Donnerstag, 14. Januar 2016

Der vierte Vorsatz: „Es ist gut für mich!“ statt „Es ist nicht gut für mich!“



Wie geschickt manche Eltern doch sind! Kannst du dich an folgende Sätze erinnern? „Klar kannst du ein Eis haben wenn du möchtest. Aber das ist nicht wirklich gut für dich! Du bekommst davon Bauchschmerzen und die willst du doch nicht haben, oder?“ Eltern wissen, was gut für Kinder ist und als Kind lernst du von ihnen, was gut für dich ist. Du vertraust deinen klugen Eltern, weil sie viel wissen. Sie sind ja schließlich erwachsen und du bist von ihnen abhängig. Sie trauen dir auch nicht zu, dass du selber weißt, was für dich gut ist.
Der Arzt weiß, was gut für deine Gesundheit ist. Der Priester weiß, was gut für deine Seele ist und der Lehrer weiß, was gut für deine berufliche Zukunft ist. Die Eltern wissen, was sonst im Leben gut für dich ist. Und alle wissen, was nicht gut für dich ist. Nur du selber weißt es nicht.
Dann wirst du erwachsen. Die äußeren Autoritäten verlieren zwar an Bedeutung, aber sie haben in dir einen Stempel hinterlassen. „Überprüfe, ob etwas gut für dich ist.“ Du wirst dir nie ganz sicher sein. Wie kannst du deiner eigenen Stimme vertrauen, wo du es nie gelernt hast. Wenn du deine Eltern gefragt hättest: „Ist das gut für mich?“ Was wäre die passende Antwort. „Ja“ oder „Nein“? Wäre nicht vielleicht passender damals gewesen: „Was meinst du denn selbst?“
Wenn deine eigene Stimme in dir nicht gut ausgeprägt ist, dann wirkt der Satz der Autoritäten manchmal mächtig und zugleich unbewusst: „Das ist nicht gut für dich!“ Wenn du dir nicht sicher bist, ob etwas für dich gut ist, wirst du bestimmte Dinge einfach nicht tun und Hemmungen entwickeln. Du möchtest ein Stück Torte. Die innere Stimme sagt: „Das ist nicht gut für dich. Die Kalorien bringen dich um!“ Wirst du dann essen? Die Torte ist vielleicht ein zu sterotypes Beispiel. Suche dir einach deine eigenen, wo es für dich stimmt.
Stärken wir also das Bewusstsein dafür, dass du selber weißt, was gut für dich ist. Umfasse mit deinem Daumen wieder den kleinen Finger und spüre hinein, bis es dort pulsiert. Sage dabei den Satz: „Auch wenn es nicht gut für mich ist, was ich jetzt vorhabe, bin ich total in Ordnung, so wie ich bin!“  Sage diesen Satz drei Mal. Sage ihn laut, damit dein Unterbewusstsein den Satz hören kann.
Bringe zugleich dein inneres System durcheinander. Kein Mensch kann zu hundert Prozent wissen, was gut ist und was nicht gut ist. Gut ist immer relativ. Torte essen kann gesund machen, weil es dein Herz erfreut. Torte essen kann krank machen, weil dein Körper die Kalorien nicht möchte. Lass den Satz mal in dir wirken: „Es ist gut für mich!“ Sage diesen Satz ganz wohlwollend und nicke dabei mit dem Kopf. Lächle dir dabei zu! „Ja, es ist gerade echt gut für mich!“ Steigere dich in eine Euphorie hinein! Vielleicht wird dein Unterbewusstsein für einen Moment die Fassung verlieren. Ist ganz gut für dich! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen