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Donnerstag, 6. Februar 2014

Geht es dir gut oder bist du glücklich?



Mein erster Impuls

Was sagst du, wenn du jemanden siehst im Anschluss an deine Begrüßung?

Etwa so: Na, wie geht's?

Frage mal: Na, bist du glücklich?

Vor vielen Jahren stellte mir ein befreundeter Arzt diese Frage. Einfach so. Unvermittelt. Mitten auf der Straße. "Matthias, bist du glücklich?!"
Diese Frage hat mich völlig durcheinandergebracht. Zufrieden? Ja! In Ordnung? Auch ja! Aber glücklich? Glücklich sein ist schon eine Hausnummer! Dabei geht das wirklich. Wenn du ganz im Hier und Jetzt bist, ganz den Augenblick lebst, bist du glücklich. Und, du kannst dich für das Hier und Jetzt entscheiden und glücklich sein.

Mein zweiter Impuls

Wie wirst du es schaffen, dass du den heutigen Tag unzufrieden beendest?

Na, was löst diese Frage in dir aus? Heute werde ich nichts näheres dazu erläutern. Ich möchte den Satz ja wirken lassen. Im Kommentar darfst du gerne etwas dazu sagen!

www.matthias-koenning.de

Sonntag, 2. Februar 2014

Jammern auf hohem Niveau

Ich weiß, ich jammer auf hohem Niveau. Schon mal gehört? Schon mal öfters gehört? Ich stutze manchmal, wenn ich diese oder eine andere Redewendung höre. Was zeigen solche Sätze und was verbergen sie? Zerpflücken wir mal diesen Satz: Jammern auf hohem Niveau.
Niemand liebt ewige Jammerer. Sie sorgen für schlechte Laune und ihre Lamentieren wirkt bisweilen ansteckend. Man geht ihnen nach gewisser Zeit lieber aus dem Weg. Jammern bedeutet laut Duden ein lautes Klagen oder unter Seufzen und Stöhnen seinen Kummer zeigen. Wer jammert, möchte gesehen und gehört werden und dabei vielleicht eine Portion Mitleid abholen. Jammern ist auf jeden Fall nicht an jedem Ort und zu jeder Zeit erwünscht.
Auf hohem Niveau begeben wir uns jedoch gerne. Ein Kinofilm mit hohem Niveau! Ein niveauvoller Mensch, ein niveauvolles Essen oder eine ebensolche Party zu erleben erfüllt uns mit Freude und lässt uns innerlich wachsen und größer werden. Ein Leben mit Niveau stärkt das Selbstwertgefühl.
"Jammern auf hohem Niveau" ist eine seltsame und ambivalente Kombination. Da paart sich ein eher negativer Selbstausdruck (Ich jammer) mit einer positiven Qualität (auf hohem Niveau). Und was ist beabsichtigt damit?
Meine Vermutung geht dahin, dass es darum geht, das Jammern hoffähig zu machen. Jemand der ständig jammert, weiß um seine Wirkung auf andere Menschen. Doch das Jammern auf hohem Niveau sorgt für eine Entschärfung und eine Abmilderung. Für mich ist jammern gleich jammern, egal welches Niveau man dabei anstrebt!

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Samstag, 1. Februar 2014

Irischer Segen: Geh deinen Weg - der gesamte Text und die Deutung




Geh deinen Weg
Irischer Segen aus dem Jahre 1692, auch für das neue Jahr
Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.
Steh mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selber nicht auf dabei.
Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und hör die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.
Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.
Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.
Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.
Freu dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.
Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voll Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.
Sei du selber - vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt so viel Entzauberung, erträgt so viel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.
Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.
Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.
Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im Übrigen aber sei freundlich und sanft zu dir selbst.
Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht -
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so, wie sie es soll.
Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.
Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!

gefunden bei Hermann Multhaupt

Dieser irische Segen ist voller Weisheit und Poesie. Er regt an, sein ganzes Leben noch einmal gedanklich zu entfalten. Vers für Vers wird ein Licht geworfen auf menschliche Gewohnheiten, Stärken, Abgründe und Hinweise zur spirituellen Weiterentwicklung. So lohnt es sich, Vers für Vers gleichsam durchzukauen und nach der je eigenen Bedeutung zu befragen. Letztlich geht es darum, sein Leben besser zu verstehen, es gelassener annehmen zu können und wieder an sich zu glauben. Dazu mögen die folgenden Erläuterungen dienen.

"Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast, und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag."
Schon 1692 empfanden die Menschen Lärm und Hast. Aus unserer Sicht war das Leben damals doch langsam und beschaulich. Der Eindruck von Hektik hängt nicht von Terminen, Computern und Autoverkehr ab, sondern von der inneren Einstellung. Wir entwickeln ein Gefühl für das, was uns antreibt.
Es gibt die Empfehlung, immer wieder einmal am Tag Zeiten und Orte der Ruhe und des Auftankens zu suchen. Das Sofa im Wohnzimmer, der Platz im Garten, die Ecke in einer Kirche, eine Parkbank oder ein Waldweg laden dich ein, zur Ruhe zu kommen und deine Mitte zu finden. Die Gefahr besteht, sich im Außen zu verlieren. Was muss ich noch tun und erledigen? Was möchte dieser und jener von mir? So lande ich schnell beim anderen und verlasse meine Mitte. An einem ruhigen und stillen Ort in deiner erreichbaren Umgebung kannst du dich einüben, den inneren ruhigen Ort zu finden. Manche finden diesen Raum in der Herzgegend, manche auch im Bauch. Dein Herz trägst du immer mit dir herum. Wenn du die Ruhe im Herzen findest, kannst du an einer belebten Straße stehen und bist dennoch gelassen und ruhst in dir. Wenn du in deiner Mitte ruhst, ist das Frieden. Es gibt nichts zu kämpfen und keine Anforderungen. Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast, und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Sei stolz, du hast es geschafft!


Teilst du mit mir folgende Erfahrung? Vor dir liegt eine Aufgabe. In diesem Zusammenhang jetzt ist es egal, welche. Du packst diese Aufgabe an, indem du kreativ bist, planst, nachdenkst und Herzblut hineinlegst. Du setzt diese Aufgabe in die Praxis um, mal im Flow und mal in mühsamen Schritten. Dann kommt der Moment, wo du staunend davor stehst und dich freust über die Idee, die Umsetzung und das Ergebnis. Du bist voller innerer Freude und Dankbarkeit.
Dann kommt da ein "Jemand" daher, ein Familienmitglied, eine Freundin, ein Arbeitskollege oder eine Fremde und sagt zu dir: "Das hätte ich an deiner Stelle aber ganz anders gemacht!" Im Bruchteil einer Sekunde fällst du in dir zusammen. Deine Arbeit wird zunichte gemacht. Du fängst an, die Fehler und Mängel wahrzunehmen und am Ende bleibt die Enttäuschung. Manchmal gelingt es dir Gott sei Dank, dich wieder aufzurichten und dir zu sagen: "Diese dumme Kuh, die soll mal selber ihre eigenen Dinge hinbekommen!"
Ich finde es wichtig, dass du würdigst, was du geschaffen hast. Es gibt immer etwas, für das dir Anerkennung aussprechen kannst. Schau dir dein Werk an und sage dir innerlich und auch im Außen: Das habe ich geschafft! Betone es mehrfach indem du sagst: Das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft! Oder, das habe ich geschafft!
Die Welt wäre um einiges freundlicher, wenn Eltern zu ihren Kindern sagen: Wow, das hast du geschafft! Wenn Arbeitgeber zu ihren Angestellten sagen: Ja, das hast du geschafft.
Das Bewusstsein dessen, dass wir etwas geschafft haben ist die Energiequelle für das nächste Projekt. Wenn ich das Eine geschafft haben, schaffe ich auch das Nächste.

www.matthias-koenning.de

Mittwoch, 1. Januar 2014

Geh deinen Weg



Geh deinen Weg

Irischer Segen aus dem Jahre 1692, auch für das neue Jahr
Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.

Steh mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selber nicht auf dabei.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und hör die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.

Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.
Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.

Freu dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.

Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voll Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

Sei du selber - vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt soviel Entzauberung, erträgt soviel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.

Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.

Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.



Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im Übrigen aber sei freundlich und sanft zu dir selbst.

Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht -
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so, wie sie es soll.

Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!


gefunden bei Hermann Multhaupt