Translate

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Die Heldenreise 3. Station - Der Aufbruch


Viele Filme, Romane und Legenden folgen einem Schema, das vielen Menschen unbekannt und verborgen ist. So folgen "Krieg der Sterne" oder "Harry Potter" auch einem solchen Schema. Der Mythenforscher Josef Cambell hat sogenannte "Heldenreisen" untersucht und herausgefunden, warum und wieso ein Heldenepos funktioniert und uns als Leser oder Hörer fasziniert.
Wenn wir Helden- oder auch Heiligengeschichten lesen kann es geschehen, dass wir uns damit identifizieren. Möchtest du dich nicht auch manchmal herusheben aus der Masse der vielen Milliarden Menschen. Möchtest du nicht in einer vorborgenen Ecke deines Herzens etwas Besonderes sein? Ein wenig Harry Potter oder Pippi Langstrumpf? Oder eher Winnetou oder Luke Sywalker?

Ich möchte dich einladen, mit mir die zwölf Stationen dieser Reise zu durchwandern und zugleich fruchtbar zu machen für deinen eigenen Lebensweg. Die heutige dritte Station heißt:

Der Aufbruch
Nach dem Ruf und der Weigerung erfolgt der Aufbruch zur Reise, natürlich mit der entsprechenden Vorbereitung und den notwendigen Instruktionen. Erinnerst du dich noch an Harry Potter und seine erste Zugfahrt? Irgendwann beginnt jede Reise und wir fiebern mit, ob der Held gut ausgerüstet ist. Alles ist neu. Aufregend und spannend! Das Abenteuer beginnt endlich. Je länger die Weigerung dauerte und je intensiver der Prozess der Weigerung und des Widerstandes war, desto spannender gestaltet sich die Aufbruchsituation. Manchmal wird der Held auch in sein Abenteuer gestürzt, obwohl er es gar nicht wollte. Er muss einfach dem Schicksal folgen, das für ihn vorgesehen ist. "Fremde Mächte" sorgen dafür, dass er seine Bestimmung erfüllt.

Der Impuls für dich:
Stell dir vor, dass du dich auf eine Reise begibst. Du fährst in den Urlaub und packst deinen Koffer. Was für ein Kofferpackertyp bist du? Sorgst du für alle Fälle vor? Für Kälte und Hitze? Für Trockenheit und Regen? Für die Bequemlichkeit mit möglichst vielen "elektrischen Erleichterungen"? Schreibst du einen Zettel und packst sorgfältig ein? Oder machst du alles spontan: Klamotten rein in den Koffer und zu. Maximal eine viertel Stunde!
Wenn du darüber nachdenkst, hast du einen guten Anhaltspunkt wie du mit den Aufbrüchen ins Unbekannte umgehst. Bist du ein Sicherheitstyp oder ein Abenteurer, den mögliche gefährliche Situationen nicht scheren. Oder gehörst du zu den Menschen, die eh lieber auf der Couch bleiben und keine Veränderungen zulassen. Du vermeidest Aufbrüche jeder Art, weil sie von dir etwas verlangen, was du gar nicht möchtest: Eine ungewisse Zukunft! Vielleicht musst du ja auch in dein Abenteuer geschubst werden von "fremden Mächten", die es gut mit dir meinen. Oder wäre heute gerade der richtige Tag, endlich mit etwas zu beginnen, was du dir schon lange vorgenommen hast. Du hast etwas verschoben auf den Nimmerleinstag und heute ist es dran.
Manchmal geht es bei der Heldenreise nicht darum den Drachen zu bezwingen, sondern den Kühlschrank auszuputzen oder die Garage aufzuräumen. Welche Heldenreise möchtest du jetzt beginnen?
www.matthias-koenning.de

Dienstag, 6. Oktober 2015

Die Heldenreise 2. Station - Die Weigerung


Viele Filme, Romane und Legenden folgen einem Schema, das vielen Menschen unbekannt und verborgen ist. So folgen "Krieg der Sterne" oder "Harry Potter" auch einem solchen Schema. Der Mythenforscher Josef Cambell hat sogenannte "Heldenreisen" untersucht und herausgefunden, warum und wieso ein Heldenepos funktioniert und uns als Leser oder Hörer fasziniert.
Wenn wir Helden- oder auch Heiligengeschichten lesen kann es geschehen, dass wir uns damit identifizieren. Möchtest du dich nicht auch manchmal herusheben aus der Masse der vielen Milliarden Menschen. Möchtest du nicht in einer vorborgenen Ecke deines Herzens etwas Besonderes sein? Ein wenig Harry Potter oder Pippi Langstrumpf? Oder eher Winnetou oder Luke Sywalker?

Ich möchte dich einladen, mit mir die zwölf Stationen dieser Reise zu durchwandern und zugleich fruchtbar zu machen für deinen eigenen Lebensweg. Die heutige zweite Station heißt:

Die Weigerung
Der Held geht nicht sofort los und stürzt sich ins Abenteuer. Bin ich wirklich gemeint? Ich kann das doch gar nicht. Das war nur ein Spuk! Ich bin doch ganz normal! Ich habe gar nicht die Fähigkeiten und die Ausrüstung für mein Unternehmen.
Der Held spürt also einen Widerstand. Den Widerstand zu spüren ist unglaublich wichtig. An der Reibung mit dem Widerstand geschieht die innere Reifung und das Wachsen der Bereitschaft. Bei dem Begriff der Reslienz sprechen wir auch vom Wachsen trotz der Widersprüche. Da werden z.B. Kinder überlebensfähig und erwachsen obwohl sie keine behütete Kindheit hatten.
Nach dem Anruf kommt also die Weigerung. Ich nicht! Warum? In der Bibel gibt es auch solche Berufungsgeschichten mit Weigerung. Ich muss mich noch verabschieden. Ich muss noch meinen Vater begraben. Ich bin noch zu jung.
Da möchte ich noch einen Unterschied machen zwischen Ausrede und Weigerung. Bei einer Ausrede ist eigentlich schon die Entscheidung gefallen, dem Ruf nicht zu folgen. Der Mensch traut sich nur nicht, die Wahrheit zu sagen. Bei der Weigerung geht es um den Prozess der inneren Auseinandersetzung. Das Ergebnis steht also noch nicht wirklich fest. Alles ist im Prozess.

Der Impuls für dich:
Wie gehst du mit Widerständen um? Du hast eine Anfrage. Jemand richtet einen Wunsch an dich. Wie findest du heraus, ob du gar nicht willst und nur nach einer Ausrede suchst. Oder wo spürst du, dass du diese Herausforderung eigentlich annehmen möchtest. Manchmal geht es um bestimmte Ängste. Bin ich richtig? Kann ich das? Habe ich genug Zeit? Ist das nicht eine Nummer zu schwer? Wie stehe ich da wenn ich versage? Muss ich mich dann schämen?
Wenn du umgekehrt jemanden "rufst" ist es hilfreich, nicht sofort eine Antwort zu erwarten. Lass Zeit zum Nachdenken und Reifen. Spüre den Widerstand und ringe ruhig ein paar Tage mit dir. Lass die Fragen und Ängste hochkommen damit sie verarbeitet werden. Am Ende wird in dir eine Entscheidung reifen zu der du stehst und die du nicht ständig hinterfragst. Am Ende steht als Ziel der Weigerung und des Ringens eine kräftige Entscheidung.
www.matthias-koenning.de


Montag, 5. Oktober 2015

Die 12 Stationen der Heldenreise nach Josef Campbell: 1. Station - Der Ruf


Viele Filme, Romane und Legenden folgen einem Schema, das vielen Menschen unbekannt und verborgen ist. So folgen "Krieg der Sterne" oder "Harry Potter" auch einem solchen Schema. Der Mythenforscher Josef Cambell hat sogenannte "Heldenreisen" untersucht und herausgefunden, warum und wieso ein Heldenepos funktioniert und uns als Leser oder Hörer fasziniert.
Wenn wir Helden- oder auch Heiligengeschichten lesen kann es geschehen, dass wir uns damit identifizieren. Möchtest du dich nicht auch manchmal herusheben aus der Masse der vielen Milliarden Menschen. Möchtest du nicht in einer vorborgenen Ecke deines Herzens etwas Besonderes sein? Ein wenig Harry Potter oder Pippi Langstrumpf? Oder eher Winnetou oder Luke Sywalker?

Ich möchte dich einladen, mit mir die zwölf Stationen dieser Reise zu durchwandern und zugleich fruchtbar zu machen für deinen eigenen Lebensweg. Die heutige erste Station heißt:

Der Ruf

Der Held lebt in einer oft eher langweiligen Umgebung. Er weiß nicht, dass in ihm schon ein Held angelegt ist. Er wohnt vielleicht bei Stiefeltern oder in einem Heim und die Laufbahn ist schon vorgezeichnet.
Dann flattert plötzlich ein Brief ins Haus. Da steht drin, dass er eigentlich jemand ganz anders ist. Dass er eine Lebenaufgabe zu bewältigen hat oder dass irgendwo für ihn ein Schatz vergraben ist. Dieser "Ruf" weckt ihn auf aus dem Dornröschenschlaft. "Ah! Ich habe eine Bestimmung!" Der Held wird wach!

Der Impuls für dich:
Du hast auch einen Ruf! Du bist für etwas bestimmt. Es gibt so etwas wie einen "göttlichen" Plan. Du bist nicht zufällig da. Du bist keine graue Maus, die irgendwann kommt und irgendwann geht. Vielleicht wirst du keine tolle Erfindung machen oder Bundeskanzlerin. Dennoch existiert in dir eine Stimme, die dich ruft. Diese Stimme sagt dir: "Du! Du! Du bist gemeint! Niemand sonst!"
Und? Bist du schon einmal gerufen worden? Wartest du auf die große "literaturwürdige" Reise? Oder bist du auch bereit für dein ganz persönliches Abenteuer, das in keinem Buch aufgeschrieben wird und wo dich kein Fernsehsender begleitet.
Dieser Ruf kann auf sehr verschiedene Art und Weise erfolgen. Dir fällt etwas ins Auge! Du bekommst einen Brief. Du triffst einen Menschen, mit dem du nicht gerechnet hast. Du spürst im Herzen ein unglaubliches "Ja". Es geschieht etwas und du bist auf einmal ein "Wissender". Du weißt es. Punkt. Das ist der Ruf. Wenn du keinen Ruf hast eierst du so lange eben herum. Dann bist du noch nicht so weit oder die Aufgabe ist noch nicht dran oder vorbereitet. Vielleicht hast du ihn auch schon verpasst, sogar mehrfach?! Spür dem einmal nach. So lange du lebst bekommst du die Chance, deinen Ruf zu hören und ihm zu folgen. ...so lange du lebst!
www.matthias-koenning.de

Freitag, 2. Oktober 2015

Du bist der Farbklex in meinem Leben

Bald kommen wieder die grauen Tage. Der Himmel ist bewölkt. Die Temperaturen sinken. Die Tage werden kürzer. Für ein paar Wochen können wir noch die bunten Bäume genießen und irgendwann wird es grau.
Auch manche Arbeitstage erlebst du vielleicht grau. Weder schwarz deprimierend noch weiß und hell. Irgendwo dazwischen. Du weißt nicht so richtig, was du kochen sollst und die Gespräche am Frühstückstisch werden zäh. Du möchtest es nicht wahrhaben und dennoch kannst du es nicht leugnen. Grau breitet sich aus. Es kriecht in alle Ecken deiner Wohnung und dir selbst unter die Haut und in alle Körperzellen.
Du überlegst, ob du jetzt eine Depression hast oder nur einen Herbstblues erlebst. In der Gefühlspalette des Lebens gehören solche Tage einfach dazu. Stell dir vor: Mitten im Grau des Alltags und der Gleichförmigkeit der Menschenmassen fällt dir ein Mensch ein, der herausragt. Ein Mensch der auffällt. Ein Mensch, der anders ist. Einer, der dir Farbe ins Leben bringt. Zu diesem Menschen sagst du: "Du bist der Farbklex in meinem Leben." Wie schön, nicht wahr?
Und jetzt stell dir noch einmal das graue Leben vor. Du nimmst einen Farbeimer und machst hier und da einen Klex. Du bist mein Farbklex und du, und du und du... Jedes Grau wartet darauf, dass du deinen Farbklex hinzufügst. Viel Vergnügen!
www.matthias-koenning.de

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Du schaffst das!

Manche Aufträge sind einfach unmöglich! Ein Elefant kann nicht auf einem Seil balancieren über einen Abgrund. Das Seil wird ihn nicht tragen. Da steht dann jemand davor oder dahinter und ruft: "Du schaffst das!"
Manchmal betrachtest du eine Anfrage, eine Aufgabe, einen Auftrag und denkst: Das geht gar nicht! Die Voraussetzungen stimmen nicht. Das Geld stimmt nicht. Deine Ressourcen stimmen nicht. Den Auftraggeber mag ich nicht. Ich kann das nicht! Die Summe heißt: Es geht nicht! Und wenn dein Bauch klar und deutlich Nein! sagt, dann verabschiede dich davon. Das war nichts für dich!

Manchmal jedoch bekommst du eine Aufgabe und es schleichen sich viele "wenn" und "aber" ein. Dein Bauch sagt dir: Fühlt sich eigentlich richtig an. Dein Kopf sagt dir: Zu viel, zu schwierig, zu...
Da können sich schnell Hürden aufbauen, die unüberwindlich erscheinen. Auch das wirkt wie ein Seil über den Abrund und du bist der Elefant.

Manchmal hast du nur ein Seil und manchmal gibt es einen breiten Weg. Manchmal erscheint dir der breite Weg aber wie ein Seil und du glaubst, dass du es nicht schaffst. Darum ist folgende Prüfung wichtig: Arbeitest du mit einem festen Weg oder mit einem Seil, das nicht trägt? Bei deiner Prüfung stellt sich vielleicht heraus, dass nur deine Angst den Weg zum Seil gemacht hat oder deine Unzulänglichkeit und deine behindernden Glaubenssätze.

Und manchmal geschieht auch das Wunder. Du gehst einfach los. Du fragst nicht nach Weg oder Seil über den Abgrund. Du gehst einfach. Und es geschieht das Wunder. Du kommst an! Du hast keine Erlärung dafür. Die Logik spricht dagegen. Aber du hast es geschafft!
www.matthias-koenning.de