In einem Bekleidungsgeschäft sehe ich einen Ständer, wo ich meine anprobierte Ware abhängen darf. Ich muss sie nicht zurückbringen. Ich darf die Sachen einfach abhängen. Eine Verkäuferin ist zwischendurch damit beschäftigt, die Sachen wieder ordentlich auf den Bügel zu hängen und an den vorgesehenen Platz zurückzubringen.
In meinem Alltag hole ich Teller aus dem Schrank und räume sie nach dem Spülen zurück. Ich packe aus und packe wieder ein. Ich übernehme Verantwortung für die Dinge, für meine Aufgaben und für mein Leben. Ich besitze ein Fahrrad und habe wenigstens ein schlechtes Gewissen, wenn ich es nicht putze. Im Hintergrund sagt mir die innere Stimme: "Das ist dein Fahrrad. Willst du lange etwas davon haben, dann musst du es pflegen!"
Da komme ich in diesen Laden und darf meine Sachen einfach abhängen. Kennst du auch dieses Gefühl von Erleichterung, dass du etwas abhängen darfst. Du musst keine Verantwortung übernehmen. Du denkst nicht weiter nach und lässt los. Ich denke gerade an all die, die so viel Verantwortung tragen müssen. Die sich so viele Sorgen machen um ihre Kinder, die alten Eltern, die kranken Ehepartner. So viele Lasten!
Wenn es dir so geht, dann wünsche ich dir einen Kleiderständer mit der Einladung, einfach mal was abzuhängen. Du glaubst vielleicht, dass Sorgen nur innerlich sind. Sie gehören zu dir und es gibt dafür keinen Ständer. Aber gedanklich könntest du es einfach mal so machen. Da gibt es einen Sorgenständer in deiner Nähe und du hängst deine Sorgen da hin wie Kleider. Für einen Moment. Du kannst sie ja jederzeit wieder zu dir nehmen und anziehen. Aber du hast die Erlaubnis, einfach mal da was hinzuhängen. Dafür ist der Kleiderständer da und dort hängt auch ein Erlaubnisschild.
Wenn du jetzt gerade eine große Last zu tragen hast dann kannst du dir die Erlaubnis geben, für einen Moment loszulassen. Für einen Augenblick eine Pause einzulegen. Es bleibt dir noch genug. Die Verantwortung bleibt und du wirst weitertragen. Es geht nur um den kleinen Moment, mal einfach loszulassen. Der Augenblick der Erleichterung.
Ich freue mich, wenn ich in einem solchen Laden die Sachen nicht zurückbringen muss. Wo gehörten die noch mal hin? Ich darf sie einfach mal da abhängen und meine Gedanken und mein "schlechtes Gewissen" hänge ich gleich mit dazu.
www.matthias-koenning.de
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Mittwoch, 8. Februar 2017
Dienstag, 7. Februar 2017
Oh, wie schön!
Oh, wie schön!
Ich war eingeladen zu einer Tagung. Auf einem Tisch gab es Saft, Wasser, Kaffee, Kuchen und diverse Kleinigkeiten. Und es lagen dort Servietten mit der Aufschrift: "Oh, wie schön, dass ihr alle hier seid!"
Die Servietten ohne alle die köstlichen Kleinigkeiten wäre nur ein Blatt Papier gewesen mit einer Aufschrift. Aber an den vielen köstlichen Kleinigkeiten konnte ich erkennen: Ich hatte einen Gastgeber mit Herz. Ich war willkommen und ich fühlte mich willkommen.
Auf dem Tisch gab es auch etwas für mich. Ich mochte das frische Obst und den kleingeschnittenen Kuchen. Halt so kleine Häppchen. Köstliche kleine Häppchen. Ich las den Spruch auf der Serviette und sah vor meinem geistigen Auge das Gesicht der Gastgeberin. Ich sah, wie sie in ihrer Küche alle diese Dinge zauberte und dabei an mich dachte. Das hat mir Freude bereitet. Es macht mir Freude wenn ich daran denke, wie andere mir Freude bereiten. Und es macht mir Freude, meine Gastgeber dabei zu beobachten, wie sie sich freuen, wenn sie mir Freude bereiten.
Wie ansteckend doch Freude ist. Da lass ich mich doch lieber anstecken von Einladungen zu köstlichen Kleinigkeiten als von Grippeviren. Oh, wie schön, wenn du meinen Blog liest! Oh, wie schön, dass ich meine Gedanken mit dir teilen darf. Oh, wie schön, dass du hier bist! Oh, wie schön!
www.matthias-koenning.de
Ich war eingeladen zu einer Tagung. Auf einem Tisch gab es Saft, Wasser, Kaffee, Kuchen und diverse Kleinigkeiten. Und es lagen dort Servietten mit der Aufschrift: "Oh, wie schön, dass ihr alle hier seid!"
Die Servietten ohne alle die köstlichen Kleinigkeiten wäre nur ein Blatt Papier gewesen mit einer Aufschrift. Aber an den vielen köstlichen Kleinigkeiten konnte ich erkennen: Ich hatte einen Gastgeber mit Herz. Ich war willkommen und ich fühlte mich willkommen.
Auf dem Tisch gab es auch etwas für mich. Ich mochte das frische Obst und den kleingeschnittenen Kuchen. Halt so kleine Häppchen. Köstliche kleine Häppchen. Ich las den Spruch auf der Serviette und sah vor meinem geistigen Auge das Gesicht der Gastgeberin. Ich sah, wie sie in ihrer Küche alle diese Dinge zauberte und dabei an mich dachte. Das hat mir Freude bereitet. Es macht mir Freude wenn ich daran denke, wie andere mir Freude bereiten. Und es macht mir Freude, meine Gastgeber dabei zu beobachten, wie sie sich freuen, wenn sie mir Freude bereiten.
Wie ansteckend doch Freude ist. Da lass ich mich doch lieber anstecken von Einladungen zu köstlichen Kleinigkeiten als von Grippeviren. Oh, wie schön, wenn du meinen Blog liest! Oh, wie schön, dass ich meine Gedanken mit dir teilen darf. Oh, wie schön, dass du hier bist! Oh, wie schön!
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Montag, 6. Februar 2017
Bleib ruhig und mach einfach weiter
Manchmal schlägt mir das Herz bis zum Hals.
Ich bin unterwegs mit meinem Auto und hinter mir fährt die Polizei.
Sofort bin ich im Alarmzustand. Der Adrenalinpegel steigt.
In meiner Wahrnehmung völlig grundlos.
Ich fahre vorschriftsmäßig und habe kein Gesetz übertreten.
Zumindest nicht bewusst.
Aber so ist die erste Reaktion.
Da läuft ein altes Programm ab. "Du darfst nichts falsch machen!
Du darfst dich nicht erwischen lassen!
Das ist verboten! Dafür wirst du bestraft! Du kommst ins Gefängnis!"
Das ist nicht real, findet aber trotzdem statt.
Auf meiner Spruchkarte heute lese ich: "Bleib ruhig und mach einfach weiter."
So ein Adrenalinschub ist gar nicht schlecht.
Du wachst auf und wirst wieder lebendig.
Positiver Stress! Gibt Energie!
Was ist, wenn ich mich nicht beruhige?
Ich ändere den Spruch in:
"Bleib unruhig - und nutze die Energie, die da drin liegt."
Und wenn ich tief genug atme - kommt die Ruhe auch wieder.
Spätestens beim letzten Atemzug!
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Ich bin unterwegs mit meinem Auto und hinter mir fährt die Polizei.
Sofort bin ich im Alarmzustand. Der Adrenalinpegel steigt.
In meiner Wahrnehmung völlig grundlos.
Ich fahre vorschriftsmäßig und habe kein Gesetz übertreten.
Zumindest nicht bewusst.
Aber so ist die erste Reaktion.
Da läuft ein altes Programm ab. "Du darfst nichts falsch machen!
Du darfst dich nicht erwischen lassen!
Das ist verboten! Dafür wirst du bestraft! Du kommst ins Gefängnis!"
Das ist nicht real, findet aber trotzdem statt.
Auf meiner Spruchkarte heute lese ich: "Bleib ruhig und mach einfach weiter."
So ein Adrenalinschub ist gar nicht schlecht.
Du wachst auf und wirst wieder lebendig.
Positiver Stress! Gibt Energie!
Was ist, wenn ich mich nicht beruhige?
Ich ändere den Spruch in:
"Bleib unruhig - und nutze die Energie, die da drin liegt."
Und wenn ich tief genug atme - kommt die Ruhe auch wieder.
Spätestens beim letzten Atemzug!
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Samstag, 4. Februar 2017
Der Frühling beginnt am 4. Februar
Heute beginnt der Frühling!
Es steht nicht auf meinem Kalender.
Der Februar gehört eindeutig zu den Wintermonaten.
Es war in den vergangenen Wochen auch kalt und ich musste an meinem Wagen Eis kratzen.
Alle Zeichen deuten auf Winter.
Es kommt ja noch der ganze Februar.
Trotzdem steht auf meinem inneren Kalenderblatt:
Es ist Frühling!
Wie kann das?
Als ich aufstand und mir den Mantel anzog, die Handschuhe überstreifte und die Mütze aufsetzte...
Da war ich noch mitten im Winter.
Jetzt sitze ich hier und bin trotzdem im Frühling.
Es gab ein paar Tage Sonne!
Ich hatte es in den trüben und bedeckten Tagen schon vergessen.
Es gibt tatsächlich die Sonne.
Und wenn sie durch mein Fenster scheint dann wärmt sie mich.
Heute beginnt der Frühling für mich.
Ich verabschiede innerlich meinen Winter.
Ja, es hat etwas mit mir zu tun.
Nichts mit dem Wetter oder dem Kalender.
Ich kann einfach so in den Frühling gehen.
Ich brauche nicht einmal die Sonne dafür.
Ich weiß, wie sich Frühling anfühlt und ich kann das Gefühl einfach erschaffen.
Wie mache ich das?
Beim Wintergefühl klebe ich im Stuhl fest.
Wenn ich den Frühling fühle, dann dehnt sich innen etwas aus.
Dann möchte ich aufstehen und wo hin.
Farben sammeln!
Sonne tanken!
Irgend etwas!
Aber nicht mehr sitzen.
Am Ende des inneren Winters will ich einfach nicht mehr sitzen.
Ich möchte aufbrechen und loslegen.
Hallo Leben, ich komme!
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Freitag, 3. Februar 2017
Erst zentrieren und durchatmen, dann loslegen!
Hast du schon einmal bemerkt, dass du die gleiche Tätigkeit
mal mit Energie und Kraft locker bewältigst und ein andermal nur mit großer
Mühe und Anstrengung?
Also, du stehst in der Küche und bereitest das Essen zu.
Voller Freude liest du dein Rezept. Du schaust in den Kühlschrank, ob alle
Zutaten da sind. In deiner Phantasie entsteht das Bild eines wunderbaren
Gerichtes auf einem schön gedeckten Tisch. Deine Familie oder die Gäste schauen
erwartungsvoll auf das Wunder, das du gewirkt hast. Nach den ersten Gabeln
vernimmst du ein Ah! und Oh! Mit diesem inneren Bild und dem beglückenden
Gefühl stellst du dich an den Herd und zauberst fast ohne jede Anstrengung dein
Essen.
Ein paar Tage später stehst du wieder in der Küche. Du liest
dein Rezept, du schaust in den Kühlschrank ... und du merkst: Etwas fehlt! Du
freust dich nicht. Du bekommst kein Bild vom Ergebnis. Die Familie erscheint
dir als undankbar. Die Zutaten erfüllen nicht deine Erwartungen. Du kochst und
hoffst, du bekommst alles noch irgendwie fertig. Mühselig und angestrengt
vollziehst du jeden Arbeitsschritt. Das Essen kommt auf den Tisch und du bist
nur froh, wenn du anschließend deine Ruhe hast.
Der Zuschauer deines Filmes sieht zwei fast identische
Szenen. Aber wenn der Zuschauer in dein Inneres hineinblicken könnte, würde er
einen großen Unterschied wahrnehmen. Die erste Szene wäre gefüllt von Leben und
Freude und die zweite Szene trist und grau.
Mich erinnert das an die erste Geschichte in der Bibel. Die
Menschen leben im Paradies und arbeiten in diesem Garten voller Liebe und in
Verbundenheit mit dem Schöpfer. Nach dem Essen von der verbotenen Frucht
verwandelt sich das Paradies in einen Ackerboden, der kaum zu bewältigen ist.
Die hilfreichen Engel verschwinden und sie fühlen sich ausgestoßen und verloren
in einer kalten Welt.
Manchmal sagst du vielleicht selber: „Ich bin nicht im
Vollbesitz meiner Kräfte.“ Wenn dir die Kraft fehlt, wird das Leben zu einer
Anstrengung. Wenn du in der Freude bist, wird jede Arbeit zum Spiel und du
erlebst dich wie im Flow. Wenn die Anforderungen jedoch anwachsen kann es sein,
dass du mehr und mehr den Bezug zu deiner Mitte verlierst.
Wenn dir das Kartoffelschälen keine Freude mehr bereitet und
du lustlos mit dem Löffel in der Sauce rührst, wird es Zeit, dass du eine Pause
einlegst. Tank erst mal wieder auf! Stell dich in deinen Sonnenraum! Suche
einen Wohlfühlort auf und tu erst einmal – nichts! Dein Sonnenraum kann ein
äußerer Ort sein wie die Bank vor der Tür, ein Sessel im Wohnzimmer oder ein
Platz unter einem Baum. Dein Sonnenraum
braucht jedoch zugleich eine innere Entsprechung. Im Sessel deines Wohnzimmers
schließt du die Augen und wendest dich nach innen. Du visualisierst Licht und
Wärme. Die angestrengte und überforderte Person in dir bittest du, für einen
Moment zur Seite zu treten. Du könntest sie in die Küche schicken und von
deinem Sessel aus betrachten. Von deinem Sessel aus schaust du wohlwollend auf
die Person in der Küche, die sich gerade abmüht und keine Kraft hat. Dieser
Person in der Küche schickst du Aufmerksamkeit und Anerkennung. Du selbst in
deinem Sessel weißt, dass alles sich zum Guten wenden wird, denn du bist ja
weise. Wenn du die Mitte wieder gefunden hast in deinem Sonnenraum kannst du
diesen Menschen in der Küche ja ein wenig unterstützen.
Wie oft höre ich: „Das muss ich erst noch fertig machen,
dann gönne ich mir eine Pause!“ Im Hintergrund klingt bei mir: „Ich muss mich
erst noch fertigmachen, dann kann ich eh nicht mehr!“ Arbeiten bis zum
Anschlag. Die Pause musst du dir verdienen. Dann kann ich nur sagen: Umgekehrt!
Umgekehrt! Nur mit der Pausenstimmung kommst du gut in deine Arbeit. Ohne
innere Anbindung an deinen Sonnenraum wird das Leben zum Krampf. Dann höre ich:
„Aber ich muss doch ...“ Überprüf einmal deine Glaubenssätze. Von wem stammen
diese Aussagen? Spricht da deine Mutter oder dein Vater?
In der Mitte deines Sonnenraumes bist du unangreifbar für das
schlechte Gewissen und die ständige Pflichterfüllung. Da ist Platz für dich. Da
tankst du auf. Da bist du einfach da!
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