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Freitag, 3. April 2020

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. (Laotse)

Eine Einladung im Angesicht von bedrohlichen Ereignissen! In der Wahrnehmung der Raupe erleben wir das Ende der Welt. Die Raupe lebt in dem Bewusstsein, dass sie ihr Leben beendet mit dem Einpuppen. Sie kann in der Raupenexistenz nicht wahrnehmen, dass sie eigentlich ein Schmetterling ist.
Ich kann jede Krise sehen als den Zeitpunkt der Verpuppung. Ich verpuppe mich heute und wache morgen als Schmetterling auf. Ich bin also eigentlich ein verborgener Schmetterling. Worin besteht der Unterschied, wenn ich mich als Raupe wahrnehme oder als Schmetterling? Wie werde ich mich fühlen und wie nehme ich die Welt wahr in dem Einen oder in dem Anderen? Als Schmetterling werde ich ich mich leicht fühlen und in die Zukunft fliegen und schweben. Ich werde Blumen erobern und Welten erkunden. Ich werde mich satt trinken an Farben und Düften. Ich werde meine enge Welt verlassen und mich auf das Abenteuer Leben einlassen. Und heute am Tag der Krise entscheide ich mich dafür. Ich entscheide mich dafür, auf jeden Fall ein Schmetterling zu sein. Nur noch einmal schlafen und ich breche die Verpuppung auf. Zugleich warte ich nicht bis morgen. Auch wenn ich noch eine Puppe bin, lebe ich im Bewusstsein eines Schmetterlings.Mögest du mit Leichtigkeit in den Tag und in die Nacht gehen. Dich verpuppen und wieder aufwachen. Du bist ein göttlicher Schmetterling in einmaligen Farben und Formen.
www.matthias-koenning.de

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