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Freitag, 1. Dezember 2017

Adventliches Abenteuer Nr. 1: Wenn das Fremde verlockt!



Einige Tage vor dem Beginn der Adventszeit fiel mir ein, dass Advent und Adventure doch sehr ähnlich klingen. Advent heißt Ankunft und Adventure Abenteuer. Hat Advent etwas mit Abenteuer zu tun? Die meisten Menschen wünschen sich eher eine beschauliche Zeit mit Kerzenschein und Kaminwärme. Mal nicht hetzen. Zeit für sich haben. Nachdenken. Zur Ruhe kommen.

All das verspricht der Advent nicht. Er verspricht das Abenteuer. Er lädt dich ein, die Herausforderung anzunehmen und die Komfortzone zu verlassen. Hast du Lust auf ein Abenteuer? Ich lade dich ein!

Abenteuer Nr. 1: Wenn das Fremde verlockt

Als wir auf die Welt kamen waren wir noch mit allem verbunden. Wir kamen aus dem göttlichen Licht und dem wohligen Bauch unserer Mutter. Wir kuschelten uns ein in die Häute von Eltern und Babydecke. Und irgendwann fing das an, was die Erwachsenen "fremdeln" nannten.
Da tauchte auf einmal etwas auf, was uns fremd vorkam. Etwas, das uns verunsicherte. Etwas, das uns ängstigte. Da fühlten wir uns hilflos, ausgeliefert, unwohl. Wir merkten, dass es neben dem Vertrauten etwas gab, das nicht zu unserem System gehörte. Hier bin ich zuhause und jenseits in der Fremde muss ich Angst haben. Im Prinzip hören wir ab dem Zeitpunkt mit dem Fremdeln nicht mehr auf. Wir lernen, damit umzugehen.
Beobachte doch einmal dein eigenes Fremdeln. Du kommst in einen Laden, in dem du noch nie warst. Du hast ein Vorstellungsgespräch und kennst den Personaler nicht. Du gehst in ein Restaurant und sollst dir unbekannte Speisen bestellen. Du sprichst einen Menschen auf der Straße an und fragst nach dem Weg. Gelingt dir das ohne eine innere Hürde? Ohne Herzklopfen? Machst du das völlig cool und gelassen in totalem Vertrauen?
Ich gehöre zu denen, die sich immer wieder überwinden müssen. Das wird ab heute anders. Ich entscheide mich für ein adventliches Abenteuer. Heute lebe ich. Heute fahre ich in die Stadt und frage einen Fremden nach dem Weg. Auch wenn ich den schon kenne. Ich frage trotzdem. Ich fahre ein paar Meter weiter und kurble die Scheibe vom Auto wieder herunter und frage noch einmal. Auch wenn ich den Weg jetzt kenne. Ich frage, weil ich so langsam Spaß bekomme. Ich verändere meinen Glaubenssatz, dass das Fremde Angst macht.
Das Fremde ist fremd, aber muss sich nicht ängstlich anfühlen. Ich lebe doch heute. Jetzt! Ich stelle mir vor, dass ich diese Welt verlasse ohne mal etwas spannend fremdes erlebt zu haben. Ich könnte ja auch mehr riskieren als nur fremden Leuten nach dem Weg zu fragen. Ich öffne die Augen und schaue, was mir fremd ist. Ich werde neugierig! Das möchte ich erleben. Abenteuer Advent!
www.matthias-koenning.de

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