In
diesem Kunstwerk von Jacob Dahlgren, das sich in Berlin befindet kannst
du verschwinden zwischen den Kunststoffbändern, die von oben
herabhängen. Du gehst hinein und wirbelst alle Bänder auf. Nach wenigen
Augenblicken jedoch tritt wieder Ruhe ein. Du kannst darin stehen und
die Bänder umhüllen dich. Die Welt hat dich verschluckt. Du warst mal
da. Und jetzt bist du es nicht mehr.
Du bist einfach
verschwunden. Von außen unsichtbar. Da hängen die Bänder in ihren
verschiedenen Farben unschuldig und verschweigen das Geheimnis in ihrem
Inneren. Stell dir doch einmal vor, dass du spazieren gehst in einem
Wald. Der Wald verschluckt dich und du bist von dieser Welt
verschwunden. Du bist nicht mehr da. Wer wird dich suchen? Wer wird nach
dir fragen? Wer wird dich vermissen?
Du selbst befindest dich im
Wald oder zwischen den Bändern des Kunstwerkes und verlierst die
Orientierung. Du findest nicht mehr hinaus. Du beginnst, dich in den
Bändern oder im Wald einzurichten. Das wird deine neue Wirklichkeit. Zu
Beginn gibt es die Suche nach dem Ausweg. Die Angst. Die Verzweiflung.
Die Resignation. Das Annehmen der neuen Wirklichkeit. Du wirst zum Teil
des Waldes oder zum Innenleben eines Kunstwerkes. Die Welt außen wird
auch weiterlaufen. Deine Angehörigen werden dich vermissen, aber sie
müssen weiterleben - auch ohne dich. Du im Wald und der Rest der Welt im
Rest der Welt.
Befremdlich? Eigentlich nicht. Wenn genauer in
dich hineinspürst wirst du feststellen, dass du immer schon deine eigene
Innenwelt hattest. Da kommt niemand hinein. Es ist völlig deine Welt.
Du kannst in ihr abtauchen und niemand kann folgen. Wer kann genau deine
Gedanken denken oder deine Gefühle fühlen? Deine Gefühle kannst nur du
fühlen. Du kannst mir davon erzählen, wie sich das anfühlt, aber es
werden dann immer noch nicht meine Gefühle. Du lebst immer schon in
deinem Wald und in deinem Kunstwerk von herabhängenden Bändern. Niemand
kann dir dahin folgen und wenn du willst, kannst du einfach
verschwinden. Mal so eben.
Manchmal wirst du dir deiner inneren
Einsamkeit bewusst. Du allein in deinem inneren Wald. Aber du kannst
diesen Wald und auch das Kunstwerk verlassen. Du kannst in Verbindung
gehen. Das ist die andere Seite der Wirklichkeit. Du kannst im Inneren
verschwinden und du kannst wiederkommen. Beobachte doch einmal bei einem
Gespräch mit einer Freundin, was da geschieht. Plötzlich ist deine
Freundin/dein Freund verschwunden und auf einmal wieder da. Oder du bist
verschwunden und dann wieder da. Manchmal merkst du, dass du "in
Gedanken" warst und machmal auch nicht. Das Ziel könnte heißen: Ich
steuere diesen Prozess selber! Immer mehr!
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Montag, 15. Juli 2024
Samstag, 13. Juli 2024
Nimm deinen Platz ein und dehne dich aus!
Ich atme ein und ich atme aus. Im Winter zieht sich die Natur zurück und im Frühling kehrt sie wieder. In der Nacht ziehe ich mich in mein Bett zurück und kuschle mich in meine Decke ein. Ich ziehe mich zusammen, damit ich mich gut geschützt fühle. Aber am Morgen, wenn ich aufwache, dann dehne und strecke ich mich. Ich kehre ins bewusste Leben zurück.
Mein ganzes Leben kann ich
verstehen als einen Wechsel von Zusammenziehen und wieder Ausdehnen. So, wie
das Herz pulsiert, lebe ich dabei meinen ganz eigenen Rhythmus. Ich gehe unter
die Menschen als soziales Wesen und genieße den lebenswichtigen Kontakt. Ich
ziehe mich wieder zurück und bin mit mir selbst allein. Sicherlich hat jeder
Mensch ganz eigene Bedürfnisse und einen unterschiedlichen Rhythmus.
Wenn alles fließt, dann empfinde
ich diesen Wechsel als ganz natürlich, sinnvoll und kraftgebend. Ich befinde
mich in einer Balance von selbst gewähltem Rückzug und gewünschten sozialen
Kontakten. Leider befinden wir uns Menschen nicht immer in dieser Balance. Es
fühlt sich immer wieder mal unausgewogen an.
Manchmal betrete ich einen Raum
und es zieht sich etwas in mir zusammen. Es wird eng und ich spüre die
Kontraktionen. Zu viele Menschen, dicke oder schlechte Luft, Aggressivität,
fehlendes Licht. Ich fühle mich nicht gesehen und nicht willkommen. Mein Körper
signalisiert: Alarm! Schnell weg von hier!
Oder ich treffe einen Menschen,
der mir sehr nahe kommt. Zu nahe. So nahe, dass mir nichts anderes übrigbleibt
als mich innerlich zurückzuziehen. Auch hier habe ich wieder das Bedürfnis,
möglichst schnell diesen Ort der Enge zu verlassen.
Ich beobachte auch, dass ich nicht
das tue was mir gut tut, sondern das, was schädlich für mich ist. Ich gehe
hinein in den Raum mit der „dicken“ Luft und halte es aus. „Stell dich nicht so
an!“ lautet meine Devise. Vielleicht entspannt es sich ja noch. Vielleicht
geschieht ein Wunder. Zur Not kann ich immer noch wieder gehen.
Oder ich nehme wahr, dass mir ein
Mensch zu nahe kommt und ich schweige wiederum. Ich möchte ihn nicht verletzen
oder zurückweisen. Ich könnte ja sagen: „Bitte geh doch einen Schritt zurück.
Das ist mir zu nahe.“ Ich will ja schließlich diesen netten Menschen nicht
kränken. Das Ergebnis jedoch ist, dass ich diese erdrückende Nähe aushalten und
ertragen muss. Ich übergehe meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Ich stelle
mich hinten an.
Das richtige Verhältnis von Nähe
und Distanz sieht für jeden Menschen unterschiedlich aus. Wie viel Zeit hättest
du gerne für dich alleine wenn du nur für dich entscheiden dürftest. Ohne mal
an deine Familie zu denken. Aber du
erlaubst es dir nicht? Aus falscher Rücksicht? Ich will ein guter Ehemann sein,
eine perfekte Mutter, ein...
Vielleicht hast du aber auch von
dem Rückzug zu viell. Du verbringst zu wenig Zeit in der Nähe mit denen, die du
magst. Möchtest du gerne mehr und intensiveren Kontakt als dein Gegenüber? Bist
du dir dessen bewusst?
Oder umgekehrt drängst du dich
vielleicht unbewusst auf? Hat dir schon mal jemand gesagt: „Du, du kommst mir zu
nahe. Das nimmt mir echt die Luft weg.“ Du könntest dich ja mal selber
beobachten bei deinen sozialen Interaktionen.
Meine Wahrnehmung geht dahin, dass
sich das nicht immer von selbst reguliert. Besser ist es, seine Wünsche und
Bedürfnisse zu kommunizieren. Niemand schaut in meinen Kopf und niemand kennt
die Regungen meines Herzens. Ich sorge also gut für mich und übernehme die
Verantwortung für mich, auch wenn ich mal zurückgewiesen werde oder ich es für
andere eng mache.
Eines steht fest: Jedes Lebewesen
braucht Platz und möchte sich ausdehnen. Im Garten werden sich jetzt im
Frühling die Pflanzen ausdehnen. Da gibt es die Starken und Prächtigen. Sie
fragen nicht einmal, ob sie dürfen und geben keinen Kommentar dazu. Sie dehnen
sich einfach aus und beanspruchen ihren Raum. Und es ist ihnen völlig egal, ob
die kleinen Blümchen noch Sonne und Wasser bekommen. Viele Pflanzen finden zum
Glück ihre Nische und behaupten sich trotz der Großen und Starken. Oder sie
hängen sich einfach dran wie es der Efeu macht.
Bei Menschen erlebe ich das auch
so. Da gibt es diejenigen, die den Raum beherrschen, wo auch immer sie
auftauchen. „Platz da! Hier bin ich!“ Gehörst du auch zu den Königen und
Königinnen, die einen automatischen Rechtsanspruch auf ein Weltreich haben? Oder
gehörst du eher zu denen, die schauen, ob es irgendwo ein kleines Plätzchen
gibt, wo es sich einigermaßen ruhig überleben lässt.
Mit der Fastenzeit verbinden viele
Menschen die Vorstellung, sich zurückzunehmen. Verzichten, sich klein machen
und sich beschränken heißt die Devise. Asche auf dein Haupt! Entschuldigung,
dass ich da bin!
Wenn du das schon viele Jahre
erfolgreich gemacht hast, dann könntest du ja mal in diesen Wochen das andere
Ende des Pendels ausprobieren. Das Gegenteil sozusagen. Dehne dich aus. Nimm
deine Schultern zurück und hebe den Kopf an. Schaue deine Mitmenschen auf
Augenhöhe an und lächle ihnen zu. Lass alle wissen: „Hier bin ich! Ich nehme
diesen Raum hier ein und genieße es!“ Geh in ein Zugabteil und besetze mal
einfach deinen Nachbarsitz mit oder sogar noch die Plätze gegenüber. Warum
nicht vier auf einmal? Geh durch die Fußgängerzone und lass dich nicht von den
Menschenmassen beeindrucken. Da, wo du stehst, steht niemand sonst. Unter
Tausenden von Menschen bist du einmalig!
Besuche eine deiner sozialen
Gruppen wie Familie, Freunde oder Vereine und schaue alle strahlend an. Du bist
ein König und du bist eine Königin. Die Bühne gehört dir. Du musst diese Ideen
nicht praktisch umsetzen, aber du kannst sie denken und fühlen. Du wirst
merken, wie ein Ruck durch deinen Körper geht. Du ziehst dich nicht zusammen.
Du dehnst dich aus.
Die Ausdehnung beginnt im Herzen
und im Denken. Manchmal erlebe ich es bei Ehepaaren, dass sich einer aus
Rücksicht immer zurückhält. „Mein Mann ist ja so krank. Er ist so beansprucht
in seinem Job.“ - „Meine Frau kann ja nicht so, wie sie will. Ihr geht alles
immer so zu Herzen.“ Es ist nicht nötig, so zu denken. Das macht mein Gegenüber
klein. So kommt es in der Partnerschaft schnell zu einem Oben und Unten und die
Liebe auf Augenhöhe geht verloren.
Freitag, 12. Juli 2024
Du kannst dich glücklich schätzen!
Du kannst dich schätzen.
Einschätzen, wie viel du wert bist.
In Geldwährung oder Herzenseinheiten.
Du kannst dich wertschätzen.
Was kommt dabei heraus?
Unendlich!
Unvergleichlich!
Unbezahlbar!
Du kannst dich schätzen und sagen:
Ich bin unverkäuflich!
Und nebenbei auch nicht käuflich.
Du darfst dich wertschätzen.
Weil du bist!
Weil du bist noch bevor du etwas machst.
Du musst dich sogar wertschätzen
damit du dich nicht unter Wert verkaufst.
Mach es nicht unter unendlich!
Vor allem kannst du dich glücklich schätzen.
Du gehörst zum Pool der Menschheit dazu.
An deine Existenz kommt niemand vorbei.
Du hast ein Recht auf deinen Anteil an Wasser und Nahrung.
Das erst einmal vorab!
Und du kannst dich glücklich schätzen, dass du lieben kannst.
Diese Fähigkeit hast du einfach so mit auf dem Weg bekommen.
Das zeichnet dich aus!
Du kannst dich auch glücklich schätzen, dass du geliebt wurdest!
Nicht genug? Einverstanden!
Aber immerhin so viel, dass du nicht gestorben bist.
Du kannst dich glücklich schätzen, wegen der Liebe!
Diese Liebe war und ist dein Glück!
Und wenn du dich wertschätzen magst und kannst
wirst du dir deines Glückes bewusst.
Wer immer du auch bist und dies liest:
Du kannst dich glücklich schätzen!
Auch wenn du nicht genug zum Leben hast.
Wenn es dir mangelt!
Wenn du mit einem Teil unglücklich bist.
Oder dich sehr krank fühlst.
Dass du dich glücklich schätzen kannst liegt vor all dem.
Jenseits von Glück und Unglück.
Von Krankheit und Gesundheit.
Es reicht aus, dass du existierst!
Du kannst dich glücklich schätzen!
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Einschätzen, wie viel du wert bist.
In Geldwährung oder Herzenseinheiten.
Du kannst dich wertschätzen.
Was kommt dabei heraus?
Unendlich!
Unvergleichlich!
Unbezahlbar!
Du kannst dich schätzen und sagen:
Ich bin unverkäuflich!
Und nebenbei auch nicht käuflich.
Du darfst dich wertschätzen.
Weil du bist!
Weil du bist noch bevor du etwas machst.
Du musst dich sogar wertschätzen
damit du dich nicht unter Wert verkaufst.
Mach es nicht unter unendlich!
Vor allem kannst du dich glücklich schätzen.
Du gehörst zum Pool der Menschheit dazu.
An deine Existenz kommt niemand vorbei.
Du hast ein Recht auf deinen Anteil an Wasser und Nahrung.
Das erst einmal vorab!
Und du kannst dich glücklich schätzen, dass du lieben kannst.
Diese Fähigkeit hast du einfach so mit auf dem Weg bekommen.
Das zeichnet dich aus!
Du kannst dich auch glücklich schätzen, dass du geliebt wurdest!
Nicht genug? Einverstanden!
Aber immerhin so viel, dass du nicht gestorben bist.
Du kannst dich glücklich schätzen, wegen der Liebe!
Diese Liebe war und ist dein Glück!
Und wenn du dich wertschätzen magst und kannst
wirst du dir deines Glückes bewusst.
Wer immer du auch bist und dies liest:
Du kannst dich glücklich schätzen!
Auch wenn du nicht genug zum Leben hast.
Wenn es dir mangelt!
Wenn du mit einem Teil unglücklich bist.
Oder dich sehr krank fühlst.
Dass du dich glücklich schätzen kannst liegt vor all dem.
Jenseits von Glück und Unglück.
Von Krankheit und Gesundheit.
Es reicht aus, dass du existierst!
Du kannst dich glücklich schätzen!
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Donnerstag, 11. Juli 2024
Über das spurlose Verschwinden...
Manchmal verschwindet etwas spurlos. Socken verschwinden in der Waschmaschine und Pullover befinden sich plötzlich nicht mehr im Schrank. Du bist dir sicher, wo du deine Sachen abgelegt hast und auf einmal sind sie nicht mehr da. Spurlos verschwunden. Ich vermisse meinen Personalausweis. Er ist spurlos verschwunden. Ich habe alle Schubladen abgesucht und alle Jacken- und Hosentaschen gefilzt. Ich habe an jeden auch nur erdenklichen Ort nachgeschaut und jetzt blicke ich der Tatsache ins Auge. Mein Peronalausweis ist unauffindbar. Dabei steht doch darauf, wer ich bin. Mein Name, meine Anschrift, die Körperlänge und die Farbe meiner Augen. Merkwürdig, nicht wahr? Zur gleichen Zeit befinde ich mich in einer Identitätskrise. Vor zwei Jahren wusste ich noch, wer ich war. Das weiß ich im Moment nicht mehr. Ist es da nicht folgerichtig, dass sich der Personalausweis auch auflöst? Wie im Inneren so auch im Äußeren. Ich versuche, eine Weile ohne Identität auszukommen und probiere es auch mit meinem Ausweis. Wenn ich hoffentlich irgendeine Identität wiedergefunden habe wird sich auch der Ausweis einfinden.
Spurlos verschwinden Dinge und auch Menschen. Hast du schon erlebt, wie Menschen in deinem Leben spurlos verschwunden sind? Sie haben sich nicht verabschiedet und du hast auch nicht selbst Abschied genommen. Ihr habt euch nicht gestritten und nicht bewusst getrennt. Aber wenn du genau hinspürst, dann ist es doch stimmig. Es ist nicht grundlos, dass diese Menschen aus deinem Leben verschwunden sind.
In einer Achtsamkeitsübung habe ich gelesen, dass ich für eine Woche einen Raum in meiner Wohnung nur so benutze, dass nach der Aktion keine Spuren sichtbar sind. Ich räume also meine Küche so auf, dass ein Fremder denkt, die wird gar nicht benutzt.
Manchmal ist es gut, wenn die Dinge oder Menschen verschwinden. Wir können eh nichts festhalten. Alles im Leben ist wie Sand und zerrinnt zwischen den Fingern. Wenn etwas spurlos verschwindet gibt dir das Leben die Möglichkeit, eine Lektion zu lernen. Lasse los!
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Lautes oder leises Wasser?
Vor einiger Zeit war in ich in Hamburg zu einem Seminar. Dort gab es lautes und leises Wasser. Ein interessanter Werbegag.
So kann ich fragen: "Möchtest du ein leises oder ein lautes Wasser," statt: "Möchtest du ein stilles oder eines mit Kohlensäure." Ich habe dennoch kurz gestockt und mich gefragt, ob Wasser leise sein kann. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, ob Wasser still sein kann. In anderen Ländern heißt dieses Wasser "naturel". Das kommt der Art des Wassers für mich deutlich näher. Wasser in seinem natürlichen Zustand.
Die beiden Wassersorten weisen aber auf etwas wichtiges hin. Sie leben von der Polarität. Leises Wasser kann nicht ohne lautes Wasser und umgekehrt auch nicht. Ich sage in einer Gesprächsrunde ja auch: "Seid einmal leise!" oder "Seid bitte still!" Auch da gibt es einen Unterschied. "Leise" liegt auf einer Skala zwischen "still" und "laut". Wohl eher Richtung "leise".
Für mich ist Wasser weder laut noch still oder leise. Ich mag es in seiner natürlichen Form. Aus der Quelle, aus dem Brunnen, aus dem Bach. Ohne Schnickschnack. Dabei "tönt" das Wasser schon - immer, wenn es sich bewegt. Es gluckert, es pocht, es plätschert, es rauscht, es strömt, es prasselt. Still ist es nur, wenn es ruht. Aber auch dann "spricht" es. Setz dich einmal für eine Zeit an einen Teich und hör dem Wasser zu. Weil du selber zu einem großen Teil aus Wasser bestehst, kannst du die "Wassersprache" verstehen.
Das Wasser erzählt dir, dass du selber "natürlich" bist. Du bist ein Geschöpf. Bist nackt auf diese Welt gekommen. Als Junge oder Mädchen. Nichts musste daran verändert werden. Bis heute muss nichts an dir verändert werden. In deinem Zustand bist du goldrichtig!
Die Industriegesellschaft lebt davon dir einzureden, dass du an dir etwas verändern musst. Es ist noch nicht richtig. Da fehlt etwas. Die Kleidung, Schmuck, Kosmetik. Viele Dinge, die den natürlichen Zustand "verbessern". So wie die Kohlensäure im Wasser. Ich genieße auch den Wohlstand und freue mich über Kleidung, die wärmt und über Menschen, die sich hübsch machen. Manchmal jedoch setzte ich mich ans Wasser und kehre in mich ein. Wenn ich das mache, dann braucht es nichts weiter. So, wie ich bin, war ich immer schon richtig und werde es immer sein!
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So kann ich fragen: "Möchtest du ein leises oder ein lautes Wasser," statt: "Möchtest du ein stilles oder eines mit Kohlensäure." Ich habe dennoch kurz gestockt und mich gefragt, ob Wasser leise sein kann. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, ob Wasser still sein kann. In anderen Ländern heißt dieses Wasser "naturel". Das kommt der Art des Wassers für mich deutlich näher. Wasser in seinem natürlichen Zustand.
Die beiden Wassersorten weisen aber auf etwas wichtiges hin. Sie leben von der Polarität. Leises Wasser kann nicht ohne lautes Wasser und umgekehrt auch nicht. Ich sage in einer Gesprächsrunde ja auch: "Seid einmal leise!" oder "Seid bitte still!" Auch da gibt es einen Unterschied. "Leise" liegt auf einer Skala zwischen "still" und "laut". Wohl eher Richtung "leise".
Für mich ist Wasser weder laut noch still oder leise. Ich mag es in seiner natürlichen Form. Aus der Quelle, aus dem Brunnen, aus dem Bach. Ohne Schnickschnack. Dabei "tönt" das Wasser schon - immer, wenn es sich bewegt. Es gluckert, es pocht, es plätschert, es rauscht, es strömt, es prasselt. Still ist es nur, wenn es ruht. Aber auch dann "spricht" es. Setz dich einmal für eine Zeit an einen Teich und hör dem Wasser zu. Weil du selber zu einem großen Teil aus Wasser bestehst, kannst du die "Wassersprache" verstehen.
Das Wasser erzählt dir, dass du selber "natürlich" bist. Du bist ein Geschöpf. Bist nackt auf diese Welt gekommen. Als Junge oder Mädchen. Nichts musste daran verändert werden. Bis heute muss nichts an dir verändert werden. In deinem Zustand bist du goldrichtig!
Die Industriegesellschaft lebt davon dir einzureden, dass du an dir etwas verändern musst. Es ist noch nicht richtig. Da fehlt etwas. Die Kleidung, Schmuck, Kosmetik. Viele Dinge, die den natürlichen Zustand "verbessern". So wie die Kohlensäure im Wasser. Ich genieße auch den Wohlstand und freue mich über Kleidung, die wärmt und über Menschen, die sich hübsch machen. Manchmal jedoch setzte ich mich ans Wasser und kehre in mich ein. Wenn ich das mache, dann braucht es nichts weiter. So, wie ich bin, war ich immer schon richtig und werde es immer sein!
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