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Samstag, 6. April 2024
Liebe für alle!
Vor einigen Tag saß ich im Auto und las an der Ampel den Aufkleber eines Autos vor mir: "Liebe für Alle, Hass für Keinen."
"Liebe für Alle" erschien mir ganz sinnvoll. Aber wieso "Hass für Keinen"? Bei der Recherche stieß ich darauf, dass es sich hier um einen Slogan handelt einer muslimischen Bewegung, die sich Ahmadiyya nennt und sich für den Frieden einsetzt.
"Liebe für alle" gefällt mir! Du achtest jedes Lebewesen auf dieser Welt. Du bist erfüllt von Respekt und lebst in tiefer Verbundenheit mit allen Geschöpfen auf der Erde. Du begegnest mit großem Wohlwollen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Nationalität und Religion. Alle zu lieben ist ein total ausfüllendes Lebensprogramm und beinhaltet, sich mit den eigenen Schattenseiten auseinanderzusetzen, damit Liebe nicht nur ein Wort bleibt sondern auch fließt.
Aber warum "Hass für Keinen"? Wenn ich alle liebe, dann ist doch dieser Satz überflüssig! Er irritiert eher. Zu lieben beinhaltet doch schon alles. Energetisch steht da auf einmal das Wort "Hass" auf der Heckscheibe dieses Autos. Diesen Teil finde ich überflüssig und er erweckt sogleich Hass-Assoziationen nach dem Motto: Das "nicht" denken geht nicht. Das bekannte Beispiel: "Denk mal nicht an einen Elefanten." Das funktioniert auch nicht. Meine Bestätigung fand ich im Internet. es gibt eine Plattform, wo man den anderen Aufkleber bestellen kann. "Hass für alle, Liebe für keinen." Im Denken und Aussprechen des Hasses wird ein Wort in die Welt gesetzt. Sätze und Slogans können schnell umgedreht werden. Vielleicht ist ein solcher Spruch markig, aber nicht immer hilfreich.
Mir fällt da übrigens auch ein Spruch zu ein. Vielleicht gefällt er dir: "Liebe für Alle und Alle für die Liebe!" Es grüßen die drei Musketiere mit viel Energie! Bei einer solchen Bewegung würde ich übrigens sofort mitmachen, ohne Bedenken."Liebe für Alle und Alle für die Liebe!"
www.matthias-koenning.de
p.s. Musketiere haben nichts mit "Muskeln" und "Tiere" zu tun, sondern kommt aus dem Französischen. Der mit der Muskete ist ein Musketier.
Freitag, 5. April 2024
Ob du dich in einer weichen Sänfte tragen läßt, oder ob du dich tanzend fortbewegst - du kommst auf jeden Fall zu Gott. Hafis (Ḥāfeẓ)
Du kommst auf jeden Fall zu Gott. Es ist egal, wie du deinen Lebensweg gestaltest. Lässt du dich tragen? Läufst du? Rennst du? Tanzt du? Die Art deiner Fortbewegung hat nichts zu tun mit der Frage ob du zu Gott kommst. Du wirst nicht belohnt und auch nicht bestraft. Da ist niemand am Weg oder am Ziel, der dein Tun bewertet und dir ein Zeugnis ausstellt.
Du wirst am Ende deines Lebens die Augen schließen und auf der anderen Seite zusammenkommen mit Tanzenden und Laufenden, mit Getragenen und mit Tragenden. Du entscheidest dich für ein Abenteuer und machst Erfahrungen. Du hast diesen wunderbaren Freiraum, den du ausfüllen kannst. Ich kenne Menschen, die tanzen sich durch das Leben. Da ist so viel Freude und Energie! Da sprüht und funkelt es. Und es ist einfach ansteckend. Du kannst dich dieser Freude nicht entziehen.
Ich kenne auch Menschen, die wirken auf mich wie in einer Sänfte. Sie sitzen und bewegen sich kaum. Die Welt kommt zu ihnen und sie beglücken die Welt mit einem entspannten und wohlwollenden Lächeln. Die in der Sänfte erzählen dir von der Lebenswirklichkeit, dass arbeiten überbewertet wird und die Trauben in den Mund wachsen. Das Leben ist schon da als Geschenk und du kannst es nicht schöner machen. Dann gibt es die, die rennen und machen und tun und immer aktiv sind. Auch sie sind ein Teil der Schöpfung. Sie leben nur die andere Seite. Kein Grund zur Kritik. Da können Tanzende und Sänftenreisende sich begegnen und von ihrer Wirklichkeit erzählen und miteinander staunen, was alles möglich ist auf dieser Welt. Ob du dich in einer weichen Sänfte tragen lässt oder ob du dich tanzend fortbewegst - du kommst auf jeden Fall zu Gott. Und? Auf welche Art möchtest du gerade durchs Leben reisen? Und kannst du damit einverstanden sein?
www.matthias-koenning.de
Du wirst am Ende deines Lebens die Augen schließen und auf der anderen Seite zusammenkommen mit Tanzenden und Laufenden, mit Getragenen und mit Tragenden. Du entscheidest dich für ein Abenteuer und machst Erfahrungen. Du hast diesen wunderbaren Freiraum, den du ausfüllen kannst. Ich kenne Menschen, die tanzen sich durch das Leben. Da ist so viel Freude und Energie! Da sprüht und funkelt es. Und es ist einfach ansteckend. Du kannst dich dieser Freude nicht entziehen.
Ich kenne auch Menschen, die wirken auf mich wie in einer Sänfte. Sie sitzen und bewegen sich kaum. Die Welt kommt zu ihnen und sie beglücken die Welt mit einem entspannten und wohlwollenden Lächeln. Die in der Sänfte erzählen dir von der Lebenswirklichkeit, dass arbeiten überbewertet wird und die Trauben in den Mund wachsen. Das Leben ist schon da als Geschenk und du kannst es nicht schöner machen. Dann gibt es die, die rennen und machen und tun und immer aktiv sind. Auch sie sind ein Teil der Schöpfung. Sie leben nur die andere Seite. Kein Grund zur Kritik. Da können Tanzende und Sänftenreisende sich begegnen und von ihrer Wirklichkeit erzählen und miteinander staunen, was alles möglich ist auf dieser Welt. Ob du dich in einer weichen Sänfte tragen lässt oder ob du dich tanzend fortbewegst - du kommst auf jeden Fall zu Gott. Und? Auf welche Art möchtest du gerade durchs Leben reisen? Und kannst du damit einverstanden sein?
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Mittwoch, 3. April 2024
Bist du da?
Bin ich wirklich online? Ja, mein PC ist eingeschaltet. Das Signal zeigt an, dass ich mit dem Netz verbunden bin. Ich kann Mails empfangen und verschicken. Ich kann surfen im Internet. Auf meiner Facebookseite sehe ich auch die anderen PCs, die online sind, ebenso die bei skype. Aber bin ich online? Wenn ich mich vom PC wegbewege, bleibt das Gerät zwar online, aber ich selber? Ich kann mich im Haus bewegen oder sonst wo unterwegs sein. Bin ich online?
Hinter diesem Satz verbirgt sich mehr. Wenn ich mit einer Gruppe locker beim Essen zusammensitze fragt mich manchmal einer: "Hallo! Bist du da?" Dann wache ich auf und merke, dass ich geträumt habe und mich an einem ganz anderen Ort befand. Meine Gedanken waren zwar online, aber nicht verbunden mit den Menschen am Tisch.
Bist du immer wirklich online? Wenn ich mit anderen Menschen zusammenbin, wünsche ich mir, so präsent zu sein, wie es irgendwie nur geht. Das stelle ich mir so vor: Ich bin körperlich anwesend, mit meinen Gedanken bin ich aufmerksam bei meinem Gesprächspartner. Auch mein Herz ist geöffnet und ich spüre die Energien, die hin und her fließen. Ich fühle mich verbunden. Dann bin ich wirklich online!
Leider sind wir Menschen ganz schön störanfällig, so wie das weltweite Netz. Manchmal stürzt du ab, manchmal funktionierst du nur halb, manchmal gibt es ein unerklärliche Störung und manchmal willst du oder kannst du einfach nicht.
Im Gespräch könnte es sinnvoll sein, deinem Partner ein Signal zu geben, ob du online oder offline bist. Dein Körper allein drückt das nicht immer aus.
matthias-koenning.de
Dienstag, 2. April 2024
Das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß. (Franz von Sales)
Diesen Spruch von Franz von Sales fand ich auf einem Plakat in Englisch. Normalerweise wiegen und messen wir ja ständig. Im Supermarkt bezahle ich fast alles nach Gewicht oder nach Stückzahl. Ich habe ein Maß für die Stunden, die ich arbeite und für die ich bezahlt werde. Ich habe ein Maß für die Stunden, in denen ich schlafe und ein Maß von Geschwindigkeiten im Auto, nach denen ich mich richte.
Die Jahre meines Lebens sind bemessen. Ich kaufe die mir entsprechende Kleidergröße. Ich darf mir ein bestimmtes Maß an Urlaub nehmen und freue mich über normierte Größen für den Schraubenschlüssel. Mir fällt spontan eigentlich nichts ein, was nicht irgendwie eine Art von Maß hat. Sogar Gefühle kann ich messen. Wie groß ist deine Trauer bei einer Skala von 1 - 10?
Wenn ist aber etwas gibt, was ich messen kann, dann müsste es auch etwas geben, was maßlos ist. Die Liebe ist in sich selbst ohne Maß! Liebe ereignet sich grenzenlos! Ewig! Diesseits und jenseits von Raum und Zeit. Die Liebe ist unsere ureigene menschliche Qualität.
Wie wunderbar, dass wir Menschen als begrenzte und messende Wesen dazu fähig sind. Ich kann mich verbinden mit allen Menschen auf der Welt. Mit allen Wesen. Mit allen Planeten. Mit dem ganzen Universum. Mit allen unsichtbaren Wesen. Mit allen Energien und mit allem, was ist.
Das ist unsere göttliche Qualität! Wie sähe unser Leben auf der Erde aus, wenn wir das konsequent leben würden? Was wäre anders als jetzt?
Stell dir vor, dass ab heute für dein Leben nichts sonst mehr wichtig ist. Du fängst an, grenzenlos zu lieben. Du verbindest dich mit den Steinen, mit den Bäumen, mit den Tieren, mit den Menschen, mit dir selbst. Du findest immer wieder neue Dinge, mit denen du dich verbinden kannst. Du verbindest dich auch mit deinen Feinden, mit deinem Schatten. Mit den Menschen, die du nicht magst. Auch mit den Gefühlen, die du spontan oft ablehnst. Ab jetzt machst du nichts anderes mehr. Das wird deine Hauptbeschäftigung.
Du triffst einen Menschen, der dich kränkt. Dann verbindest du dich mit dem Gefühl der Kränkung. Du verbindest dich mit dem Menschen, der dich gekränkt hat. Du verbindest dich mit dem Gefühl der Ablehnung und mit dem Geschenk der Situation. Du verbindest dich mit dem Gefühl von Ärger und dem Wunsch, diesem Menschen die Meinung zu sagen. Und wenn du dich mit all dem verbindest, wirst du anders sprechen. Du wirst diesem Menschen deine Kränkung sagen können nicht mit Worten und Gedanken der Trennung, sondern in Verbundenheit.
Das ist nicht einfach! Das ist eine totale Lebensaufgabe. Es wird dir nicht sofort und auch nicht immer gelingen. Aber du könntest schon mal den Wunsch verspüren, es zu wollen. Zu wollen, in Verbindung zu gehen mit allem, was ist. Dann fängt das Trainingsprogramm an.
In deinem Lebensumfeld kannst du alles nach Trennung sortieren. Du kannst dich im Gefühl und im Bewusstsein von Trennung suhlen. Die von Menschen gestaltete Welt lädt dich förmlich dazu ein. Sogar die Religionen leben die Trennung, obwohl sie von der Liebe Gottes sprechen. Du kannst also mit der Wahrnehmung von vielen schrecklichen Trennungen durchs Leben gehen. Aber du kannst dich auch entscheiden für die Verbindung.
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von einem Teammitglied, das einen Dokumentarfilm gedreht hat. Eine Gruppe von Clowns hat eine Tournee durch den Iran gemacht und das Ganze gefilmt und dokumentiert. Das Lachen und die Freude. Und sie wollten auf der Musik CD einen Text setzen, den sie in meinem Blog gefunden haben. Wie schön! Das Internet als Möglichkeit, dass total fremde Menschen sich verbinden können. Ich werde mit meinen Worten zu einem kleinen Teil eines wunderbaren menschlichen Projektes im Iran.
Wie wird die Welt aussehen, wenn wir alle das leben, was Franz von Sales so schön ausgedrückt hat: Das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß!
www.matthias-koenning.de
Die Jahre meines Lebens sind bemessen. Ich kaufe die mir entsprechende Kleidergröße. Ich darf mir ein bestimmtes Maß an Urlaub nehmen und freue mich über normierte Größen für den Schraubenschlüssel. Mir fällt spontan eigentlich nichts ein, was nicht irgendwie eine Art von Maß hat. Sogar Gefühle kann ich messen. Wie groß ist deine Trauer bei einer Skala von 1 - 10?
Wenn ist aber etwas gibt, was ich messen kann, dann müsste es auch etwas geben, was maßlos ist. Die Liebe ist in sich selbst ohne Maß! Liebe ereignet sich grenzenlos! Ewig! Diesseits und jenseits von Raum und Zeit. Die Liebe ist unsere ureigene menschliche Qualität.
Wie wunderbar, dass wir Menschen als begrenzte und messende Wesen dazu fähig sind. Ich kann mich verbinden mit allen Menschen auf der Welt. Mit allen Wesen. Mit allen Planeten. Mit dem ganzen Universum. Mit allen unsichtbaren Wesen. Mit allen Energien und mit allem, was ist.
Das ist unsere göttliche Qualität! Wie sähe unser Leben auf der Erde aus, wenn wir das konsequent leben würden? Was wäre anders als jetzt?
Stell dir vor, dass ab heute für dein Leben nichts sonst mehr wichtig ist. Du fängst an, grenzenlos zu lieben. Du verbindest dich mit den Steinen, mit den Bäumen, mit den Tieren, mit den Menschen, mit dir selbst. Du findest immer wieder neue Dinge, mit denen du dich verbinden kannst. Du verbindest dich auch mit deinen Feinden, mit deinem Schatten. Mit den Menschen, die du nicht magst. Auch mit den Gefühlen, die du spontan oft ablehnst. Ab jetzt machst du nichts anderes mehr. Das wird deine Hauptbeschäftigung.
Du triffst einen Menschen, der dich kränkt. Dann verbindest du dich mit dem Gefühl der Kränkung. Du verbindest dich mit dem Menschen, der dich gekränkt hat. Du verbindest dich mit dem Gefühl der Ablehnung und mit dem Geschenk der Situation. Du verbindest dich mit dem Gefühl von Ärger und dem Wunsch, diesem Menschen die Meinung zu sagen. Und wenn du dich mit all dem verbindest, wirst du anders sprechen. Du wirst diesem Menschen deine Kränkung sagen können nicht mit Worten und Gedanken der Trennung, sondern in Verbundenheit.
Das ist nicht einfach! Das ist eine totale Lebensaufgabe. Es wird dir nicht sofort und auch nicht immer gelingen. Aber du könntest schon mal den Wunsch verspüren, es zu wollen. Zu wollen, in Verbindung zu gehen mit allem, was ist. Dann fängt das Trainingsprogramm an.
In deinem Lebensumfeld kannst du alles nach Trennung sortieren. Du kannst dich im Gefühl und im Bewusstsein von Trennung suhlen. Die von Menschen gestaltete Welt lädt dich förmlich dazu ein. Sogar die Religionen leben die Trennung, obwohl sie von der Liebe Gottes sprechen. Du kannst also mit der Wahrnehmung von vielen schrecklichen Trennungen durchs Leben gehen. Aber du kannst dich auch entscheiden für die Verbindung.
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von einem Teammitglied, das einen Dokumentarfilm gedreht hat. Eine Gruppe von Clowns hat eine Tournee durch den Iran gemacht und das Ganze gefilmt und dokumentiert. Das Lachen und die Freude. Und sie wollten auf der Musik CD einen Text setzen, den sie in meinem Blog gefunden haben. Wie schön! Das Internet als Möglichkeit, dass total fremde Menschen sich verbinden können. Ich werde mit meinen Worten zu einem kleinen Teil eines wunderbaren menschlichen Projektes im Iran.
Wie wird die Welt aussehen, wenn wir alle das leben, was Franz von Sales so schön ausgedrückt hat: Das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß!
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Montag, 1. April 2024
Das Leben geht weiter auch wenn's humpelt
Sei stets motiviert!
Geh aufrecht!
Nimm das Leben im Sturm!
Sei gut drauf!
Immer!
Wir leben in einer Welt der Superlative. Alle muss immer wunderbar und supertoll sein. Auf die Dauer wird das ganz schön anstrengend. Die Welt funktioniert nicht immer nach diesen Gesetzen. Du hast wunderbare sonnige und erfüllte Tage. Dafür darfst du dankbar sein.
Zugleich musst du aber auch so manche Pille schlucken. Du wirst krank. Eine Freundschaft kommt in die Krise. Deine Beziehung erleidet Schiffbruch. Dein Arbeitsplatz ist bedroht. Du fühlst dich gestresst. Diese Erfahrungen gehören zum Leben auch dazu. Du wirst es nicht mögen. Aber an diesen Erfahungen darfst du wachsen und reifen.
Hast du den Anspruch, dass du immer elegant durch das Leben schreiten musst? Oder gibst du dir dir Erlaubnis, humpeln zu dürfen? Darfst du beim Humpeln gesehen werden? Schämst du dich dafür, dass es alle sehen können? Du humpelst! Na und? Du könntest auch liegen bleiben. Du könntest dich verstecken. Dich zurückziehen und erst wiederkommen, wenn alles wieder heile ist. Das kannst du machen. Du hast die Freiheit.
Wenn jemand zu mir in die Beratung kommt, dann kann schon mal eine Träne fließen. Leider zerfließt damit auch das sorgfältig geschminkte Gesicht. Es kommt zum Vorschein, was darunter liegt. Unter dem schönen Schein! Wer will schon so aufgelöst durch das Leben gehen. Da ist Humpeln noch besser! Hauptsache, das Gesicht wahren!
Ich sehe die Tränen. Den Schmerz. Die Trauer. Und es tut gut, wenn das alles mal rauskommen darf. Du verlierst dadurch nicht an Würde und Wert. Es humpelt vielleicht. Aber du kannst mit Würde humpeln. Mit einem zerflossenen Gesicht. Irgendwann geht ein Ruck durch deinen Körper. "So, jetzt ist es raus!" - "Ich muss mich nicht mehr verstecken und ich stehe zu mir. Das bin ich! So ist es und Punkt!"
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Geh aufrecht!
Nimm das Leben im Sturm!
Sei gut drauf!
Immer!
Wir leben in einer Welt der Superlative. Alle muss immer wunderbar und supertoll sein. Auf die Dauer wird das ganz schön anstrengend. Die Welt funktioniert nicht immer nach diesen Gesetzen. Du hast wunderbare sonnige und erfüllte Tage. Dafür darfst du dankbar sein.
Zugleich musst du aber auch so manche Pille schlucken. Du wirst krank. Eine Freundschaft kommt in die Krise. Deine Beziehung erleidet Schiffbruch. Dein Arbeitsplatz ist bedroht. Du fühlst dich gestresst. Diese Erfahrungen gehören zum Leben auch dazu. Du wirst es nicht mögen. Aber an diesen Erfahungen darfst du wachsen und reifen.
Hast du den Anspruch, dass du immer elegant durch das Leben schreiten musst? Oder gibst du dir dir Erlaubnis, humpeln zu dürfen? Darfst du beim Humpeln gesehen werden? Schämst du dich dafür, dass es alle sehen können? Du humpelst! Na und? Du könntest auch liegen bleiben. Du könntest dich verstecken. Dich zurückziehen und erst wiederkommen, wenn alles wieder heile ist. Das kannst du machen. Du hast die Freiheit.
Wenn jemand zu mir in die Beratung kommt, dann kann schon mal eine Träne fließen. Leider zerfließt damit auch das sorgfältig geschminkte Gesicht. Es kommt zum Vorschein, was darunter liegt. Unter dem schönen Schein! Wer will schon so aufgelöst durch das Leben gehen. Da ist Humpeln noch besser! Hauptsache, das Gesicht wahren!
Ich sehe die Tränen. Den Schmerz. Die Trauer. Und es tut gut, wenn das alles mal rauskommen darf. Du verlierst dadurch nicht an Würde und Wert. Es humpelt vielleicht. Aber du kannst mit Würde humpeln. Mit einem zerflossenen Gesicht. Irgendwann geht ein Ruck durch deinen Körper. "So, jetzt ist es raus!" - "Ich muss mich nicht mehr verstecken und ich stehe zu mir. Das bin ich! So ist es und Punkt!"
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