Bei einer Geburtstagsfeier saß ich am Tisch mit lauter jungen Leuten. Alle hielten ihr Smartphone in der Hand und "kommunizierten" damit. Ständig ging die Aufmerksamkeit dahin. Piept oder klingelt es gerade? Die Finger huschten und trippelten liebevoll und schlafwandlerisch über das Display. Manchmal zeigten sie sich gegenseitig ihre Geräte und lachten über irgend etwas. Ich verstand nur Bahnhof. Ich fühlte mich ausgeschlossen. Niemand sprach mit mir. Wenn, dann nur so nebenbei.
Meine Nichte hat mich jetzt darüber aufgeklärt, was da los war. Das ist "WhatsApp". Du kannst da ständig mit allen Freundinnen Bilder und Nachrichten austauschen. Das machst du dann den ganzen Tag. Von meiner Nichte habe ich mitbekommen, dass man sich auch völlig überflüssige und nebensächliche "Nachrichten" und "Photos" austauscht. "Ich bin jetzt hier oder da." "Schau mal dieses Eis hier an, cool oder!" "Ist nichts los hier!" "Bis später!" "Ja, bis später!" "Bin schon wieder da, mir ist langweilig!" "Dir auch? Mir auch!" Hauptsache, man ist in Verbindung.
Ich bin ein Dinosaurier der Kommunikation. Ich rede gerne mit einem Menschen direkt mir gegenüber. Ich nehme seinen Gesichtsausdruck wahr, den Klang der Stimme und die Bewegungen des Körpers. Da bleibt mir keine Zeit, auf ein Display zu schauen. Wenn ich das täte, wäre ich nicht mehr im Gespräch.
Ich kann nicht gleichzeitig im Smartphone sein und bei meinem Gegenüber. "WhatsApp" - du bist mein Konkurrent und mein neues Feindbild. Neidisch sehe ich zu, wie die Hand meiner Nichte dich streichelt und dir Zuwendung schenkt. Ein flüchtiger Blick zu mir und ich komme mir uralt vor. Ich bin eben doch schon ein alter Onkel, der sich noch bei facebook aufhält und lange Texte in einem Blog schreibt.
www.matthias-koenning.de
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Montag, 30. Dezember 2013
Sonntag, 29. Dezember 2013
Liebe nach Laotse
Pflicht ohne Liebe mach verdrießlich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch
Dienstag, 19. November 2013
Das Herz sieht weiter als...
So lautet ein Spruch aus Zentralafrika: "Das Herz sieht weiter als das Auge." Exupery sagt es ähnlich: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Manche Sprüche sagen wir inzwischen so leicht dahin. Hast du es schon mal probiert, mit dem Herzen zu sehen?
Wenn du deine Augen öffnest, dann nimmst du die Gegenstände um dich herum wahr. Du siehst Bäume, Häuser, Straßen und Menschen. Bei einer Fata Morgana siehst du auch etwas, aber deine Augen täuschen dich. Das, was du siehst, ist gar nicht vorhanden, zumindest nicht vor deinen Augen. Deine Augen sagen dir: Da ist etwas, ich kann es genau erkennen. Das gibt dir ein Gefühl von Sicherheit. Ja, da ist ein Baum. Und wenn du hingehst und ihn anfasst, bekommst du deine Bestätigung. Auch deine Hände teilen dir mit: Ja, das ist wirklich ein Baum.
Wenn da nur nicht die optischen Täuschungen wären? Wiegen deine Augen dich nur in Sicherheit? Ist da in Wirklichkeit vielleicht gar nichts? Die Augen gaukeln dir Sicherheit vor. Deine Augen können vor allem nur bis zum Horizont sehen. Sie sehen einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit.
Wenn du deine Augen schließt, dann siehst du noch immer! Du siehst mit deinem Bewusstsein die ganze Welt, den Mond, die Sterne, die Planeten, alle Menschen und alle Tiere auf der Welt. Mit den "Augen des Herzens" kannst weiter sehen als das Auge. Mit den "Augen des Herzens" kannst du dich verbinden mit allen Menschen, die du liebst und die dich lieben. Mit dem Herzen kannst du eine tiefere Schicht der Wirklichkeit "sehen" und wahrnehmen.
Normalerweise sind wir mit unserer Wahrnehmung im Kopf, dort wo die Augen sitzen in der Nähe unseres Verstandes. Wir nehmen die Dinge von dieser Stelle oben im Kopf aus wahr. Du könntest dir jetzt vorstellen, wie diese inneren Augen nach unten wandern in die Herzgegend. Jetzt nimm einmal alles von dieser Position aus wahr. Das geht nicht mit den leiblichen Augen, sondern nur mit den Herzensaugen. Von dort aus wird die Welt auf einmal viel größer und weiter.
Die Bibel erzählt uns, dass Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Vielleicht ist die Sichtweise vom Herzen her die Art, wie Gott wahrnimmt und sieht. Wir können es ihm gleich machen. Oft sind wir leider die wenigen, aber entscheidenden Zentimeter vom Herzen entfernt im Kopf bei unseren leiblichen Augen.
Manchmal verhindern unsere Augen den Gang zum Weg zum Herzen. Vom Kopf zum Herzen musst du nur rutschen. Vom Herzen zum Kopf hast du einen steilen Weg. Manchmal wundere ich mich über uns Menschen, dass wir uns für den schwereren Weg entscheiden. Also: "Das Herz sieht weiter als unser Auge."
www.matthias-koenning.de
Wenn du deine Augen öffnest, dann nimmst du die Gegenstände um dich herum wahr. Du siehst Bäume, Häuser, Straßen und Menschen. Bei einer Fata Morgana siehst du auch etwas, aber deine Augen täuschen dich. Das, was du siehst, ist gar nicht vorhanden, zumindest nicht vor deinen Augen. Deine Augen sagen dir: Da ist etwas, ich kann es genau erkennen. Das gibt dir ein Gefühl von Sicherheit. Ja, da ist ein Baum. Und wenn du hingehst und ihn anfasst, bekommst du deine Bestätigung. Auch deine Hände teilen dir mit: Ja, das ist wirklich ein Baum.
Wenn da nur nicht die optischen Täuschungen wären? Wiegen deine Augen dich nur in Sicherheit? Ist da in Wirklichkeit vielleicht gar nichts? Die Augen gaukeln dir Sicherheit vor. Deine Augen können vor allem nur bis zum Horizont sehen. Sie sehen einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit.
Wenn du deine Augen schließt, dann siehst du noch immer! Du siehst mit deinem Bewusstsein die ganze Welt, den Mond, die Sterne, die Planeten, alle Menschen und alle Tiere auf der Welt. Mit den "Augen des Herzens" kannst weiter sehen als das Auge. Mit den "Augen des Herzens" kannst du dich verbinden mit allen Menschen, die du liebst und die dich lieben. Mit dem Herzen kannst du eine tiefere Schicht der Wirklichkeit "sehen" und wahrnehmen.
Normalerweise sind wir mit unserer Wahrnehmung im Kopf, dort wo die Augen sitzen in der Nähe unseres Verstandes. Wir nehmen die Dinge von dieser Stelle oben im Kopf aus wahr. Du könntest dir jetzt vorstellen, wie diese inneren Augen nach unten wandern in die Herzgegend. Jetzt nimm einmal alles von dieser Position aus wahr. Das geht nicht mit den leiblichen Augen, sondern nur mit den Herzensaugen. Von dort aus wird die Welt auf einmal viel größer und weiter.
Die Bibel erzählt uns, dass Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Vielleicht ist die Sichtweise vom Herzen her die Art, wie Gott wahrnimmt und sieht. Wir können es ihm gleich machen. Oft sind wir leider die wenigen, aber entscheidenden Zentimeter vom Herzen entfernt im Kopf bei unseren leiblichen Augen.
Manchmal verhindern unsere Augen den Gang zum Weg zum Herzen. Vom Kopf zum Herzen musst du nur rutschen. Vom Herzen zum Kopf hast du einen steilen Weg. Manchmal wundere ich mich über uns Menschen, dass wir uns für den schwereren Weg entscheiden. Also: "Das Herz sieht weiter als unser Auge."
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Freitag, 1. November 2013
Mensch ärgere dich nicht!
Du hast im Spiel mit dem Würfel deines Lebens eine Sechs gewürfelt und kommst optimal heraus. Es läuft rund. Alles, was du anpackst, wird etwas. Du bist vollkommen auf dein Ziel ausgerichtet und gehst unbeirrt deine Bahn. Zugleich bist du allerdings innerlich angespannt. Je näher du deinem Ziel kommst, desto mehr Sorgen breiten sich in deinem Inneren aus. Wird dein Glück reichen? Kommst du an? Hoffentlich wird beim Schlussspurt nichts schlimmes geschehen! Deine innere Anspannung steigt.
Und - in dir verändern sich unbermerkt und nach und nach deine Einstellungen zum Leben, deine Leichtigkeit und Gelassenheit. Du erinnerst dich kaum noch an die Anfangsfreude, als alles so glatt lief. Längst hat die Anspannung, die Sorge und die Ahnung einer sich nähernden Katastrophe alle Energie geraubt.
Dann geschieht, was du schon vorausgeahnt oder vielleicht selber kreiert hast. Da kommt plötzlich jemand von hinten und fegt dich aus dem Weg. Es reicht ihm nicht aus, dich zu überholen und einen hämischen Blick zurückzuwerfen. Er muss dich in die Knie zwingen und dich dazu bringen, wieder von vorne zu beginnen. Und das so kurz vor dem Ziel! Der vernichtende Blick im Vorbeiziehen wäre allein schon genug gewesen. Aber das reichte dem Gegner nicht aus. Er musste dich in den Staub stoßen, hinunter in den Abgrund.
Du stehst wieder am Nullpunkt und fängst von vorne an. Dabei schaut dich die ganze Zeit über der Schriftzug auf dem Spielebrett an: "Mensch ärgere dich nicht!" Du ärgerst dich und zwar mehrfach! Über dein Pech, über das Glück des anderen, über deine scheinbar falsche Strategie, über deinen eigenen Ärger, darüber, dass du wieder von vorne beginnen musst usw.
Irgendwann wird dir jedoch bewusst: Hey, es ist ein Spiel! Es ist nur ein Spiel! Und, wenn du diese Erfahrung auf das Leben überträgst? Im Leben ist es nicht so?! Doch, wenn du ehrlich bist - im Leben ist es durchaus manchmal so. Nicht immer so krass, aber in den Grundzügen wird es dir immer wieder geschehen, dass du gut unterwegs bist und dann fällst. Dass du wieder aufstehen musst und weitergehst.
Im Vorgang des Spielens wächst deine Erfahrung und deine Kraft, das Leben besser annehmen zu können. Wenn du im Spiel öfter gefallen und wieder aufgestanden bist, hast du alle Gefahren und Hindernisse mit den damit verbundenen Gefühle schon mehrfach durchlebt. Vor allem die traurigen und ärgerlichen Gefühle konnten sich einmal richtig austoben und verloren ihre Schrecken.
Im "Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel" wird dir bewusst, dass du spielst. Jetzt denke noch einmal einen Schritt weiter. Und wenn dein Leben auch nur ein Spiel ist? Ein großes Spiel? Ein heiliges Spiel? Zwar ein ernsthaftes Lebensspiel, aber eben doch nur ein Spiel?
Wenn ich Kinder beobachte, dann stelle ich fest, dass sie im Erleben keinen Unterschied machen. Ihr "ernstes" Leben ist ein fortwährendes Spiel. Ob mit Bauklötzen oder mit dem Essen oder miteinander reden - alles im Kind spielt.
Zurück zum "Mensch ärgere dich nicht". Ist dir folgendes klar? Du kannst jederzeit aus dem Spiel aussteigen und es beenden. Das Spiel spielt nicht mit dir, DU spielst es! Du kannst jederzeit ein anderes Spiel beginnen. Du hast die Freiheit! Werde dir dieser Freiheit bewusst! Wenn du dir dieser Freiheit bewusst bist, wirst du anders spielen als bislang. Nicht mehr so verbissen, nicht mehr so auf Sieg.
Heute ist ein Feiertag. Allerheiligen! Der Beginn des sogenannten Totenmonats November; Einstieg und Ausstieg in das Ende von Allem und zugleich der große Neubeginn - ein Wendepunkt. Ein Feiertag bietet die Möglichkeit zum Ausstieg aus dem Spiel, aus den vielen Lebensspielen! Mach eine Pause von den vielen "Lebensspielen"! Ich sehe was, was du nicht siehst? und das... heißt Himmel!
www.matthias-koennig.de
Und - in dir verändern sich unbermerkt und nach und nach deine Einstellungen zum Leben, deine Leichtigkeit und Gelassenheit. Du erinnerst dich kaum noch an die Anfangsfreude, als alles so glatt lief. Längst hat die Anspannung, die Sorge und die Ahnung einer sich nähernden Katastrophe alle Energie geraubt.
Dann geschieht, was du schon vorausgeahnt oder vielleicht selber kreiert hast. Da kommt plötzlich jemand von hinten und fegt dich aus dem Weg. Es reicht ihm nicht aus, dich zu überholen und einen hämischen Blick zurückzuwerfen. Er muss dich in die Knie zwingen und dich dazu bringen, wieder von vorne zu beginnen. Und das so kurz vor dem Ziel! Der vernichtende Blick im Vorbeiziehen wäre allein schon genug gewesen. Aber das reichte dem Gegner nicht aus. Er musste dich in den Staub stoßen, hinunter in den Abgrund.
Du stehst wieder am Nullpunkt und fängst von vorne an. Dabei schaut dich die ganze Zeit über der Schriftzug auf dem Spielebrett an: "Mensch ärgere dich nicht!" Du ärgerst dich und zwar mehrfach! Über dein Pech, über das Glück des anderen, über deine scheinbar falsche Strategie, über deinen eigenen Ärger, darüber, dass du wieder von vorne beginnen musst usw.
Irgendwann wird dir jedoch bewusst: Hey, es ist ein Spiel! Es ist nur ein Spiel! Und, wenn du diese Erfahrung auf das Leben überträgst? Im Leben ist es nicht so?! Doch, wenn du ehrlich bist - im Leben ist es durchaus manchmal so. Nicht immer so krass, aber in den Grundzügen wird es dir immer wieder geschehen, dass du gut unterwegs bist und dann fällst. Dass du wieder aufstehen musst und weitergehst.
Im Vorgang des Spielens wächst deine Erfahrung und deine Kraft, das Leben besser annehmen zu können. Wenn du im Spiel öfter gefallen und wieder aufgestanden bist, hast du alle Gefahren und Hindernisse mit den damit verbundenen Gefühle schon mehrfach durchlebt. Vor allem die traurigen und ärgerlichen Gefühle konnten sich einmal richtig austoben und verloren ihre Schrecken.
Im "Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel" wird dir bewusst, dass du spielst. Jetzt denke noch einmal einen Schritt weiter. Und wenn dein Leben auch nur ein Spiel ist? Ein großes Spiel? Ein heiliges Spiel? Zwar ein ernsthaftes Lebensspiel, aber eben doch nur ein Spiel?
Wenn ich Kinder beobachte, dann stelle ich fest, dass sie im Erleben keinen Unterschied machen. Ihr "ernstes" Leben ist ein fortwährendes Spiel. Ob mit Bauklötzen oder mit dem Essen oder miteinander reden - alles im Kind spielt.
Zurück zum "Mensch ärgere dich nicht". Ist dir folgendes klar? Du kannst jederzeit aus dem Spiel aussteigen und es beenden. Das Spiel spielt nicht mit dir, DU spielst es! Du kannst jederzeit ein anderes Spiel beginnen. Du hast die Freiheit! Werde dir dieser Freiheit bewusst! Wenn du dir dieser Freiheit bewusst bist, wirst du anders spielen als bislang. Nicht mehr so verbissen, nicht mehr so auf Sieg.
Heute ist ein Feiertag. Allerheiligen! Der Beginn des sogenannten Totenmonats November; Einstieg und Ausstieg in das Ende von Allem und zugleich der große Neubeginn - ein Wendepunkt. Ein Feiertag bietet die Möglichkeit zum Ausstieg aus dem Spiel, aus den vielen Lebensspielen! Mach eine Pause von den vielen "Lebensspielen"! Ich sehe was, was du nicht siehst? und das... heißt Himmel!
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Montag, 29. Juli 2013
Konfrontation mit dem Nickneger
Bis vor Kurzem besaß ich eine Figur, die in früheren Zeiten an der Krippe stand. Diese Figur hatte auch einen Namen: Nickneger. Ich schreibe dieses Wort nicht in Anführungsstrichen, auch wenn es mir total gegen den Strich geht. Das Wort ist diskriminierend, die Figur ist diskriminierend, der Spruch dazu ist diskriminierend und die Absicht, die diese Figur verkörperte ist auch diskriminierend. An der Krippe warf man dem Nickneger ein Geldstück in den Hut. Das Geld war gedacht für die Aufgaben der Mission Zum Dank nickte er stellvertretend für alle Heidenkinder dieser Welt. Für das Nicken sorgt ein verborgener Mechanismus im Inneren der Figur. Der fromme Geldeinwerfer las den Spruch dazu: "Ich war ein armer Heidensohn, jetzt kenn ich meinen Heiland schon. Und bitte darum jedermannn: Nehmt euch der armen Heiden an."
Mein Nickneger verbringt sein Leben jetzt in einer Kiste. Ich packe sie nur zu Demonstrationszwecken aus. Diese oder eine ähnliche Figur stand in der Vergangenheit völlig legal und ohne Skrupel an den großen Kirchenkrippen. Gott sei Dank sind wir vorsichtiger und respektvoller geworden mit dem Glauben anderer Menschen. Es ist gut, dass unser Bewusstsein dafür wächst, mit Wörtern wie Neger, Heiden und Mission anders umzugehen.
Dennoch ist der Nickneger Zeitzeuge einer überholten Vorstellung einer alten Welt, einer christlichen Welt, einer Welt, die unterteilte in Gläubige und Heiden, in Entwickelte und Unterentwickelte. Beim Betrachten dieser Figur kommt bei mir Scham hoch. Ich würde sie nie in eine Vitrine stellen. Zugleich frage ich mich, wie wir heute mit Menschen umgehen, die anders sind als wir. Gibt es das heute auch noch, dass wir Menschen zu unseren Nicknegern machen? Ich tue dir gutes und sei bitteschön auch dankbar dafür.
"Ich war ein armer Heidensohn". Niemals warst du arm! Du warst reich gesegnet mit Kultur, mit Lebensfreude mit Liebe und allem, was der Mensch benötigt. Niemand braucht sich deiner anzunehmen. Du besitzt deine eigene Würde wie jeder andere Mensch auch!
www.matthias-koenning.de
Mein Nickneger verbringt sein Leben jetzt in einer Kiste. Ich packe sie nur zu Demonstrationszwecken aus. Diese oder eine ähnliche Figur stand in der Vergangenheit völlig legal und ohne Skrupel an den großen Kirchenkrippen. Gott sei Dank sind wir vorsichtiger und respektvoller geworden mit dem Glauben anderer Menschen. Es ist gut, dass unser Bewusstsein dafür wächst, mit Wörtern wie Neger, Heiden und Mission anders umzugehen.
Dennoch ist der Nickneger Zeitzeuge einer überholten Vorstellung einer alten Welt, einer christlichen Welt, einer Welt, die unterteilte in Gläubige und Heiden, in Entwickelte und Unterentwickelte. Beim Betrachten dieser Figur kommt bei mir Scham hoch. Ich würde sie nie in eine Vitrine stellen. Zugleich frage ich mich, wie wir heute mit Menschen umgehen, die anders sind als wir. Gibt es das heute auch noch, dass wir Menschen zu unseren Nicknegern machen? Ich tue dir gutes und sei bitteschön auch dankbar dafür.
"Ich war ein armer Heidensohn". Niemals warst du arm! Du warst reich gesegnet mit Kultur, mit Lebensfreude mit Liebe und allem, was der Mensch benötigt. Niemand braucht sich deiner anzunehmen. Du besitzt deine eigene Würde wie jeder andere Mensch auch!
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