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Mittwoch, 3. März 2021

Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben, aber viele, die du anderen schenkst. (irischer Segen)


Im Auto erzählte mir eine Freundin von ihrem „verschenkten“ Tag. Solche Tage kenne ich auch. Du fängst mit einer Arbeit an und kommst nicht voran trotz all der Zeit, die du investiert hast. Du rufst an und erreichst niemanden. Im Laden ist das Produkt ausgegangen, das du gesucht hast. Du machst einen Besuch und durch deine Ungeschicklichkeit reißt du dir einen Knopf vom Hemd an einer Stelle, wo es gleich auffällt. Und das alles nicht in einem Monat, sondern an einem einzigen Tag. Da bekommst du wirklich den Eindruck: Das war ein verschenkter Tag. Da hätte ein spontaner Ausflug oder ein entspannter Nachmittag im Garten mehr Sinn gemacht. Manchmal deuten wir verschenkte Tage eher als „vergeudete“ Tage.
Um „vergeudete“ Tage geht es in diesem irischen Segensspruch. Das sind Tage, zu denen du nicht innerlich Ja sagen kannst. Tage, die du anders geplant und dir anders vorgestellt hast. Da kommt schon mal das Gefühl hoch von Sinnlosigkeit und Leere.
Es gibt daneben aber auch die Erfahrung eines verschenkten Tages in dem Sinne, dass du dich entscheidest, eine bestimmte Zeit mit einem anderen Menschen zu verbringen. Du verschenkst Zeit, du bist sogar so großzügig, dass du einen ganzen Tag schenkst. Es wird dich mit Freude und Zufriedenheit erfüllen und dir helfen, ganz im Sein zu sein. 
Ich glaube, dass kein Tag vergeudet sein muss wenn du ihn als sinnvoll deutest. Auch wenn alles schief geht kannst du sagen: Ich habe wertvolle Erfahrungen gemacht! Also: „Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben, aber viele, die du anderen schenkst."

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