Gehörst du zu den Menschen, die das Leben schrecklich langweilig finden? „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ Die Tage sind austauschbar. Nichts passiert. Weder im Positiven, noch im Negativen. Keine interessanten neuen Menschen. Das Leben plätschert eintönig dahin. Darum gibt es auch nichts zu erzählen. Worüber solltest du auch sprechen?
Ich erinnere mich an manche Ferientage in meiner Kindheit:
„Mir ist so langweilig! Was soll ich nur machen?“ Der Kommentar meiner Mutter:
„Es wird Zeit, dass die Schule wieder anfängt!“
Wie fühlt es sich an, wenn du diese Eintönigkeitsgedanken
denken würdest? Wofür würde sich dein Leben noch lohnen? Wofür noch
weiterleben? Die Tage und Jahre auf dem Abstellgleis verbringen und hoffen,
dass es vorbeigeht?
Vielleicht gehörst du ja zu den Menschen, die kein
aufregendes Leben führen. Eben so ein durchschnittliches wie die meisten. Aber
du kannst genauer hinschauen! Deine Aufmerksamkeit auf das richten, was in
deinem Leben „sonnenhaft“ ist. Vielleicht darfst du deine Brötchen bei einem
Bäcker kaufen, der besonders gut backen kann. Dann bist du reich gesegnet! Oder
du bist mit einem Menschen verheiratet, der dir einen freundlichen Blick
schenkt. Welch ein Geschenk! Vielleicht bist du reich gesegnet mit Geschenken,
die du bislang nicht genügend beachtet hast. Du lebst mitten im Glück und
bemerkst es gar nicht! Du besitzt zwar keine große Villa, aber tausende von
kleinen Gesten und Zeichen, die dir den Alltag verschönern.
Stell dir vor, dass du jeden Tag ein Geschenk bekommst. Es
gibt keinen Tag im Leben, wo es kein Geschenk gab. Du musst nur das Geschenk
erkennen. Wenn für dich alles selbstverständlich ist, wirst du es nicht finden.
Manche leben nach dem Motto: „Das Leben schuldet mir noch was. Ich bin
benachteiligt.“ Wenn du so denkst, dann wirst du zum Schuldeneintreiber und
nicht zum Geschenkesammler.
Wenn du dir bewusst wirst, dass du heute ein Geschenk
bekommen hast, dann liegt in diesem Geschenk Liebe drin. Du bist heute schon
geliebt worden! „Wow!“ – ein echter Grund zur Freude.
Bei einer Weiterbildung sollten wir benennen, worüber wir
uns geärgert haben. Anschließend sollten wir überlegen, worin das Geschenk des
Ärgers lag. Eine neue Perspektive! Auch in dem, was ich nicht mag, finde ich
ein Geschenk. Ich ärgere mich über eine Situation, aber es gibt fast immer
etwas Positives dabei. Ich habe was gelernt oder jemand anders hat davon
profitiert. „Wow!“ Das Leben so sehen zu können wie ein tägliches Geschenk ist
eine Fähigkeit und eine Gabe. Ich wünsche dir mehr davon!
www.matthias-koenning.de
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