


Als Mensch bist du ein soziales Wesen. Du lebst in einem Familienverband, einer Nachbarschaft einer Stadt. Du bist vielleicht Mitglied in einem Verein oder in einer Gruppe. Du lädst ein zu Festen und Feiern und gehst unter die Menschen.
Als kleines Kind hast du die ernsten Seiten im Leben noch nicht so wahrgenommen. Du hast gespielt. In der Familie, auf der Straße und im Kindergarten. Im Spielen hast du dich ins Leben eingeübt. Hast deinen Stress damit abgebaut, deine emotionale Intelligenz gesteigert oder Krisen bewältigt. Und in dieser Phase hast du deine Persönlichkeit herausgebildet. Du hast mit anderen Kindern wahrscheinlich nicht einfach nur so gespielt, sondern du hast in der Regel gerne eine ganz bestimmte Rolle eingenommen. Und eine dieser Rollen spielst du auch noch heute. Ich möchte dich einladen doch einmal zu schauen, wie dein Weg vom Sandkasten bis heute verlaufen ist.
Der amerikanische Begründer des Institutes für Spielen Stuart Brown unterscheidet 8 Spieltypen. Du wirst feststellen, dass du wahrscheinlich nicht nur einem einzigen Typ entsprichst, sondern mehrere in dir vereinigst. Vielleicht wird dir bei der Beschäftigung damit auch klar, warum du mit dem einen oder anderen Menschen heute als Erwachsener besser oder auch schlechter klar kommst. Wo also findest du dich wieder?

1. Typ: Der Witzbold

Der Witzbold steht gerne auf der Bühne und unterhält die Menschen. Er findet und erfindet lustige Szenen und bringt alle zum Lachen. Er bekommt mit, wenn es in einer Gruppe dicke Luft gibt und findet ein Ventil, alle zum Lachen zu bringen. Du kannst dir vorstellen, wenn diese Rolle in einer Familie nicht besetzt ist, wird es dort nie Komödien geben sondern verstärkt das Drama.

Magst du den Witzbold? Wie viele Anteile davon hast du in dir? Wann kommt er hervor? Wenn schon ein toller Witzbold in deiner Familie vorhanden ist, wirst du diese Rolle vielleicht eher im Kreis eines Vereines spielen. Dann hörst du manchmal den Kommentar: "Warum bist du immer so ernst? Bei deinen Freunden bist du so locker!"

Wenn du ein Witzbold bist von deinem tiefsten Wesen her, dann sei dankbar. Du hast die Gabe der Leichtigkeit. Du kannst andere zum Lachen bringen. Du nimmst das Leben nicht so schwer und findest schnell die positiven Seiten - auch in einem Konflikt oder einer Krise.
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Samstag, 8. Oktober 2016

Der Schatzhüter und dein innerer Schatz




Der Held eines Märchens macht sich auf den Weg, um einen Schatz zu finden. Nach der Bewältigung zahlreicher Aufgaben stößt er irgendwann auf den Schatzhüter. Außermenschliche Wesenheiten wie Drachen, Zwerge, Gnome oder Feen sind in der Regel für diese Aufgabe zuständig. Sie halten die kostbaren Dinge zusammen und passen auf, dass kein Unberechtigter sich diese Schätze aneignet.
Welche Qualitäten braucht ein Schatzhüter? Nun, er kennt sich bestimmt aus mit den menschlichen Schwächen wie Gier und Neid. Er ist mutig und stellt sich entschlossen jedem Eindring entgegen. Auch sein Leben setzt er dabei aufs Spiel. Er weiß um die Qualität und Bedeutung seines Schatzes und kennt hoffentlich jedes noch so kleine Teil. Er weiß von zahlreichen Sicherungstechniken und ist immer wachsam.
So weit zum Schatzhüter im Märchen und jetzt zu dir und mir. Auch du trägst einen Schatz in dir. Du bist so kostbar und wertvoll. Du bist so liebenswert! So einmalig! Kannst du vor dem Spiegel stehen und dich anschauen und alle Qualitäten sehen, die in dir schlummern? Oder findest du das peinlich? Du siehst eher deine Defizite? Die Körperteile, die du nicht magst? Du denkst oft, dass du etwas nicht richtig gemacht hast? Es hat nicht ausgereicht?
Manchmal bewegst du dich im Bewertungsmaßstab der Schulnoten von befriedigend über ausreichend bis mangelhaft und ungenügend. Leider sind wir von diesem Notensystem sehr geprägt. Solche Noten findest du nie: hervorragend, super, toll, klasse, außerirdisch. Da fehlt außerdem ein Satz, der vor und über allen Bewertungssätzen steht. „Bevor ich dir eine Note gebe sage ich dir, dass ich dich liebe! Und das ist mir wichtiger als jede Bewertung.“ Stell dir doch einmal vor, dass als erster Satz auf jedem deiner Schulzeugnisse stehen würde: „Du bist ein wertvoller Schatz unserer Schulgemeinschaft. Wir freuen uns, dass du da bist und wünschen uns, dass du dich hier bei uns wohlfühlst. Was wir dafür tun können, wollen wir dir gerne anbieten. Und wenn du etwas vermisst, dann sprich uns gerne an. Es ist uns eine Ehre, dass du diese Schule ausgewählt hast.“
Stell dir vor, dass du einen solchen Satz auf deinem Zeugnis lesen würdest. Welche Bedeutung hätten dann noch die klassischen Noten? So sehen unsere Zeugnisse leider bis heute noch nicht aus. Dein Leben wurde geprägt von Noten sehr gut bis ungenügend - ohne den wertschätzenden Vorsatz.
Im Wort Wertschätzung verbergen sich „Wert“ und „Schatz“. Kannst du dich selber gut wertschätzen? Wenn ja, dann bist du in deiner Kindheit gut genährt worden oder du hast dich prächtig entwickelt trotz schlechter Noten. Herzlichen Glückwunsch!
Vielleicht gehst du aber eher kritisch mit dir um. Ständig finden in dir Gerichtsverhandlungen statt mit dem Urteil: „Schuldig!“ Ich lade dich ein, dass du dich von diesem selbstzerstörerischen Spiel verabschiedest. Es hat genug Schaden angerichtet. Und es ist ungesund für Körper, Geist und Seele und hilft dir nicht bei deiner Weiterentwicklung.
Ich lade dich ein, dass du jetzt einmal Kontakt aufnimmst mit deinem Schatzhüter, deiner Schatzhüterin in dir. In dir gibt es eine Instanz, die genau weiß, worin deine Qualitäten bestehen. Sie passt auf dich auf, dass dich niemand kränkt oder verletzt. Sie verhindert aber auch manchmal, dass du auf deine Schätze zugreifen kannst. Du brauchst eine gute Verbindung zu ihr, damit du nicht ständig vor verschlossenen Türen stehst.
Bist du schon mal einem Schatzmeister oder Kassierer in einem Verein begegnet oder sogar selber einer gewesen? Wie gehen diese mit dem Geld um? Verteilen sie großzügig den Bestand bis nichts mehr da ist? Oder halten sie alles zusammen und feilschen um jeden Euro, den sie herausrücken sollen?
Ihr Job besteht darin, das Eigentum eines Vereins zu verwalten und zu beschützen. Aufpassen, dass nichts einfach so wegkommt. Nicht ohne Erlaubnis, ohne Sinn oder ohne Erklärung. Dabei kann ein Schatzmeister übertreiben in die eine oder andere Richtung. Er muss ja schließlich am Ende der Periode dafür Rechenschaft ablegen.
In dir gibt es auch so einen Schatzhüter, einen Schatzmeister, der aufpasst und abwägt. Ich möchte dir empfehlen, dass du dich mit ihm gut stellst. Wenn er dich mag, dann kann er sehr großzügig sein. In den Märchen werden Schatzhüter manchmal mit Brot oder Schmeicheleien gefüttert, damit sie ihre Achtsamkeit verlieren. Ein Schatzhüter kann zum Türöffner werden, wenn du ihn freundlich behandelst. Du möchtest ja schließlich einen Zugang erhalten zu deinen inneren Schätzen, oder?
Hast du schon einmal Kontakt zu dieser inneren Instanz aufgenommen? Ist sie bei dir männlich oder weiblich? Wo wohnt sie in deinem Körper und wie fühlt sie sich an? Was mag sie und was mag sie überhaupt nicht? Mit welchen Sätzen und Angeboten könntest du einen Zugang finden? Wirst du einen Drachen treffen oder doch eher einen Gnom oder eine gute Fee?
Wenn du dich vor einen Spiegel stellst, dich anschaust und dich so überhaupt nicht magst, dann macht dein Hüter einen tollen Job. Er hält dich fern von allen inneren Schätzen der Wertschätzung deiner selbst. Möchtest du, dass es so bleibt, oder hättest du lieber eine kleine Änderung? Wenn du magst, dann spreche ich jetzt mal mit ihm.
„Hallo Schatzhüter von (hier setzt du deinen Namen ein). Du machst einen tollen Job. Danke, dass du so gut auf alle diese Schätze im Inneren deines Menschleins aufpasst. So kann nichts verlorengehen. Und du bist ein wundervolles Wesen. Wie lange schon achtest du darauf, dass nichts passiert, was deinem Menschlein schaden könnte. Ohne dich wäre es da drinnen bestimmt ganz leer. Du bist ja schließlich extra gekommen, weil dein Menschlein oft beschimpft wurde mit solchen oder ähnlichen Sätzen wie: ‚Sei vorsichtig! Mach das richtig! Kannst du nicht aufpassen!’ Solche Kränkungen kann auf die Dauer niemand ertragen. Da ist es besser, die innere Tür sicher zu verschließen.
Lieber Schatzhüter von ... Jetzt ist dein Menschlein im Laufe der Jahre ein erwachsener Mensch geworden. Kannst du wahrnehmen, wie er vor dem Spiegel steht und ständig Zweifel an sich hat und sich in Frage stellt? ‚Bin ich in Ordnung, so wie ich bin? Muss ich etwas verändern?’ Wenn du dann immer die Tür zum Schatz zuhältst kann dein Mensch wirklich verzweifeln. Er glaubt tatsächlich, dass da gar nichts vorhanden ist. Nur, weil du deinen Job so gut machst, fühlt sich dein Mensch irgendwie klein und unbedeutend. Ich möchte dich einladen, die Tür einfach mal zu öffnen. Schau, wie dein Mensch sich auf einmal freut, wenn er die vielen Schätze sieht. Hol doch mal die eine oder andere Kostbarkeit heraus!“
Und jetzt möchte ich dich einladen lieber Lesemensch, dass du die Stimme deines inneren Schatzes hörst. „Hallo du ...! Du ... bist so kostbar und wertvoll. Wie schön, dass du da bist auf dieser Welt. Du ... bist mein Baby und mein Engel. Ich bin so gerne mit dir zusammen. In deiner Nähe fühle ich mich frei und geborgen zugleich. So lange wollte ich dir das schon sagen, aber der Schatzhüter hat mich nicht gelassen. Er dachte, es sei besser, die Türe zu schließen, damit eine eventuelle Verurteilung oder Bewertung nicht so weh tut. Leider hat er damit auch verhindert, dass ich dir Liebe schenken konnte. Aber jetzt darf ich ein wenig nachholen und nachnähren. Siehst du, wie der Schatzhüter staunt! Siehst du, wie er sich mit dir freut? Er darf mal Pause machen von seinem anstrengenden Job. Du bist ja auch inzwischen erwachsen. Du kannst es verkraften, wenn dich mal jemand nicht so liebevoll ansieht. Was hältst du davon, diesen Kanal offener zu halten? Das würde mich freuen. Ich hätte es viel leichter und ich könnte dir immer wieder etwas Nettes ins Ohr flüstern. Dein Schatzhüter könnte mich dabei unterstützen. Vielleicht als Übersetzer? Oder Postbote? Du könntest dir dann sagen, wie gerne du dich selber hast. Ist das ungewöhnlich? Neu für dich? Genieße es einfach! Du mein Baby und mein Schatz und mein Engel. Schön, dass ich bei dir sein darf!“
Wenn du Zugang bekommst zu deinen inneren Schätzen, kannst du mit deinem Schatzhüter besprechen, wie er seine Aufgabe verändern kann. Eigentlich geht es mir ja um den Schatz in dir und nicht um den Hüter. So ist das auch in den Märchen. Am Ende soll der Schatz gehoben werden. Aber der Weg dahin führt über den Schatzhüter. Eigentlich bist du ja selber dieser Schatz in dir. Du kannst zu diesem Anteil sprechen und dieser Anteil kann zugleich mit dir reden. Oder du sprichst einfach mit dir selbst.
So nebenbei fällt mir ein, dass die Natur auch den Schatzhüter kennt. Die Kastanie wird beschützt durch einen stacheligen Mantel. Die Erbsen haben ihre Schoten und die Nüsse ihre Schale. Das Innere will behütet sein. Zugleich liegt es als Geschenk für dich bereit. Du musst nur den Schatzhüter beachten und es auspacken.
Jesus sagt im Thomasevangelium: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ In dir gibt es also eine ganze Welt voller Liebe und Wertschätzung. Ich wünsche mir, dass du diesen Schatz entdeckst und für dein Leben nutzt. Als kleines Baby hast du diese Wahrheit noch wie selbstverständlich verkörpert aber durch die abweisenden Erlebnisse in der Kindheit verloren. Als erwachsener Mensch darfst du nun diese wunderbare Wahrheit wieder entdecken.
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