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Freitag, 14. Mai 2021

Leider lebt niemand in der Welt, wie sie wünschenswert wäre, sondern in der wirklichen Welt. (Carl Gustav Jung)

Da gibt es die wirkliche Welt und die Welt, von der du träumst. Eigenartig, nicht wahr? Ich sitze in meinem Büro und träume davon, dass ich gerne einen größeren Raum hätte und mehr Platz für meine Bücher. Dass ich einen neuen Schreibtisch bräuchte und einen Stuhl, auf dem ich mich gut entspannen kann. Dass es bessere Lichtverhältnisse geben sollte und dass mein Büro an der Straße liegt und ich mich nicht gut konzentrieren kann. Und wenn du mich fragst, wie es mir in meinem Büro geht, dann würde ich sagen: "Eigentlich ist alles in Ordnung. Ich kann dort arbeiten."
Es tauchen immer zwei Zustände parallel auf. Der eine Zustand äußert sich in der Sehnsucht, im Wunsch und im Mangel. Der andere Zustand nimmt die Wirklichkeit wahr, wie sie ist und es ist in Ordnung. So ist es nun einmal. Das Wahrnehmen der "wünschenswerten" Welt fühlt sich manchmal sehr schmerzhaft an. Ich hätte so gerne! Wie schön wäre es, wenn...! Dann kann es passieren, dass mein Herz resigniert. "Ach, es ist ja so aussichtslos!"
Manchmal geschieht aber auch ein Aufwachen und ein Wunder und ein Aufstehen. Was hindert mich daran, diese wünschenswerte Welt zu verwirklichen? Ich bin doch Schöpfer. Ich bin doch ein Gott! Ich kann verwandeln und verändern. Zu allen Zeiten haben das Millionen von Menschen gemacht. Die wirkliche Welt nicht einfach hinnehmen, sondern sie verändern. Am Anfang der Veränderung steht die Sehnsucht und die Vision, in die hinein du schöpferisch wirken kannst.
Manchmal kann der Wunsch aber zu groß sein. Zu unrealistisch. Nicht im Bereich deiner Macht und deiner Möglichkeiten. Da könntest du dann aber einverstanden sein und vertrauen, dass es auf dieser Welt noch andere Götter gibt, die auch etwas bewirken können.
Und so sind wir als Menschen einfach gestrickt. Wir leben in unserer wirklichen Welt wie sie ist und träumen und arbeiten an der Welt, die wünschenswert wäre.
www.matthias-koenning.de


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