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Freitag, 22. Dezember 2017

Adventliches Abenteuer Nr. 22 Wenn der Stallgeruch dich belebt


Einige Tage vor dem Beginn der Adventszeit fiel mir ein, dass Advent und Adventure doch sehr ähnlich klingen. Advent heißt Ankunft und Adventure Abenteuer. Hat Advent etwas mit Abenteuer zu tun? Die meisten Menschen wünschen sich eher eine beschauliche Zeit mit Kerzenschein und Kaminwärme. Mal nicht hetzen. Zeit für sich haben. Nachdenken. Zur Ruhe kommen.

All das verspricht der Advent nicht. Er verspricht das Abenteuer. Er lädt dich ein, die Herausforderung anzunehmen und die Komfortzone zu verlassen. Hast du Lust auf ein Abenteuer? Ich lade dich ein!

Abenteuer Nr. 22: Wenn der Stallgeruch dich belebt


Wir kommen dem Weihnachtsfest schnell näher. Das Ziel ist schon im Visier. Der Stall zu Bethlehem. Im Stall wird es körperlich. Du riechst die Tiere. Ob Schweine, Pferde, Hühner oder Ziegen. Sie riechen alle unterschiedlich. Und sie erfüllen mit ihrem Geruch den ganzen Raum. Wenn du an einem Bauernhof vorbeifährst weißt du, welche Tiere dort leben. Wenn du dich in einem Stall aufhältst wird es absolut körperlich. Animalisch!

Und das bringt mich zur Frage, ob du in deinem eigenen Körper zu Hause bist. Fühlst du dich mit dir selber wohl? Kannst du dich riechen? Auch dann noch, wenn du verschwitzt bist? Wenn du mit schmutzigen Händen aus dem Garten kommst? Nimmst du dich wahr als Kind der Erde, des Lehmes? Oder doch eher als Kind des Himmels, als Engel? Am liebsten körperlos? Den Körper los?

Betritt den Stall von Bethlehem mit dem Geruch von Ochs und Esel und den Windeln des Kindes. Den Ausdünstungen von Maria, Josef, den Hirten und den Schafen. Tiere und Menschen dort sind ein total körperlicher Teil dieser Welt. Hier kannst du gut im eigenen Körper ankommen. Ja  zu dir sagen mit allem, was zu dir gehört. Dein schmales, spitzes oder breites und gutmütiges Gesicht. Deine Körperfülle und deine Schmächtigkeit. Deine Gebrechen und Zipperlein. Dein Schnupfen und deine Robustheit. Deine Hypersensibilität und Feinfühligkeit und deine groben und holzschnittartigen Bewegungen. Du betrittst den Stall und nimmst diesen Geruch in dich auf. Du sagst total Ja zu deinem körperlichen Leben hier und jetzt. Dein Körper ist das „Material“, mit dem du das Abenteuer leben angehst. Du hast kein anderes. Aber genau das, was du hast, steht dir zur Verfügung. Spürst du die Grenzen oder nutzt du deine Chancen? 

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