Im
Urlaub war ich in der Lüneburger Heide. Auf vielen alten
Fachwerkhäusern kann man Inschriften lesen. Meistens sind es fromme
Sprüche wie: "Wer Gott vertraut, hat auf keinen Sand gebaut." So
drückten die Menschen früher wohl ihr Lebensmotto aus. Sieh da, in
diesem Haus wohnen fromme und anständige Leute. Es war interessant,
diese verschiedenen Sprüche zu lesen.
In Celle fand ich ein Haus,
da blieb ich vor dem Spruch stehen. "Wer sich nicht selbst befiehlt,
bleibt immer ein Knecht." Erst beim Recherchieren fan dich heraus, dass
dieser Vers von Goethe stammt.
Die üblichen Sätze hatten eher etwas demütiges und unterwürfiges. Aber dieser Spruch hat es in sich!
Zwei
Gedanken bringt Goethe hier zusammen. Spiel nicht mit dem Leben,
sondern gestalte es. Renne nicht in irgendetwas einfach so hinein. Es
geht nicht darum, im Leben zu spielen. Das ist heilsam und wichtig. Es
geht darum, nicht "mit" dem Leben zu spielen. Du musst dich damit
beschäftigen, wie das Leben so abläuft. Es folgt bestimmten Gesetzen.
Die musst du kennen, damit du zurecht kommst. Du kannst nicht nur
nehmen, du musst auch geben. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Sei
freundlich zu den Menschen, dann sind sie es auch zu dir. Verschaffe dir
einen Überblick, bevor du ins Detail gehst. Vertraue der Liebe!
Im
ersten Schritt geht es also darum, sich mit den Grundsätzen des Lebens
vertraut zu machen. Aha, so funktionieren die Dinge in dieser Welt! Dann
kommt der zweite Schritt. Werde dir bewusst, wer du bist! Bist du
Freier oder bist du ein Knecht. Knechte gehorchen fremden Befehlen. Ein
Freier gehorcht sich selbst. Du musst ein Bewusstsein dafür entwickeln,
dir selbst zu befehlen. Du entscheidest über dein Leben und niemand
sonst!
Ist das so? In deinem Leben? Wessen Knecht bist du, wenn du
ehrlich hinschaust. Im Straßenverkehr, als Staatsbürger, als
Familienmitglied, als Mitglied von einem Verein oder einer Gruppe. Hast
du immer das Bewusstsein dafür, dass du ein Freier bist oder wann bist
du ein Knecht? Wir glauben ja, dass die Menschen im Mittelalter da eher
und öfter Knechte waren als heute. Wir kommen uns ja so unglaublich frei
vor. Wie frei sind wir vom Handy, vom PC, vom Auto, vom Geld, vom
Urlaub...? Die Namen der Herren haben sich verändert, aber nicht der
grundsätzliche Zustand.
Wie kommst du jedoch dahin, weniger Knecht
und mehr Freier zu werden. Das Rezept von Goethe lautet: Lerne, dir
selbst zu befehlen. Lerne die Gesetze des Lebens kennen und gehe bewusst
mit ihnen um. Überprüfe stets bei dir selbst, wenn dich eine Aufgabe
oder irgendein Wunsch anfällt: "Will ich das?" "WILL ich das?" "Will ICH
das?" "Will ich DAS?" Es geht also um drei Aspekte: Um den "Willen",
das wirkliche und kräftige Wollen. Es geht darum, wer dieses "Ich" ist
und es geht um das "was"! So lade ich dich ein, einmal einen Tag damit
unterwegs zu sein. Immer, wenn du etwas machen sollst stellst du dir die
Frage: "Will ICH Das?"
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Montag, 7. September 2020
Freitag, 4. September 2020
Einverstanden sein mit Entscheidungen!
Stell
dir vor, jemand bittet dich um etwas und du erfüllst diese Bitte. So
weit so gut. Oder auch nicht. Ich möchte mit dir heute einmal diesen
eigenartigen Zwischenraum betrachten, der zwischen dem Aussprechen der
Bitte und deren Erfüllung liegt.
Also noch einmal. Ein Freund bittet dich zum Beispiel: "Kannst du mir ein Paket Kaffee mitbringen wenn du kommst?" Dann steht diese Bitte in deinem inneren Raum. Vielleicht antwortest du spontan "Ja", weil du eh noch genug Vorräte im Schrank hast oder weil du sowieso an einem entsprechenden Geschäft vorbeikommst. Es ist für dich nicht mit Umständen verbunden so dass du die Bitte einfach erfüllst. Es kann aber auch sein, dass du keine Vorräte hast, eigentlich auch keine Zeit oder keine Lust. Dennoch kaufst du den Kaffee ein, weil du diesen Freund nicht enttäuschen möchtest oder weil du nicht nein sagen kannst, oder oder oder ...
Wenn du also eigentlich diese Bitte nicht erfüllen willst und es dennoch tust übergehst du etwas in dir. Du übergehst deine innere Stimme, die protestiert und ein "Nein" erwägt. Es kann leicht geschehen, dass du dann nicht mehr mit dir selbst in Übereinstimmung lebst und fremdgesteuert wirst. Daraus folgt dann auch ein Gefühl der Unzufriedenheit. Du gehst vielleicht mit einer gequälten Freundlichkeit zu deinem Freund und lieferst dort den Kaffee ab. Du kannst die Zweisamkeit nicht genießen, weil dein Inneres mit dir im Groll liegt und schmollt.
Im Zwischenraum von Bitte und Erfüllung bist du nicht aufmerksam gewesen und musst jetzt mit den Folgen leben. Bei einem Paket Kaffee mag das nicht so tragisch sein, aber wenn es um sehr große Bitten oder andere Wünsche geht spielt das eine große Rolle. Darum glaube ich, dass es wichtig ist, diesen Zwischenraum sorgfältig zu bedenken und den inneren Prozess zu gestalten.
1. Höre die Bitte mit dem Bauch, dem Herzen und dem Verstand.
2. Bewege es in deinem Inneren. Möchte ich das? Kann ich es? Gibt es Widerstände? Für wen ist es gut?
3. Triff eine Entscheidung. Wenn du ein klares "Nein" oder "Ja" hörst und umsetzt, übernimmst du Verantwortung für dein Handeln und hast keinen Grund, weiter innerlich zu grollen.
4. Gib dein Einverständnis. Atme ein und tief aus und sage noch einmal "Ja" zu deiner Entscheidung, egal wie sie ausfällt.
Ich möchte auf diesen vierten Schritt heute mein Augenmerk legen. Sein Einverständnis geben ist mehr als sich zu entscheiden. Beim Entscheiden wählst du zwischen den Möglichkeiten und setzt dann eine Möglichkeit um. Aber ob du wirklich innerlich ein ganzes "Ja" dazu sagst ist damit noch nicht grundgelegt. Probier einmal folgendes aus. Erinnere dich an die letzte Bitte, die jemand an dich gerichtet hat. Dann atme tief ein und im Ausatmen sagst du mit der Tiefe des Herzens und des Verstandes: "Einverstanden!" Was spürst du dabei?
Nach meiner Erfahrung setzt dieser Schritt eine Energie frei, die dich mit größerer Leichtigkeit Bitten erfüllen oder nicht erfüllen lässt. Beim "Einverstehen" nimmst du das Verständnis in dich hinein. Du verstehst und stehst zu dem, was du tust. Du gibst neben dem äußeren "Ja" auch dein inneres "Ja". Du entwickelst ein Verständnis für dich, das sich wie Wärme und Wohlwollen anfühlt. Du vollziehst den inneren Weg der notwendigen Schritte, um in Übereinstimmung mit dir zu bleiben, zu kommen und zu sein.
Vielleicht denkst du, dass es nicht immer möglich ist, im Gespräch diese vier Schritte zu machen. Wenn du einmal genauer darüber nachdenkst wirst du feststellen, dass du das immer schon gemacht hast im Bruchteil einer Sekunde. Es fehlte vielleicht manchmal die Bewusstheit dafür. Sich dieser vier Schritte bewusst zu werden gleicht einer spirituellen alltäglichen Praxis. Höre, bewege, entscheide dich.. Dann atme tief ein und sage im Ausatmen "Einverstanden". Dazu gehört für mich auch, dass du zum "Nein" sagen einverstanden sagst. Es geht nicht darum, dass du einverstanden bist, die Bitte eines anderen zu erfüllen. es geht darum, dass deiner Entscheidung das Einverständnis gibst. Erst, wenn du einen Vertrag unterschreibst, bekommt er Gültigkeit und Kraft.
Warum verbinde ich es mit dem Atem? Nun, im Ausatmen lässt du ja deinen Atem wieder los. Du gehst nicht in eine Anspannung sondern in die Entspannung und in die Lösung. Die gefühlte Lösung bringt dir zugleich Erleichterung mit. Du hast dich entschieden, es muss nicht mehr in deinem Kopf herumwandern, so wird es im Loslassen leichter in deinem Kopf. Übe dich im "Einverständnis". Du kannst dich auch einfach hinsetzen und einen Baum anschauen. "Einverstanden!" Du kannst dir deine Beziehungen anschauen und sagen: "Einverstanden!" Vielleicht wirst du aber da schon einen Unterschied merken ob du zu einem Sommerbaum "Ja" sagst und ob deine "hakeligen" Beziehungen auch ein solches "Ja" bekommen. Gibt es Widerstände? Spürst du ein unangenehmes Gefühl? Kommt da ein Mangel oder ein Schmerz? Das macht nichts, wenn ein Schmerz kommt, dann kannst du mit dem Schmerz "einverstanden" sein. Und wenn du mit dem Schmerz nicht einverstanden sein kannst, dann kannst du "Einverstanden" sein mit deinem "Unverständnis". Es wird immer eine Einladung im Raum stehen, mit dem du in ein "Einverständnis" gehen kannst.
Diese "Einverständnis" - Übung, wie ich sie einmal nennen möchte könnte zu einem wichtigen Bestandteil deines inneren Friedensprozesses werden.
1. Im Einatmen nimmst du alle Anliegen in dich auf.
2. Am Ende des Einatmens hältst du für nur einen Augenblick inne und bewegst das, was da ist.
3. Im Ausatmen lässt du los und sagst: "Einverstanden."
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Also noch einmal. Ein Freund bittet dich zum Beispiel: "Kannst du mir ein Paket Kaffee mitbringen wenn du kommst?" Dann steht diese Bitte in deinem inneren Raum. Vielleicht antwortest du spontan "Ja", weil du eh noch genug Vorräte im Schrank hast oder weil du sowieso an einem entsprechenden Geschäft vorbeikommst. Es ist für dich nicht mit Umständen verbunden so dass du die Bitte einfach erfüllst. Es kann aber auch sein, dass du keine Vorräte hast, eigentlich auch keine Zeit oder keine Lust. Dennoch kaufst du den Kaffee ein, weil du diesen Freund nicht enttäuschen möchtest oder weil du nicht nein sagen kannst, oder oder oder ...
Wenn du also eigentlich diese Bitte nicht erfüllen willst und es dennoch tust übergehst du etwas in dir. Du übergehst deine innere Stimme, die protestiert und ein "Nein" erwägt. Es kann leicht geschehen, dass du dann nicht mehr mit dir selbst in Übereinstimmung lebst und fremdgesteuert wirst. Daraus folgt dann auch ein Gefühl der Unzufriedenheit. Du gehst vielleicht mit einer gequälten Freundlichkeit zu deinem Freund und lieferst dort den Kaffee ab. Du kannst die Zweisamkeit nicht genießen, weil dein Inneres mit dir im Groll liegt und schmollt.
Im Zwischenraum von Bitte und Erfüllung bist du nicht aufmerksam gewesen und musst jetzt mit den Folgen leben. Bei einem Paket Kaffee mag das nicht so tragisch sein, aber wenn es um sehr große Bitten oder andere Wünsche geht spielt das eine große Rolle. Darum glaube ich, dass es wichtig ist, diesen Zwischenraum sorgfältig zu bedenken und den inneren Prozess zu gestalten.
1. Höre die Bitte mit dem Bauch, dem Herzen und dem Verstand.
2. Bewege es in deinem Inneren. Möchte ich das? Kann ich es? Gibt es Widerstände? Für wen ist es gut?
3. Triff eine Entscheidung. Wenn du ein klares "Nein" oder "Ja" hörst und umsetzt, übernimmst du Verantwortung für dein Handeln und hast keinen Grund, weiter innerlich zu grollen.
4. Gib dein Einverständnis. Atme ein und tief aus und sage noch einmal "Ja" zu deiner Entscheidung, egal wie sie ausfällt.
Ich möchte auf diesen vierten Schritt heute mein Augenmerk legen. Sein Einverständnis geben ist mehr als sich zu entscheiden. Beim Entscheiden wählst du zwischen den Möglichkeiten und setzt dann eine Möglichkeit um. Aber ob du wirklich innerlich ein ganzes "Ja" dazu sagst ist damit noch nicht grundgelegt. Probier einmal folgendes aus. Erinnere dich an die letzte Bitte, die jemand an dich gerichtet hat. Dann atme tief ein und im Ausatmen sagst du mit der Tiefe des Herzens und des Verstandes: "Einverstanden!" Was spürst du dabei?
Nach meiner Erfahrung setzt dieser Schritt eine Energie frei, die dich mit größerer Leichtigkeit Bitten erfüllen oder nicht erfüllen lässt. Beim "Einverstehen" nimmst du das Verständnis in dich hinein. Du verstehst und stehst zu dem, was du tust. Du gibst neben dem äußeren "Ja" auch dein inneres "Ja". Du entwickelst ein Verständnis für dich, das sich wie Wärme und Wohlwollen anfühlt. Du vollziehst den inneren Weg der notwendigen Schritte, um in Übereinstimmung mit dir zu bleiben, zu kommen und zu sein.
Vielleicht denkst du, dass es nicht immer möglich ist, im Gespräch diese vier Schritte zu machen. Wenn du einmal genauer darüber nachdenkst wirst du feststellen, dass du das immer schon gemacht hast im Bruchteil einer Sekunde. Es fehlte vielleicht manchmal die Bewusstheit dafür. Sich dieser vier Schritte bewusst zu werden gleicht einer spirituellen alltäglichen Praxis. Höre, bewege, entscheide dich.. Dann atme tief ein und sage im Ausatmen "Einverstanden". Dazu gehört für mich auch, dass du zum "Nein" sagen einverstanden sagst. Es geht nicht darum, dass du einverstanden bist, die Bitte eines anderen zu erfüllen. es geht darum, dass deiner Entscheidung das Einverständnis gibst. Erst, wenn du einen Vertrag unterschreibst, bekommt er Gültigkeit und Kraft.
Warum verbinde ich es mit dem Atem? Nun, im Ausatmen lässt du ja deinen Atem wieder los. Du gehst nicht in eine Anspannung sondern in die Entspannung und in die Lösung. Die gefühlte Lösung bringt dir zugleich Erleichterung mit. Du hast dich entschieden, es muss nicht mehr in deinem Kopf herumwandern, so wird es im Loslassen leichter in deinem Kopf. Übe dich im "Einverständnis". Du kannst dich auch einfach hinsetzen und einen Baum anschauen. "Einverstanden!" Du kannst dir deine Beziehungen anschauen und sagen: "Einverstanden!" Vielleicht wirst du aber da schon einen Unterschied merken ob du zu einem Sommerbaum "Ja" sagst und ob deine "hakeligen" Beziehungen auch ein solches "Ja" bekommen. Gibt es Widerstände? Spürst du ein unangenehmes Gefühl? Kommt da ein Mangel oder ein Schmerz? Das macht nichts, wenn ein Schmerz kommt, dann kannst du mit dem Schmerz "einverstanden" sein. Und wenn du mit dem Schmerz nicht einverstanden sein kannst, dann kannst du "Einverstanden" sein mit deinem "Unverständnis". Es wird immer eine Einladung im Raum stehen, mit dem du in ein "Einverständnis" gehen kannst.
Diese "Einverständnis" - Übung, wie ich sie einmal nennen möchte könnte zu einem wichtigen Bestandteil deines inneren Friedensprozesses werden.
1. Im Einatmen nimmst du alle Anliegen in dich auf.
2. Am Ende des Einatmens hältst du für nur einen Augenblick inne und bewegst das, was da ist.
3. Im Ausatmen lässt du los und sagst: "Einverstanden."
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Samstag, 29. August 2020
Du bist eine Königin! Du bist ein König!
Bei einem Spaziergang finde ich ein Holzschwert. Es steckt so in dem Stein, dass es an das Schwert von König Artus erinnert. Dieses trug den Namen Excalibur. Ich fand also Excalibur in Holz. Der Zauberer Merlin trieb es damals in einen Stein und nur der wahre Königsanwärter war in der Lage, das Schwert aus dieser Lage zu befreien.
Jetzt stehe ich vor Excalibur aus Holz und darf testen, ob ich die Königswürde in mir trage wie damals Artus. Ich beuge mich und greife mit beiden Händen den Schaft und ziehe. Mühelos kann ich das Schwert anheben. Jawohl! Ich bin ein König! Ich habe es immer schon gewusst und jetzt bekomme ich endlich die Bestätigung. Ein Holzschwert beim Spaziergang. Ich stelle es wieder ab, damit auch der nächste Spaziergänger eine Chance hat, sich zu prüfen.
Ich habe also die Bestätigung der Königswürde. Aber ich weiß, dass ich dafür kein Schwert brauche. Ich muss für meine Würde nichts tun. Ich trage sie in mir seit ich auf der Welt bin. Und du trägst diese Würde auch in dir! Du bist ein unendlich wertvoller und kostbarer Mensch voller glänzender, schimmernder und liebenswürdiger Würde.
Da gibt es das Schwert und den Stein, der das Schwert festhält. Vielleicht ist der Stein nur eine Illusion. Du siehst das Schwert und den Stein und denkst, du kannst nicht ziehen. Es funktioniert nicht. Also ziehst du gar nicht erst. Wenn du genau hinschaust entdeckst du, dass das Schwert aus Holz ist und gar nicht im Stein feststeckt. Es kann also fast unmöglich oder total leicht sein. Wie erlebst du dich selbst, wenn du in den Spiegel schaust. Bist du eine Königin, ein König? Wurde es dir geschenkt oder musstest du hart dafür arbeiten? Oder scheiterst du immer noch? Streiche die Fragezeichen! Ja, du bist eine Königin! Ja, du bist ein König!
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Jetzt stehe ich vor Excalibur aus Holz und darf testen, ob ich die Königswürde in mir trage wie damals Artus. Ich beuge mich und greife mit beiden Händen den Schaft und ziehe. Mühelos kann ich das Schwert anheben. Jawohl! Ich bin ein König! Ich habe es immer schon gewusst und jetzt bekomme ich endlich die Bestätigung. Ein Holzschwert beim Spaziergang. Ich stelle es wieder ab, damit auch der nächste Spaziergänger eine Chance hat, sich zu prüfen.
Ich habe also die Bestätigung der Königswürde. Aber ich weiß, dass ich dafür kein Schwert brauche. Ich muss für meine Würde nichts tun. Ich trage sie in mir seit ich auf der Welt bin. Und du trägst diese Würde auch in dir! Du bist ein unendlich wertvoller und kostbarer Mensch voller glänzender, schimmernder und liebenswürdiger Würde.
Da gibt es das Schwert und den Stein, der das Schwert festhält. Vielleicht ist der Stein nur eine Illusion. Du siehst das Schwert und den Stein und denkst, du kannst nicht ziehen. Es funktioniert nicht. Also ziehst du gar nicht erst. Wenn du genau hinschaust entdeckst du, dass das Schwert aus Holz ist und gar nicht im Stein feststeckt. Es kann also fast unmöglich oder total leicht sein. Wie erlebst du dich selbst, wenn du in den Spiegel schaust. Bist du eine Königin, ein König? Wurde es dir geschenkt oder musstest du hart dafür arbeiten? Oder scheiterst du immer noch? Streiche die Fragezeichen! Ja, du bist eine Königin! Ja, du bist ein König!
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Dienstag, 25. August 2020
Ferienworte für deine Seele!
Urlaubszeit! Wunderbar! Du packst deine Koffer und fährst in eine Gegend, in der du dich gut erholen kannst. Am Strand liegen, die Weite des Meeres auf sich wirken lassen und dabei selber wieder weit werden. Berge erklimmen, über allem stehen, wieder den Überblick gewinnen und die Aussicht genießen. Im Urlaub umgibst du dich mit einer schönen Landschaft. Da kannst du deine Seele baumeln lassen und dich so richtig erholen. Du umgibst dich zusätzlich noch mit einem schönen Hotel oder einem gemütlichen Zelt oder einer kuscheligen Ferienwohnung. Und bist gerne mit Menschen zusammen, die dich mögen und die du magst. Einmal im Jahr entscheidest du dich für einen Ausflug ins Paradies.
Wenn ich kann, möchte ich gerne etwas
dazu beitragen. Umgib dich zusätzlich mit nährenden Worten. Im Alltag hörst du
genug verpflichtende Worte. Die innere Stimme spricht fast ununterbrochen vom
„Müssen“ und „Sollen“. Diese Stimme appelliert, fordert auf, weist hin und
lässt dich nur im Schlaf in Ruhe. Diese Stimme scheint dich selten zu nähren
und eher auszusaugen. Und diese Stimme möchte ich gerne mit dir heute in den
Blick nehmen. Die Stimme, die dich grübeln lässt. Die so unaufhörlich spricht.
Die sich immer meldet, wenn du es gar nicht möchtest.
Im Urlaub möchtest du diese innere Stimme
möglicherweise für ein paar Tage einfrieren und gar nicht erst mitnehmen.
Leider hört sie nicht auf dich. Diese innere Stimme begleitet dich im Urlaub in
den ersten Tagen mit Sätzen wie: „Das hast du leider vergessen... Du hättest
noch den anrufen müssen... Das hast du noch nicht geklärt... Das muss noch
warten...“ So liegst du am Strand und stehst auf dem Berg. Du willst einfach
nur alles genießen. Und plötzlich mischt
sich die innere Stimme ein.
Wenn du Glück hast bekommst du auch mal
Ruhe. Dazu musst du weit genug vom Alltag der Vergangenheit entfernt sein und zugleich
weit genug entfernt von den zukünftigen Sorgen.
Willst du Ruhe haben, dann brauchst du in
der Regel drei Wochen. In der ersten Woche hörst du die kritische Stimme, die
nach und nach leiser wird. Es folgt hoffentlich eine Woche Pause. Dann meldet
sie sich wieder mit den Aufgaben, die auf dich warten, wenn du wieder nach
Hause kommst.
Was jedoch machst du, wenn dir nur zwei
Wochen zur Verfügung stehen? Oder wenn du so unglaublich gewissenhaft bist?
Oder nicht abschalten kannst? Wenn du ein unverbesserlicher Perfektionist bist
und gedanklich auch noch im Urlaub arbeitest?
Im Urlaub verlässt du dein gewohntes
Umfeld und umgibst dich mit einer alternativen Landschaft und einer unbekannten
Wohnung. Du gönnst deinem Körper neue Eindrücke und Erholung vom Stress des Alltags.
Das geschieht irgendwie automatisch. Andere Landschaft, verändertes Gefühl. Aber
was machst du mit deinen Gedanken und vor allem mit der inneren Stimme? Du
steigst in dein Auto ein und nimmst sie einfach mit. Ansonsten hast du alles geplant!
Kleidung, Getränke und Pausenbrote! Geld und Papiere.
Nur. Für deine innere Stimme hast du
nicht vorgesorgt. Du hast sie vergessen. Aber die innere Stimme lässt sich
nicht einfach abstellen. Sie legt sich nicht in dein Bett und wartet, bis du
wiederkommst! Sie schreit nicht: „Hurra!“ „Ich bekomme eine Pause von meinem Menschen.“
Sie setzt sich mit ins Auto und fängt nach wenigen Momenten schon an zu
nörgeln. „Hast du wirklich alle Blumen gegossen?“ „Die Butter im Kühlschrank
wird ranzig sein, wenn du wiederkommst.“ „Wie weit das Ziel auch wieder ist!“
„Du bist viel zu spät losgefahren! Oder zu früh!“ Du kannst dich auf diese
innere Stimme verlassen, dass sie sich meldet.
Du hast in deinem Leben bisher etwas total
wichtiges einfach nicht im Blick gehabt. Du hast vergessen, gut für diese innere
Stimme zu sorgen. Damit ist jetzt Schluss! Du hast es erkannt! Deine innere
Stimme, die ewig nörgelt, braucht auch Urlaub. Sie möchte auch mal etwas zur
Entspannung.
Schenke dieser inneren Stimme doch in
deinem Urlaub nährende Worte. Schenk ihr Worte, mit denen sie sich beschäftigen
kann. Deinen Kindern gibst du ja auch Spielzeug, damit die Fahrzeit verkürzt
wird. Warum also nicht nährende Worte für deine innere Stimme. Du könntest
schöne Worte auf kleine Selbstklebezettel schreiben und im Auto verteilen oder
zwischen deine Wäsche oder deinen Geldscheinen. Ich mach mal ein paar
Vorschläge und du kannst sie ergänzen oder andere finden. Goldstück, Schatzkästchen,
Liebling, Wunderstimmchen, Gedankenvorrat, Sonnenscheinchen, Begleiterlein...
Mit diesen oder ähnlichen Worten könntest du deiner inneren Stimme schmeicheln.
Du kannst ihr aber auch neue Worte schenken, damit sie etwas zu tun hat. Ich
weiß nicht, ob ich diese jetzt schon aufschreiben soll. Es könnte sein, dass
deine Stimme sofort schon wieder anfängt zu arbeiten. Die ist nämlich so veranlagt.
Du könntest ihr die Wörter des Jahres
2015 sagen. Aber die finde ich nicht so verheißungsvoll für einen Urlaub. Oder
was meinst du zu „Flüchtlinge“, „Grexit“ oder „Flexitarier“? Klingt nicht wie
Urlaub, oder?
Die Unwörter der letzten Jahre möchte ich
gar nicht erst benennen. Die sind für den Alltag schon unerträglich. Es müssten
eher Worte sein, die deine innere Stimme noch nicht kennt. Worte, die zugleich
ein Wohlbefinden auslösen, wenn die innere Stimme es hört. Du könntest deinen
Lieblingsmenschen damit beauftragen, dir immer wieder einmal nette Worte zu
sagen. Ganz überraschend. Einfach so! Mal im Auto oder mal im Supermarkt. So
ein Satz wie: „Ich bin gerne mit dir hier zusammen.“ „Du hast so strahlende
Augen.“ „Ach wie gut du duftest.“
Ich mache mal ein Beispiel. Du grübelst
vielleicht gerade. Sehr typisch, kommt immer wieder vor. Deine innere Stimme
macht dir einen Vorwurf. Dann hörst du plötzlich die Worte deines
Lieblingsmenschen im Ohr und deine innere Stimme schweigt. Sie ist überrascht.
Damit hat sie nicht gerechnet. Sie ist schachmatt gesetzt. Du könntest für
deinen Lieblingsmenschen dir auch solche Sätze überlegen. Auch der hat eine
innere Stimme, die ihn plagt.
Du würdest dich im Urlaub mit lauter
nährenden Sätzen umgeben. Du lässt sie dir schenken und du verschenkst sie.
Deine innere Stimme wird sich ganz schön wundern. Es kann sein, dass sie das am
Anfang nur schwer ertragen kann. Sie ist diese kritischen und
selbstzerstörerischen Gedanken so gewohnt. So gewohnt! Da hörst du auf einmal
in deinem Brüten so einen Flüstersatz im Ohr: „Schön, dass ich mit dir hier
sein darf! Ich freue mich so!“ Das wird dich umhauen. Von jetzt auf gleich. Ein
echtes Urlaubserlebnis für deine innere Stimme.
Jetzt in diesem Augenblick hört sie
übrigens zu. Ist dir das bewusst? Ich weiß nicht, ob es ihr angenehm oder eher
unangenehm ist. Ich könnte jetzt doch mal einfach mit ihr sprechen. Du, liebe
Leserin und lieber Leser, tritt doch mal einen Schritt zurück und werde zum
Zuschauer und zur Zuhörerin. Ich spreche jetzt mal mit deiner inneren Stimme.
„Hallo du innere Stimme. Ich kenne dich
ziemlich gut. Du bist bestimmt so ähnlich wie meine in mir. Du passt immer so
gut auf deinen Menschen auf. Dass der keinen Fehler macht. Dass niemand ihn
kritisiert. Dass alles gut läuft. Im richtigen Tempo. Zur richtigen Zeit. Du
vergisst nie etwas und gibst keine Ruhe, bis alles richtig ist. Du hast
wirklich viel zu tun und ich bin erstaunt, wie du das durchhältst. Wie oft
meldest du dich am Tag bei deinem Menschen? Hundert mal? Tausend mal? Und was
du nicht alles im Blick hast! Unglaublich! Ich bewundere dich dafür! Ich könnte
das nicht. Ich bräuchte immer wieder mal eine Pause.
Aber du, liebe innere Stimme, bist so
unermüdlich. Immer siehst du noch etwas, was nicht in Ordnung ist. Du passt
wirklich gut auf deinen Menschen auf, nicht wahr? Ohne dich wäre der schon
längst gestorben. Als Folge von seiner Unaufmerksamkeit und der fehlerhaften
Selbsteinschätzung oder ...
Danke schön dafür! Und ich freue mich,
wenn du deine treuen Dienste weiter ausführst. Ohne dich käme dein Mensch gar
nicht klar. Darf ich im Urlaub auch mal etwas für dich tun? Allerdings ... du
könntest jetzt ein ganz klein wenig Pause machen und ich verwöhne dich. Würde
das gehen? Oder bekämst du schnell ein schlechtes Gewissen! Das wäre dann nicht
gut. Ich will ja nicht deine Arbeit behindern. Du könntest
meine „nährenden“ Worte dann gar nicht richtig genießen.
Also, liebe innere Stimme, du möchtest
doch deinem Menschen dienen und für ihn da sein. Das ist deine Bestimmung. Du
bist aber auch darauf angewiesen, dass du mit deinem Menschen in einer guten
Verbindung lebst. Dass ihr gut miteinander auskommt. Weil ihr ja aneinander
gebunden seid. Und ich glaube, dass dein Mensch sich wünscht, dass du dich mit
ihm erholst – im Urlaub. Ich spreche nur von den paar Tagen am Meer oder in den
Bergen. Du könntest auch mal ein paar Tage dich sammeln und wieder zu Kräften
kommen. Deine Stimme würde nach dem Urlaub für deinen Menschen viel freundlicher
klingen. Er würde sich nicht sofort über dich ärgern, wenn er deine Stimme
wieder hört. Er würde dir dankbar sein, dass du einfach da bist. Du könntest in
deinem Urlaub doch auch mal neue Gedanken sammeln. Dich mit Worten umgeben, die
dir gut tun. Wie wäre es? Ich lade dich ein! Wie wäre es, wenn du im Urlaub
deine terrapeutischen Qualitäten entdecken würdest. Du fragst dich jetzt, was
das ist? Ein Terrapeut? „Terra“ kommt von Erde und deine Erde ist der Mensch,
in dem du lebst. Als Terrapeut würdest du im Urlaub darauf achten, dass es
deinem Menschen mit dir gut geht. Das
hat was mit „Gönnen“ zu tun. Mit Wohlwollen! Mit Freundlichkeit! Also mit
Terrapie!
Danke, dass du mir zugehört hast. Ich
wünsche dir neue und schöne Urlaubserlebnisse mit Worten, die dich wirklich
nähren. Lass es dir gut gehen.“
Danke auch dir, liebe Leserin, lieber
Leser, dass ich mal mit deiner inneren Stimme sprechen durfte. Es kann sein,
dass du die Qualität deines Urlaubes auf diesem Weg noch ein wenig verbessern
kannst. Entweder bestimmt deine innere Stimme dein Leben oder du gestaltest sie
nach deinen Vorstellungen und Vorgaben? Wenn du gestalten willst, dann musst du
einen Schritt aus dir heraus zurücktreten. Wie gerade eben als ich mit deiner
inneren Stimme sprach. Sonst bist du zu nah an dir dran und die innere Stimme bekommt
zu viel Macht. Du bewegst dich in ihrem Sog. Aber einen Schritt zurück und es
kann sich ganz gut anfühlen. Dann sitzt du z.B. mit deiner inneren Stimme gemeinsam im Auto. Diese sagt wie gewohnt:
„Hast du auch die Blume im Bad gegossen?“ Und du antwortest nicht mit einem
Schrecken oder einem schlechten Gewissen. Du sagst vielleicht eher: „Danke für deinen
Hinweis. Und jetzt darfst du es dir auch bequem machen und tief durchatmen. Zur
Abwechslung pass ich mal auf dich auf.“
In diesem Sinne wünsche ich dir eine
erholsame Zeit mit vielen nährenden Worten. Und hier ein schönes von Rose
Ausländer:
Wir wohnen
Wort an Wort
Wort an Wort
Sag mir
dein liebstes
Freund
dein liebstes
Freund
meines heißt
DU
DU
Montag, 24. August 2020
Sei kein Luftverschmutzer!
Zum Finden der inneren Balance empfehle ich die Vermeidung von Malaria! Malaria kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt: "Schlechte Luft!" In früheren Zeiten glaubte man an eine Übertragung dieser Krankheit besonders in den Sümpfen durch schlechte Luft. Auch wenn dieser Weg inzwischen ausgeschlossen werden kann, hat "schlechte Luft" im übertragenen Sinn eine tiefe Bedeutung.
Wo gibt es in deinem Umfeld "Schlechte Luft", Malaria? Dort, wo Menschen unfreundlich sind, in Weltverschwörungszenarien, bei Konferenzen mit hohem Konfliktpotential, bei Klatsch und Tratsch, in ungelüfteten Räumen, auf öffentlichen Toiletten, im Straßenverkehr, beim Aufstehen mit schlechter Laune,...
Sorge also dafür, dass du in einem Umfeld atmest, wo die Luft sauerstoffreich und lebensbejahend ist.
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